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"Koka ist keine Droge": Boliviens Präsident wird Koka bald kommerziell nutzen

"Die Industrialisierung der Kokapflanze ist nichts Schlimmes, denn Koka ist keine Droge," so der Präsident Boliviens zu den Bauern von Yunga. In dieser Provinz und in Chapare ist es per Gesetz erlaubt auf 12.000 Hektar die Kokapflanze anzubauen.

Der venezolanische Präsident Hugo Chávez stellt für seinen Amtskollegen eine Million US-Dollar bereit, damit in Bolivien aus den Kokablättern Tee gegen die Höhenkrankheit und andere medizinische Produkte, Mehl und Getränke hergestellt werden können.

Laut Regierungssprecher Alex Contreras bedeute dies ein Ende der Antidrogenpolitik, zu der Bolivien bisher von außen gezwungen worden war. Die USA finanzieren genau in Chapare, wo Morales Kokabauer war, Maßnahmen zur Ausrottung der Pflanze.


WebReporter: la_iguana
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Präsident, Droge, Bolivien
Quelle: www.tagesschau.de

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27 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.06.2006 22:38 Uhr von la_iguana
 
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Eine gezielte und kontrollierte Kokaproduktion kann nur Sinn machen. Das Problem wird die Kontrolle sein: Ein Erfrischungsgetränk aus Koka (oder für Kuchen wie der für für Fidel Castro) kann wohl kaum den selben Preis erzielen wie Koks.
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19.06.2006 01:44 Uhr von Blitzkrieg76
 
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endlich mal einer der es richtig macht, was interessiert es eigentlich den Staat, wenn ich mir Koka durch die Nase ballere ? wenn dann bitte auch Alk und Kippen verbieten, und sich nicht hinstellen und einen auf Moralapostel machen. Alles Heuchler !
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19.06.2006 01:52 Uhr von necesite
 
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Beitrag: Da haben sich ja in Südamerika die richtigen Banditen zu Anführern ernannt!

Koka ist keine Droge und niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten.

Sozialisten - alles Verbrecher!
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19.06.2006 02:09 Uhr von la_iguana
 
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Eine Mauer in Südamerika? Du meinst wahrscheinlich den tausende von Kilometer langen Zaun den die USA entlang der Grenze zu Mexiko hochzieht. Die Mexikaner zählen sich nicht zu Südamerika, das fängt für die erst hinter der Grenze Panamas, also in Kolumbien an. Sie gehören eher zu Mittelamerika.

Der "Istmus" fängt aber im Norden mit Guatemala an und hört im Süden mit Panama auf... Die Mexikaner wären somit eine eigenständige Region.

(Das ist übrigens ein Sachverhalt den ich nie richtig verstanden habe - ich vereinfache es mir etwas und spreche von Lateinamerikanern, ¿sale vale?....)
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19.06.2006 02:33 Uhr von Silenius
 
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@la_iguana: Ich denke, necesite spielt auf die sozialistische Regierung der damaligen DDR an.

@necesite
Allerdings stimmt das, was Hugo Chávez sagt. Die Droge Kokain besteht aus einem chemisch isolierten Wirkstoff der Pflanze. Aus 100 kg Kokablättern können gute Chemiker 1 kg Kokain herstellen, mit dem gesamten Blatt lassen sich in den Anden sehr kostengünstig Schmerzen behandeln. Es wird bei Schmerzen wie z.B. bei Rheuma, Erkältungen, Grippe, Verdauungsstörungen, verdorbenem Magen, Ermüdung, Schwächezuständen und zur Erleichterung der Geburt verwendet. Ganz ähnlich wie unser Aspirin.
Die chemische Behandlung und die Herstellung zum Kokain sollten bekämpft werden, nicht die Pflanze an sich.
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19.06.2006 05:50 Uhr von PeterKlein
 
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Die USA: finanziert eher Massnahmen zur Ausrottung der Pflanze, nicht gegen deren Ausrottung (wie geschrieben).
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19.06.2006 07:39 Uhr von jesse_james
 
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"Massnahmen gegen die Ausrottung der Pflanze" ?! Im Ausrotten von Spezies aller Art ist der Mensch klasse.

Das aber für die Probleme der Mensch verantwortlich ist und nicht die Natur, scheint dort noch keinem aufgefallen zu sein.

Und dass das Ausrotten von Pflanzen aller Art auch dem Menschen jede Möglichkeit nimmt die Vorzüge dieser Pflanzen zu erkunden UND das obendrein ganze Teile der Evolution ausgeschaltet werden, merkt offenbar auch keiner mehr.
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19.06.2006 08:34 Uhr von The_free_man
 
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@Blitzkrieg76: 100% zustimmung. Jeder sollte selbst entscheiden dürfen, was er mit sich macht.
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19.06.2006 10:30 Uhr von MiA.MaX
 
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koka pflanze ok, kokain nein danke ! sicherlich kann man aus der kokapflanze, vorallem bei weiterer erforschung einiges nützliches gewinnen.
schon jetzt wird diese ja in diesen gebieten meistens recht nützlich eingesetzt.

aber kokain gehört sicherlich nicht zu den sachen die daraus gewonnen werden sollten !
und jeder der das gefühl hat kokain schnupfen zu müssen hat meiner meinung nach derbe einen an der schüssel ! und zwar wirklich ganz gewaltig !
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19.06.2006 11:23 Uhr von Aton Eight
 
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Koka ist keine Droge: "Die Industrialisierung der Kokapflanze ..., denn Koka ist keine Droge," genau - endlich wird sich ein Volk seiner traditionellen Ursprünge bewusst und läßt sich nicht mehr oktroyieren, was SIE sind und was SIE SOLLEN - WEM steht denn eigentlich das Recht zu, sich als elitäres Staatswesen über andere Nationen und Herstellergruppen zu exzentiellen Grundlagen hinweg zu setzen und über ander hinweg Gesetzliches zu veranlassen? Das ist doch nicht rechtens?
Wir werden doch sowieso nur von vielleiccht 6 bis 12 % der nur kanpp 10 % der herrschenden Okkupierer von globalen Interessen gelenkt, um von der Manipulation und Ausbeutung der übrigen Welt, die weit mehr als 90 % der Weltbevölkerung darstellt, verzichten zu müssen! Da wird auf alle Produkte ein Urheber- oder Alleinherstellerrecht erhoben, um wirtschaftliche Machtinteressen auf Kosten der Mehrheit zu veranstalten ...
Es ist an der Zeit, dass sich solcherlei kollonialer Strukturen auflösen und die einzelnen Völker ein eigenes Bewusstsein zu ihrer Tradition und Kultur erkämpfen ... jede Nation und jedes Land benötigt seine ureigenen Produkte und Rituale für entsprechendes bewusstes Handeln. So auch Bolivien, die schließlich aus den Kokablättern Tee gegen die Höhenkrankheit und andere medizinische Produkte, Mehl und Getränke herstellen müssen und sollen ...
http://www.positiv-hiv-aids.de / http://www.positHIV.org
Mit bedingungsloser Liebe zu Universum & Licht
ATON-life-8
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19.06.2006 11:35 Uhr von CHR.BEST
 
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Daß eine kleine Fläche für Koka-Anbau genutzt werden soll für medizinische Produkte halte ich durchaus für sinnvoll.
Ich halte es aber fraglich daß die bolivische Regierung dies tatsächlich wirksam kontrollieren kann.
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19.06.2006 11:48 Uhr von meyerh
 
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Glaubt ihr das wirklich? Glaubt ihr denn wirklich das es dann zu den im Bericht beschriebenen Zwecken angebaut wird?
Alkohol ist ein wunderbares Desinfektionsmittel, aber trotzdem wird es hauptsächlich "zweckentfremdet" gesoffen.
Ich glaube hier wird eher eine legale Ausrede gesucht. Erst recht wenn ich mir die Indios anschaue die den ganzen Tag apartisch Kokablätter kauend vor ihren Häusern sitzen. Ihr ganzes Geld dafür ausgeben. Meistens haben sie dadurch kein Geld mehr für Nahrungsmittel, aber Gott sei Dank zügelt das kauen der Blätter ja den Appetit.
Es gibt genügend andere Möglichkeiten für die Bauern um Nahrungsmittel anzubauen als diese umstrittene Pflanze.
Sicherlich mag die Kokaplflanze auch positive Eigenschaften haben (siehe Hanf), aber seit ihr wirklich so naiv? Die positive Eigenschaft die hier dann überwiegend genutzt wird sieht nicht mehr grün aus sonder weiß und ist ein Pulver und ab demnächst ganz legal.
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19.06.2006 12:26 Uhr von marshaus
 
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da bin gespannt: wie die amerikaner darauf reagieren, die werden bestimmt androhen gelder zu streichen oder sonstige sache.
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19.06.2006 12:33 Uhr von GuaranaJones
 
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meine güte: andere länder andere sitten.
in thailand wird man hart bestraft wenn man mit gras erwischt wird, aber speed kann man in jeder apotheke dort kaufen.

so what?
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19.06.2006 13:08 Uhr von Pinok
 
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dann kann sich endlich auch der normalbürger kokain leisten und nicht nur höhstverdiener oder politiker und die high society
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19.06.2006 13:51 Uhr von Generalstreik
 
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Drogenpolitk: Prinzipiell wird der Boden für die Verbreitung von Drogen stets durch teilweise absurde Gesetze gefördert. Etwas Verbotenes ist nun mal "in".
Vielleicht ist diese neue bolivianische Politik garnicht mal so schlecht wie man annehmen sollte, einerseits wird die Produktion nützlicher Produkte (Tee, Mehl...) gefördert und andererseits ein Preisverfall von Kokain durch die Legalisierung der Pflanze erreicht.
Keine Frage, aus der Pflanze lässt sich Kokain herstellen - aber diese von den USA unterstützte Antidrogenpolitik erreichte eher das Gegenteil, nicht nur in Bolivien sondern u.a. auch in Afghanistan. Man könnte fast meinen das die Antidrogenpolitik der USA den Preis für Kokain und andere Drogen künstlich hochhält, während der CIA immer mehr zum Drahtzieher dieses Geschäftes wird.
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19.06.2006 14:00 Uhr von pedroche
 
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Klasse: dann gibt es demnächst Fahrten vom deutschen Jugendamt nach Bolivien gesponsert, damit die Kids bei der Kokaernte helfen können. Auf solche Weise kam ich ja mal in die Türkei und durfte - auf Kosten des deutschen Steuerzahlers - armen Bauern bei der Opiumernte helfen. ;-)
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19.06.2006 14:05 Uhr von dare_13
 
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is ja lustig: dass die Pflanze ausgerottet werden soll, wo sie ein natürliches Heilmittel ist, das für diese Regionen eine günstige Alternative zu teurer High-Tech-Medizin darstellt (ich denke mal, dass jeder weiß, wie arm diese Länder größtenteils sind). Die Pflanze soll ausgerottet werden, vielleicht will die USA sogar damit die Einnahmen der Pharma-Unternehmen in den USA erhöhen, wer weiß? Die Herstellung des Kokains soll man bekämpfen und net immer die Rohstoffe für solche Drogen, denn diese Rohstoffe können wertvoll und sehr positiv sein. zB ist Hanf ja auch nicht nur Droge.
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19.06.2006 14:28 Uhr von blutherz
 
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gleiches Spiel mit: Hanf, Schlafmohn usw usf...aus der Pflanze können nun mal Drogen gemacht werden...aber vieleicht sollten die leiber die Drogenpolitik ent weder noch mehr verschärfen z.B. Drogenhandel= Mord was es ja in vielen Fällen letztendlich ist.
Oder endlich mit dem schwachsinn aufhören, drogen komplet freigeben udn mehr in die Prävention der Verhaltskrankheit Sucht investieren.
Richtig gut aufgeklärte und erzogene Kinder werden nicht süchtig egal nach welcher Droge seis Alkohol,Kokain,THC, MDMA; Heroin usw usf...
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19.06.2006 19:23 Uhr von trixli
 
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Koka ist keine Droge: Er hat doch recht die Pflanze ist unschuldig. Der Mensch hat die Droge erfunden, oder besser den Weg dazu. Man sollte denn Anbau zulassen und die Amis können ja eine Behörde finanzieren welche die Verwendung überwacht. Hier in der SChweiz darf man ja auch wieder Hanf anbauen. Zwar solcher welcher nicht geraucht werden kann aber trotzdem. DIe Pflanzen sind meistens sehr nützlich gewesen bevor sie missbraucht wurden und die Produkte sind meistens besser geignet, besonders für Alergiker, als alles was danach chemisch hergestellt wurde.
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19.06.2006 22:11 Uhr von Blitzkrieg76
 
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Zitat"und jeder der das gefühl hat kokain schnupfen zu müssen hat meiner meinung nach derbe einen an der schüssel ! und zwar wirklich ganz gewaltig !"

und für mich haben alle diejenigen einen an der Schüssel, die sich Kippen in die Lunge ziehn und sich mit Alk betäuben müssen. Merkst Du was ?
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20.06.2006 00:10 Uhr von GuaranaJones
 
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@blutherz: "Richtig gut aufgeklärte und erzogene Kinder werden nicht süchtig egal nach welcher Droge seis Alkohol,Kokain,THC, MDMA; Heroin usw usf..."

Totaler Schwachsinn diese Behauptung.
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20.06.2006 10:11 Uhr von zagor
 
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die Idee ist gut, mal sehen, wie diese umgesetzt wird.

@einige hier:
ob unsere tägliche Ration Nikotin + Teer (mit den 200 anderen Giftstoffen), Alkohol und sonstiger Dreck so viel gesünder als ein Kokablatt ist?
Egal, Hauptsache es ist legal und fördert das BSP...;)
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20.06.2006 12:27 Uhr von superhecht
 
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vielleicht waren wir naiv: und glaubten in Morales einen Kämpfer für die Rechte der Bolivianer auf die eigene Vermarktung ihrer Rohstoffe zu sehen.

Und er traute sich, gegen die Vorwürfe nicht nur aus den USA dagegenzuhalten und die Sache durchzuziehen.

Kokain ist nicht nur Schickimickidroge in den Industriestaaten, sondern mit den Kokablättern apathisiert sich das einfache Volk der Andenstaaten gegen Hunger. Hoffentlich liege ich mit meiner Vermutung falsch, dass hinter Morales´ Sieg die Drogenbosse stehen, welche jetzt ihre Dividende fordern.

In Panama hat sich in den 80´ern ebenso ein vermeintlicher Volksheld als Marionette der Drogenbosse entpuppt. (General Noriega)
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21.06.2006 02:35 Uhr von HunterS.
 
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Endlich wird Kox billiger! *vorfreudeaufundabhüpf*

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