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Fachleute sprachen sich schon im August 2005 gegen Rente mit 67 aus

In einem dem Bundesfamilienministerium nach Aussage der "Bild"-Zeitung vom Donnerstag schon seit August 2005 vorliegenden Gutachten sprechen sich die befragten Experten gegen ein Hinausschieben des Rentenbezugs auf das 67. Lebensjahr aus.

Als Gründe nennt die Kommission unter anderem die hohe Arbeitslosigkeit, die auch dazu führe, dass kaum jemand bis 65 Jahre erwerbstätig sei, sowie gesundheitliche Einschränkungen, die das Arbeiten bis zum 65. Lebensjahr verhindern.

Kritisiert wurden auch die erfolgten Rentenkürzungen. Es dürfe nicht sein, dass die Altersrente ihren Sinn verliere, weil selbst nach kaum noch real zu erreichenden hohen Einzahlungszeiten die Leistungen nahe der Armutsgrenze liegen.


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WebReporter: ringom
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Rente
Quelle: focus.msn.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.06.2006 15:13 Uhr von The_Nothing
 
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Seit wann hören denn unsere Polis auf Fachleute? Die wissen doch eh selbst alles besser. Der ganze Laden in Berlin gehört doch ausgeräuchert...
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15.06.2006 15:41 Uhr von orimbor
 
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Ist sowieso Beschiss: Einzig und alleine für die Rente dürften NUR tatsächliche Beitragsjahre zählen. Aber richtige und nicht irgendwelche Ersatzansprüche weil man sich auf der Uni ausgeschlafen hat oder so. Es kann nicht angehen das jemand der erst ende 30 sich dazu überwindet ins Erwerbsleben zu gehen die selben Ansprüche hat wie einer der sein Leben lang gebuckelt hat. Wer 45 Jahre gearbeitet hat soll Rente kriegen. FERTIG. Alles andere ist Betrug !
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15.06.2006 16:28 Uhr von The_Nothing
 
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@Vorredner: Ohne die Leute, die sich deiner Meinung nach "auf der Uni ausschlafen", wäre dieses Land gar nichts. Für gewisse Tätigkeiten braucht man nun einmal ein Studium, das hat nichts mit Faulheit zu tun.
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15.06.2006 17:05 Uhr von opppa
 
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RENTENZAHLUNG VERLIERT IHREN SINN: das hatte die Lobby der Wirtschaft doch so bei der Regierung angefordert!
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15.06.2006 17:12 Uhr von opppa
 
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NACHTRAG: Es ist richtig, daß die Rentenzahlung ihren Sinn verliert, das war ja Geld, das wir unserem korrupten Politikerp.... anvertraut haben.
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15.06.2006 17:18 Uhr von eros007
 
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typisch: ist doch klar, dass man sich bei der gegenwärtigen Lage nicht unbedingt für Rente ab 67 aussprechen wird. Trotzdem ist aufgrund der demographischen Entwicklung ein höheres Renteneintrittsalter nicht abwendbar. Und zwar nicht nur, weil sonst keine anständige Rente mehr bezahlt werden kann, sondern ganz einfach auch deshalb, damit die Leute was zu tun haben (ganz salopp ausgedrückt). Wenn der Durchschnittsbürger mit 65 Jahren in Rente geht und dann etwa 85 Jahre alt wird, kann er doch 20 Jahre nichts mehr machen. Man muss also konsequent an der Umsetzung von Altersteilzeit (ein 65-Jähriger kann nicht mehr so viel arbeiten wie ein 40-Jähriger) arbeiten, damit die Menschen das Gefühl haben, gebraucht zu werden. Ich will jedenfalls nicht ab 65 20 Jahre lang rumgammeln. Egal, wie viel Geld ich kriege.
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15.06.2006 19:12 Uhr von opppa
 
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eros007: Ich hätte mal zu gerne gewusst, wieviel der von uns gezahlten Renten an Zuwanderer aus dem Osten, die in ihrem Leben nicht einen einzigen Pfennig in unsere Rentenversicherung eingezahlt haben, gehen.

Das ist nur ein Geschenk, mit dem unsere Politiker meinten, sich Stimmen bei der nächsten Wahl kaufen wollten.
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15.06.2006 19:20 Uhr von moddey
 
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@eros: ->"Trotzdem ist aufgrund der demographischen Entwicklung ein höheres Renteneintrittsalter nicht abwendbar"

Kannst Du diese These belegen? 100% nicht! Das ist nämlich neoliberaler Quatsch.
Warum sollte die Höhe der Rente oder das Renteneintrittsalter auschlaggebend für das Renteneintrittsalter sein?

Ist nicht eher die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit einer Gesellschaft viel eher auschlaggebend für die Renten. Und in diesem Punkt sind wir so gut wie noch nie! Nur dieses mehr an Leistung kommt halt nicht mehr wie früher den Arbeitnehmern zu gute (und somit auch den Rentnern) sondern nur noch den Arbeitgebern.

Wie auch immer, Belege mal bitte deine These.
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15.06.2006 19:25 Uhr von opppa
 
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moddey: Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit kann nicht für die Rente in Anspruch genommen werden, weil sich die Wirtschaftsbosse den Profit in die Taschen stopfen.

Die Lobby der Wirtschaft würde sofort alle Zuwendungen an Politiker stoppen, wenn sie zusätzliche Leistungen erbringen sollte.

Schade, wäre schön gewesen!
Sarkasmus aus!
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15.06.2006 19:31 Uhr von moddey
 
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@oppa: ->"Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit kann nicht für die Rente in Anspruch genommen werden, weil sich die Wirtschaftsbosse den Profit in die Taschen stopfen."

Ja sag ich doch! :-)

Aber Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit wäre halt der Faktor der auschlaggebend wäre. Und nix anderes. Wenn sich die Wirtschaftsbosse die Kohle abgreifen kann doch der angehende Rentner nix dafür.
Nur soll eros nicht so komische geschichten von Demografischen Faktor erzählen. Das ist nämlich ein schönes Märchen was er bei Christiansen aufgeschnappt hat.
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15.06.2006 19:41 Uhr von opppa
 
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moddey: Der demografische Faktor spielt natürlich auch mit, weil ja immeer mehr Werktätige immer mehr Rentner versorgen müssen; da aber unsere Wirtschaft daran interessiert ist, die Arbeitslosigkeit hochzuhalten, um die Löhne der arbeitenden Bevölkerung noch weiter zu drücken, konnte das ja nicht gut gehen.

Der größte Denkfehler unserer Politiker liegt darin, daß sie den Anstieg der Produktivität durch Automatisierung nicht für die Rentenversicherung abgraifen, weil die Wirtschaftslobby nicht zulassen würde.

Da macht man lieber so weiter, wie gehabt und erhält sich seine Positionen in den Aufsichtsräten und Vorständen.
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16.06.2006 11:26 Uhr von eros007
 
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moddey: Zunächst mal eine Klarstellung: Mit der demographischen Entwicklung meine ich prinzipiell nicht vordergründig die Tatsache, dass wir zu wenige Kinder haben. Das spielt zwar eine Rolle, ist aber nicht so entscheidend. Entscheidend ist vielmehr, dass wir immer älter werden. Die Lebenserwartung liegt mittlerweile bei über 80 Jahren und steigt weiter. Nehmen wir an, in jedem Jahrgang sind gleich viele Leute und alle sterben mit dem genau gleichen Alter. Das bedeutet also, dass wir für Renten mehr Geld ausgeben müssen als wenn die Leute nur 70 werden. Nämlich (in unserem einfachen Modell) genau dreimal so viel. Wäre der Renteneintritt bei 75 Jahren, würde sich an den Ausgaben nichts ändern. Nehmen wir eine konstante Leistungsfähigkeit der Gesellschaft an, dann heißt das nichts anderes, als dass bei einem Renteneintritt mit 65 die Rente nur ein Drittel vom früheren Niveau beträgt oder nur ein Drittel davon, als wenn man erst mit 75 in Rente ginge. Damit habe ich dir an einem sehr vereinfachten Beispiel bewiesen, dass ein Zusammenhang zwischen Rentenhöhe, Renteneintrittsalter und demographischer Entwicklung besteht.

In der Realität ist es natürlich deutlich komplizierter, aber dieses einfache Gesetz gilt weiterhin. Wenn die Zahl und Leistungsfähigkeit der Leistungserbringer (Arbeitende, Unternehmen) etwa konstant bleibt, die Zahl der Leistungsempfänger (hier: Renter) aber steigt, heißt das, dass weniger Geld für die Rente übrig bleibt. Ein höheres Eintrittsalter könnte dem entgegenwirken, wie das Beispiel zeigt.

Oder habe ich den Satz:
>>> Warum sollte die Höhe der Rente oder das Renteneintrittsalter auschlaggebend für das Renteneintrittsalter sein?
nicht richtig verstanden? Erkläre mir dann noch mal genauer, was ich dir erklären soll. :-)

Wie du siehst, wäre ich für ein Renteneintrittsalter, das an die Lebenserwartung gekoppelt ist (z.B. ab 85% der Lebenserwartung bekomme ich Rente, derzeit also ungefähr 68 Jahre). Was ist daran falsch? Das wäre gesellschaftlich viel eher verkraftbar als das derzeitige System. Außerdem könnten Idealisten wie du auch mal an die Betroffenen denken. Was sollen die Leute machen, die mit Anfang 60 in Rente gehen? 20 oder gar 30 Jahre dumm rumsitzen, einmal im Jahr in Urlaub fahren, und ansonsten Däumchen drehen oder vor der Glotze verdummen? Die brauchen auch einen Lebensinhalt. Eine gewisse Form von Arbeit wäre für viele Renter ein Segen. Nicht jede Arbeit natürlich. Und nicht in dem Umfang, wie sie 30-Jährige leisten können. Aber ohne Arbeit macht das Leben den meisten Leuten nicht mehr viel Spaß. Nicht gebraucht zu werden ist auch für Renter schrecklich. Für Arbeitslose natürlich auch.

Deshalb empfehle ich, dass man abseits des Finanziellen mal darüber nachdenkt, wie Lebensinhalt vermittelt werden kann. Der ist viel wichtiger als 100 Euro mehr im Monat. Aber da wir in Deutschland immer noch gewohnt sind, alles aufs Finanzielle zu reduzieren, werden weitere Probleme erst gar nicht beachtet.

Und nur so nebenbei: Die Unternehmen wollen niemanden ausbeuten oder die Löhne durch hohe Arbeitslosigkeit niedrig halten, sondern einfach nur Geld verdienen. Dass dieses Streben in gewisser Weise zum Nachteil von bestimmten Gruppen ist, kann man ja offen sagen. Da muss man regulierend eingreifen. Aber Unternehmen sind nicht von Grund auf schlecht, sondern ebenso ein Teil unserer Gesellschaft. Unendlich leistungsfähig (d.h. die Rente kann immer weiter steigen) sind sie aber nicht, auch wenn das manche zu glauben scheinen. Das deutsche Problem ist, dass wir bei Dienstleistungen so schlecht sind. Die Industrie ist weltweit konkurrenzfähig (wir sind Exportweltmeister und die Löhne gehören zu den höchsten der Welt), aber bei den Dienstleistungen sind wir nur europäisches Mittelmaß. Da müssen wir uns zunächst mal verbessern. Die verarbeitende Industrie wird zwar als Teufel an die Wand gemalt, ist aber bei genauerer Betrachtung der Teil, der uns bisher vor einer schwereren Krise gewahrt hat.
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16.06.2006 13:03 Uhr von opppa
 
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eross007: Ich will nur zum letzten Absatz was sagen:

"Die Unternehmer wollen niemanden ausbeuten"
Das kommt mir genauso vor, wie die Aussage des Besitzer eines Kampfhundes: der will nur spielen.

Wenn wir einmal die Entwicklung der letzten Jahrzehnte übersehen, so kann ich aus eigener Erfahrung sagen, daß ca. Mitte er 60er Jahre kaum ein kleiner Arbeiter Lohnsteuer zahlte. Heute zahlt praktisch j e d e r: Damals war die Umsatzsteuer die Steuer mit den höchsten Einnahmen für den Staat. Seitdem hat sich offensichtlich die Wirtschaft mit ihrer Lobby erfolgreich dafür eingesetzt, daß die Steuerlast immer mehr von der Wirtschaft weg auf die Arbeitnehmer verlagert wird.

Im Augenblick steht ja noch zusätzlich - passend zur Erhöhung der Umsatzsteuer - zur Diskussion, der Wirtschaft eine weiter Steuersenkung von € 8 Mrd.
(in Worten 8 Milliarden) in den Rachen zu werfen.Offensichtlich hat die Lobby dieses G E S C H E N K bei "unseren" etablierten Parteien angefordert Es schein so, als habe dier Regierung Schröder denen noch nicht genug zugeschustert..
Gleichzeitig werden die Leistungen für Arbeitslose und Hartz IV-Empfänger gekürzt oder die Vorschriften verschärft.

Die Gewerkschaftsfunktionäre hängen so sehr an ihren Stühlchen, daß die Tarifverhandlungen auch nur eine Farce sind.

Ich sehe das so, daß sich seit Mitte der 60er Jahre auf Arbeitgeberseite eine geschlossene Front aufgestellt hat, die sich jetzt für die damals sicherlich überhöhten Lohnerhöhungen der Gewerkschaften r ä c h e n will.

Wie auch erst in den letzten Tagen überall in der Presse zu lesen war, gab es in der Wirtschaft seit Jahren nicht so gute Ergebnisse wie zur Zeit, die darauf zurückzuführen sind, daß überall die Lohnkosten abgebaut wurden.

Es liegt offen zutage, daß die Arbeitgeber jetzt die Ernte für die durch ihre Entlassungen von Arbeitnehmern erzeugte Arbeitslosigkeit einfahren.

Sobald einmal ein Arbeitnehmer oder eine Gewerkschaft einmal mit Lohnkürzung oder unentgeltliche Arbeitszeitverlängerung nicht einverstanden ist, wird sofort mit der Verlagerung der Arbeitsplätze ins Ausland gedroht.

ABER DIE WOLLEN NUR SPIELEN! L O L

Solange "unsere" Volksvertreter mehr an ihren Aufsichtsratposten hängen, als am Willen der Arbeitnehmer, kann ich nur dazu aufrufen, nicht mehr auf die L Ü G E N vor der nächsten Wahl zu hören, sondern, wie Herr Koch sagte "brutalstmöglich" die radikalsten Parteien zu wählen, die zur Verfügung stehen. Denn dieses korrupte Pack (egal ob links oder rechts oder grün) möchte ich nicht mehr an der Regierung sehen.

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