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Heimbewohner darf ohne Zustimmung des Betreuers nicht ans Bett gefesselt werden

Das Landgericht Zweibrücken hat entschieden, dass Angestellte eines Pflegeheims die Bewegungsfreiheit eines Heimbewohners gegen dessen Willen nicht einschränken dürfen. Falls der Bewohner nicht entscheidungsfähig ist, soll der Betreuer entscheiden.

Das Gericht gab damit der Betreuerin einer demenzkranken Frau Recht. Dem Gerichtsurteil zufolge trägt diese die Verantwortung für die Heimbewohnerin.

Im konkreten Fall hatten die Pfleger eine Bauchfixierung angebracht und am Bett ein Gitter installiert. Laut dem Gerichtsurteil sind solche Maßnahmen nicht mit den Menschenrechten vereinbar.


WebReporter: stellung69
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Bett, Zustimmung
Quelle: www.swr.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.06.2006 12:05 Uhr von stellung69
 
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Wenn die Betreuerin soviel Wert darauf legt, dass ihr Schützling nicht gefesselt wird, soll sie sich vielleicht mal ein Bild davon machen, wieso diese Maßnahme ergriffen wurde. Das Personal wird das wohl kaum aus Bequemlichkeit gemacht haben.
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14.06.2006 13:18 Uhr von steelenser57
 
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Lieber Autor: du solltest dich mit dem thema mehr auseinandersetzen - dann wirst du sehen, was das pesonal aus bequemlichkeit mit den armen menschen macht!!!

Jammert jetzt nicht: es werden so viele gefeuert und all dem mist. Menschenrechte in Pflegeheimen sind ein fremdwort. und wenn oma nervt, weil niemand die windel wechselt, sind spritzen schneller gesetzt als die windel gewechselt.
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14.06.2006 13:31 Uhr von stellung69
 
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@steelenser57: Du wirst es nicht glauben, aber zufällig arbeite ich in einem Betrieb, wo solche Fälle oft auftauchen. Wenn so ein Patient zum Xten Mal das Zimmer verwüstet hat, ist es schon angebracht, ihn zu fixieren (der Betreuer sieht das natürlich gaaanz anders, muß aber auch die Folgen des Handelns des Patienten nicht beseitigen).
Außerdem verhindert eine Fixierung auch, daß der Patient nachts aus dem Bett fällt. Denn daß die Angestellte nicht rund um die Uhr neben dem Bett sitzen können, durfte wohl auch klar sein! Und wenn der Patient sich bei Sturz aus dem Bett verletzt, ist ja das Personal Schuld. Bei uns wird übrigens vor jeder Fixierung eine richterliche Anordnung eingeholt; bei der deutschen Bürokratie oft ein langwieriger Prozeß......
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14.06.2006 13:39 Uhr von adibaba
 
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gegen Menschenwürde? Wenn das Gericht entscheidet "Fixierung" verstösst gegen die Menschenwürde, dann kann auch kein Betreuer seine Zustimmung dazu geben. Hier muss ein Richter entscheiden, denn es geht um die Aufhebung der Menschenrechte und dies sollte doch fast unmöglich sein.
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14.06.2006 15:04 Uhr von ciaoextra
 
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@ Autor: Anscheinend hast Du keine Angehörigen, die in so einer Unterbrinung vegetieren müssen. Die Leute - in dem Alter und bei solcher Erkrankung -auch noch ans Bett zu fesseln, ist das Letzte.
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14.06.2006 17:30 Uhr von stellung69
 
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Tipp für die Kritiker: Meldet euch als freiwillige/r Mitarbeiter/in in einem solchen Heim und arbeite da mal 4 Wochen mit solchen Patienten; danach (wenn ihr überhaupt durchhalten könnt...) können wir gerne weiter diskutieren.
@Ciaoextra: Wenn ich einen Angehörigen mit der Krankheit in ein Heim abschieben würde, wäre mir, weil ich mich damit (im Gegensatz zu anderen) auskenne, klar, daß da solche Maßnahmen notwendig sein können. Wenn ich das dann nicht akzeptieren könnte, müßte ich den Angehörigen bei mir zuhause aufnehmen und pflegen.
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14.06.2006 17:38 Uhr von Big-Sid
 
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Also erstmal: DAs ist schon seit JAhren gesetzlich so geregelt. Außerdem: Es ist unmöglich, fixierungen anzuwenden, aber das ist natürlich die einfachste und bequemste Möglichkeit. Gut, daß das als Freiheitsberaubung gilt und somit schon ihr Fett wegkriegen.

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