14.06.06 09:07 Uhr
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Airbus: Lieferengpässe bei A 380

Aufgrund einer Verzögerung der Zeitpläne im Bereich von sechs bis sieben Monaten werde man im Jahre 2007 wohl nur neun der Großraumflugzeuge ausliefern können, so das Unternehmen Airbus in Paris. Dennoch könne man noch dieses Jahr den ersten A 380 liefern.

Hauptsächlich werden Produktionsengpässe bezüglich elektrischer Systeme als Ursache für die Lieferverzögerungen genannt. Auch für die Folgejahre 2008 und 2009 werde man wahrscheinlich noch mit weniger Auslieferungen als geplant rechnen müssen.

Andererseits verzeichne man bei Flugtests gute Erfolge. Die erste der rund 290 Millionen Euro teuren Maschinen soll noch dieses Jahr an Singapore Airlines geliefert werden. Insgesamt verteilen sich bisher 159 Bestellungen auf 16 Fluggesellschaften.


WebReporter: The_Nothing
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Airbus
Quelle: www.n24.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.06.2006 08:48 Uhr von The_Nothing
 
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Ich hoffe mal, dass sich die Verzögerungen in wirtschaftlicher Hinsicht nicht allzu stark auf das Unternehmen auswirken, denn es stehen hohe Vertragsstrafen bei Verspätungen im Raum.
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14.06.2006 09:34 Uhr von wixbubi
 
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Aktie: eingebrochen...

grad auf NTV gesehen, 20 Prozent weniger :p
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14.06.2006 10:46 Uhr von ooo
 
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@wixbubi: Ich weis nur nicht warum es erst heute zu diesem Einburch kam, ich hab schon gestern Nachmittag gelesen, das sich die Liefertermine um bis zu 7 Monate verschieben werden.
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14.06.2006 11:23 Uhr von Curse
 
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Vielleicht sollte man sich profesionelle Hilfe aus Seattle holen...
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14.06.2006 11:58 Uhr von hellenic
 
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verstehe ich net: warum ist es so schwer, punktlich zu planen??

das fällt mir auch bei anderen flugzeugen auf (kampfflugzeuge).

es kann doch nicht sein, das man auf jahre auf bestellungen warten muss. warum werden nicht mehr kapaztitäten errichtet?? und sagt mir nicht, das es immer nur wegen dem geld ist.

ich habe gerade gelesen, das die royal air force auf eub teil ihre EF2000 verzichtet hat, damit ein anderes land beliefert werden kann. ist es so schwer, neue produktionsschienen aufzubauen?.
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14.06.2006 12:48 Uhr von marcschulz999
 
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Aktie: Die Aktie ist um 30% eingebrochen (n-tv). Da hat sich wohl dieses "europäische Großprojekt" wohl übernommen. Normalerweise plant man, wenn man etwas termingerecht ausliefern möchte. Da pumpt die EU Milliarden in den A380 und A350 und nichts kommt heraus. Bezahlen müssen die Ausfälle wohl die Steuerzahler, da EADS ohne europäische Subventionen nicht auskommen kann.
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14.06.2006 13:05 Uhr von eros007
 
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so ist das, wenn man zu wenige Ingenieure hat: Hier zeigt sich, dass das Problem von Airbus (bzw. EADS) wohl der Mangel an Fachkräften ist. Hätten sie genug Leute, wäre der Mangel vielleicht gar nicht aufgetreten, oder wenn, dann könnte er schneller korrigiert werden. Wenn man aber nur gerade so viele Leute hat, dass das Geplante auf dem Papier machbar aussieht, dann passiert sowas eben.

Warum passiert sowas, dass man jahrlang auf Bestellungen warten muss?
1. Weil der Zeitplan in nahezu jedem Projekt zunächst zu optimistisch ausfällt. Das gilt für einen ganz persönlich. Wenn ich ein größeres/längeres Projekt machen müsste, denke ich am Anfang: Das schaffe ich in einem Monat. Mit Glück schafft man so etwas dann in 3 Monaten. Eine ganz persönliche Erfahrung, die mir aber ganz ganz viele bestätigen. Auf Airbus umgelegt: Man denkt zunächst, dass man es in der und der Zeit schaffen könnte, hat aber dieses und jenes nicht eingplant. So entstehen Verzögerungen.
2. Insbesondere bei Airbus ist die Personalausstattung ziemlich mager. In Deutschland fehlen 1000 Ingenieure (bzw. noch 600), in Frankreich wahrscheinlich ebenso viele oder noch mehr. Und das nur für die Kleinflugzeuge wie den A320. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es beim A380 anders ist. Das meiste Geld verdient Airbus nämlich immer noch bei den kleinen Flugzeugen; hätte man zu viele beim A380, könnte man die intern verschieben.

Das Problem von Airbus ist eben, dass man jahrelang zu wenige Leute eingestellt hat und nun kurzfristig eben nicht genug zusammenbekommt. Bei Airbus war wohl ein schlauer Unternehmensberater, der diese kurzfristigen Einsparpotentiale aufwarf und umsetzen ließ. Dass man gute Mitarbeiter über Monate und Jahre vorher einarbeiten müsste und gerade bei schlechter Auftragslage etwas mehr davon haben müsste (als Reserve, wenn´s wieder besser geht), können Unternehmensberater ebensowenig verstehen wie die Wichtigkeit, Know-How im Betrieb zu erhalten und nicht alles nur einzukaufen. Kurzfristig ist beides eben teurer, langfristig kann es sich aber sehr lohnen bzw. wird es teuer, wenn man es nicht gemacht hat.

Natürlich muss man noch hinzufügen, dass für gewisse Fertigungsaufgaben Arbeitsplätze nur kurzfristig entstehen (2-3 Jahre beispielsweise). Da solche befristete Verträge immer noch "anrüchig" sind und von Gewerkschaften/Politik nur zu gern verhindert, stellt das Unternehmen eben überhaupt nicht ein oder muss damit rechnen, bei schlechter Auftragslage die Leute nur über teure Abfindungen loszubekommen.

Aber bei Airbus liegt das Problem sicher zu einem beträchtlichen Teil im falschen Management. Ein weiterer Teil liegt in der Unfähigkeit Deutschlands (und Frankreich und Spanien), genug Ingenieure auszubilden. Aber das ist eine andere Geschichte.
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14.06.2006 15:49 Uhr von IhmSeiner
 
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Steine in den Weg: Wenn ich sehe, dass bei solch einem Projekt, was ohne Ende Geld und Arbeitsplätze schafft, den Unternehmen nur Steine in den Weg gelegt werden, wird mir anders.
In der heutigen Zeit kann ein Projekt, wie den A380, an einer Fledermaus oder Vögeln scheitern, die irgendwo in Bäumen sitzen, die für eine Startbahn gefällt werden müssen.

Tut es echt Not, dass Airbus unnütz Geld und Zeit opfern muss?
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15.06.2006 12:07 Uhr von Spaßbürger
 
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@IhmSeiner: Hoffentlich stehst Du mal jemand im Weg der Dich dann wegräumt. Dann kannst Du ja mal über den Müll nachdenken den Du hier verzapfst!
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15.06.2006 22:46 Uhr von Curse
 
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@ spaßbürger: Wieso, er hat doch recht? In Deutschland scheitern wichtige, arbeitsplatzbringende Projekte oft an irgendwelchen - vorgetäuschten - Lapalien.
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18.06.2006 14:04 Uhr von Davor
 
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curse: " Vielleicht sollte man sich profesionelle Hilfe aus Seattle holen..."

du meinst die Jungs aus dem Bericht im Spiegel "Auch bei Boeings "Dreamliner" sollen Verzögerungen drohen" ?

http://www.spiegel.de/...
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19.06.2006 16:38 Uhr von Curse
 
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@ davor: Wenigstens hat Boenig schon mehrere Großraum- und Militärflugzeuge Fristgerecht ausgeliefert...

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