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MG Rover kommt wieder - aus China

Die Nanjing Automobile (Group) Corp, kurz Nanjing Auto, kaufte vergangenes Jahr MG Rover nach dessen Pleite und startete nun den Export von Ersatzteilen, wofür ein Vertrag mit Caterpillar Logistics Services (UK) Ltd geschlossen wurde.

Rovers Produktionslinien wurden laut Zhang Xin, Leiter des Projektes, nach Nanjing gebracht und auch britische Ingenieure eingestellt. Nanjing Auto will neue Rover-Modelle für den chinesischen Markt entwickeln.

Frühere Eigentümer von MG Rover, wie BMW und General Motors, sind mit ihren Sanierungsvorhaben gescheitert.


WebReporter: Metzner
Rubrik:   Auto
Schlagworte: China, Rover
Quelle: english.peopledaily.com.cn

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.06.2006 14:21 Uhr von Metzner
 
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Mit denEinnahmen aus dem Ersatzteilverkauf kann dann weiter investiert werden.
Und dann rollen irgendwann in Nanjing Rover vom Band - ohne die Teepausenverwoehnten britischen Arbeiter.
Jedoch befuerchte ich, dass der englische Schlendrian nur durch chinesischen ersetzt wird...
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10.06.2006 16:06 Uhr von denksport
 
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Müssen die dann auch so oft in die Werkstatt: wie die original britischen Rover?
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10.06.2006 18:40 Uhr von kebabpapzt
 
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@denksport / @Metzner: Von Rover gab es in den letzten Jahren überhaupt gar keine Rückrufe bzgl. irgendwelcher Mängel.
1. Nicht MG Rover kommt zurück, sondern nur die alten
Modelle, die bis 2005 noch Longbridge gefertigt wurden.
Und davon werden wahrscheinlich nur der Rover 25 und Rover 75 nach Europa exportiert.
2.Nanjing hat nur die Markenrechte für "MG" nicht für Rover. BMW hält immer noch die Markenrechte für
Rover und man will diese verkaufen, aber Ford hat ein vertraglich zugesichertes Vorkaufsrecht, da ihnen Landrover gehört. Nur wenn Ford die Marke "Rover" nicht kaufen will, wird es zwischen den beiden chinesischen
Herstellern SAIC und Nanjing eine Bieterschlacht um die Markenrechte geben. BMW hat noch keine Entscheidung getroffen und man verhandelt schon seit Monaten. Daher wird Nanjing ihre Autos erst mal unter der Marke "MG" verkaufen.
3.MG Rover hat niemals zu GM gehört. Weder die Rover Group noch das Nachfolgeunternehmen MG Rover
haben jemals zu GM gehört. BMW hat Anfang der 90er Jahre die Rover Group gekauft von British Aerospace
und 2000 den Konzern auseinandergerissen : Landrover
wurde an Ford verkauft, die Markenrechte für viele englische Marken behielt BMW für sich selbst. Den fertig entwickelten Mini behielt auch BMW für sich. Der Rest, der noch übrig blieb, bestand nur noch aus Rover und der Fabrik "Longbridge", die 5 Modelle fertigte Rover 25, 45, 75 und 75 Estate und den MG F/TF. Dieser klägliche Rest wurde 2000 von BMW an die Phoenix Venture Holdings verkauft für 10 Pfund, was nur einen symbolischen Preis darstellen sollte. Allen war klar, dass diese Nachfolgefirma irgendwann pleite geht, weil die besagten Käufer nicht genug Geld hatten, um neue Modelle zu entwickeln. Die beiden Modelle 25/45 sind technisch gesehen schon über 10 Jahre alt gewesen. Der Rover 45 basierte auf dem dem alten Honda Accord aus den 90er Jahren, daher hatte Honda auch noch Rechte daran und hatte es Rover daher verboten eine Kombiversion zu entwickeln/verkaufen. 2001/2002 führte man MG wieder richtig ein, obwohl es vorher nur den kleinen Roadster "MG F" gab. D.h. man nahm einfach die Rovermodelle 25/45/75 und änderte nur marginal etwas an der Optik, wie z.B. ein anderen Kühlergrill und versuchte diese Modelle auf sportlich zu trimmen. Neben dem Rover 25/45/75 gab es also identische Modelle, die nur leicht anders aussahen, aber eigentlich die gleichen Modelle waren und nur anders hießen (ZR/ZS/ZT) und einen "MG" Emblem trugen, statt des Rover Emblems.
Währenddessen ging man auf Partnersuche in China.
Erst war man bei Brilliance und verkündete später eine Zusammenarbeit bei der Entwicklung eines neuen kompakten Modells in der Golf-Klasse. Die mit der Entwicklung betraute engl. Firma TWR ging pleite und es wurde nichts mehr aus der Zusammenarbeit. Dann suchte man in China weiter und sprach mit Nanjing. Es ergab sich aber keine Zusammenarbeit. Später (2004) verhandelte mit SAIC in China, die 70 % von MG Rover kaufen sollten. SAIC ließ die Bücher von MG Rover überprüfen von einer europäischen Wirtschafstprüfungsgesellschaft. Es stellte sich heraus, dass MG Rover seit Jahren rote Zahlen schrieb und sich hohe Pensionsansprüche angesammelt hatten für die keine Rückstellungen getroffen worden waren. MG Rover hatte da 6000 Mitarbeiter. Aufgrund einer Vereinbarung mit den Gewerkschaften gab es die sogenannte "jobs for life" Klausel, die es MG Rover unmöglich machte Leute zu entlassen. SAIC ließ MG Rover bis Ende März 2005 zappeln, um dann bekannt zu geben, dass man nicht bei MG Rover einsteigen wolle. Zuvor hatte MG Rover dummerweise schon Produktionsrechte an dem Rover 75 und dem Rover 25 an SAIC verkauft. Am 15. April 2005
standen die Bänder in Longbridge für immer still.
Die Zulieferer lieferten keine Teile mehr, weil MGR schon Schulden in Höhe von 1,4 Milliarden Pfund angehäuft hatte und die Zulieferer nicht bezahlen konnte.
MGR meldete Insolvenz an. 6000 Leute wurden entlassen. PriceWaterCoopers übernahm die Insolvenzverwaltung von MGR. Es wurde ein Käufer für MGR gesucht. Es meldeten sich weltweit zahlreiche Interessenten. Es gab Angebote aus Russland, dem Iran und natürlich aus China. SAIC wollte die Produktionslinien kaufen, da sie die Produktionsrechte schon zuvor gekauft hatten. Nanjing bot auch mit. PWC ließ die Öffentlichkeit mehrere Monate im Unklaren. Im Juli/August 2005 platzte den Leuten von Nanjing der Kragen und man forderte PWC auf endlich auf eine Entscheidung zu treffen. Nanjing bekam für 53 Millionen Pfund den Zuschlag für die Fabrik Longbridge. Nanjing machte sich auch schnell daran, das meiste der Produktionsanlagen nach China zu verschiffen. Es wird zur Zeit eine neue Fabrik in China gebaut. Man will die Modelle 25/45/75 in China bauen und den 75 und 25 nach Europa exportieren. Der TF soll in Longbridge produziert werden. Die Produktion in Longbridge wird im März 2007 beginnen. Die Vorbereitungen laufen.
Währenddessen frickelt SAIC an einer eigenen 75 Version.Produktion noch dieses Jahr.
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10.06.2006 20:06 Uhr von denksport
 
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Keine Rückrufaktion = keine Mängel? Also nur weil keine Rückrufaktion gestartet worden ist, darauf zu schliessen, dass das Auto nicht oft in die Werkstatt muss, halte ich für gewagt. Also bei den Rükrufaktionen die mich bisher betroffen hatten, war das nie irgendwas weltbewegenedes. Im Gegensatz zu irgendwelchen vorzeitigen Verschleisserscheinungen, die ich aber selbst bezahlen konnte. Naja, hab halt nur nachgeplappert was ich mal so gehlrt hatte. Vielleicht haben die ja jetzt auch besser Produktionsbedingungen.
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10.06.2006 21:29 Uhr von kebabpapzt
 
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@denksport: Okay, bei Baujahren ab 2004 wäre ich vorsichtig.
Ab da an gab es ein "Kostensenkungsprogramm" bei MG Rover und man griff auf billige chinesische Teile zurück, um ein Drittel der Kosten zu sparen. Diese Teile waren von minderer Qualität. Aber die Baujahre davor sind zuverlässig.
Und wenn es mal Problemchen gibt, dann sind das nur Kleinigkeiten. Da die Teile jetzt in China gefertigt werden, kann man auf "günstige" Ersatzteilpreise hoffen. Und was die Qualität betrifft : Die werden sich nicht die Blöße geben. Zur Zeit arbeiten allein 150 ehemalige MG Rover Mitarbeiter dort in China und helfen dabei Ersatzteilproduktion und natürlich die Produktion der Autos in Gang zu bringen. Die ersten Ersatzteile sind vor kurzem fertig gestellt worden und sind auf dem Weg nach Europa. Und man kann davon ausgehen, dass es da eine Qualitätskontrolle gibt. Man hat diese 150 Leute nicht umsonst eingestellt. Das wichtigste ist ja, dass sie die original Pressen/Werkzeuge haben, d.h. nicht billig abgekupfert haben oder "reverse engineering" machen mussten, was SAIC ja machen muss, da sie ja nicht zu Zug gekommen sind.
Na ja, abwarten und Tee trinken, man wird sehen, was die Chinesen daraus machen....
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11.06.2006 16:44 Uhr von Louis70
 
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Zur Zeit klopfen die Chinesen nur zaghaft an die T: Zur Zeit klopfen die Chinesen nur zaghaft an die Tür, aber wartet mal ab, was in den nächsten 1 bis 2 Jahren geschieht.

Was früher mit den Japanern und Koreanern begann wird sich mit den Chinesen wiederholen.
Nur es wird dann noch härter für die deutsche bzw. europäische Autoindustrie als vorher.

Ich traue Ihnen nach kurzer Anlaufzeit durchaus gute Qualität zu vernünftigen Preisen zu. Siehe auch andere Produkte wie Textilien, Schuhe, Handys etc.

Schon mal bei Nokia, Motorola, Siemens ins Batteriefach geschaut ? Made in China !!!!

Auf jeden Fall werden sich die Auto-Neuwagenpreise endlich wieder normalisieren.

Ich sage nur VW Golf: Vor Euro Umstellung 18.000 DM, nach Euro Umstellung 18.000 EURO für den gleichen Wagen.
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11.06.2006 16:51 Uhr von luckyfred
 
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Wer weiss, spricht der auch chinesisch. Könnte doch hie und da sogar ein Vorteil sein. Etwa nicht?
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11.06.2006 17:18 Uhr von Metzner
 
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@Louis70: Nicht nur im Batteriefach...
Die ganzen Dinger kommen von China, naja, vielleicht die Verpackung nicht...
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11.06.2006 20:30 Uhr von marshaus
 
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traurig: und dafuer haben sie hier in england den laden dicht gemacht.
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11.06.2006 21:14 Uhr von Mi-Ka
 
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@Louis70: Blödsinn!
Der Preis des Golfes ist nicht in vier Jahren von 9000 auf 18000€.
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12.06.2006 07:36 Uhr von zenon
 
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@Louis: Naja da haste vielleicht bei manchen Dingen nicht richtig zugehört bei eurem Stammtisch...

Der gleich Golf für das doppelte Geld?
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12.06.2006 20:50 Uhr von hrungnir1
 
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China: Die machen ja langsam wirklich gute Geschäfte, die Chinese. Bin mal gespannt, wo die in 5 Jahren stehen...
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12.06.2006 23:33 Uhr von md2003
 
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Sauber!!! Ist dann also ein MGC oder?!? MG China....
Na wenn da mal nicht die Marke ganz und gar den Bach runtergeht......
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13.06.2006 00:14 Uhr von kebabpapzt
 
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@md2003: Was soll da noch den Bach runter gehen ?
Die Marke ist seinem einem Jahr tot !
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14.06.2006 23:26 Uhr von hrungnir1
 
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Kult: der Kult der Marke geht somit aber verloren, das britische Image ist unwiederbringbar weg.

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