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Durch Ein-Euro-Jobs gehen vermutlich normale Arbeitsplätze verloren

Eigentlich sollten Ein-Euro-Jobs eine Perspektive für Langzeitarbeitslose sein. Ihnen sollte so die Möglichkeit gegeben werden, sich wieder ins Arbeitsleben zu integrieren. Ende 2005 waren rund 630.000 Ein-Euro-Jobber beschäftigt (für je 180 Tage).

Doch die Wirtschaft nutzt dieses Instrument aus und stellt Ein-Euro-Jobber statt eines "normalen" Mitarbeiters ein. Vielfach können die Unternehmen solch einen Arbeitslosen ganz unproblematisch bekommen.

Die Arbeitsverwaltung ist laut Rechnungshof aber nicht in der Lage zu überprüfen, ob der Ein-Euro-Jobber tatsächlich "zusätzliche Arbeiten" ausführt oder einen "normalen" Arbeitsplatz einnimmt und somit reguläre Arbeitsplätze wegfallen.


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WebReporter: rheih
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Euro, Arbeit, Job, Arbeitsplatz
Quelle: zeus.zeit.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.06.2006 12:44 Uhr von Bibi66
 
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Ach neee? Das erinnert mich doch sehr stark an nen Job den ich mal hatte. Allerdings gibts den Laden schon laaange nicht mehr. Dieses Cleverle von Besitzer hat da 620DMler Teilzeitler eingestellt... weils "kostengünstiger" war... Und gearbeitet haben die genauso wie alle anderen auch (logisch.. mussten se ja... Haben die Kröten gebraucht)... Unter Strich lief er damit ganz gut... Bis dann irgendwann mal jemand vom Finanzamt kam...

Also, auch wenns nu polemisch klingt oder auch ungerecht ist, was ich jetzt schreibe, aber so 1-Euro-Jobs, oder sogar 0-Euro Jobs, wie sie ja von manchen gutverdienenden Damen und Herren aus Politik und Wirtschaft gefordert werden.. das sieht mir irgendwie nach "moderner, staatlich subventionierter Leibeigenschaft" aus.
Oder ne neue Art von Kommunismus... Genossen, arbeitet fürs Kollektiv... oder ihr seid Sozialschmarotzer.

Hasta Luego
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07.06.2006 12:51 Uhr von Berliner_Pflanze
 
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Diese Tatsache der Arbeitsplatzvernichtung durch 1 € Jobs ist schon lange bekannt.

Allerdings dürfen diese Leute nicht in Privatunternehmen beschäftigt werden, die Realität sieht allerdings anders aus.

Wichtig wäre noch zu bemerken, das die Arbeitslosigkeit in Deutschland nicht, wie behauptet, zurückgegangen ist.
Diese 630000 1€ Jobber fallen aus der Statiskik raus, welches die veröffentlichen Zahlen erklärt.
Eine Milchmädchenrechnung und Verdrehung der Tatsachen.
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07.06.2006 13:27 Uhr von Jorka
 
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Wird Zeit das das endlich verboten wird: die Regierung sollte einen Gesetz schaffen, was es Unternehmenverbietet 1 Euro Jobber einzustellen.

Armes Deutschland....
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07.06.2006 13:45 Uhr von 666leslie666
 
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Gugg mal da: ----->>>http://Serv1.imagehigh.com/...


Mfg jp
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07.06.2006 14:30 Uhr von zenon
 
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Was ein Wunder Hätte sich aber auch vorher niemand denken können - nächstes Problem für die Stammtische!
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07.06.2006 14:47 Uhr von Troll-Collect
 
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Wahrheit noch schlimmer: siehe Quelle:

"Gravierende Mängel hat der Rechnungshof auch bei der Handhabung der Ein-Euro-Jobs festgestellt. Ein Viertel der Stellen verstoßen gegen die gesetzlichen Anforderungen: Die Arbeitslosen werden für Tätigkeiten eingesetzt, die nicht im öffentlichen Interesse, nicht zusätzlich oder nicht wettbewerbsneutral sind. Bei weiteren 50 Prozent der untersuchten Fälle konnte erst gar nicht geprüft werden, ob die Stellen dem Gesetz entsprechen: Die Vermittler hätten keine verlässlichen Kenntnisse gehabt, was ihre Arbeitslosen in diesen Ein-Euro-Jobs überhaupt tun."

"Wer die Praxis der Ein-Euro-Jobs untersuchen will, stößt vielerorts auf bemerkenswerte Intransparenz. In Hamburg etwa weigert sich der Senat, der Bürgerschaft eine komplette Liste der Maßnahmeträger und der von ihnen vermittelten Ein-Euro-Jobs herauszugeben.
...
In Berlin versuchte der Senat, selbst die städtische Personalvertretung in Sachen Ein-Euro-Jobs außen vor zu halten. Die Personalräte haben sich vor dem Verwaltungsgericht ihr Informations- und Zustimmungsrecht erstritten."

"Gosejacob-Rolf kennt Fälle, in denen Ein-Euro-Jobber in Altenheimen Arbeit erledigen, die eigentlich nur von Fachkräften geleistet werden darf: Sie verabreichen Medikamente, helfen beim Essen und bei der Körperpflege. Die Namen der Einrichtungen will sie nicht nennen. Sie hat versucht, solche Fälle im Gespräch mit den Altenheimträgern und den verantwortlichen Arges zu klären. »Seitdem habe ich Klagedrohungen auf dem Tisch.«"

Die kpl. Quelle zu lesen lohnt sich.
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07.06.2006 15:06 Uhr von legionaer
 
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Mit den Deutschen kann man das anscheinend locker machen.

Zur Zeit fühle ich mich als "Deutscher" in Frankreich schon fast besser aufgehoben. Da liegt zwar auch einiges im argen, aber die Franzosen wissen sich wenigstens per "Streikkultur" zu wehren.

In Frankreich kann sich halt kein Regierungsoberhaupt sicher sein, dass ihm nicht sein persönlicher 21. Januar 1793 blüht. Aber das ist halt einer der entscheidenden Unterschiede zwischen Frankreich und Deutschland - die Deutschen sind einfach zu obrigkeitsdemütig.
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07.06.2006 21:57 Uhr von genixan
 
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Konzernsklavei: Sklaverei wurde abgeschafft oder? Nee, nur umbenamst, heisst jetzt 1 € Job. Natürlich müssen wir akzeptieren, dass die Konzerne über uns herfallen und ausbeuten. Vielleicht hätten die Politiker im Rahmen der EU etwas dagegen tun können. Ist denen aber offensichtlich ziemlich egal. Ein paar Jahre in der Regierung füllen denen den Geldsäckel für immer. Man muss sich dabei nur etwas abwechseln und dann kommt eh der gut dotierte Job in der Privatwirtschaft und die fette Pension.als Sahnehäubchen. Wie lange wird das wohl gutgehen?
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08.06.2006 09:09 Uhr von Luthienne
 
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No comment http://www.dhm.de/...

Gabs doch schonmal... *denk*
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09.06.2006 15:04 Uhr von SchlachtVati
 
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@thread: leider verschweigt "Die Zeit", daß gemeinnützige unternehmen (wie caritas usw.) die arbeitskräfte NICHT nur umsonst erhalten, SONDERN auf die einstellung dieser kräfte monatlich pro nase einen bar-zuschuß von mindestens 500 € bis 1.000 € zusätzlich erhalten.

dieser zuschuß wird aus den "Zwangsbeiträgen" der noch sozialversicherungspflichtig beschäftigten mit ihren zahlungen an die arbeitslosenversicherung bestritten.

die -NOCH- ordentlich beschäftigten müssen also ihre lohndrück-konkurrenz auch noch bezahlen.

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