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Grenoble: Fallschirmspringer flog in 63.000-Volt-Leitung und überlebte

Frankreich: Im Vercors-Gebirge südwestlich von Grenoble endete ein Base Jump von einem Gipfel dramatisch. Obwohl der 35-jährige Fallschirmspringer den Fallschirm während des Fluges sicher öffnen konnte, konnte er diesen nicht richtig steuern.

Wie die örtliche Bergwacht mitteilte, flog er deshalb geradewegs in eine 63.000-Volt-Leitung. Die Retter konnten ihm nicht sofort helfen, sie mussten auf das Abschalten des Stromes und das Abschwächen des Reststromes warten.

Der Mann erlitt allerdings "nur" Verbrennung sowohl zweiten als auch dritten Grades. In einem Spezialzentrum in Lyon wird er derzeit behandelt. Die Rettungsaktion dauerte insgesamt drei Stunden.


WebReporter: MajoB.
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Fallschirm, Leitung, Volt, Grenoble
Quelle: www.20min.ch

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.06.2006 20:51 Uhr von MajoB.
 
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Wow, wie viele Schutzengel hatte der Mann eigentlich? Ist ja beinahe unglaublich, dass er so viel Glück hatte.
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06.06.2006 21:17 Uhr von MajoB.
 
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mal ne Frage weiß eigentlich jemand, wie viel Volt "normalerweise" zum Tod führen? 5.000-10.000 wa? *grübel*
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06.06.2006 21:29 Uhr von Robert2006
 
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Kann man das überhaupt einzig und allein an der Spannung festmachen? Afaik ist doch Stromstärke noch mit ausschlaggebend...

Stell´ ich mir zumindest sehr grausam vor 3 Stunden so dazuliegen ohne sich wehren zu können...
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06.06.2006 21:39 Uhr von otakuisland
 
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Erdung! Ist eigentlich gar nicht so grausam.

Strom fließt ja nur wenn man geerdet ist. Und wenn man da oben in der Leitung hängt ist ja keine Erdung vorhanden.
Wie er die Verbrennungen bekommen hat ist mir nicht ganz ersichtlich. Vielleicht könnte das ja jemand mal erklären der sich damit auskennt. Denn wäre eine Erdung da gewesen wär er mit Sicherheit tot gewesen.
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06.06.2006 21:49 Uhr von ManuelDoninger
 
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@otakuisland: es ist durchaus möglich, dass durch die leinen des fallschirms ein kurzschluss zwischen zwei leitern entstanden ist. wenn der fallschirmspringer dann dazwischen hängt, kriegt er trotzdem was ab. kann auch nur durch lichtbogen passieren. ich weiß jetzt nicht wie weit die einzelnen leiter bei 63 kV auseinanderliegen, aber wenn man da als Mensch dazwischenhängt, kann das ausreichen.
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06.06.2006 21:51 Uhr von Krusinator
 
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Ist: scheißegal wieviel spannung sone Leitung hat. Es geht um die Amperezahl, an der man den energiegehalt des Stromes festmacht. Man kann allein am Teppich über 10000Volt erzeugen, wenn man meinem Physiklehrer glauben kann.
Die dabei enstehenden Blitze haben aber kaum energie sonst würde man nämlich dauernd lesen, dass Leute an ihren Teppichen gegrillt würden ^^
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06.06.2006 21:53 Uhr von The_Nothing
 
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@Vorredner ein Strom fließt glaube ich auch, wenn zwei oder mehrere der Leitungen gleichzeitig berührt werden, weshalb Stromleitungen ja für große Vögel des öfteren zum Verhängnis werden.

Und zum Thema Tod: fließt der Strom direkt durch Herz, können, glaube ich, sogar schon zweistellige Voltzahlen tödlich sein, allerdings ist in der Tat auch die Stromstärke entscheidend.

Beispiel elektrostatische Entladung (zum Beispiel beim Berühren von Metall etc, also "eine gewischt kriegen"), hier fließen Ströme bis zu 10.000 Volt, allerings mit sehr sehr geringer Stromstärke, daher harmlos.
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06.06.2006 22:46 Uhr von Pfrosch
 
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Stromstärke & Spannung: Ein Forumsbeitrag zum Thema Spannung, Stromstärke und Einfluß auf den Menschen: http://www.tomchemie.de/...
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06.06.2006 22:49 Uhr von sanfterRebell
 
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@ Vorredner: Wenns euch hilft, diese Weidenzäune von Rindern und so haben bis zu ungefähr 10.000 Volt und die tun nur richtig weh, sind aber nicht tödlich, was auch daran liegt das es nur kurze Impulse gibt.
Eigentlich ist trotzdem nicht die Spannung entscheidend sondern die Stromstärke.
Es sei denn der Strom fließt durch den gesamten Körper (und Herz) und vor allem er fließt für nen längeren Zeitraum, wie zum Beispiel bei ner Hochspannungsleitung.
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06.06.2006 23:13 Uhr von ManuelDoninger
 
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spannung ist entscheidend: die spannung ist schon entscheidend. zunächst muss man differenzieren, dass bei dem beispiel mit dem teppich eine statische elektrizität vorherrscht.
außerdem ist es entscheidend, ob es gleich oder wechselspannung ist. bei wechselspannung besteht eine erheblich größere gefahr, dass das herz aussetzt bzw. dass man kammerflimmern bekommt.
bei gleichspannung wiederum erleidet man größere verbrennungen.
ich habe leider meine elektrobücher nicht hier, sonst könnt ich genau die spannungen und ströme sagen, ab wanns tödlich ist.
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06.06.2006 23:26 Uhr von worliwurm
 
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@Manuel du liegst daneben, völlig.
Spannung ist völlig wurscht, die Stromstärke ist entscheidend - nix mehr.
Demnach war der Segler heute besonders hochohmig:= low Ampere ;)
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06.06.2006 23:39 Uhr von nuttydred
 
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@majo b: es kommt eigentlich auf die stromstärke(ampere) an. ist diese entsprechend hoch gilt der wert 24 volt als "todesgrenze"...
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06.06.2006 23:41 Uhr von nuttydred
 
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@otakuisland: bei soo hoher spannung kann der strom auch durch die luft übertragen werden...
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06.06.2006 23:47 Uhr von Schwertträger
 
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Die Spannung ist insofern wichtig dass sie zum Erzeugen hoher Amperezahlen taugt.

230 Volt aus der Haushaltsleitung reichen auf jeden Fall aus, um jemanden zu töten, wenn er gut geerdet ist und der Strom durch den ganzen Körper geht - eben weil 230 Volt hoch genug, sind, im Zusammenspiel mit dem Körperwiderstand eine Stromstärke zu erzeugen, die ausreicht, das Gewebe zu kochen.
Dazu kommt noch, dass, wie schon erwähnt, die Wechselspannung zum bekannten Herzkammerflimmern führt, weil das Herz versucht, die 50 Hz mitzumachen - das kann nicht klappen.

Nicht umsonst liegen die Vorschriften für Berührungsspannungen unter 100 Volt.

Eine Hochspannungsleitung mit 63.000 Volt reicht auf jeden Fall aus, um horrende Ströme zu erzeugen, die einen Körper in Sekundenbruchteilen grossflächig zerkochen lassen, wenn eine Erdung zustande kommt.

Hier hatte der Segler wohl Glück, dass er nur auf einer einzigen (Doppel-)Leitung gelandet ist.

Die Verbrennungen könnten dann, wie auch schon beschrieben, durch Ströme durch die Fallschirmleinen entstanden sein, welche gleichzeitig auch die Erdungsleitung (die unterste) berührt haben. Von denen bzw. über die könnten dann kleinere, aber eben immer noch sehr schädliche Ströme übergesprungen bzw. über die Luft (Lichtbogen) geflossen sein.

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