06.06.06 19:52 Uhr
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Staatsanwaltschaft und Verteidigung gehen im Fall der neun toten Babys in Revision

Eine 15-jährige Freiheitsstrafe verhängte das Gericht in Frankfurt (Oder) gegen die Mutter (ssn berichtete) - nicht genug in den Augen der Staatsanwaltschaft, die eine Verurteilung wegen Mordes und damit eine lebenslange Haftstrafe gefordert hatte.

Auch die Verteidigung werde das Rechtsmittel der Revision nutzen, ließ die Kanzlei von Rechtsanwalt Matthias Schöneburg verlauten. Das Gericht verurteilte letzten Donnerstag die Mutter wegen Totschlags in acht Fällen, wobei ein weiterer Fall bereits verjährt ist.

Nach Ansicht des Verteidigers liegen hier lediglich minderschwere Fälle des Totschlags, für die ein Strafmaß von drei Jahren und sechs Monaten beantragt wurde, vor; die Frist für Rechtsmittel läuft am Donnerstagabend ab, so das Gericht.


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WebReporter: The_Nothing
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Baby, Fall, Staat, Staatsanwaltschaft, Staatsanwalt, Verteidigung, Revision
Quelle: www.gmx.net

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3 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.06.2006 19:38 Uhr von The_Nothing
 
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Die Motive der Staatsanwaltschaft, hier tatsächlich die Höchststrafe, die deutsches Recht vorsieht, zu verlangen, sind in meinen Augen durchaus nachvollziehbar. Der Antrag der Verteidigung hingegen ist wohl eine ausgewachsene Frechheit!
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06.06.2006 20:28 Uhr von kaetzchen2
 
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schwieriger Fall: Es ist in unserem Rrechtssystem immer noch so (gottseidank), dass ein Gericht dem Angeklgten die Schuld auch nachweisen können muss. Und das ist hier das Problem. Selbst für den Vorwurf des Totschlags ist es notwendig, zu beweisen, dass die Babys lebensfähig und lebend auf die Welt gekommen sind. Da die Kleinen aber schon lange tot sind, ist das schwer, und soweit ich mich an die Aussagen des Gerichtsmediziners erinnere, unmöglich.
Das mag uns jetzt gefallen oder nicht, aber das ist die Basis unseres Rechtssystems. Es ist auch theoretisch möglich, dass alle neun Babys tot geboren wurden bzw lebend, aber nicht lebensfähig zur welt gekommen sind. Sicher ist das nicht sehr wahrscheinllich, aber ausschlaggebend ist, dass es möglich ist. Das Gericht muss also beweisen können, dass die Kinder Lebensfähig waren und die Mutter an deren Tod schuld ist, um auch nur wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilen zu können, ganz zu schweigen von mord.
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07.06.2006 00:47 Uhr von shadow#
 
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das ist doch nur noch lächerlich hier wollen doch nur alle beteiligten parteien am ende ein möglichst gutes ergebnis vorweisen können. typisch amerikanisches strafrecht bei dem es nur noch um rache geht. das unfassbare das da passiert ist, interessiert sowieso niemanden mehr, sonst wäre da keine rede mehr von gefängnis gewesen, und ob es jetzt 15 oder noch mehr jahre ein müssen (was in der realität sowieso keinen unterschied macht), sondern die kaputte frau wäre gleich die nächsten jahrzehnte in der geschlossenen psychiatrie gelandet, wo sie sich hingehört.

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