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Iran: Politische Führung schwingt die "Ölkeule"

Der Außenminister des Irans, Manuchehr Mottaki, hat als weltlicher Vertreter seines Landes die Drohung, eine Ölkrise auszulösen, falls es zu US-Angriffen auf sein Land kommen sollte, bekräftigt.

Wie bei ssn bereits berichtet, hat der geistliche Führer des Landes, Ajatollah Ali Chamenei, bereits am Vortag betont, dass Militäraktionen gegen das Nuklearprogramm des Irans die Energieversorgung der westlichen Welt in Form von iranischem Öl gefährde.

Unterdessen ist der Außenbeauftragte der Europäischen Union, Javier Solana, in Teheran eingetroffen, um der politischen Führung des Irans die aktuellen Vorschläge der internationalen Gemeinschaft zur Beilegung des Atomkonflikts zu unterbreiten.


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WebReporter: vostei
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Iran, Führung
Quelle: www.n24.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.06.2006 06:38 Uhr von vostei
 
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Witzigerweise profitieren im Moment von den Ausfällen der Iraner vor allem die Ölmultis. Ein interessantes System, dass der internationalen Finanzen - wie es auch kommen wird, die Großen wird's nicht treffen weder hier, wie dort...
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06.06.2006 09:12 Uhr von summertime
 
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hab ne Idee: wir graben einen langen Tunnel zu den Ölfeldern der Iraner und zapfen dort heimlich das Öl an ;)

Nur eine Drohung und das können die Ölmultis wieder nutzen um erneut die Preise anzuheben...
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06.06.2006 09:17 Uhr von rheih
 
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Ölkeule: Die Iraner sind sehr stark auf die Einnahmen aus ihrem Ölverkäufen angewiesen. Die können es sich eigentlich nicht leisten die Öllieferungen einzustellen...

Darüber hinaus ist derzeit sowieso genug Öl am Markt, die Kurse werden lediglich durch solche Sachen nach oben getrieben...
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06.06.2006 09:22 Uhr von asmodai
 
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Falsche Strategie: Ich halte Erpressung für eine völlig falsche Strategie. Bringt nur den Amerikanern Sympathien ein und wird letztendlich dazu führen, dass sich auch die Europäer zu einem härteren Vorgehen gegen den Iran "bekehren" lassen werden. Aber Dummheit gibts eben auf allen Seiten...
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06.06.2006 09:45 Uhr von maki
 
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Ist das nicht eine Selbstverständlichkeit? Das man dem Gegner bestmöglichst in den Arsch tritt, wenn der einem das Land bombardiert?
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06.06.2006 09:56 Uhr von rolf.w
 
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@maki: Natürlich ist das die logische Konsequenz. Nicht nur, dass sie es bewusst täten, ein Krieg als solches würde wohl kaum unbemerkt an der Ölindustrie des Landes vorbeigehen. Jeder pokert mit seinen Trümpfen.
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06.06.2006 10:00 Uhr von rolf.w
 
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@asmodai: Im Gegenteil, das ist genau die richtige Strategie. Die USA und EU versuchen doch die ganze Zeit das Land, bzw. deren Regierung, zu erpressen. Und Öl ist ein guter Trumpf in diesem "Spiel", denn alle brauchen es. Wobei es auch ein guter Schachzug wäre, das Öl in Euro statt in Dollar zu verkaufen, das würde Haupsächlich dem Erzfeind USA schaden.
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06.06.2006 10:06 Uhr von rolf.w
 
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@rheih: Sie sagen nicht, dass sie kein Öl mehr verkaufen. Sie sagen, sie verkaufen es dann nicht mehr an den Westen. Ein kleiner Unterschied, der eine Abhängigkeit des Irans in Frage stellt.
Was würde zB. passieren, wenn sie ihr Öl zB. für 5 Dollar unter dem offiziellen Welthandelspreis an China verkaufen? Oder an Russland? Der Westen ist nicht der Nabel der Welt.
Sie würden sich da vielleicht auch Feinde im eigenen Lager machen, die Frage ist nur, lässt man es, im Kampf gegen den Westen, zu oder nicht?!
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06.06.2006 10:15 Uhr von Ali_Mente
 
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In spätestens 30 Jahren wenn die letzten Ölreserven erstmal verbraucht sind und die Welt sich anderen Energiereserven zuwendet, werden diese Sand- und Kamelstaaten endlich in die verdiente Belanglosigkeit verschwinden. Bis dahin muss man wohl noch diverse Machtspielchen ertragen, aber im Prinzip ist das auch nur ein letztes aufbäumen.

Und global gesehen sind 30 Jahre nur noch ein Augenzwinkern der Geschichte. Wer weiss, vielleicht exportieren wir dann Wasser zu 73$ das Fass ;)
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06.06.2006 10:33 Uhr von Koyan
 
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Es ist wohl das erste was Iran im Falle eines: Angriffes machen wird.

Nur ein krankes Hirn könnte glauben Iran werde weiterhin Öl pumpen wenn sie von der USA angegriffen wird.

Ausserdem wäre wohl Iran im Falle eines US-Angriffes auch in der Lage noch viele andere Öl-Wege trockenzulegen, also nicht nur das eigene Öl.

Es ist das absolute Recht des Irans im Kriegsfall, solche Aktionen bedürfen nicht mal der Geheimhaltung. Also LOGISCHE Konsequenzen eines US-Angriffes.
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06.06.2006 10:46 Uhr von sysshokx
 
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Amerika und der Öldollar: Also ich persönlich finde die Theorie ziemlich einleuchtend, dass die Amerikaner hinter all dem Medienzirkus um Waffen einzig und allein aufgrund des Öldollars ihre Armee in Bewegung halten. Seit Jahrzehnten kaufen die Amis Öl für Dollar ein. Man muss sich das mal vor Augen führen, sie kriegen einen kostbaren Rohstoff für Papier, dass sie selber drucken dürfen. Wenn aber die rohölfördernden Länder auf Euro umstellen müssen die Amerikaner erstmal ein paar Blöde finden die Ihnen Euro für ihre Dollar geben. Das wird aber nicht mehr so einfach, da man einen Gegenwert für die ganzen Dollarnoten haben muss, den die USA aber schon lange nicht mehr für die Menge an Dollar besitzen die eigentlich im Umlauf sind. Einzig und allein der Erhalt des Dollarwertes und der Wirtschaftsmacht in den USA ist der Hintergrund für die kriegerischen Aktionen und das Muskelspiel in den USA.

Achja, ich bin kein Verschwörungstheoretiker oder anti Amerika-Spinner sondern mag das Land und die Leute sehr gern. Aber es ist schon ganz schön gruselig was da alles für Augenwischerei betrieben wird.

P.S. Einfach mal googlen, dann findet man viel mehr Infos zu dem Thema.
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06.06.2006 10:57 Uhr von kantonanton
 
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Öl gut Atombombe besser: Die Atombombe , wenn der Iran eines besäße, hätte schon längst Frieden geschafft.

Eine leider wahre Erkenntnis.
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06.06.2006 11:12 Uhr von shortnewsjäger
 
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@vostei: witzigerweise profitieren von dem derzeitigen Konflikt die Ölförderländer am meisten .
Durch den hohen Ölpreis konnte der Iran zusätzlich(!) zweistellige Milliardenbeträge einnehmen. Was die OPEC in Jahren nicht geschafft hat, nämlich den Rohölpreis zu heben, schafft Ahma locker mit einem Fernsehauftritt.
Es ist auch unwahrscheinlich, dass der Iran die Öllieferung stoppt. Der Westen ist zwar vom Rohöl abhängig, der Iran jedoch viel mehr vom westlichen Geld.
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06.06.2006 11:42 Uhr von The_Nothing
 
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Ist es dem Irak nicht zum Verhängnis geworden, dass er sein Öl in Euro handeln wollte? Die USA sehen doch nur ihr Dollar-Kartenhaus ohne solides Fundament zusammenfallen!
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06.06.2006 13:02 Uhr von sadra
 
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@ Zeus35: Ich finde den Begriff "Kameltreiber", den du so leidenschaftlich in deinen Kommentar eingebaut hast, doch eher kritisch!
Ein niederwertender Begriff der rasistisch angehaucht ist!!
Also wähle deine Worte in Zukunft bitte weiser!

Und zum Thema an sich:

Die Islamische Republik beabsichtigt nicht, den Ölhandel an der geplanten Ölbörse nur in Euro abzurechnen. Vielmehr soll den Marktteilnehmern die Möglichkeit eröffnet werden, neben dem Dollar auch in Euro handeln zu können. Somit ist das keine finanzpolitische Kriegserklärung an die USA, sondern die Besetzung einer handelspolitischen Nische. Langfristig soll sie die Marktteilnehmer durch Abkopplung des Ölhandels vom Dollar vor Wechselkursschwankungen schützen, indem es zur Bildung eines stabileren Währungskorbes für die Fakturierung des Ölgeschäftes kommt.

Insoweit erscheint mir das Konzept realisierbar.
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06.06.2006 13:35 Uhr von stegraf
 
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Kein Benzin: Interessant ist jedoch, daß der Iran zwar Erdöl hat ohne Ende, aber kein Benzin. Das müssen sie importieren. Und der Atomstrom soll wohl dazu dienen, um noch mehr Öl exportieren zu können. Die schneiden sich also ins eigene Fleisch.
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06.06.2006 16:35 Uhr von questchen999
 
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@vorredner: nein, die schneiden sich nicht direkt ins fleisch, sonder ins fleisch der bevölkerung... von wegen volksvertreter :P
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06.06.2006 19:15 Uhr von firestormtiger
 
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Iranische Führung blöd: Die wollen nur auf die Pauke hauen um sich innenpolitisch zu profilieren, und dazu bedient man sich halt antiwestlicher Parolen und Drohungen. Oder antisemitischer Slogans. Die derzeitige Führung inklusive des Präsidenten ist mit dem Versprechen in Amt und würden gekommen, den Armen zu helfen und das Land zu reformieren. Weil das aber eine sehr undankbare Aufgabe ist und nur den eigenen islamistischen Freunden und Spinnern die Pfründe rauben würde, wird über die Aussenpolitik versucht Prestige zu machen. Uralte Politikermethode.

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