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"Heil Hitler": Autor der Komödie verbietet die Uraufführung

Am 24. Juni sollte die Uraufführung der Komödie "Heil Hitler" von Rolf Hochhuth stattfinden. Da aber der Regisseur die einzigen beiden Rollen, die Nazi-Verbrecher zeigen, mit weiblichen Darstellern besetzte, untersagte der Autor die Aufführung.

Jetzt soll die Uraufführung nicht am Deutschen Nationaltheater in Weimar, sondern diesen Sommer in Berlin stattfinden. In der Komödie geht es um einen Mann, der, um den Wehrmachtsdienst zu umgehen, eine Geisteskrankheit vortäuscht.

Der Autor meint dazu: "Das ist Geschichtsfälschung, denn nicht Frauen, von seltenen Ausnahmefällen abgesehen, sondern Männer waren die Mörder der Hitlerjahre". Der Intendant in Weimar meint hingegen, dass noch nichts "rechtlich Relevantes" vorliege.


WebReporter: Nessy
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Adolf Hitler, Autor, Komödie, Heil
Quelle: www.welt.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.06.2006 07:58 Uhr von Nessy
 
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Schwieriges Thema. Dieses Stück spiegelt eine dunkle Zeit in Deutschland wieder. Um so weniger verstehe ich diesen Streit. Vielleicht hat der Autor recht und geht ihm um den „Geist“ seines Stückes.
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05.06.2006 11:55 Uhr von Gabriel80
 
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*nerv*: Das man mit solchen Themen noch Leute ins Theater/Kino/usw locken kann...mich nervts eigentlich nur noch...
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05.06.2006 13:18 Uhr von kryptek
 
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Ganz weglassen: Wozu braucht man sowas,das alles in den Dreck zieht und verhamlost?Gibt sichere bessere Geschichtsbewältigung als das.
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05.06.2006 17:22 Uhr von pulverschmid
 
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Na, denke mal der Regisseur wollte mit der "weiblichen Verfremdung" noch etwas mehr abstrakten Abstand zu den realen Figuren herstellen, was gar nicht so mißverständlich sein kann.
Aber Hochhuth ist eben auch gewissermaßen ein hardliner, auf seine Art. Die lernen auch nichts mehr dazu, vor allem unsere heutige Geschichte nicht.
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05.06.2006 18:30 Uhr von Nessy
 
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Der Autor: glaube ich, will nur sein Stück so umgesetzt sehen, wie er es sich vorstellt. Kann eigentlich nicht so verkehrt sein, oder ???
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05.06.2006 22:10 Uhr von eL LOcO ANdi
 
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@Gabriel80: Das sagen alle die weder intellektuell noch psychisch dazu in der Lage sind mit der deutschen Vergangenheit umzugehen!
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06.06.2006 19:22 Uhr von sacratti
 
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Hochhuth hat hier schon recht: eine Abstraktion ist hier sicher nicht gefordert, denn es geht wohl um eine Männerdomäne- die Wehrmacht. Frauen hatten zu f***** und Kinder zu gebären, basta. Ein Autor ,der diese Thematik umsetzen würde, wäre sicher auch nicht erfreut, wenn diese Rollen dann an Männer gingen.
Hochhuth und Hardliner, was soll er denn zu lernen haben?
Ich glaube es war Hochhuth,d er Filbinger einen furchtbaren Juristen nannte und dies bis zum BGH gerichtlich durchsetzte. Schätze mal.er weiss also,was er tut.
Ich ziehe davpr meinen Hut, Herr Hochhuth!
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10.06.2006 22:45 Uhr von v-n
 
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autsch: Wie bescheuert ist der Regisseur eigentlich?

Als ob damals Frauen zum Militär mussten!
Gleichberechtigung schön und gut, aber habt ihr euch schonmal einen weiblichen Ritter vorgestelle?
Hat die Rüstung dann vorne zwei Ausbeulungen?

Und was wenn eine schwangere die Rolle haben will? wird dann eine Mutter-taugliche Rüstung dafür produziert?

Gleichberechtigung um jeden Preis!!!

(das soll sarkastisch sein!)
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10.06.2006 22:55 Uhr von Artemis500
 
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Hey nix gegen Gleichberechtigung.
v-n, du solltest mehr Geschichtsbücher lesen, es gab durchaus Frauen in Rüstungen. ;-)


An der Spitze der Nazihierarchie gab es allerdings keine Frauen, und bei so empfindlichen Themen ist Verfremdung nicht angesagt.
Sonst kommt am Ende noch jemand auf die Idee, die Naziverbrecher sollen jüdisch sein...

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