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Fusion von Euronext und NYSE: Ex-Finanzminister Hans Eichel ist verärgert

Die Vierländerbörse Euronext hat sich mit der NYSE auf einen Zusammenschluss geeinigt. Das Nachsehen hat die Deutsche Börse, die damit auf sich allein gestellt ist. Dennoch gibt die Deutsche Börse nicht auf.

Man strebe weiterhin eine Fusion mit Euronext an, sondiere aber auch anderweitige Möglichkeiten, wie zum Beispiel Partnerschaften mit osteuropäischen oder asiatischen Handelsplätzen.

Ex-Finanzminister Hans Eichel reagierte indes verärgert. "Hier wird die Chance einer Stärkung des gemeinsamen europäischen Finanzmarktes aus sehr engen selbstbezogenen Interessen verspielt", so sein Vorwurf an die Franzosen.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Finanz, Fusion, Finanzminister
Quelle: www.sueddeutsche.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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04.06.2006 19:20 Uhr von no_trespassing
 
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Die Fassade "Europa" blättert ab, würde ich mal sagen. Kaum irgendwo wird das so deutlich, wie in der Börsenfusion Euronext-NYSE.

Europa ist im Prinzip nur ein Instrument der großen Länder, den wirtschaftlichen Einfluß zu vergrößern.

Und dabei setzen Spanien und Frankreich offenbar auf scharfen Protektionismus gegenüber Deutschland.

Lieber läßt man die ungeliebten Amis zum Zuge kommen, als daß man die Deutschen mit ihrem Handelsplatz fusionieren läßt.
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04.06.2006 19:52 Uhr von rheih
 
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Deutsche Börse: Die Deutsche Börse AG ist auch ohne eine Fusion sehr gut aufgestellt (Eurex und Clearstream)!

Ein möglicher Partner ist jetzt allerdings noch die Chicago Mercantile Exchange (CME). Die CME ist die profitabelste Börse auf der Erde.
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05.06.2006 01:33 Uhr von no_trespassing
 
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@rheih: Gebe ich Dir absolut recht!

Wobei man nicht vergessen darf, daß der Deutschen Börse damit der Fisch von der Angel genommen wurde.

Im Prinzip wäre es keine Fusion mit Euronext gewesen, sondern eine Übernahme. Das wußten auch die Franzosen. Selbst bei den vielen Zugeständnissen (Chefsessel bis 2007 für Théodore) hätten die Frankfurter alle Fäden in der Hand behalten. Das wollte man von politischer Seite wohl verhindern. Deshalb mein Kommentar zu Europa und der Rolle Frankreichs.

Was die Deutsche Börse betrifft: Die können prima auch im Osten Fuß fassen, brauchen die Euronext wirklich nicht. Und für die transatlantischen Geschäftsbeziehungen ist, wie Du schon gesagt hast, CME auch eine sehr gute Wahl.
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05.06.2006 11:51 Uhr von |COL|Pinhead
 
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LOL: [Ex-Finanzminister Hans Eichel reagierte indes verärgert. "Hier wird die Chance einer Stärkung des gemeinsamen europäischen Finanzmarktes aus sehr engen selbstbezogenen Interessen verspielt"]

Aber, lieber Herr Eichel, wird man sich dort nicht ständig um ein paar Milliarden verrechnen...

Also mal den Ball flach halten, liebe deutsche Prollitiker!

Echt. Ich krieg die Krise wenn diese unfähigen "Staatsdiener" immer wieder ihren Mund aufmachen und so tun als hätten sie von irgendwas Ahnung :-(

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