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BBC zeigt Video angeblicher weiterer Zivilistentötungen durch US-Armee im Irak

Möglicherweise wird durch ein der BBC zugespieltes Video, das am Donnerstag ausgestrahlt wurde, eine weitere bewusste Ermordung von Zivilisten durch die US-Armee am 15. März 2006 in Ishaki belegt. Der Fall wird vom US-Militär untersucht.

Es soll sich bei den im Video gezeigten Toten um insgesamt elf Menschen handeln, fünf Kinder, vier Frauen, zwei Männer. Laut Darstellung der örtlichen Polizei wurde das Haus umzingelt, die Bewohner erschossen und anschließend das Gebäude gesprengt.

Die US-Armee hingegen spricht von einer Militäraktion aufgrund eines Hinweises auf einen im Haus befindlichen al-Qaida-Unterstützer, in deren Verlauf das Gebäude durch den Beschuss einstürzte, wobei zwei Frauen, ein Kind und der Verdächtige umkamen.


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WebReporter: kwikkwok
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: USA, Video, Irak, Armee, Zivilist
Quelle: www.netzeitung.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.06.2006 10:02 Uhr von The_Nothing
 
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Würde mich mal interessieren, ob das jetzt Zufall ist, dass so viel zu Tage tritt (Medieninteresse), oder ob die Dunkelziffer derartiger Taten nicht erschreckend hoch sein dürfte...
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02.06.2006 10:39 Uhr von jerry fletcher
 
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merkwürdige titel: wenns gehen die iraner oder iraker oder andere zu terroristen abgestempelte geht wird immer davon ausgegangen das das material echt ist.. so wird es einem in den nachrichten immer sugeriert..
wenns aber gegen die "guten" amis geht dann steht da immer "möglicherweise", "angeblich" und der gleichen..
soviel mal zur informatiospolitik der durch die usa gesteuerten medien..
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02.06.2006 10:52 Uhr von hiddenangel
 
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@fletcher: is doch klasklar, solange erstmal als nicht-echt beurteilen und dann, wenn es nicht mehr zu verleugnen is, häppchenweise nicht mehr zugeben, als sowieso bekannt ist.

is nicht nur bei den amis, schau dir unsere politik an^^
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02.06.2006 10:53 Uhr von hiddenangel
 
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was mich eher interessiert: werden unsere pro-amerika gerichteten sender uns das auch zeigen oder wird das unter dem vorwand uns vor solchen szenen zu bewahren unter verschluss gehalten ? ?
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02.06.2006 10:55 Uhr von Tyfoon
 
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Ich: persönlich könnte mir gut vorstellen, dass die Dunkelziffer solcher und ähnlicher Übergriffe des US-Militärs dort um einiges höher liegt.
So sieht am Ende also aus wenn die Ami´s Frieden, Freiheit und Demokratie exportieren.
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02.06.2006 11:19 Uhr von jesse_james
 
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Bei all diesen MORDEN ist es egal wie viel: unsere oder amerikanische Medien uns vorsetzen.

Entscheidend wird es sein wie die Bevölkerung in dem betroffenen Land damit umgeht.

Wenn die US-Truppen sich von Befreiern zu Mördern wandeln, also dem was viele dort schon immer annahmen, dann wird auch der Rest der liberaleren Bevölkerung ihre Meinung ändern.

Und je mehr Morde aufgedeckt werden um so weniger Hass brauchen die Sunniten und Schiiten untereinander säen, denn das falsche Verhalten seitens der US-Truppen wird den gemeinsamen Zorn auf die USA stärken und die verfeindeten Lager vereinen.

Und das Gegenteil dessen was sich Bush immer erträumte wird geschehen.

Es wird noch mehr Tote Amis geben ! Nach solchen Nachrichten erst recht und verdenken kann man es der dortigen Bevölkerung nicht, wenn diese auf Vergeltung aus sind.
Auch wenn es schlecht für die US-Soldaten ist.
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02.06.2006 13:11 Uhr von ciaoextra
 
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Absatz 3: genau die gleichen Argumente, die man in im Korea- und Vietnamkrieg benutzt hat, um Morde an der Bevölkerung zu "rechtfertigen".
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02.06.2006 13:34 Uhr von genixan
 
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Propaganda: In jedem Krieg gibt es Propaganda und Gegenpropaganda. Jede Seite versucht sich moralisch zu rechtfertigen und den Gegner als "den Bösen" darzustellen. Im Fall Irak ist es einfach den Agressor und die Absicht zu erkennen. Somit glaube ich eher der angegriffenen Partei und pfeife auf die Propaganda der "Bösen" welche in ihrer unermesslichen Gier "Reicher als reich" zu werden auch nicht davor zurückschrecken das Leben der eigenen Bevölkerung, speziell der Jugend, dafür zu opfern. Warum sie das machen? Weil sie es können und weil man sie lässt.
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02.06.2006 14:33 Uhr von kwikkwok
 
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@falke22: Du irrst auf ganzer Linie: Erstens gab und gibt es sehr wohl auch Kritik an den Briten, erst vor wenigen Tagen hat ein britischer Abgeordneter wegen der Präsenz britischer Soldaten im Irak einen Anschlag auf Tony Blair für legitim erklärt (ssn berichtete).

Zweitens musste ich mich hier leider entscheiden und habe die Information, dass das Video natürlich keineswegs von Schiiten, sondern von sunnitischen Extremisten zugespielt worden war, derjenigen geopfert, dass Untersuchungen im Gange sind, denn ich wollte unbedingt beide Versionen des Geschehens vollständig in der News unterbringen. (Die Schiiten haben bekanntlich tendenziell durch den amerikanischen Einmarsch gewonnen und die Sunniten verloren. Aber, welche Überraschung, es gibt natürlich eben auch solche und solche Schiiten...)

Die Häufung der Berichte über solche Vorkommnisse in letzter Zeit kann und wird vermutlich viele Gründe haben. Einer wäre, dass solche Berichte immer erst nach einer gewissen Dauer eines Konflikts aufzukommen pflegen, zum einen, weil bei ständig wachsendem emotionalem Stress für die Besatzertruppen derartige Racheakte wahrscheinlicher werden, zum anderen, weil der Organisationsgrad ihrer Gegner parallel dazu logischerweise wächst. Dass amerikanische Truppen zu schlimmsten Gräueltaten durchaus in der Lage sind, ist nicht erst seit My Lai eine Binsenweisheit: Eben My Lai weist erschreckende Parallelen zu den jetzt kolportierten Berichten aus dem Irak auf.

Dass die Verbreiter solcher Videos damit klare politische und propagandistische Ziele verfolgen, ist ebenso klar, wie dass jede amerikanische Pressekonferenz haargenau dasselbe tut (die propagandistische Begleitmusik des Pentagons zum Irakfeldzug war bekanntlich beispiellos).
Trotzdem gilt in beiden Fällen, dass damit doch noch lange nicht erwiesen ist, dass alles, was da vorgebracht wird, gelogen/gefälscht ist. Sicher ist mittlerweile z. B., dass ein amerikanischer Außenminister vor gar nicht langer Zeit aufgrund von plumpen Fälschungen der gesamten Welt hatte weismachen wollen, im Irak gebe es Massenvernichtungswaffen.

Jedenfalls ist es grad wurscht, wie man solche News hier einliefert: Dem einen ist es schon zuviel, sie lesen (zu müssen?), den anderen stört der Vorbehalt im Titel.

Zu diesem konkreten Vorfall mag vergleichen, wen es interessiert:
http://www.tagesschau.de/...

In diesem Sinne, schönen Tag weiterhin, kwikkwok
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02.06.2006 15:50 Uhr von Luzifers hammer
 
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Ich habe wohl Glück gehabt: Das ich einen Grossvater hatte der mir nicht erzählt hat,er hätte nichts gewusst oder gesehen.
Er hat Todeslager in Polen und Russland gesehen.
Er hat gesehen wie Polen in deutsche Uniformen gesteckt und dann massakriert wurden,um die einfachen Soldaten anzustacheln.
Er hat gesehen wie Ukrainische SS Soldaten Russische Babys an Bäumen totgeschlagen haben.
Und er hat mir erzählt wie er in Frankreich zu den Amis übergelaufen ist um seine Seele zu retten.
Besatzer sind auch immer ein wenig Verbrecher.
Das galt für Julius Caesar,für die Deutschen ,die Russen und es gilt auch für Amerikaner.
In Korea ein Massaker an Flüchtlingen,in My Lai und im Irak.
Krieg ist Abwesenheit von Vernunft.
Wer das nicht begreifen will oder kann ist eh nicht zu helfen.
Und das hat nix mit Anti oder Pro Amerika zu tun.
Das meine Freunde gehöhrt zum menschlichen Wesen.

There is many a boy here today who looks on war as all glory, but, boys, it is all hell. You can bear this warning voice to generations yet to come. I look upon war with horror." (William T. Sherman: Speech, Grand Army of the Republic convention, Columbus, Ohio, 11. August 1880)
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02.06.2006 17:40 Uhr von maki
 
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Übrigens: wurden diese Massaker jetzt endlich in Öffentlich-Rechtlichen Medien auch mal wortwörtlich als "Massaker" und "Greueltaten"* bezeichnet!

*Ist mir scheissegal, dass es heutzutage mit "ä" geschrieben werden soll... :-)

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