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Jungsteinzeit: Pflanzenzucht und Sesshaftigkeit begannen früher als gedacht

Im Westjordanland fanden Forscher in einem 11.400 Jahre alten neolithischen Haus ganze Feigen. Nach einer Untersuchung kam zu Tage, dass sie gezüchtet worden sein müssen. Die Pflanzen mussten nicht bestäubt werden, damit Früchte reifen konnten.

Samen konnten diese Bäume nicht entwickeln. Die Feigenbäume mussten folglich durch Ableger vermehrt worden sein. Bisher ging man davon aus, dass die ersten Bauern der Jungsteinzeit vor 10.500 Jahren als erstes Getreidepflanzen kultivierten.

Das lässt den Schluss zu, dass die Sesshaftigkeit der Menschen viel früher begann, als man bisher vermutete. Die Feigen wurden in dem Haus zusammen mit gesammelten wilden Pflanzen gelagert. Die Menschen praktizierten also eine Art Mischwirtschaft.


WebReporter: Thothema
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Junge, Pflanze
Quelle: www.wissenschaft.de

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.06.2006 08:09 Uhr von Thothema
 
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Immerhin über 1000 Jahre früher als die bisherigen Informationen zugelassen haben. Immer ging man von Getreideanbau als Grundlage für die Sesshaftigkeit aus. Wenn ich mich nicht irre, waren Feigen (oder Datteln?) auch später für Menschen dieser Region eine wichtige Lebensgrundlage.
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02.06.2006 09:52 Uhr von Cenor_de
 
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Das ist zwar sehr interessant: aber im Neolithikum sind 100 Jahre nicht so viel.

Relevant für die Entwicklung der Städte und der Arbeitsteilung, war vorallem Nährwert und Lagerfähigkeit der ultivierten Pflanze und der Einsatz von domestizierten Tieren für den Ackerbau.
Also ist der Startwert immer noch der Getreideanbau.

Interresant ist aber tatsächlich die frühe Kenntniss von Stecklingsvermehrung Wenn man drüber nachdenkt ist das eigendlich naheliegen.
Die Fähigkeit von gebrochenen Ästen zum Wurzeln, ist eine Erkenntniss, die empirisch sehr wahrscheinlich auftritt.

Hier wird sicher interessant sein, ob es zu absichtlicher Selektion bei der Zucht kam, oder zu zufälliger.

Die Auswahl dreschfähigen Getreides, die den Beginn
menschlicher Agrarkultur im engeren Sinne einläutete, war die Selektion zufällig, weil nur jene Getreidearten signifikant Körner beim Transport verlieren, die sich auch gut dreschen lassen.

Das mit den Feigen hingegen sieht ja nach gezielter Gentechnik aus.

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