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Dresden: Bis jetzt größter DNA-Test Deutschlands steht bevor

Aufgrund der Fahndung nach einem zweifachen Kinderschänder im Raum Dresden, der bei zwei verschiedenen Verbrechen seinen genetischen Fingerabdruck hinterließ, bereiten Polizei und Staatsanwaltschaft Dresden diesen Test vor.

An diesem Test sollen 80.000 Männer zwischen 25 und 45 Jahren in und um Dresden freiwillig teilnehmen. Die Kosten der Auswertung würden sich Medienberichten zufolge auf insgesamt 2,24 Millionen Euro belaufen.

Es könne allerdings noch Jahre dauern, bis der Täter aufgrund dieses DNA-Tests gefasst wird, da das Landeskriminalamt nur Ressourcen zur Sammlung und Auswertung für 1.000 Proben pro Jahr zur Verfügung habe.


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WebReporter: Bibi66
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Deutschland, Deutsch, Test, Dresden, DNA
Quelle: www.mdr.de

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45 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.05.2006 06:05 Uhr von Bibi66
 
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Also, auch wenn ich der Meinung bin, das alles nur mögliche getan werden muss, um solche Verbrecher dingfest zu machen, so ist dieser grossangelegte Gentest zur Fahndung nach diesem einen wie mit Kanonen auf Spatzen zu schiessen; und das bei Nacht ohne Licht. 80.000 Proben bei 1.000 pro Jahr... wenn sich da beim LKA nichts ändert, ist der Verbrecher bereits an Altersschwäche verstorben... Oder ist die Fahndung vielleicht nur ein Vorwand? Nein, besser nicht drüber nachdenken... Oder besser doch?
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30.05.2006 09:36 Uhr von PBernd
 
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Würde ich nicht mitmachen: Es kommt noch soweit, das eine DNA-Probe von jedem in Deutschland gemacht wird und abgespeichert.
Irgendwo muss auch die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben.
Man kann nicht ein Promill der Bevölkerung unter Generalverdacht stellen.
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30.05.2006 09:37 Uhr von xsiriusx
 
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1000 pro Monat: nicht: 1000 pro Jahr!
Das sagt zumindest eine andere Quelle (http://www.dnn.de)

Welche ist wahrscheinlicher? Ich vermute der MDR hat sich da vertan. Das würde ja sonst 80 Jahre dauern.

Im übrigen wird das ganze noch auf eine Körpergrösse von 1,65m bis 1,85m eingeschränkt.
Damit bin ich draussen.
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30.05.2006 09:39 Uhr von amtrak
 
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@Tira: genau so ist es - von mir würden sie freiwillig auch keine Probe bekommen.
Nicht etwa, weil ich schuldig bin, sondern weil ich einfach "Angst" davor habe in dieser Gen-Datenbank gespeichert zu bleiben.
Und die "wer nichts zu befürchten hat, kanns doch machen"- Fraktion, sollte sich mal überlegen, dass bereits erhaltene Daten auch andere Begehrlichkeiten weckt.
Ich erinnere nur an die Kennzeichenerfassung an den Mautbrücken.

Grüße
amtrak
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30.05.2006 09:39 Uhr von thetdk
 
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Unsinnig der Täter könnte ohne Risiko die Probe abgeben, vermutlich werden die abgegebenen ohnehin maximal Stichprobenmäßig geprüft - da wäre es wohl gefährlicher, nicht hinzugehen...

Ein Effekt dieser Aktion ist jedenfalls nicht gegeben, man wird den Täter hierüber nicht ermitteln.

Allerdings füllt man gewisse Datenbanken wieder erheblich auf... auch wenn wahrscheinlich behauptet wird, das sei nicht der Fall.

Aber ein Vergewaltiger gerade von Kindern ("Kinderschänder" ist immer noch ein menschenverachtendes Hetzwort - auch für die Kinder, denn sonst "schändet" man Gräber oder Gedenkstätten oder so...) ist natürlich immer ein guter Grund für sowas, die Menschen werden nur so strömen um Ihre Gendaten preiszugeben.

Und wer sich dagegen ausspricht, wird sofort mit der Keule des Kinderschutzes erschlagen.

Gut ausgedacht...
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30.05.2006 10:19 Uhr von Koyan
 
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Ich glaube es ist der falsche WEg, ich bin mir: sicher der Staat wird diese Datenbank auch missbrauchen.
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30.05.2006 10:26 Uhr von Kamimaze
 
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@Koyan: "bin ich eh dafür das man ihnen (wenn man sie schon nicht hinrichten darf) den Geschlechtsteil weghackt (Ernst gemeint)."

Leute, welche vorgeben, extrem etwas gegen eine nicht gut angesehene Minderheit zu haben, sind oft Angehörige derselben...
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30.05.2006 10:59 Uhr von maki
 
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Gehen die Proben: dann eigentlich direkt an die Schufa? (Welche die Daten dann an Versicherungen, Banken und wenweissich verkauft?)
Stichwort: am Gen feststellbare Krankheiten / Krankheitsrisiken...

;-)
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30.05.2006 11:02 Uhr von Tolots
 
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Freiwillig ? Das führt die ganze Sache ad Absurdum. Der Täter wird wohl kaum freiwillig seine DNA Probe abgeben.
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30.05.2006 11:05 Uhr von Bela2k
 
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Naja das ist doch bestimmt nur ein Anfang um die DNA Datenbank füllen zu können, damit der Staat bald jeden in der DNA Datenbank hat, wie sie es mal geplant haben.
Wenns nicht auf dem "normalen" Weg geht dann halt so... na denn prost Mahlzeit....
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30.05.2006 11:18 Uhr von animone
 
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Würde ich Persöhnlich gut finden wenn alle: in einer Datenbank erfasst werden,da könnte mann die Schweine sofort ermittel bevor sie noch weiteren Schaden anrichten,wenn nur 1 Kind gerettet werden könnte wäre es die Sache wert,mann sollte alles aber wirklich alles zum Schutz unserer Kinder tun,und bitte was sollen die den sonst mit euren Daten anfangen,wer nix verbotenes macht braucht auch nix zu befürchten,also mir ist es schnurz was der Staat von mir weis,den da gibts nix zu wissen.
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30.05.2006 11:23 Uhr von webschreck
 
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Ich bin für die Gendatenbank -: auch, wenn ich darin einige Probleme sehe. Allerdings: in der Verbrechensbekämpfung hätte die Gendatenbank erhebliche Vorteile, besonders gegen Gewaltverbrecher. Wieviele unaufgeklärte Verbrechen gibt es, obwohl eindeutige Spuren vorliegen, die nur nicht zugeordnet werden können, aber ganz sicher zum Täter führen? Und wer weiß schon, ob sein nachbar nicht ein Mörder, Kinderschänder, Vergewaltiger oder sonst was ist? Ich sage nur Ronny Rieken = 2 Morde. Er lebte jahrelang unbehelligt als braver Familienvater auf dem Lande, bis ihn ein DNA-Test überführt hat. Damit wurde auch eine tickende Gefahr aus dem Verkehr gezogen.

Auch ich bin der Meinung: Wer keine Schuld auf sich lädt, hat die Gendatenbank nicht zu fürchten. Und wenn die mit meinen Genen forschen? Na und, vielleicht werde ich dadurch 20 Jahre jünger, weil die Natur sich bei meiner Geburt geirrt hat...
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30.05.2006 11:51 Uhr von marco.herold
 
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bin selbst betroffen: ich weiss auch nicht so recht, was ich von dem test halten soll. leider gehöre ich genau zu der betroffenen zielgruppe (wohne in dresden, bin 30 jahre, 170 m groß), aber selbstverständlich nicht der täter ;-)

habe auch sonst nichts auf dem kerbholz, aber mal angenommen, ich wäre in jungen jahren an nem kleinen einbruch beteiligt gewesen und hätte mich da leicht verletzt und ne genprobe hinterlassen. könnten die die heute noch zuordnen? ich denke, theoretisch wäre das schon möglich, auch wenn es von der schwere der tat nicht im verhältnis stände. aber war ja nur ein beispiel.

ich habe ansich nichts zu befürchten, habe aber trotzdem ein ungutes gefühl, meinen genetischen fingerabdruck in so einer datenbank zu hinterlassen. weil man eben nie weiss, was mit den daten missbräuchlich gemacht werden könnte.

aber kann mir jemand sagen, wie so ein test abläuft? werde ich angeschrieben, wenn ich da hin muss, oder rufen die nur über die medien auf, und wer in der zielgruppe ist, darf dann freiwillig antanzen? und wie läuft der test ansich ab? speichelprobe? und was passiert, wenn man sich weigert? hat man da als vermeintlich unbescholtener bürger mit ernsthaften konsequenzen zu rechnen? ich wäre dankbar, wenn mir der eine oder andere ein paar tipps geben könnte, der vielleicht schon so ein test durchgemacht hat. vielen dank.
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30.05.2006 12:18 Uhr von kollektorfuzzi
 
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Gendatenbank: Wie sieht es aus , werden die Ergebnisse gar nicht vernichtet sondern kommen inoffiziell in eine Datenbank ? Big Brother is watching you .
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30.05.2006 12:32 Uhr von Koyan
 
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@Kamimaze: >>
Leute, welche vorgeben, extrem etwas gegen eine nicht gut angesehene Minderheit zu haben, sind oft Angehörige derselben...<<

Minderheit?? Das ist der Müll der Gesellschaft, keine Minderheit.
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30.05.2006 12:37 Uhr von megatrend
 
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2,24 Millionen Euro: und dabei keine Erfolgsgarantie (der Täter könnte ja umziehen - oder sogar auswandern).
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30.05.2006 12:38 Uhr von muedling
 
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Na und? Höchstwarscheinlich werden sie mit der Aktion keinen Erfolg haben, da sich der wahre Täter eh vorher aus dem Staub macht. Aber ich fände es gut, alle prophylaktisch zu erfassen. Was ist schon schlimm dabei? Wenn sie die Daten verkaufen, na und? Ausser ein paar DNA-Daten, die etwas über das Erbgut aussagen, haben die doch nix davon. Ausserdem wird mit Einführung des biometrischen Reisepasses genau nichts anderes getan.
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30.05.2006 12:41 Uhr von blazebalg
 
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oh man: eine nationale gendatenbank, wie bescheuert. ich werde in keiner datenbank als denen sein, wo es unbedingt nötig ist. sollten sie es durchsetzen, verlasse ich das sinkende schiff. manche politiker glauben wohl sie können alles mit einem machen, nur weil sie von ihrer §%§&$/ partei gewählt wurden. lumpen gibt es nunmal überall.

eine spur ist noch lange kein verdacht!!!
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30.05.2006 12:50 Uhr von carry-
 
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gendatenbank: es muss ja nicht gleich jeder bürger erfasst werden, aber es sollten zumindest ALLE kriminellen (egal ob (minderjähriger) dieb, vergewaltiger oder terrorist) erfasst werden - das würde in vielen fällen schon weiterhelfen.
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30.05.2006 12:54 Uhr von amtrak
 
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Wahrscheinlich: ist das nur ein Coup von einem Profiler.
Den Täter in Panik versetzen und nun genüßlich darauf warten, wer denn panisch den Wohnort wechselt bzw. kurzfristig in Urlaub fährt.
80.000 Personen - dieser Logistikaufwand ist doch schon immens.
Trotzdem kann ich nur noch den Kopf darüber schütteln.
Und alle, die kein Problem haben, dass der Staat Daten sammelt wie verrückt. Warten wir mal ab, bis die ersten kritischen Demonstranten ermittelt werden (Videoaufnahmen nützen nicht viel - trotz Vermummungsverbot)

Grüße
amtrak
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30.05.2006 12:55 Uhr von webschreck
 
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@ marco.herold: Wenn Du bei http://www.bka.de keine Antwort findest, gehe einfach einmal über Profil auf meine antigewalt. Dort findest Du einiges über Gentests.

@ alle Zweifler

Warum bin ich naiv, wenn ich für die Gendatenbank bin. Ich habe doch geschrieben, daß das nur für die Verbrechensbekämpfung gelten darf, da nämlich leben wir hier trotz genialer Möglichkeiten total in der Hinterwelt. Selbst, wenn ich versehentlich am Tatort (der schließlich überall sein kann = Zufallsprinzip) einen Kaugummi ausgespuckt habe, weiß ich doch, wo ich zur Tatzeit gewesen bin. War´s tatsächlich der Tatort, habe ich wahrscheinlich etwas gehört oder gesehen, aber dadurch bin ich nicht automatisch der Täter, oder? Der sogenannte Generalverdacht wäre damit auf jeden Fall ziemlich eingeschränkt, weil ich als Täter normalerweise sofort ausgelassen werde!
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30.05.2006 13:00 Uhr von HolyLord99
 
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webschreck: "Warum bin ich naiv"

--->

"Ich habe doch geschrieben, daß das nur für die Verbrechensbekämpfung gelten darf"

Deshalb vielleicht ;)))
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30.05.2006 13:08 Uhr von Flying-eagle
 
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Och das lohnt sich schon Denn dadurch werden noch so einige Strafverbrecher, Vergewaltiger und Kinderschänder dingfest gemacht. Vielleicht befinden sich unter den 80.000 auch zukünftige Vergewaltiger die dann anhand der Proben gleich Identifiziert werden können wenn sie später jemanden Vergewaltigen. ;)
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30.05.2006 13:12 Uhr von blitzlichtgewitter
 
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Wenn es etwas bringt - dann immer! Bei Verbrechen an Kindern sollte es immer solche Aktionen geben. Aber ein Teil davon bleit eh ungeklärt, da viele sich nicht trauen die Polizei einzuschalten wenn ihnen etwas wiederfahren ist.
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30.05.2006 13:38 Uhr von thetdk
 
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Ich habs doch geschrieben wenn man den Schutz der Kinder als Grund vorschiebt setzt bei den meisten Menschen der Verstand aus...

Ein paar Punkte:

-DNA-Spuren halten sehr lange. Oft kann nicht festgestellt werden, ob die DNA-Spur frisch ist oder einige Wochen alt. Jeder, der einige Zeit vorher an einem Tatort war, ist schonmal verdächtig

-Eine Vorratsspeicherung bringt garnichts. Der Täter bemüht sich einfach, keine Spuren zu hinterlassen, oder er lässt sein Opfer eben verschwinden.
Werden die Kinder eben noch getötet vom Täter, nicht "nur" vergewaltigt. Tolle Besserung.

-Eine solche Datenbank würde für alle möglichen Dinge genutzt. Die Gentechnik schreitet fort.
Denkbares Szenario: es wird ein "Vergewaltiger-Gen" gefunden. Nun werden alle Menschen mit diesem Gen mal profilaktisch eingesperrt, oder was?

Schaut euch mal den Film "Gattaca" an, da kriegt Ihr einen Hauch von genetischer Diskreminierung mit. Auch in dieser Welt ist das verboten...


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