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Psychische Krankheiten auf dem Vormarsch - Intoleranz macht es noch schlimmer

In der EU haben neun Prozent der Kinder und Jugendlichen Entwicklungsstörungen - zehn Prozent haben ein gestörtes Sozialverhalten. Allein in Deutschland sind die Zahlen der Menschen, die wegen psychischer Krankheiten nicht arbeitsfähig sind, um zwei Drittel gestiegen.

Am 109. Ärztetag in Magdeburg wurde betont, dass es vorwiegend die Vorurteile und die daraus resultierende Diskriminierung der Mitmenschen sind, die den Betroffenen eine mögliche Heilung erschweren, weil diese ihre Leiden dann lediglich verstecken.

Viele nehmen psychische Leiden nicht ernst, Ärzten fehlt es oft an psychiatrischer Weiterbildung und die Krankenkassen bezahlen kaum etwas. Gründe für diese Leiden sind z. B. Berufsdruck, Orientierungslosigkeit und der Rückgang sozialer Bindungen.


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WebReporter: FleurMia
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Krank, Krankheit, Vormarsch, Intoleranz
Quelle: portale.web.de

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14 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.05.2006 14:28 Uhr von FleurMia
 
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Obwohl wohl jeder jemandem in seinem Bekannten- oder Familienkreis hat, der unter Depressionen leidet werden diese Krankheiten sehr oft nicht ernst genommen... viele denken gleich, dass die Leute was "an der Klatsche" haben... - ich hoffe, dass dieser Artikel für den ein oder anderen einen Antsoß gibt seine Meinung zu überdenken, denn krank ist krank ob physisch oder psychisch und dass hat nichts mit Abnormität zu tun...
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27.05.2006 15:38 Uhr von POMMES_1989
 
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wovon verursacht? ich frage mich was sowas auslösen kann oder sind es villeicht irgendwelche medikamente von Geldgeilen Pharmerunternehmen
oder irgendwelche anderen Behandlungen?
wir sollten es zumindest nicht ganz ausschließen.
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27.05.2006 15:51 Uhr von oneWhiteStripe
 
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@Pommes netter ansatz :) also mit medikamenten hat das imho eher weniger zu tun! der grund dafür dürfte unter anderem sein:

a; immer schnellere gesellschaft -> leistung ist alles egal wo, egal zu welchem preis
b; kinder ohne kindheit (ab 12 sind sie schon pimps und bitches)
c; der verfall jeglicher moralischer werte (obgleich moral ein nur temporär festzulegend ist)
d; alles was zählt ist macht und geld. hab ich keins hab ich stress...

naja und wenn man die dunkelziffer des kindesmissbrauchs ansieht...wird einem schlecht! kindesmissbrauch hat extremste folgen bis hin zu den kindern dieser kinder...

etc etc...

sic transit gloria mundi...
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27.05.2006 16:16 Uhr von bassplayer
 
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Das wird: in unserer tollen Gesellschaft noch schlimmer werden!

MfG
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27.05.2006 16:40 Uhr von lea89
 
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@pommes: u.A. zu Depressionen können führen

-Mobbing (gibt´s mehr als genug von -.- ~.~)
-immer nur gesagt bekommen, dass man sowieso nichts kann, irgendwann glaubt man selber dran, auch wenns viele nicht glauben. Man hat dann oft das Gefühl gar nichts mehr zu schaffen, kapselt sich ab etc.

Naya nur zwei Beispiele, teils auf Kinder bezogen, weil ich am Besten halt aus der Sicht schreiben kann^^

lg

lea
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27.05.2006 17:45 Uhr von Mario Dolzer
 
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bei sternshortnews sind viele der Betroffenen versammelt...
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27.05.2006 19:07 Uhr von polemikado
 
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wer hat das gestörte Sozialverhalten, Mobber oder: Gemobbte?? Irgendwie jawohl beide. Aber heutzutage wird den Menschen beigebracht, dass sie nur mit Ellbogen weiterkommen. Und weil das alle glauben, ist das irgendwann wirklich so. Und das sind die Folgen....
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27.05.2006 20:35 Uhr von mäGGus
 
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Ursache + Wirkung: Für mein Teil denke ich das viele der Erkrankungen schon im Elternhaus "gezüchtet" werden. Es gibt viele Eltern welche die Bedürfnisse und Wünsche ihrer Kinder unbewusst ignorieren und sie zu einem "normalen" Leben erziehen wollen obwohl die Kinder vielleicht besondere Zuwendung, Ausbildung, Pflege usw. benötigen würden. Da bekommt man Essen eingetrichtert wenn man nicht hungrig ist, wird zur Seite geschoben obwohl man Hilfe braucht oder völlig missverstanden weil die Zeit für Einfühlungsvermögen fehlt. Wenn man also schon mit den eigenen Eltern ein solches Konfliktfeld zu umgehen hat, wird man Fremden gegenüber sich eher nicht so offen zeigen. Daraus entwickelt sich dann ein mangelndes Selbstbewusstsein welches sich durch gesellschaftliche Faktoren (Mobbing in der Schule, fehlender Anschluss an Cliquen und Vereine, etc.) noch weiter verschlimmert. Dann bekommt man in der Schule auch von den Leuten die einem helfen sollen nur zu hören das man ja eigentlich viel besser zu sein hat und wohl auf dem Abstellgleis landet.

Dann fängt mit 12-13 die Pubertät an und die sexuellen Triebe führen zu weiteren Verwirrungen.Da man für viele in dem Alter noch viel zu jung für das Thema ist (ergo Erklärungsnot), man aber permanent aus den Medien damit umgeben wird kanalisiert sich dass dann auch oft in Selbsthass, Identitätsverlust (wer bin ich/wer darf ich sein), Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Gerade die offene Konfrontation aus der Leistungsgesellschaft überfordert viele. Man kann zwar nicht alles auf die schlechten wirtschaftlichen Aussichten und die gesellschaftlichen Veränderungen abwälzen aber die Komponente "Erziehung und Werte" sowie deren (fehlende) Relevanz auf der "Straße" hat für mich den Löwenanteil an der Ursache.
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28.05.2006 04:38 Uhr von FleurMia
 
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ich denke dass das Problem von der Sinnlosigkeit herrührt... das heutige Leben bietet keinen Sinn... die Form der heutigen Gesellschaft ist zu abstrakt- man hat keinen direkten Draht mehr zum eigentlichen(!) Leben... kennt jemand Viktor Emil Frankl...er hat genau diese Problematik aufgegriffen...
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28.05.2006 12:14 Uhr von fNORD
 
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Den Ausweg sieht man ja -> Amoklauf: So ist das halt die Gesellschaft ansich ist ja psychisch krank, diese ist nämlich "manisch" deshalb fallen manische nicht auf. Im Gegenteil dieses sind sogar erwünscht und manisches verhalten wird gefördert...... Bia, ja bis diese dann crashen und Depressiv werden.

Depression ist eine tödliche Krankheit, die unbehandelt meist zum Tod führt, entweder durch suizid oder erweiterten suizid (auch Amoklauf genannt).

In gewisser weise ist aber alles Selbstregulierend, die Gesellschaft die alles ignoriert und manien fördert, wird eines Tages die rechnung präsentiert bekommen. Die Suizidfälle werden zunehmen und natürlich auch die Amokläufe. Wie man sieht werden diese auch immer jünger.

Das System hat sich sozusagen die Zukunft selber verbaut, indem es die Kinder und Jugendlichen versiechet hat. Es ist meiner Meinung nach auch zu spät etwas dagegen zu tun.

Wie gesagt die Rechnung wird kommen!
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28.05.2006 12:51 Uhr von asmodai
 
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@mario: Lieber eine späte Selbsterkenntnis als gar keine! *g
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28.05.2006 23:49 Uhr von Borgir
 
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unsere liebe gesellschaft: macht aus leuten die anders sind, die einfach mit ihrem verhalten oder aussehen nicht der norm entsprechen, kranke. DAS ist krank, nicht die menschen die anders sind.
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29.05.2006 08:14 Uhr von Bjoern68
 
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Typisch Deutschland, besser Nachsorge als Vorsorge: Das ist wie bei allen Sachen typisch für Deutschland uns sein korruptes kaputtes System.

Aufgrund dieser Politik wird auch meitens seitens der Kassen nichts getan. Bis es dann soweit ist das diese Leute lange Kuren brauchen und sehr oft krank sind, zudem dann noch der Allgemeinheit zur Last fallen...
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07.06.2006 10:31 Uhr von Kriterium
 
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Psychische Krankheiten: können nicht nur auf Depressionen reduziert werden, aber selbst bei den Depressionen gibt eine Vielzahl verschiedener - in Entstehung und Ausdrucksform. Der Laie ist meist nur in Lage, eine solche Erkrankung im fortgeschrittenen Stadium bei seinem Gegenüber zu erkennen. Meine (aktiven und passiven) Erfahrungen sind, daß in vielen Fällen die vermeintliche Intoleranz gegenüber Erkrankten gar keine ist, sondern entweder die Unfähigkeit, damit umzugehen und damit verbundene Fehlreaktionen. Dem Erkrankten selbst nützt diese Erkenntnis allerdings wenig. Meine Kritik richtet sich selbstverständlich an das inzwischen auf ein Mindestmaß geschrumpfte Interesse am Mitmenschen. Der häufig zu hörende Bezug auf unsere Ellenbogengesellschaft ist mir zuwider. Wer ist denn "die Gesellschaft"? Wir, jeder Einzelne. Fangen wir doch bei uns mal an, und lassen wir uns nicht von den Reaktionen der Mitmenschen entmutigen, sonst stellen wir uns doch auf die gleiche Stufe der von uns Angeprangerten,was auch immer sie "angyestellt" haben.

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