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Science-Fiction-Traum zerplatzt - Weltraumaufzug mit Kabel ist nicht machbar

Es schien möglich, aus Kohlenstoffnanoröhren ein Kabel zu weben, das die enormen Drücke aushalten könnte, wenn man es bis an den Rand der Atmosphäre spannen würde. Nicola Pugno aus Turin stellte nun Berechnungen an, die diesen Traum platzen lassen.

Eigentlich müsste so ein Kabel 62 Gigapascal aushalten, berechnete die NASA. Einzelne Kohlenstoffnanoröhren erfüllen dies. Sie halten sogar Drücken bis zu 100 Gigapascal stand.

Der Turiner Forscher erkannte nun, dass die Röhren durch das Verweben eine Belastbarkeit von höchstens 30 Gigapascal erreichen könnten. Nun scheint diese Möglichkeit, mit solch einem Kabel einen Weltraumlift zu betreiben, dahin zu sein.


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WebReporter: thothema
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Weltraum, Traum, Kabel, Science-Fiction, Weltraumaufzug
Quelle: www.wissenschaft.de

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30 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.05.2006 09:44 Uhr von thothema
 
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Tja, dann heisst es weiter Treibstoff verblasen, wenn man unsere Erde verlassen will. Eine nette Idee war es schon. Vielleicht hätte man damit irgendwann auf die riesigen Flugplätze verzichten können und sich in einen Jet neuer Bauart hoch ziehen lassen können.
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27.05.2006 12:47 Uhr von HuhuMan
 
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Katapult: Wie wärs mit einem Katapult?
Von der Größe her so groß wie ein Fußballfeld und das Seil 2-3 km lang.. dann mit kräftig druck wird man hochgeschossen ins All..
Man muss nur irgendwie wieder zurückfinden ^^
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27.05.2006 12:54 Uhr von gierin
 
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Woran wollte man das Kabel aufhängen? Meine Frage tönt vielleicht naiv, ist aber nicht unbegründent.
Damit man eine Last hinaufziehen kann muss das Kabel irgendwo befestigt werden. Da der Weltraum keine Balken hat, muss das Kabel an einer "Raumstation" befestigt werden. Diese muss sich unter Last entweder per Düsenantrieb auf ihrer Umlaufbahn halten oder so schwer und weit entfernt sein, dass das Seil durch die Fliehkraft gespannt bleibt! Sonst bleibt die Last auf dem Boden und das Kabel samt der "Raumstation" werden auf die Erde zurückgezogen.
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27.05.2006 12:59 Uhr von Landschaftsarchitekt
 
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Soweit ich weiss, sollten die Kabel durch die Fliehkraft der oben angehängten Stationen halten.

also variante 2 :o)
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27.05.2006 13:23 Uhr von ooo
 
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ich frag mich auch bei sowas was passiert, wenn das Kabel reißt?. Dann schlägt es eine 300 bis 400 km lange Schneise.
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27.05.2006 13:28 Uhr von adsci
 
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@ooo: wenn mans am meeresgrund in der mitte des pazifiks festmacht kann ja nicht viel passieren :D da ist in alle richtungen genuch platz!

ich glaube übrigens nicht, dass so ein lift unmöglich ist. wir kennen nur vielleicht noch kein material, welches das aushält.
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27.05.2006 14:09 Uhr von GuaranaJones
 
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hehe: sollen se das kabel halt dicker weben. ;D

nfc
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27.05.2006 14:12 Uhr von dakarl
 
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Kabellänge: Das Kabel müsste normalerweise eine Mindestlänge von 36000km haben. Andernfalls wäre die Fliehkraft geringer als die Gravitationskraft und das Kabel würde einfach wieder runterfallen. Also nix mit einer 300 bis 400 kilometer langen schneise...das Kabel würde sich einmal um die ganze Erde wickeln ;)
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27.05.2006 14:22 Uhr von Henniksen
 
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Unmöglich ? Also ich die Überschrift las dachte ich an "prinzipieller Unmöglichkeit".
Also dass das Kabel durch die Erddrehung irgendwie ins Schlingern kommt oder so.
Theoretisch wäre es antürlich immer noch möglich so ein Kabel zu bauen.
Man müsste es nur auf der Erde dicker machen, und dann zum Weltraum hin immer dünner.
Aber warten wir es erst mal ab, solche Nanoröhren kann man noch gar nichtMassen produzieren.
Ausserdem gibt es bestimmt viele Haken an der Sache die man noch gar nicht eingeplant hat.
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27.05.2006 14:59 Uhr von sebix
 
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mhhh Ich halte das auch f?r sehr schwierig. Aber man sollte diese Idee trotzdem nicht so leicht aufgeben. Man bedenke nur die M?glichkeiten.

Gru?

Sebix
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27.05.2006 15:11 Uhr von Rainbringer
 
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Eine Frage: Was bringt das? Trotzdem brauch man unglaublich viel Energie um Lasten Hoch/Runter zu transportieren... also wo is der Vorteil, bis auf die Tatsache dass Raumschiffe in der Hinsicht autonom funktionieren?

mfg Rainbringer
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27.05.2006 15:38 Uhr von -MaD-
 
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@rainbringer: man könnte aber auf alternative energien zurückgreifen, was bei raketen nicht geht...
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27.05.2006 15:40 Uhr von Kampfpudel
 
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@dakarl: Ein sogenanntes "Earth-Bondage". ;-)
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27.05.2006 16:07 Uhr von Thaliur
 
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Noch was @Rainbringer: Außerdem wäre es möglich, die bei der Rückkehr von Gegenständen freiwerdende Energie zu nutzen, um Gegenstände hochzubringen, ähnlich wie die Gegengewichte bei einem normalen Aufzug.
Bisher hat man Tonnen von Treibstoff verbraucht, um die potentielle Energie des Raumfahrzeugs zu erhöhen, und diese Energie hinterher einfach als Wärme verpuffen lassen.
Mit einem Weltraumlift könnten sich Gegenstände suf dem Weg hoch Energie von den zurückkehrenden Objekten "leihen", was eine gewaltige Energieeinsparung zur Folge hätte.
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27.05.2006 17:50 Uhr von blazebalg
 
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leute: hat wohl nich jeder in physik aufgepasst ;) das kabel dicker machen... das kabel unten dick oben dünn machen... oh gott ^^

ich denke da würde ersmal ein 400 km gebäude gebaut werden... und da drin hängt dann euer "seil". man man ^^
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27.05.2006 18:24 Uhr von Xylankant
 
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@Rainbringer: Klar benötigt man noch Energie.
Aber die Energie, die heutige Raketen benötigen, um Fluchtgeschwindigkeit zu erreichen wird aus Fest- und Flüßigtreibstoff gewonnen.
Sehr, sehr, seeehhhr schlecht/unsauber, und wenn man sich das ganze mal näher betrachtet auch höchst ineffektiv.
So einen Lift hingegen könnte man wohl mit jeder beliebigen Energiequelle versorgen, vll ja bis dahin sogar mit Solarenergie ;)
Dann würde sich das schon lonen, auch Raumschiffe erst mit dem Lift in einen Orbit zu transportieren und diese von da erst starten zu lassen...
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27.05.2006 18:54 Uhr von HuhuMan
 
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Knoten stell mir das auch grad luschdig vor, wenn das Kabel irgendwie abreist und dann um die ganze Erde verwickelt wird und ein Riesenknoten entsteht... xD

oder wenn Flugzeuge reinfliegen und sich darin verhedern.. dann muss erst jemand hochklettern und das Flugzeug befreien xD.. oder die Passagiere klettern dann am Kabel runter, wie die Feuerwehr an der Feuerwehrstange xD
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27.05.2006 21:27 Uhr von CorLeonis
 
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Diese Theorie gibts schon sau lange. Wie bauen uns einen Lift, der bis zur äußersten Atmosphäre reicht. Ist viel klüger als dumme Raumschiffe. Und die NASA meinte: Ja natürlich ist das möglich und wird IRGENDWANN machbar sein. Deswegen Überschrift falsch. Natürlich wird man weiterforschen....

Buchtipp: "The Sience of Discworld" von Terry Pratchett, Ian Steward und Jack Cohen!!!!!.....sehr lesenswert!!!
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27.05.2006 21:39 Uhr von meru
 
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@Matthias1979 gibst hin und wieder in der Natur etwas das man Wolke nennt. Mehrere von denen können Gewitter auslösen. Bei einem Gewitter gibts auch manchmal Blitze....

Also wenn so eine Wolke gegen das Kabel stößt ..... ;)
und so ein Gewitter macht den Seil auch nichts, solange es nicht elektrisch leitend ist.

Zum Thema Wind da ist immer noch die Fläche maßgebend und solange das Seil nicht Quadratisch ist und 40m Seitnlänge hatt sollte das auch kontrollierbar bleiben, da es ja auch durch die Fliehkraft gespannt wird.

....Typisch Spinner...

Nur weil sie sich gedanken über alternative Formen die Schwerkraft zu überwinden machen sind sie noch lange keine Spinner.

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27.05.2006 22:07 Uhr von Tommiknocker
 
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zum Thema: Energie: Raketen brauchen viel viel mehr Energie als nur die Lageenergie für die Nutzlast...fast alles geht dafür drauf den Treibstoff nach oben zu bringen...
Dicke des Seils: dicker bringt nix, denn desto schwerer das Seil desto höher sind auch die Kräfte die es aushalten muss...das einzige was intressiert ist also die Reißfestigkeit pro Gewicht...
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27.05.2006 22:13 Uhr von Flying-Eagle
 
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Hmm da stell ich mir: auch die Frage ob man dann den Rotationspunkt der Erde verlagern würde? Immerhin ist die Erde nicht an einem Punkt im Weltall festgemacht. So ein zusätzliches einseitige Gewicht könnte unseren blauben Planeten in seiner Flugbahn beeinflussen. Bildlich dargestellt würde man ein Seil zwischen Mond und Erde spannen, dann wäre der Rotationspunkt zwischen Erde und Mond.

Aber wahrscheinlich ist meine Theorie eh falsch. ;)

mfg
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28.05.2006 00:36 Uhr von Andib
 
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@Matthias1979: Du hättest Gottlieb Daimler, Karl Benz, Albert Einstein, Leonardo Davinci, Pythagoras, Sokrates, Carl Friedrich Gauss, Werner von Siemens, Wernher von Braun, die Brüder Wright, Otto Lilienthal und viele andere sicher auch Spinner genannt. Von daher kannst du dir denken, für was DICH der Rest der Menschheit in 50 Jahren halten wird.

MfG AndiB
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28.05.2006 01:48 Uhr von darkboarder
 
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Dauer In der letzten SN News ist gestanden das die Reise ins All 2 Wochen dauern würde.
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28.05.2006 09:44 Uhr von chrmohr
 
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@rainbringer: Ganz einfach - wenn du mit einem Gegengewicht arbeitest, brauchst du kaum noch Energie.
Also prinzipiell eine Rolle am oberen Ende, am einen Ende des Seils was hochziehen, am anderen Ende das Gegengewicht runterlassen.
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28.05.2006 12:03 Uhr von GimmeAMedic
 
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nicht aufgeben: Idee ist cool, technische Möglichkeiten sind dennoch da :=)

Als ich die Idee das erste Mal hörte, machte ich mir Gedanken über die Realisierung :)

Wie wäre es, wenn man:
Das ganze Projekt auf ein kleines Modell mit einfachen, haushaltsüblichen "Trinkröhrchen" beschränken würde.
Vakuum bedeutet, dass wir einen Sog künstlich herstellen könnten. Steckt man also das Röhrchen in ein Wasserbecken (ausserhalb des Volumens) und den Sog erzwingen kann, würde das gesamte wasser durch die Röhrchen nach aussn (weltall) gesogen werden. Nun die Frage: würde sich das Wasser in gewisser höhe in Eis verwandeln und uns eine gute Basisstruktur für einen Rondellenlift bieten? Bzw. wieviel Wasser benötigt ein XX Kilometer langes Trinkrohr bei einem durchmesser von wenigen millimetern? Und wie stark muss dann der Sog nach Aussen sein?

Fazit:
Es führen verschiedene Wege nach Rom. Dessewgen: Gibt net auf wenn Ihr an einer Kreuzung steht und nicht mehr weiter wisst ;)

Gruss Gam

Ps. Bin offen für weitere Ideen für dieses und andere Projekte :)

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