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Chile: Colonia-Dignidad-Gründer Schäfer muss für 20 Jahre ins Gefängnis

Der aus Deutschland stammende Gründer der berüchtigten Colonia Dignidad, Paul Schäfer, ist von einem chilenischen Gericht des 25-fachen Kindesmissbrauchs schuldig befunden und zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Schäfer konnte nach achtjähriger Fandung im letzten Jahr in Argentinien festgenommen werden und sitzt nach seiner Auslieferung an Chile in Santiago de Chile in Haft. Das Urteil fiel vor dem Gericht im Bezirk der Colonia Dignidad, Letras de Parral.

Der Gründer der sektenähnlichen Gemeinschaft war von Eltern der Missbrauchsopfer angezeigt worden. Bekanntheit erlangte das Lager aber auch durch Berichte von Folter und Mord an politischen Gefangenen der Pinochet-Ära in den Jahren 1973-1990.


WebReporter: vostei
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Jahr, Gefängnis, Grund, Chile, Gründer
Quelle: www.diepresse.com

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.05.2006 13:21 Uhr von tuetensuppe89
 
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Die Strafe ist ja mal echt lächerlich.
20 Jahre dafür, dass er die psyche von 25 Kindern zerstört hat. süß. sowas find ich echt kaputt. Das wird nur noch von der deutschen Justiz getoppt.
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25.05.2006 13:44 Uhr von vostei
 
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@tuetensuppe: der sack ist inzwischen ein alter, 85 isser, womit, sollten die juristen nicht einknicken, der begriff lebenslang in diesem fall durchaus berechtigt wäre...

meiner meinung nach kommt diese strafe nur schlicht zu spät - 1996 hätten sie ihn schon locker einbuchten können. da schon während der pinochet-diktatur klar war, was in in der colonia dignidad ablief.
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25.05.2006 13:58 Uhr von siNEAter
 
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aber es wäre symbolisch gewesen und hätte neue maßstäbe gesetzt hätten sie ihm eine längere strafe verpasst da auch das alter nix mit schuld zutun hat, die jetztige strafe sind nicht mal ein jahr pro geschändetem kind,und das finde ich einfach schlimm
mfg
das yoShi
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25.05.2006 14:08 Uhr von marry jane
 
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aber, ich meine, fünf und fünfund..fünfundzwanzig Oo
25...
FÜNFUNDZWANZIG???
und dann dafür *flüster* 20 Jahre...
*kopfschüttel*
das ist einfach nur ...

alter Schwede, das ist einfach nur...
Mir fehlen tatsächlich einmal die Worte :-{
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25.05.2006 14:34 Uhr von nickmck
 
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@ vorredner: nur mal so, ist mir schon öfter aufgefallen dass alle hier immer härtere strafen fordern und so, daher meine frage - durchaus ernst gemeint:

meint ihr zwanzig jahre knast sitzt man mal eben so auf der linken backe ab?

hört sich ja so an als ob der schäfer sich jetzt einen ins fäustchen lacht...

naja, wie auch immer, denkt mal drüber nach
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25.05.2006 19:53 Uhr von Kampfpudel
 
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@nickmck: Es geht um das generelle Strafmaß. Dieses ändert sich nicht einfach mit dem Alter des Angeklagten.
Ein 30-jähriger, der 25 Kinder mißbraucht, bekommt auch nur 20 Jahre, und das ist die Schweinerei. Der kommt mit spätestens 50 Jahren wieder raus und macht wahrscheinlich weiter.
Nicht die anderen sollten nachdenken, sondern Du...
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25.05.2006 20:06 Uhr von vostei
 
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Hallo? es geht hier um einen Typen, wo es fast schon ein Wunder ist, dass es überhaupt zu einer Verurteilung kam - die haben sechs Jahre lang rumgemacht und ihn erst mal entkommen lassen...

die Missbrauchsgeschichte, da haben sie ihn dran gekriegt - der zigfache Mord im Auftrag vom Pinochet, da gabs nix für - und den Pinochet haben sie auch mehr oder weniger locker unter Aufsicht gestellt wg. zu alt...- da muss man sich aufregen.
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25.05.2006 20:20 Uhr von maki
 
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Und den CDU-Besuchern aus der BRD: konnte man nix nachweisen?
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25.05.2006 20:27 Uhr von Schwertträger
 
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@Kampfpudel: Unsinn !! Wäre in diesem Fall ein 35-jähriger betroffen, würde geprüft, ob eine Wiederholungsgefahr besteht und dann würde - nebst der Behandlung während der 20 Jahre - danach die Behandlung fortgesetzt, ggf. in der geschlossenen Abteilung der Psychiatrie.

Wenn Du in jedem Fall davon ausgehst, dass der Mann weiter macht, müsstest Du in jedem solcher Fälle tatsächlich real lebenslänglich verhängen (bis derjenige im Gefängnis verstirbt).

Damit widersprichst Du aber dem Ansinnen unseres Rechtssystems, eine Besserung zu erreichen.
Und es gibt ja schliesslich durchaus Fälle, wo nach verbüsster Strafe ein neuer und gehielter Mensch das Gefängnis verlässt. Von denen hört man nur nichts. Aber es gibt sie.


Und bevor jetzt wieder der beliebte Einwurf kommt, ich solle mich doch mal fragen, was ich machen würde, wenn meine eigene Tochter betroffen wäre:
Dann würde ich gar nichts machen und auch nicht dürfen, und das wäre gut so.
Denn wahrscheinlich wäre ich anfangs angefüllt mit Wut und Rachegedanken, was beides keine guten Voraussetzungen zur Beurteilung einer Straftat sind und schon gar nicht zur Festlegung eines Strafmasses.
Das ist der Grund, warum man auf die Unbefangenheit eines Richters Wert legt!!!

Ich wäre schlichtweg nicht objektiv und damit nicht stimmberechtigt.

Wenn ich manches hier lese, denke ich mir, es ist gut, dass sehr viele hier es von Anfang an nicht sind (stimmberechtigt in solchen Fällen, meine ich).
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25.05.2006 20:43 Uhr von Luzifers hammer
 
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Die Strafe: Kommt über 30 Jahre zu spät.

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