25.05.06 08:25 Uhr
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Judas-Evangelium erscheint in deutscher Sprache

Das so genannte Judas-Evangelium, das für so viel Furore gesorgt hatte, wird bald auch auf Deutsch zu lesen sein. Der White Star Verlag bringt die Übersetzung im Juni heraus. Die koptische Handschrift deutet den "Judas-Verrat" auf eine neue Weise.

Der Archäologe Rodolphe Kasser aus der Schweiz und der Theologe Gregor Wurst aus Augsburg sind die Herausgeber. Das "Evangelium des Judas", so der deutsche Titel, bringt neue Erkenntnisse über das Denken in der Zeit des frühen Christentums.

Für abschließende Interpretationen sei es aber noch zu früh, so Stephen Emmel, Professor für Koptologie in Münster. Die katholische Kirche werde die Schrift aber sicher nicht offiziell anerkennen.


WebReporter: thothema
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Deutsch, Sprache, Evangelium
Quelle: tagesschau.sf.tv

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.05.2006 22:20 Uhr von thothema
 
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Spannend ist es allemal, so alte Schriften zu lesen. Und eines ist doch sicher. Das Wort Gottes ist eben von Menschen gemacht mit dem jeweiligen Hintergrund der Zeit. Das scheint mir auch nicht schlimm oder verwerflich. Wir sind ja auch ein Teil der Schöpfung und dadurch (manchmal) eben auch ihr "Sprachrohr".
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25.05.2006 09:22 Uhr von sanero2135
 
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Sicherlich interessant: Da darf man gespannt sein was dort alles für neue Informationen ans Tageslicht kommen. Mittlerweile gibt es ja soviele neue Informationen in diesem Bereich, das man die Geschichte wirklich umschreiben müsste. Nur leider fehlen, wie so oft die Beweise. So wird es hierüber auch wieder sehr viele Theorien und Vermutungen geben.
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25.05.2006 09:43 Uhr von Koyan
 
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Krank... Sorry, aber das ist nur Krank. Mehr sage ich mal nicht...
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25.05.2006 10:52 Uhr von Cenor_de
 
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Judas ;): Eine wirklich interessante Figur.
Jesus Lieblingsjünger und engster Vertrauter.

Operation Wiederauferstehung:

Schritt 1:
Jesus erteilt seinen Jüngern einen Freibrief zur Feigheit "Noch ehe der Hahn dreimal kräht..." Er kennt ja seine Papenheimer. Ihr fortbleiben ist sehr wichtig.

Schritt 2:
Die Römer werden geholt. Zwei Männer geben sich den Bruderkuss. Einer von beiden wird verhaftet. Für die Römer sehen alle Juden gleich aus.

Schritt 3:
Zwei Männer sind verschwunden. Einer taucht nie wieder auf. Selbstmord minkelt man.
Der andere läuft quietschvergnügt duch die Gegend.

Wer von beiden starb am Kreuz?

Hätten Bagwan oder Reverent Moon jemanden gefunden, der für sie stirbt?
Werfen wir einen Blick auf Waco-Texas.

Ich denke Jesus wollte sich nur in seine Finca verpissen.
(aufgefahren in das Reich Gottes - nennt das die Bibel)

Er konnte ja nicht ahnen, daß er zufälig noch welche von seinen alten Kumpels auf der Strasse trifft, und was Paulus daraus für einen Geschichte strickt.

Wenn ihr also das nächstemal ein kruzifix seht, fragt Euch mal ob nicht jeder andere Jude auch das vorbild für den blonden Europäer liefern könne, der dort am kruez hängt ;)

Denn wir wissen ja. Meistens kommen sie nicht wieder.
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25.05.2006 11:12 Uhr von das dingens
 
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hoffentlich: keine tagebücher ente :-)
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25.05.2006 11:21 Uhr von Helmut der erste
 
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Alles halb so wild: Ich finde es immer interessant sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. So ist auch dieses Schriftstück vor allem unter historischen Gesichtspunten interessant. So wurden in den christlichen Urgemeinden immer wieder Schriftstücke mit Namen herausgegeben, die z.B an Apostel erinnerten. Keiner der vier kanonischen Evangelisten (also Matthäus, Markus, Lukas und Johannes) war ein Apostel.

So handelt auch dieses Evangelium zwar von dem Apostel oder heißt es Ex-Apostel) Judas, aber es wurde mitnichten direkt von Judas Iskariot geschrieben. Direkt sage ich hier, weil ich mal gelesen habe, der Autor habe sich als Reinkarnation von Judas betrachtet und daher die Informationen bezogen. Die Entstehungszeit dieses Evangeliums wird übrigens auf ca. 150 nach Christus geschätzt und ist damit sogar jünger als das Johannes-Evangelium (ca. 100 na).

Das Judas-Evangelium gilt als Evangelium einer anderen christlichen Richtung, den sogenannten Grostikern (Wissenden). Die Gnostiker waren ebenfalls Christen, die aber teilweise andere Auffassungen hatten als die Ur-Katholiken. Von daher ist es auch logisch und nachvollziehbar, dass diese in ihren Chrisften besondders herauszustellen versuchten, dass die Apostel um Petrus nicht die reine Lehre verbreiten. Genauso haben die Ur-Katholiken sich natürlich von diesen Schriften distanziert und sie als falsch bezeichnet.

Das Judas-Evangelium wird somit an der Interpretation der heutigen Kirche nichts ändern. Die Kirche hat bereits vor 1800 Jahren gesagt, diese Schriften wären falsch und wird keinen Grund haben diese Meinung zu ändern.
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25.05.2006 11:30 Uhr von vostei
 
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dafür, dass das Update auf Version 06: nun schon mehr als 1200 Jahre auf sich warten lässt, könnte man die Bibel fast schon als eine der ersten Open-Source-Anwendungen ansehen...
*g*

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