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Graz: Autofahrerin geköpft - Kranarm auf LKW riss PKW-Dach ab

Eine 47-jährige Autofahrerin wurde Opfer eines schrecklichen Unfalls. Auf einer Landstraße zwischen den Orten Deutschlandsberg und Preding in der Weststeiermark kam der Frau ein LKW mit einem Kran entgegen.

Als der den Kranarm haltende Gurt in einer Rechtskurve riss, knallte der Kranausleger in die Windschutzscheibe des entgegenkommenden PKW. Durch die unheimliche Wucht des Aufpralls wurde das Autodach und der Frau der Kopf abgerissen.

Wie der LKW-Fahrer aussagte, hatte er nur ein lautes Krachen gehört und sein Fahrzeug gestoppt. Polizisten und Feuerwehrleute waren bei der Bergung der Toten geschockt. Hinterbliebene der Ehefrau mussten psychisch betreut werden.


WebReporter: LuckyBull
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Autofahrer, LKW, PKW, Dach, Graz
Quelle: www.nachrichten.at

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30 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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23.05.2006 11:15 Uhr von LuckyBull
 
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Grausam, so ein unglücklich verursachter Tod, der so unvermittelt eintritt. Die Angehörigen tun mir unheimlich leid; aber wer hat hier letztlich Schuld ? Der den Schwenkarm befestigt hat ? Oder der Hersteller des Spanngurtes, der riss ?
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23.05.2006 12:25 Uhr von Kulle78
 
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Krasse Sache: Also ich möchte da nicht vor Ort sein müssen, stell mir das Ganze ein wenig zu krass vor, ist halt was anderes, ob man solch schlimme Sachen im TV/Kino sieht oder es vor einem passiert ist...
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23.05.2006 12:55 Uhr von Un4given
 
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Rettungssanitäter: möchte ich auch nicht sein wenn ich so was lese. Respekt vor allen die so einen Job machen müssen.
Gut, daß niemand weiß wann ihm der Sensenmann ins Gesicht blickt.
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23.05.2006 13:19 Uhr von Schwertträger
 
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Muss eigentlich immer jemand Schuld haben?? Können wir heutzutage nicht mehr einfach akzeptieren, dass manche Dinge einfach passieren??

Wenn man jetzt irgendjemanden dafür anklagt, dass er einen vielleicht schon älteren Spanngurt nicht mehr hätte verwenden dürfen, macht das die Frau auch nicht wieder lebendig.
Und den Angehörigen hilft es auch nicht wirklich, kurzfristig ihre Trauer in Zorn auf den Verursacher umzuwandeln. Wenn der verraucht ist, ist die Leere, die zurück bleibt, nur noch grösser.
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23.05.2006 13:20 Uhr von umn
 
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@ Un4given: @Un4given
Danke, auch im Namen meiner unzähligen Kollegen.

Wenn man diesen Beruf macht, gibt es am Anfang eine Zeit, wo man bei einigen Einsätzen zu sich selbst sagt: "Das war jetzt aber das schlimmste." Dann aber merkt man, dass es immer noch eine Steigerung gibt und auch wenn man gewisse Dinge häufiger zu sehen bekommt, man ist nicht immer psychisch auf einige Situationen vorbereitet. Ich persönlich bin froh, dass ich etwas ähnliches bisher im Einsatz noch nicht erleben musste.
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23.05.2006 13:25 Uhr von OldWurzelsepp
 
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@ Schwertträger:: Das macht man, damit soetwas nicht wieder passiert. Ein LKW Fahrer Fahrzeugs verantwortlich. Für Dinge die er nicht überprüfen kann , gibt es den TÜV. Wenn der oder der Hersteller des Sicherungsseils geschlampt hat, dann muss jemand zur Rechenschaft gezogen werden. Tut man das nicht wird weiterhin keiner genau auf den technischen Zustand schauen, weil man ja sowieso keine Konsequenzen tragen muss.
Wenn hier der wirklich Verantwortliche angemessen bestraft wird, werden Fahrer, TÜV Prüfer und auch die Hersteller des Spanngurtes in Zukunft genauer schauen.
MfG
OldWurzelsepp
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23.05.2006 13:38 Uhr von Grabschi
 
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Das: hört sich aber jetzt nach Final Destination an!
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23.05.2006 13:42 Uhr von noobgen
 
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@Grabschi: Geschmacklos!

... Allerdings is mir auch als erstes Final Destination in den Sinn gekommen.
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23.05.2006 14:00 Uhr von Schwertträger
 
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@OldWurzelsepp: Ja natürlich! Ich sage ja auch nicht, dass man überhaupt nicht danach schauen soll, was genau die Ursache war. Das ist selbstverständlich, dass das untersucht wird.

Aber es gibt auch eine gewisse Grenze, und die wird heutzutage oftmals weit überschritten.

Es gibt verantwortungslose LKW-Fahrer, Spediteure, Ladehelfer, TÜV-Prüfer und vielleicht auch verantwortungslose Herstellerarbeiter/-angestellte von Spanngurten, aber gesetzt den Fall, dass all jene im normalen (!) Rahmen ihrer Aufmerksamkeit gearbeitet haben, müsste man eine Schuldfrage einfach mal kappen.
Das passiert heute aber sehr selten, weil finanzielle Interessen dahinter stehen.

DARAUF wollte ich hinaus. Und auf die Tatsache, dass die Frage nach dem "Wer hat Schuld?" eben eigentlich nicht die erste Frage ist.
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23.05.2006 14:38 Uhr von webschreck
 
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Wer hat die Schuld? Auto rast gegen Baum. Fahrer tot. hat nun das Auto oder der Baum die Schuld? - Wirklich, es nervt, immer nach der Schuldfrage zu suchen, weil viele Ereignisse unvorherbar sind. Hier hat mal eine Fußgängerin an der Ampel gewartet, weil "Rot" war. In diesem Moment versagten bei einem Pkw die Bremsen, er donnerte gegen die Ampel. Diese erschlug die Frau. Hatte sie die Schuld, weil sie dort stand?

Ich selbst habe jahrelang Lkw gefahren und war sehr auf Sicherheit bedacht. So habe ich jede Woche den Sitz der Radmuttern kontrolliert. Dennoch habe ich eines Tages ein Zwilligsrad verloren. Ursache: Die Löcher in der Felge haben sich unbemerkt ausgeschlagen, was ich hinter der Mutter natürlich nicht sehen konnte. Dennoch wäre ich schuldig gesprochen worden, wäre etwas passiert - und das trotz aller Sorgfalt! Die Ursachen müssen natürlich ermittelt werden, aber es hat nicht immer jemand die Schuld!
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23.05.2006 14:38 Uhr von adsci
 
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@Schwertträger: Menschlichkeit in allen Ehren... aber auch das was Du versuchst zu sagen, würde nach sich ziehen, dass Leute solche Schlüpflöcher ausnutzen. Wie soll man denn auch bestimmen, dass jemand verantwortungsbewusst gearbeitet hat? kann steckt ja nicht drin. und lügen kann jeder.

ich finde diese Suche nach Schuldigen, selbst wenn jemand nach reinem Gewissen alles gemacht hat, immer noch besser, als wenn irgendwer schlampig arbeitet, weil ihm sowieso keiner richtig beweisen kann, dass er extra schlampig war.

der Grund warum man in solchen Situationen nicht menschlich handeln kann ist, dass der Mensch an sich oft nicht menschlich handelt. Wenn immer alle ehrlich und fleissig wären würden wir weltweit in einem wundervollen Paradies leben, Wohlhaben im Überfluss, gesunde Natur, etc...

aber so is der mensch leider nicht. wenn man eine Millionen gesetzestreue bürger in ein reservat sperren würde gäbe es spätestens eine generation später wieder einen der es ausnutzt, dass alle anderen ehrlich sind...

zum kotzen, aber wahr.
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23.05.2006 14:43 Uhr von Starlett
 
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Igitt, kotz und bäh! Boah... das is ja wie aus einem drittklassigem Horrorfilm.... *schüttel*
Aber das is wirklichkeit... BÄHRG... das muss ich jetzt erst mal verarbeiten.....
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23.05.2006 15:49 Uhr von Schwertträger
 
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@adsci: Noch nicht ganz: Ja, "Menschlichkeit" geht in die richtige Richtung, der gesetzliche, aus dem alten Vertragsrecht stammende Begriff "Treu und Glauben" trifft es aber noch eher.

Ein Beipiel: Jemand stellt bei knochentrockenem Wetter eine Leiter an ein Haus, auf sandigem Boden. Die Leiter steht sicher, er benutzt sie selber mehrmals und arbeitet oben am Dach.
Plötzlich beginnt es sintflutartig zu regnen, der Mann bleibt oben, rettet sich unter eine Plane. Es regnet weiter und da es noch keine Regenrinne gibt, rinnt das Wasser von einem Seilzugbalken herunter, immer auf dieselbe Stelle, bis sich ein Rinnsal bildet, das schnell grösser wird. Dieses Rinnsal fliesst in Richtung Leiter. Nach sehr kurzer Zeit ist sie unterspült und steht nicht mehr sicher. Just zu der Zeit, als sie endgültig beginnt zu rutschen, geht ein anderer Arbeiter am Haus vorbei und bekommt die Leiter auf den Kopf, was Verletzungen nach sich zieht.
Wer hat da Schuld? Der erste Mann, weil er die Leiter oben nicht noch befestigt hat (meines Wissens nicht in jedem Fall vorgeschrieben) ?? Der Leiterhersteller? Der Bauherr, weil er keinen geeigneten Aufstellboden bereitstellt?, Der zweite Mann, weil er nicht sorgfältig genug ging?

Es gab schon immer Vorfälle, die auf höhere Gewalt hinaus liefen und auch so zu den Akten gelegt wurden. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass in der Vergangenheit weniger auf Moral geachtet wurde als heutzutage, also aus diesem Grund weniger nachdrücklich gesucht wurde.

Heutzutage aber wird aus rein finanziellen Gründen immer häufiger so lange "gesucht", bis es so etwas wie einen Schuldigen gibt, selbst wenn das Ganze konstruiert und unlogisch wird, ..... weit über das hinaus, was zwecks Prävention einer Wiederholung desselben Unglücks notwendig wäre.

Die 70iger Zonen trotz eigener Abbiegespur an manchen Bundesstrassen sind ein gutes Beispiel. Sie wirken meist nicht präventiv (die Leute fahren trotzdem auf, boder dem Geradeausverkehr vor die Karre), aber die Kosten lassen sich besser verteilen, weil man fast immer jemandem nachweisen kann, dass er die 70 nicht eingehalten hat. Mit Schuld hat das nicht viel zu tun.


Nochmal, ich würde logischerweise auch den Gurt untersuchen, sowie auch den Kran selber, logisch, aber wenn sich da nichts ergibt (beides also zuvor in Ordnung war), ....
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23.05.2006 15:58 Uhr von andrebauer
 
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gibt´s irgend wo Bilder ??? hier... falls jemand bilder findet ... her damit :-) !!!
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23.05.2006 16:38 Uhr von normalo78
 
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@andrebauer: Du bist geschmacklos!

@Schwertträger: Zu Deiner Geschichte: Weiß doch jeder, daß unter einer Leiter lang gehen Unglück bringt ;).

Ne aber jetzt mal im Ernst. Manchmal hat keiner Schuld, aber wenn es eindeutig einen Schuldigen gibt, und davon gehe ich bei diesem Unfall aus, dann muß er bestraft werden. Zur Buße und auch damit andere in Zukunft besser aufpassen. Stell Dir einfach mal vor, es wäre jemand aus Deiner Familie/Bekanntenkreis gewesen, der auf so unglaublich grausame Weise sterben mußte.

Rettungssanitäter würde ich auch nicht sein wollen. Unglaublich, was sie alles ertragen (müssen). Mein Respekt und meine Bewunderung.

Gruß
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23.05.2006 17:13 Uhr von The_Nothing
 
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Schuldfrage würde ja auf fahrlässige Tötung hinauslaufen, und das ist meiner Meinung nach ein Tatbestand, der oftmals mehr als konsruiert wird. Klar gibt es eindeutige Fälle (Trunkenheitsfahrt oder so), wo man auch bestrafen muss, aber in anderen Fällen ist das einfach nur abwägig.

Der Mensch ist nun einmal Mensch und übersieht Dinge, solange man aber nicht wirklich grobe Fehler begeht, ist die Frage nach einer Schuld meiner Meinung nach müßig, denn wir sind nun einmal keine Computer, zumal bei Materialermüdung die Materialien von außen meist trotzdem völlig intakt wirken...
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23.05.2006 17:14 Uhr von Schwertträger
 
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@normalo78: Hab´ ich doch: Bevor ich mein Posting schrieb, habe ich mir GENAU DAS vorgestellt: Das es ein Mitglied meiner Familie wäre.
Weil ich solche Einwände schon vorhersehe!

Genau deshalb habe ich es dann geschrieben.

Warum geht hier eigentlich jeder davon aus, dass ich mir diese Vorstellung nicht gemacht hätte ??
Das ist der erste Schritt!!

Und davon ausgehend kann ich sagen, dass ich a) mich aus der Schuldigen-Frage als Betroffener komplett ausklinken würde, weil ich nicht objektiv wäre und b) mit Sicherheit niemanden dafür ans Kreuz nageln wollen würde, weil ich weiß, dass die meisten Menschen so etwas nicht absichtlich durch irgendwelche Schlampigkeit herbeiführen.

Und falls doch der Fahrer oder Spediteur für solche Schlampigkeit bekannt wäre, würde sich das schnell genug heraus stellen. Dann würde ich mich aber trotzdem als Betroffener heraus halten, .... immer noch aus Gründen mangelnder Objektivität.

Übrigens 1: Zitat " ..., aber wenn es eindeutig einen Schuldigen gibt, und davon gehe ich bei diesem Unfall aus,...."
Wieso gehst Du bei diesem Unfall davon aus?

Übrigens 2: Grausam war die Geschichte nur für die Rettungskräfte, für die Frau ging es ganz schnell.

Wenn ich meine Todesart wählen könnte, würde ich so etwas wählen. Das Ist auf jeden Fall besser als mehrere Herzinfarkte (bevor der letzte dann endlich final ist), ein schleichender Krebstod oder die normale Altersunzurechnungsfähigkeit.
Vielleicht nicht schon mit 47, aber sonst....
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23.05.2006 18:23 Uhr von normalo78
 
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@Schwertträger: Weißt Du, ich bin sicher niemand, der hysterisch schreiend "Gerechtigkeit" verlangt, aber ich glaube nicht, daß ich in einer solchen Situation die Gelassenheit hätte, mich da vollkommen rauszuhalten. Bist absolut sicher, daß Du das wirklich könntest?

Zur Grausamkeit, sicherlich war das ein schneller Tod, aber Köpfen empfinde ich trotz allem als grausam. Über die andere von Dir beschriebene Art des Sterbens kann ich ein Lied singen. Meine Oma ist letzte Woche gestorben (über 80jährig). Nach drei Herzinfarkten und als Todesursache Krebs. Die Diagnose hatte sie seit 1,5 Jahren und trotzdem sie hat gekämpft und ein relativ lebenswertes Leben gehabt, bis zum Schluß. So konnte sie alles für sie Wichtige regeln (sogar ihre eigene Trauerrede hat sie diktiert, sie hat sich nie gerne etwas aus der Hand nehmen lassen). Dank Patiententestament hat sie verhindert, an Maschinen angeschlossen zu werden. Das wäre das einzig Grausame für sie gewesen. Du siehst, grausam oder nicht, liegt im Auge des Betrachters.

Gruß
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23.05.2006 19:07 Uhr von webschreck
 
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@ Schwertträger: Was ist für Dich normale Altersschwachsinnigkeit? Ich finde, daß Du hier ein wenig Vorurteile hast. Ich kenne viele junge Leute, die viel schwachsinniger sind, als manche alten! Und ich meine nicht die Erfahrung!
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23.05.2006 19:11 Uhr von Us-Diego
 
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Möcht ich net erleben: @Schwertträger: "Schnell" ging es nicht. Man hat rausgefunden das ein Kopf der vom Körper abgetrennt ist ~1 Minute lang noch auf Reize und Bewegungen reagiert.Nach ~3 Minuten ist er dann vollkommen leblos bzw. endgültig tot.

Zu den News: Sowas möcht ich selber net erleben, z.b. als Beifahrer. Mein Beileid.
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23.05.2006 19:13 Uhr von Us-Diego
 
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Sry for spam, aber ich mein natürlich normalo.
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23.05.2006 19:50 Uhr von normalo78
 
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...um so schlimmer... :(
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23.05.2006 21:52 Uhr von Schwertträger
 
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@Us-Diego: @US-Diego: Eine Minute ist aber trotzdem immer noch recht wenig im Vergleich zu den wahnsinnigen Schmerzen, die Krebs auslöst, oder sonstige unagenehmen Todesarten, die viel länger dauern, oder Dir zumindest mehr Zeit zum Nachdenken lassen. ;-)

Ich habe keine Ahnung, was einem abgetrennten Kopf noch so an Gedanken kommt, wieviel Schmerz er empfindet und wieviel von der normalen Schockfunktion abgedämpft und weggefiltert wird (werden wir wohl auch so schnell nicht erfahren), aber ich würde trotzdem als Todesart so etwas wählen.

Für mich ganz persönlich besitzt so ein plötzlicher Unfalltod halt wesentlich weniger Abschreckungspotential als irgendein Krankheitstod.
(Halbes Ersticken durch Lungenentzündung und auch durch Asthma habe ich beipielsweise schon hinter mir. Ein Erstickungstod ist seitdem in meiner persönlichen Beliebtheitsscala weiter nach unten abgerutscht). :-)
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23.05.2006 21:57 Uhr von Schwertträger
 
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@ormalo78: Du hast schon Recht, Grausamkeit zu definieren, liegt im Auge des Betrachters.

Von aussen gesehen, schauen wir beide da sogar aus der gleichen Richtung auf´s Geschehen. Köpfen finde ich auch grausam. :-)
Geköpft werden (sauber, schnell, nicht langsam abgeschnitten wie in den Hinrichtungsvideos aus dem Irak) sehe ich für mich selber als nicht so grausam an.
Aber das ist "Geschmackssache"....

...
..ähm...
..nicht, dass man für gewöhnlich viel Einflussnahme darauf hätte, aber .... wenn man mir die Wahl liesse, wie ....
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23.05.2006 22:11 Uhr von Schwertträger
 
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@Webschreck: Normale Altersunzurechnungsfähigkeit, nicht Altersschwachsinnigkeit. Der-/Diejenige muss nicht schwachsinnig sein.

Damit meine ich den schleichenden Prozess, den ich gerade bei meiner Oma und einem meiner Elternteile beobachte (und etlichen anderen alten Leuten in der Umgebung),
- bei dem Stück für Stück irrationale Ängste Oberhand über das rationale Denken gewinnen,
- die Erinnerungslücken so gross werden, dass Zusammenhänge verfälscht oder gänzlich unkenntlich werden,
- dadurch die emphatische Verständigungsebene zu jüngeren Generationen in immer kleiner werdenden Abständen zum eigenen Alter zerstört wird,
- der eigene Selbstschutzmechanismus die körperlichen Unzulänglichkeiten überkompensiert und eine vernünftige Aussenkommunikation unmöglich macht,
- eben dieser Mechanismus aber auch gleichzeitig die selbstschmeichlerische Innenkommunikation (teilweise offen durch Selbstgespräche) hochfährt und paranoide Strukturen etabliert.

Diese ganzen Dinge (und noch mehr, wenn ich nachdenke), die in einem sozial isolierten, schwerhörigen und oft gehunfähigen, seelisch unzufriedenen Menschen enden, die meine ich.
Und sie befallen die Mehrheit.
Da der zentrale Körper Dank moderner Lebensweise immer länger durchhält, bekommt er halt noch mit, wie die Peripherie kaputt geht und muss damit leben.
(Klar gibt´s auch Ausnahmen, aber die Regel kann man sich in einem beliebigen Altersheim anschauen).

Ich würde es vorziehen, in dem Moment abzutreten, wo ich voll im Schwung bin. Einmal, weil einen dann die Leute genau so in Erinnerung behalten und zum anderen, weil ich generell der Meinung bin, dass man nicht alles bis zum bitteren Ende auskosten muss. :-)

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