22.05.06 13:33 Uhr
 3.311
 

Neue Erkenntnisse in der Schizophrenieforschung

Amerikanische Forscher fanden in einer Studie heraus, dass an Schizophrenie erkrankte Patienten erhebliche Schwierigkeiten damit haben, die nonverbale Kommunikationsebene der Menschen zu entschlüsseln. Mimik und Gestik bleiben einfach unverstanden.

Die Folge seien tief greifende Probleme in ihrem sozialen Umfeld glauben die Forscher. Dadurch stellt dich denen nun die Frage, ob und wenn ja, wie Patienten eben dieses erlernen können.

Weiter zu untersuchen sei, welche Hirnregionen für die Aufgaben verantwortlich seien und ob andere Regionen diese Übernehmen können. Ebenso wollen sie nach Medikamenten forschen, die diese Defizite beheben können.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: metaphysiker
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Erkenntnis, Schizophrenie
Quelle: www.wissenschaft.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Nach BGH-Urteil: Kaum Chancen auf Schmerzensgeld für Brustimplantat-Opfer
Gin Tonic soll vor Mückenstichen schützen
Hoffnung für Krebspatienten: Methadon kann Tumorwachstum stoppen

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
22.05.2006 13:31 Uhr von metaphysiker
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Man kann nur hoffen, dass sie Erfolg haben, wobei ich dem Einsatz von Medikamenten in solchen Situationen persönlich sehr kritisch gegenüber stehe. Eine psychische Erkrankung durch eine medikamentöse Behandlung Herr zu werden ist zumindest doch etwas fragwürdig.
Kommentar ansehen
22.05.2006 15:52 Uhr von takka
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Autor: Schizophrenie ist eine psychiatrische Erkrankung und keine psychische. Da besteht ein großer Unterschied. Informier dich bitte mal darüber (Stichworte Psychose/Neurose). Eine medikamentöse Behandlung ist sicherlich nicht die ultima ratio, aber es ermöglicht den Betroffenen, ein halbwegs normales Leben zu führen. Ein begleitende Psychotherapie ist sicherlich sinnvoll, eine psychiatrische Überwachung unbedingt nötig, da der Patient es in aller Regel nicht selber merkt, wenn wieder ein Schub kommt, daher sollte auch das Umfeld des Patienten entsprechend sensibilisiert sein. Die Krankheit kann auch nur in einem Schub auftreten und danach nie wieder, die Erscheinungsbilder sind vielfältig. Unabdingbar ist aber auch die öffentliche Diskussion und Information, damit solche Krankheiten nicht weiter im Schatten eines riesigen Tabus stehen, sondern man in aller Öffentlichkeit offen dazu stehen bzw darüber reden kann. Leider wird das sehr vernachlässigt, so daß diese Kranken sich oft schämen, überhaupt von psychiatrischen und psychischen Erkrankungen betroffen zu sein, obwohl man gerade dafür nichts kann. Gegen Infektionskrankheiten kann man sich in aller Regel irgendwie schützen, gegen Psychosen, Neurosen etc nicht. Die Akzeptanz in der deutschen Bevölkerung ist leider sehr gering, auch die (öffentlich-rechtlichen) Medien nehmen ihren Aufklärungsauftrag nicht sehr gut wahr, meist wird sogar eher das Tabu gestärkt, zu Gunsten reißerischer Überschriften und Artikel werden Einzelfälle herausgegriffen, die mit der Allgemeinheit psychiatrisch und psychisch Erkrankter eher nichts zu tun haben.
Ist zwar jetzt ein wenig Offtopic geworden, aber das mußte einfach mal gesagt werden, da auch hier immer wieder Volks- und Halbwahrheiten über solche Erkrankungen verbreitet werden und damit Erkrankte nur noch weiter diffamiert werden.

Gruß, Tom
Kommentar ansehen
22.05.2006 18:10 Uhr von metaphysiker
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@takka - DANKE: Sehe das KINESWEGS als Offtoppc an!!!
Danke für die Richtigstellung, dass ist tatsächlich ein bedeutender Unterschied!! Da stimme ich dir voll und ganz zu!

mFg, Tom!
Kommentar ansehen
22.05.2006 19:58 Uhr von Hirnfurz
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Kleine Korrektur: "Dadurch stellt dich..." äh SICH oder? ;-)

@ topic:
Is echt interessant, aber der Meinung des Autors schliesse ich mich an, selbst bei Depressionen muss man jetzt noch rumdoktorn, wobei es schon seit Jahren bekannt ist, daß es eine psychische Krankheit ist.
Kommentar ansehen
22.05.2006 20:29 Uhr von funk0r
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@takka: wtf is ne psychiatrische erkrankung...hoer ich jetz zum ersten mal.

soweit ich weiss, is nen psychiater, ein arzt, der ne zusatzausbildung zum psychologen gemacht hat. so quereinsteiger. deswegen darf der auch jemanden medikamentoes einstellen. ein psychologe nicht.

achja, zu dem ansatz mit medikamenten. bei schizophrenie is es oft nicht moeglich, ohne zumindest als einstieg ne medikation fuer den erkrankten durchzufuehren.

so far
Kommentar ansehen
23.05.2006 10:31 Uhr von meebo
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@ takka: Deine Begriffsdifferenziererei ist meiner Meinung nach nicht ganz korrekt. Es gibt selbstverständlich einen Unterschied zwischen Psychologie (die Lehre vom Bewusstsein/seelischen Vorgängen, jedoch nicht auf das pathologische Beschränkt) und der Psychatrie (Fachgebiet der Medizin, dass sich mit der Therapie und Prävention der krankhaften Psyche beschäftigt).

Krankheitsbilder der Psyche werden in der Psychatrie (>>weswegen imho beide Begrifflichkeiten richtig sind) werden in organisch, endogen und psychogen unterschieden.

Organisch sind dabei solche, die sich auf eine Veränderung im somatischen Bereich zurückführen lassen, also z.B. das atrophierende Gehirn im Falle einer Demenz, Psychosen bei Alkohol-Abusus etc.

Endogen sind solche, bei denen die erbliche Disposition eine Rolle spielt, hierzu werden auch die Schizophrenie und z.B. das manisch-depressive Syndrom gezählt.

Psychogene Krankheitsbilder sind bisher noch nicht endgültig geklärt, man vermutet aber ganz in Freud´scher Art dass verdrängte Probleme unbewältigte Konflikte aus der Kindheit etc. als Ursache zu bennen sind - Beispiele hier sind Zwangsneurosen bzw. Phobien und andere Angststörungen.

Von daher denke ich, dass der Begriff endogene psychische Erkrankung eben so richtig ist (da ja die Psyche erkrankt ist) wie psychatrische Erkrankung, da die auf dem Fachgebiet der Psychatrie behandelt wird (genauso wie ein Herzinfarkt eine internistische oder ein Apoplex eine neurologische Erkrankung ist).

Gruß,
meebo
Kommentar ansehen
23.05.2006 10:38 Uhr von metaphysiker
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@all - THNX: Danke noch mal an alle die sich hier an der Aufklärung des Begriffwirrwarrs beteiligen und so zu einem besserem Verständniss und einer genaueren Richtigkeit beitragen!!

Finde ich *TOP* ... DANKE NOCH MAL!!! :)

mFg, Tom!
Kommentar ansehen
23.05.2006 23:43 Uhr von md2003
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
also dann müsste man doch dank dieser neuen Erkenntnis Schizophrenie viel leichter diagnostizieren können.
Kommentar ansehen
23.05.2006 23:56 Uhr von Borgir
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
sind: "psychiatrische erkrankungen" wirklich erkrankungen oder vedienen psychiater und psychologen und natürlich die pharmaindustrie einfach nur geld an den nicht-normalen macken von einigen menschen? das ist hier die frage.

"erkrankungen" von sogenannten "ärzten" (psychiater) zu "behandeln", die nicht einmal verstanden werden, ursachen weitestgehend im dunkeln liegen ist das eigentlich schwachsinnige. krank ist nicht der, der anders als die masse ist, krank ist die masse, die aus einem nicht normalen einen kranken macht.

Refresh |<-- <-   1-9/9   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Nach Attentat-Anspielung: Donald Trump will, dass Disney Johnny Depp feuert
Fußball: Gesamtes russisches WM-Team von 2014 war angeblich gedopt
Gesetz in Missouri: Arbeitgeber dürfen Frauen entlassen, die verhüten


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?