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Berliner Hauptbahnhof: Architekt von Gerkan will Eröffnung boykottieren

Meinhard von Gerkan, Architekt des neuen Berliner Hauptbahnhofes, will zur Eröffnungsfeier nicht erscheinen, da Bahnchef Mehdorn den Entwurf verändert habe und damit die Architektur banalisiert wurde; Mehdorn würden nur seine Börsenpläne interessieren.

Von Gerkan meint, der Ruf des Landes werde durch die eigenmächtigen Entscheidungen Mehdorns geschädigt. Seiner Meinung nach müssten die Verkürzung des Glasdaches und die Änderung einer Decke rückgängig gemacht werden.

Werden diese "Kinderkrankheiten" nicht behandelt, will der Architekt bei der Eröffnung am 28. Mai nicht teilnehmen.


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WebReporter: Landschaftsarchitekt
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Berlin, Eröffnung, Hauptbahnhof, Architekt
Quelle: www.netzeitung.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.05.2006 03:25 Uhr von Landschaftsarchitekt
 
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Einerseits kann von Gerkan schon eine ziemliche Prinzessin sein, anderseits ist den Entwurf im Bereich Architektur genau so geschützt, wie z.B. Musik oder Kunst, und das durch den Rechtsstaat. Mich würde eure Meinung interessieren.
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22.05.2006 09:12 Uhr von tutnix
 
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kommentator: als auftraggeber werde ich wohl noch das recht haben, die entwürfe so zu ändern wie ich es will. ist schliesslich meine kohle die da verbrannt wird und nicht die vom architekten.
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22.05.2006 09:45 Uhr von christianwerner
 
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Hehe: Aber ist es wirklich "seine" Kohle, die da verbaut wird? Mehdorn wird den Bahnhof mit Sicherheit nicht aus der eigenen Tasche finanzieren! Eigentlich sollten solche Uneinigkeiten doch durch Verträge von vornherein abgedeckt werden...
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22.05.2006 10:28 Uhr von Garviel
 
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Da trifft Diva auf Betonkopf: und ich bin ausnahmsweise sogar geneigt, Mehdorn Recht zu geben. Er ist der Auftraggeber, und @ChristianWerner, er ist sogar noch verantwortungsvoll mit dem Geld der Steuerzahler umgegangen, weil der Bahnhof durch die Änderungen ein Gutteil weniger teuer geworden ist.
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22.05.2006 10:37 Uhr von Ali_Mente
 
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Wen juckts ob der Architekt oder der Papst zur Eröffnung kommt. Hauptsache die Züge fahren mal pünktlich!
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22.05.2006 13:58 Uhr von kwikkwok
 
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Geschmacksurteile durch deutsche Manager: wären IMHO mal grundgesetzlich auf deren eigene vier Wände zu beschränken. Da würde uns manches erspart bleiben. Und Mehdorn ist ja noch nicht mal da kompetent, wo er es wirklich sein müsste und rein theoretisch sein könnte: Der Mann kann eigentlich gar nix ;) (Naja, vielleicht hat er verborgene Talente, die mir aufgrund ihrer Verborgenheit natürlich nicht bekannt sein können.)

All das soll natürlich nicht heißen, dass nicht der billigste Bahnhof immer und ohne jedes Wenn und Aber der beste ist. Wie immer stellt der Verzicht auf Ironie-Tags den Leser jetzt vor eine echte Aufgabe.
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22.05.2006 15:20 Uhr von jesse_james
 
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Na hoffen wir mal das Mehdorn einen anderen: Architekten zur Seite stehen hatte, als er die Pläne änderte oder wie sieht das sonst mit der Statik aus ?
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22.05.2006 16:03 Uhr von landschaftsarchitekt
 
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@ tutnix: Natürlich ist es "sein" Geld, aber er sollte seine Änderungen vor der Vertragsunterzeichnung anmerken und der Architekt ändert dann seinen Entwurf. Wenn dann alles geklärt ist wird der Vertrag unterschrieben und das Gebäude so gebaut wie besprochen.
Aber der Architekt haftet mit seinem Namen für das Gebäude und wenn Mehdorn was ändert was nie mit von Gerkan besprochen war, haftet von Gerkan für Mehdorns Änderungen, da würde mir auch der Kamm schwellen.
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22.05.2006 16:26 Uhr von Mephisto92
 
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Ein Architekt: ist und bleibt eigner eines Entwurfs sofern nichts anderes Vereinbart wird das heist imklartext der Entwurf und dessen umsetzung darf nicht ohne weiteres geändert werden. Ich kenne da einen Fall wo eine Bank in ihrem Gebäude schalosien anbringen wollte und nach halb getaner Arbeit diese wieder Entfernen musste weil die BAnk es versäumt hatte Vertraglich festzulegen das sie Eigentümer an dem Entwurf wird.
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22.05.2006 17:07 Uhr von megaakx
 
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Egal wie der bahnhof aussieht solange nur die Züge pünktlich abfahren und die Preise wieder auf ein verträgliches Niveau sinken... Wohlgemerkt sinken, nicht steigen.
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22.05.2006 17:44 Uhr von Andib
 
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Mal abgesehen davon, Dass durch die Massnahmen von Mehdorn weder Zeit (die diskussionen haben ewig gedauert) noch Geld gespart wurde (die Teile die nich eingebaut wurden waren teilweise schon produziert) geht es hier nicht um eine "Diva". Gerkan steht weiss gott nicht in dem ruf auf idiotische bauherren überzureagieren. hier geht es vor allem darum, dass gerkan ein weltbekannter hundertfach ausgezeichneter architekt ist. genau deshalb wurde er für den bahnhof ausgewählt. sein name, nicht nur sein entwurf sollte dem bahnhof prestige bringen. nun wurde der entwurf verkrüppelt und gerkan soll auf alle zeit als architekt eines gebaeudes gelten das er so nie geplant hat. wenn die künftigen auftraggeber die geschichte dahinter nicht kennen ist sein ruf dahin


und nervt mich nicht wegen recht und gross u. kleinschreibung ;)
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23.05.2006 00:18 Uhr von KillA SharK
 
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nieten in nadelstreifen: fahren mit vollgas bundesweit sehenden auges unternehmen an die wand.

sehr schöne anekdötchen gibts dazu auch in "ab die post" von terry pratchett

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