20.05.06 11:27 Uhr
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Schafft DNA-Probe Klarheit über die Grabstätte des Entdeckers von Amerika?

Gestorben ist der Mann, der Amerika entdeckte, 1506 in Valladolid, wo er auch zunächst begraben wurde. Drei Jahre danach kamen seine sterblichen Überreste nach Sevilla, von dort in die heutige Dominikanische Republik und wieder nach Sevilla zurück.

Dass die Knochen in der Kathedrale von Sevilla tatsächlich die von Christoph Columbus sind, konnte jetzt mit DNA- Proben nachgewiesen werden. "Es gibt eine absolute Übereinstimmung zwischen der Mitochondrien-DNA von Columbus und seinem Bruder".

Letzeres erklärt der Historiker Marcial Castro. Mittels genetischer Identifikation war Columbus' DNA mit der seines Bruders verglichen worden. Nun bleibt die Frage, wem die "Columbus-Knochen", die im karibischen Santo Domingo liegen, gehören.


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WebReporter: la_iguana
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Amerika, DNA, Schaf, Probe, Klarheit
Quelle: www.spiegel.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.05.2006 00:10 Uhr von la_iguana
 
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Der Wunsch von Columbus, auf Hispaniola (Dominikanische Republik) zu ruhen wurde so nicht geachtet. Vielleicht sollten sie ihn „zurücktauschen?
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20.05.2006 11:40 Uhr von ophris
 
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Sehr schöne News: zur Anwendung des genetischen Fingerprintings bei der Identifizierung von Leichen. Etwas pervers finde ich die Reiseroute der sterblichen Überreste. Nannte man das nach dem Begraben nicht Totenruhe?
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20.05.2006 12:17 Uhr von kwikkwok
 
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@Ophris: Keineswegs ungewöhnlich: Die mittelalterlichen Vorstellungen waren da deutlich anders als die der Moderne. Z. B. gab es in Italien jahrhundertlang einen gewaltigen Transport von irgendwelchen Heiligenleichenteilen, teils in Form von Handel, teils in Form von Raub, teils in Form von politischen Auseinandersetzungen/Verträgen, da Heiligenfragmente, und sei es manchmal nur ein Knochenstück, die möglichen Einnahmen und den Einfluss eines (Wallfahrts-)orts gewaltig steigern konnten.

Aber auch andere Kulturen pflegen derlei ´Leichfledderei´ im Namen eines Höheren: Der wichtigste buddhistische Tempel Sri Lankas beherbergt als Hauptattraktion einen angeblichen Zahn Buddhas. Folgender Abschnitt aus dem Sri Lanka-Artikel der Wikipedia illustriert, das sowas durchaus auch heute noch bares Geld wert ist:

"Im sogenannten Zahntempel (Sri Dalada Maligawa, sinhala dala?da? ?ma?liga?v?) soll ein oberer linker Eckzahn des Buddha aufbewahrt werden. Diese Reliquie war eine wichtige Quelle der Legitimität des singhalesischen Königtums und wurde daher immer in der jeweiligen Residenzstadt aufbewahrt. Sie macht die Stadt zu einer der wichtigsten Pilgerstätten des Buddhismus, was ein wesentlicher Grund für den Wohlstand der Stadt ist. Zu den jährlichen Prozessionen (Perahera, sinhala ?per??her?) Mitte August wird Kandy von den meisten (hauptsächlich pilgernden) Touristen besucht, da dann die Reliquie auf einem Elefanten durch die Stadt getragen wird."
http://de.wikipedia.org/...


Gut, Kolumbus war kein Heiliger; nein, wahrlich nicht, für den von ihm entdeckten Kontinent war er ganz gewiss ein großes Unheil - das bis zum heutigen Tage andauert...
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20.05.2006 12:57 Uhr von horror1
 
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nur: das columbus nicht columbus hies sondern colon,also wer und warum hat man ihn umbenannt?
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20.05.2006 13:13 Uhr von la_iguana
 
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ein Mann der sich Kolumbus nannt nannte sich / wurde auf italienisch und portugiesisch "Colombo", auf Spanisch "Colón" gerufen.
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20.05.2006 13:21 Uhr von kwikkwok
 
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Der Spiegel war leider voreilig: http://www.eitb24.com/...

Daraus insbesondere folgender Abschnitt:
"Castro stressed in an interview that, although his team is convinced the bones in Seville are from Columbus, this does not necessarily mean the ones in Santo Domingo are not. Columbus' body was moved several times after his death and the tomb in Santo Domingo might conceivably also hold part of the right body. "We don't know what is in there," Castro said."
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20.05.2006 13:31 Uhr von la_iguana
 
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Die Dominikaner: wollen noch nicht aufgeben: Wenn sie ihren Kolumbusleuchtturm MIT Colón einweihen möchten, dann sollen sie mal die Überreste die sie gefunden haben an die Wissenschaft geben...
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20.05.2006 13:37 Uhr von ophris
 
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@all: Znächst möchte ich loswerden dass ich die Forumsdiskussion hier klasse finde. Zurück zum Thema, ich denke dass es nun kein Problem ist die Überreste in Santo Domingo ebenfalls zu untersuchen, da ein Fingerprint bereits gemacht wurde, und nur mit einem neuen Datensatz verglichen werden muss, der aus dem Knochenmaterial in wenigen Tagen erstellt werden kann.
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20.05.2006 13:49 Uhr von la_iguana
 
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Und wenn beide recht haben und: die Knochen von Kolumbus (ich bleib mal bei der deutschen Schreibweise) zwischen Hispaniola und Sevilla verteilt wurden?

*grübel*
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20.05.2006 16:02 Uhr von kwikkwok
 
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Genau das vermute ich momentan.

Aber die Dominikaner werden - wiederum getreu meiner oben gegebenen Hinweise auf die wirtschaftliche Bedeutung solcher Forensik - ihre pseudochristliche Zurückhaltung schon noch aufgeben müssen. Oder halt die (wirtschaftlichen) Folgen tragen. Der Ball ist im Hof der Dominikanischen Republik.

PS: Die pietätvollen Hinderungsgründe kann man getrost als vorgeschoben und einfach nur lächerlich einstufen: Die Seele ist ja entweder bei Gott, dann ist sie nicht im Grab, oder sie ist beim Teufel. Dann ist sie wieder nicht im Grab...
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20.05.2006 16:11 Uhr von la_iguana
 
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@walter: Da hast Du Recht. Ich finde die Dom hätte es überhaupt nicht nötig darauf zu bestehen, dass die Reste bei ihnen liegen. Sie ernten ja schon den "Ruhm", dass Kolumbus zuerst die Insel Hispañola betreten hat. (Hätten sie sich besser verteidigt, wäre er ein "missing" geworden und alles wäre anderst geworden. Oder nicht?)
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24.05.2006 22:02 Uhr von marshaus
 
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also schon in dieser zeit alles betrug, hoffe sie werden nun endlich seinen wunsch nachkommen.

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