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"Plastik-Insel" mit der Größe von Texas - Müll in den Meeren bedroht Meerestiere

Laut dem Hamburger Umweltinstitut EPEA gibt es eine zu lange unterschätzte Form von Umweltverschmutzung: Es soll in manchen Gebieten des Pazifiks sechsmal mehr Plastik als Plankton im Wasser geben. Viele Tiere verenden, weil sie das Plastik fressen.

Im Nordpazifik wurde eine zusammenhängende, treibende Insel aus Plastikmüll entdeckt, welche bereits die Größe von Texas erreicht haben soll.

Nun ist geplant, an drei Stellen weltweit wenigstens den angeschwemmten Plastikmüll zu sammeln, in Yucatan in Mexiko, an der Küste in Florida und bei der deutschen Nordsee-Insel Spiekeroog. Was mit der Plastik-Insel geschehen soll, wird noch überlegt.


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WebReporter: hathkul
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Insel, Texas, Müll, Größe, Plastik
Quelle: www.stern.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.05.2006 13:52 Uhr von hathkul
 
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Das ist ja nun mal eine Dimension der Umweltverschmutzung der Meere die dadurch überrascht, dass man noch niemals davon gehört hat, daß Müllteppiche in den Meeren treiben, die man theoretisch vom Mond aus mit dem bloßen Auge erkennen könnte ! Da muss man wirklich aktiv was tun und extra Schiffe zur Beseitigung entwickeln.
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19.05.2006 15:01 Uhr von Bibi66
 
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*grübel*: Gem. Wikipedia hat Texas eine Landfläche von 678.907 km2

Rund 15 5l Flaschen passen auf einen m2
(Hab ich grad mal so auf die Schnelle grosszügig ausgemessen).
Das heissst auf einen km2 passen pi mal Daumen 15.000 Flaschen. Das heisst, auf die Fläche von Texas passen 10.183.605.000 5l Flaschen.

Eine Flasche wiegt, inklusive Plastik-Deckel ca. 60 Gramm (hab ich allerdings nur mit Zigarettenpäckchen gewogen, eine Packung a 20 Kippen ca. 20 Gramm, mit Hilfe von nem Lineal und ausbalancieren) . Das macht dann 611.016.300.000 Gramm (oder 611.016,3 Tonnen) Plastik.

Hmmm.

Jezt müsste man mal wissen, wieviele Barrel Rohöl man braucht, um diese Menge Plastik herzustellen bzw. wieviel das ganze kostet (Barrel Rohöl + Transport + Raffinerie + Verarbeitung + Lohnkosten + etc.) und wieviel das Sammeln/Recycling (inklusive Transport + Lohnkosten + etc.)kostet.

Entsprechende Anlagen zur Verarbeitung/Reinigung etc. von Altplastik existieren ja bereits.

2tes "Hmmmm"

Ich weiss nicht, aber es bestände wohl durchaus die Möglichkeit, das das Einsammeln und Recyclen dieser Plasikmüllmassen (abgesehen von den offensichtlichen Vorteilen für Natur und Umwelt ) durchaus profitabel erscheint. Zumindest wenn man von einem entsprechenden Verkaufswert ausgeht, der nicht oder nur geringfügig unter dem momentanen Verkaufswert liegt.

Aber damit beschäftige ich mich nu nicht weiter, war nur so ne "Spinnerei" von mir.
Schliesslich gibts Leute, die dafür bezahlt werden... sollen se was tun, die Jungs und Mädels.

Hoffe, ich hab mich übrigens nicht verrechnet... sind sooo grosse Zahlen, da han isch Problems mit meine Fingers, das geht über meinen beschränkten Horizont *GRINS*

Hasta Luego
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19.05.2006 15:47 Uhr von big-e305
 
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OHAAA: YOYOYOYOOOO

man wisst ihr was das heisst... texas ist 2mal so groß wie deutschland.... stellt euch vor egal wohin ihr geht überall müll und man kann den boden nichtmehr sehn... und das 2mal man man man assi

die menscheit muss sich demnächst mal sehr stark überlegen was sie gegen die umweltverscmutzung machen sollte... und ich spreche hier von jeder verschmutzung...
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19.05.2006 15:52 Uhr von landschaftsarchitekt
 
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@ bibi: die Idee mit dem Recyclen hatte ich auch,

ich dachte mir nur:

Die Müllverbrennungsanlagen wurden ja in den Zeiten konzipiert, wo man noch ordentlich Plastikmüll produziert und ungetrennt weggeschmissen hat. Dieses Plastik hatte einen gewissen Brennwert, der seit dem Mülltrennen wegfällt. Seitdem denkt der Normalverbraucher er tut gutes wenn er das Plastik trennt, Problem ist aber, dass die Müllverbrennungsanlagen nicht mehr gut genug brennen, sodass die Müllverbrennungsanlagen Rohöl hinterher kippen müssen um den Restmüll zu verbrennen.

Wenn man nun den Plastemüll aus dem Meer fischt wird der wohl wegen Algenschlick etc. nicht mehr zum recyclen taugen, aber er könnte die Verbrennungsanlagen heizen, dachte ich mir.
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19.05.2006 16:43 Uhr von Bibi66
 
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@ landschaftsarchitekt: An Verbrennung dachte ich eigentlich gar nicht...
Sondern mehr an ne richtige Art von "Wiederaufbereitung".

Das das Zeug (Plastik), das die Meere verschmutzt allerdings auch wieder verschmutzt (Algen) wird, daran dachte ich noch weniger... Irgendwie paradox... Etwas, das etwas verschmutzt wird durch selbiges, das es verschmutzt, wieder verschmutzt *imkreisdreh*

Wobei man die Algen vom Plastik eigentlich wieder relativ leicht trennen könnte...
Bzw. bei einer Weiterverarbeitung nach einer entsprechenden (mechanischen) Reinigung (ich denke dabei an eine Art geschlossenen Kreislauf, d.h. die entsprechenden Zutaten, also Wasser und diverse Laugen) das "Rohmaterial" Plastik wieder zur Verfügung stehen könnte. Ggf. wäre es sogar möglich, die anhaftenden Algen bei entsprechender Trennung ebenfalls bspw. als "natürlichen" Dünger zu nutzen.

Vom Verbrennen des Plastiks halte ich persönlich nicht so viel, allein schon wegen der Schadstoffbelastung, die so ein Vorgang nach sich zieht, trotz Filter, die dann auch wieder usw. usf. (was aufwendig hergestellt wird, dann einfach wieder verbrennen? Irgendwie kann ich mich damit nicht so anfreunden, auch wenn dadurch wieder Energie gewonnen wird... bin etwas skeptisch, ob das ,was ehemals in den "Müll" reingesteckt wurde durch die Verbrennung wieder nutzbar/verwertbar herausgeholt wird).

Trotz meiner Überzeugung, das "Mensch" mit all seiner Verschmutzung nur einen "Fliegenschiss" für "Mutter Natur" darstellt.. (Aber wer kackt sich schon gerne die eigen bude voll *lol*)

Naja...

Ach nochwas bzgl. Mülltrennung im Haushalt und so etc.
Alles schön und gut. Wenn ich jedoch den logistischen Aufwand betrachte, der da betrieben wird (was da wohl am Ende übrigbleibt? Wenns gegen Null gehen würde wärs schon was), frag ich mich, ob es nicht eine oder mehrere bessere Lösungen geben könnte.

Hasta Luego
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19.05.2006 23:00 Uhr von md2003
 
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tja die Menschheit lernt halt nichts dazu!!!

@Bibi66
Recycling von Plastik ist relativ teuer.....
Da ist es billiger das Zeug irgendwo wegzuwerfen!
LEIDER
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20.05.2006 00:05 Uhr von ophris
 
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Beunruhigende News: obwohl wenn das Plastik zusammenhängend rumtreibt, dann sollte man es doch einfach auffischen und recyceln können.
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20.05.2006 00:13 Uhr von moppsi
 
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Ein Paradies für Pfandflaschensammler! Nichts wie hin da!
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20.05.2006 00:28 Uhr von artim
 
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"nur"plastik: fast die hälfte aller weltweit freigesetzten schadstoffe
landen im meer

es gibt in den weltmeeren mehrere hundert sogenannter todeszonen
mit einer gesamtfläche von einigen millionen qkm

dagegen ist eine plastikinsel ja noch harmlos

klar ist wegschmeissen billiger als vernünftig entsorgen,
aber die geldgier mancher menschen ist grösser als deren liebe zur natur

recycling kann bei so manchem müll nicht grade preiswert werden,
aber sinnvoller ist es allemal
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22.05.2006 14:38 Uhr von BlackEye.org
 
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unendliche Weiten Wär doch optimal, könnte man das Zeug einfach ins auf nem anderen Planeten deponieren...

schade, dass wir noch nicht so weit sind
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22.05.2006 14:43 Uhr von terrordave
 
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wieso in deutschland? wir sind doch nicht diejenigen die den großteil davon fabrizieren oder? aber klar, mit den deutschen kann mans ja machen, die zahlen für den müll der anderen. wie wärs denn mal wenn china seinen müll zurücknimmt...

außerdem denke ich mal dass "die größe von texas" etwas übertrieben ist.

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