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Satellitennavigationssystem Galileo 300 Millionen Euro teurer als geplant

Die EU muss anfangs statt den veranschlagten 1,1 Milliarden Euro jetzt 1,4 Milliarden Euro für das satellitengestützte Navigationssystem ausgeben. Das hat der Leiter des Deutschen Zentrums für Luft-und Raumfahrt, Sigmar Wittig, verkündet.

Er erklärt diese enormen Mehrkosten mit Abstimmungsproblemen zwischen den beteiligten Ländern. Beispielsweise könne das System nicht einwandfrei arbeiten, solange die Funkfrequenzen unter den Ländern noch nicht entsprechend abgesichert sind.

Er machte organisatorische Mängel für die Teuerung verantwortlich. Die ESA müsse strukturell reformiert werden. Deutschland wäre "deutlich unterrepräsentiert", obwohl 23 Prozent des gesamten Etats von den Deutschen bezahlt werden würden.


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WebReporter: thothema
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Euro, Million, 300, Satellit
Quelle: www.n-tv.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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14.05.2006 19:20 Uhr von thothema
 
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Teures Spielzeug. Und alles nur, um sowas auch zu haben? Sind das nur Machtspielchen oder stehen wirtschaftliche oder gar militärische Interessen im Vordergrund?
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14.05.2006 19:57 Uhr von Klaus Helfrich
 
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Leider fehlt eine wichtige Info: Zitat Quelle:
"Mit Galileo wollen die Europäer eine Alternative zum militärisch dominierten GPS-System der Amerikaner aufbauen."

Damit beantwortet sich auch die im Kommentar gestellte Frage, zumindest teilweise.
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14.05.2006 20:34 Uhr von bogmen
 
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Das amerikanische GPS-System: funktioniert nicht immer einwandfrei und wird in Kriegszeiten von den Amerikanern manipuliert.
Außerdem ist es zu ungenau.
Deshalb möchte die europäische Union ein eigenes, auf einen Meter genaues System aufbauen.
Es hat mit Machtspielchen gar nichts zu tun.
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14.05.2006 21:28 Uhr von Gregsen
 
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GPS vs Galileo = sieg für den Endverbraucher: Bei der konzeptionsphase war galileo GPS noch weit überlegen, nach der einführung von DGPS sind die karten wieder neu gemischt worden. DGPS ist noch genauer als Galileo, braucht aber noch zusätzlich ein korrektursignal. Dies kann über internet, UKW oder sonstwie erfolgen und je nach interval des signals steigt oder sinkt die genauigkeit.

Auch die mögliche abhängigkeit von den usa in kriegszeiten ist kaum der rede wert, denn sollte es mal zum krieg zwischen USA und Europa kommen, wird satelitennavigation unser kleinstes problem sein (raketen kann man auch ohne GPS sehr genau navigieren...

aber das alles ist im endefekt egal, denn profitieren tun am ende wir endverbraucher. Warum ? Weil die usa und old europe 2004 einen vertrag unterzeichneten, dass GPS zu galileo kompatibel sein soll. Für uns bedeutet es, dass doppelt soviele Sateliten um die erde rumschwirren und so eine bessere erreichbarkeit sicherstellen z.b. in den häuserschluchten einer großstadt und teilweise sogar innerhalb von gebäuden.
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14.05.2006 23:12 Uhr von Gregsen
 
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@wok: Galileo ist ein gemeinschaftsprojekt der EU, bei dem auch andere länder beteiligt sind, unter anderem china und indien mit 280mio € bzw 200mio €, es kann also keine rede davon sein dass der deutsche steuerzahler den großteil trägt.

Das ganze auch kein quatsch, die vorteile für den verbraucher habe ich bereits oben erklärt... auch du als steuerzahler der kein Navisystem hat profitierst davon, da Galileo ausser der kostenlosen navigation für endverbraucher auch unternehmenslösungen mit höherer präzision (z.b. für luft und schiffsfahrt) bietet, was wiederum arbeitsplätze und damit steuerzahler schafft. Eine der Steuerungszentralen von Galileo hat ihren sitz übrigens im deutschen Oberpfaffenhofen.

und nein, ich brauche keine Navigation innerhalb von gebäuden, aber für unternehmen sehe ich da durchaus anwendungsgebiete, z.b. bei der Sendeverfolgung ihrer Produkte.


Du siehst, man muss nicht alles schwarz sehen und auch nicht über jede kleinigkeit meckern, freu dich viel eher dass Deutschland Geld in Technik investiert, statt den ganzen Technologischen fortschritt den Amis zu überlassen.
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14.05.2006 23:26 Uhr von webschreck
 
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Naja, der deutsche Anteil an den Mehrkosten kann ja den Hartz4ern wieder abgezogen werden. Ich sehe in GPS keinen rechten Sinn, denn eigentlich habe ich vor, mir meinen Orientierungssinn zu erhalten. Das ist Endverbraucherdenken. Als Unternehmer, so ich noch einer wäre, würde ich allerdings Vorteile sehen. Aber muß mal wieder alles teurer werden, nur, weil andere einen Fehler gemacht haben? Abspracheprobleme sind beim Einsatz einer solchen Summe ein wirklich grober Fehler.
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15.05.2006 18:09 Uhr von Gregsen
 
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bei euch ist doch alles verloren @webschreck: Du verlässt dich also auf deinen Orientierungssinn? Bin ma gespannt wie zuverlässig der is wenn du bei tiefster nacht dich in ner stadt zurecht finden musst, wo du noch nie im leben warst. Sicher, innerhalb von Frankfurt brauch ich auch kein Navi, aber ich komm auch ziemlich oft aus FFM raus.

@wok. ich weiß zwar nicht wie die quelle auf 23% kommt (laut wikipedia sind es 17,5% und zwar von jeweils Deutschland, Italien, Frankreich und Großbritannien, aber selbst wenn es 23% wären, sind es nur knapp 320millionen verteilt auf mehrere Jahre... eine summe die im vergleich zum gesamten Deutschen Staatshaushalt kaum bedeutung hat.

Im übrigen korrigieren wir mit Galileo auch nicht die Fehler anderer, als GPS vor über 10 Jahren in Betreib genommen wurde, war es auf dem höchsten stand der damals realisierbaren technik.

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