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Dänemark sucht Arbeitskräfte in Deutschland

Nach einem erfolgreichen Reformkurs hat Dänemark das Luxusproblem des Arbeitskräftemangels. Besonders aus Hamburg und Norddeutschland will das Land jetzt Arbeitskräfte anwerben.

Dieses Jahr wird der Bedarf an Arbeitskräften auf 10.000 bis 20.000 geschätzt, wovon 80% aus Norddeutschland kommen sollen. Die deutschen Agenturen für Arbeit fördern den Wechsel nach Dänemark mit Sprachkursen für die Familien.

Mit einem radikalen Reformkurs, begonnen Mitte der 80er Jahre, hat das Nachbarland im Norden praktische Vollbeschäftigung, einen sanierten Haushalt und weniger Schulden.


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WebReporter: Buster_
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Deutsch, Arbeit, Dänemark
Quelle: www.abendblatt.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.05.2006 15:26 Uhr von Buster_
 
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In der Quelle ist genauer beschrieben wie Dänemark die Wende geschafft hat. Leider werden wir das in Deutschland nicht schaffen. Dazu müsste nämlich die FDP die absolute Mehrheit erhalten.
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13.05.2006 16:29 Uhr von Troll-Collect
 
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@buster: das ist doch nicht dein Ernst. Glaubst du mit der FDP gibt es 90% des Lohnes als Arbeitslosengeld (dann kann man auch auf Kündigungsschutz verzichten)?
Oder glaubst du, mit der FDP gibt es 60.000 Euro Lohn für einen Fleischzerleger, oder 45.000 Euro für einen Altenpfleger? Und trotz Senkungen ist die Steuerquote in Dänemark immer noch höher, als in D - vor allem, auch Unternehmen zahlen.
Das sind nämlich die anderen Seiten der Medallie, die gerne verschwiegen werden.
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13.05.2006 16:42 Uhr von Buster_
 
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@Troll-Collect: Das ist nicht ganz ernst gemeint. Aber die beiden großen Volksparteien haben das Problem das sie Wählerschaft haben die sehr schnell aufschreit wenn es an eigene
Portemonnaie geht. Auch gibt es durch die breite Basis unterschiedliche Interessen, die es auszugleichen gilt. Dazu sind meist Kompromisse nötig. Wenn es dann noch Koalitionspartner gibt, sind noch mehr Kompromisse nötig. Was dabei heraus kommt sehen wir seit Jahren. Es wird nicht das gemacht, was das beste fürs Land ist, sondern das was den Wählern zu vermitteln ist. Und das wird oft auch noch schlecht umgesetzt.

Die FDP hätte es dort leichter, da sie eine klare Klientel hat. Die Wirtschaftspolitische Richtung sieht ähnliche Reformen vor, wie man sie in Dänemark vorgenommen hat.
Aber ich bin kein Fachmann der Wirtschaftspolitik Dänemarks, kann mich also täuschen. Ich habe nur ein paar Berichte dazu gelesen.
Und eine absolute Mehrheit der FDP wünsche ich mir auch nicht wirklich, dann schon lieber eine Grün/Gelbe Regierung :-)
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13.05.2006 16:44 Uhr von Muta
 
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Radikale Reformen in Dänemark? Eine Legende: Es scheint sehr beliebt zu werden, sich zur Untermauerung der eigenen Thesen eines der "erfolgreichen" Länder zu suchen (z.B. Dänemark mit niedriger Arbeitslosigkeit) und auschließlich die dortigen Dinge aufzuzählen die einem gefallen und sie als die Erfolgsursachen zu bezeichnen, hingegen alles Andere unter den Tisch fallen zu lassen.
Genau das macht der Autor des Quellenartikels.

Nur mal ein Beispiel:
Es wird gesagt das der Kündigungsschutz abgeschaft und dadurch die Arbeitslosigkeit gesenkt wurde.
Der Artikel verschweigt aber hingegen, dass das Arbeitslosengeld in Dänemark bis zu 89% des letzten Netto-Einkommens beträgt (!).
Dadurch wird natürlich der Arbeitnehmer trotz Wegfallen des Kündigungsschutzes trotzdem nicht so leicht erpressbar bei Verhandlungen über Lohn und Arbeitsbedingungen (weil er sich es zur Not durchaus leisten kann gekündigt zu werden).
Das passt z.B. offensichtlich hingegen garnicht ins FDP-Konzept Kündigungsschutz abzuschaffen UND bei den Sozialleistungen weiter einzusparen (z.B. die Hartz-Gesetze, die der FDP nicht weit genug gehen).

Also so simpel/undifferenziert wie es die Wirtschaftsliberalen darstellen (Steuern, Löhne, Sozialleistungen und Arbeitnehmerrechte senken bzw. einschränken und schon gehts aufwärts) ist die ganze Sache nun keineswegs...
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13.05.2006 16:47 Uhr von Muta
 
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Oh, das Beispiel hat schon jemand gebracht :): *grml*, schon wieder zu langsam gewesen.
Ich werd aber heute Abend mal eine Zusammenfassung der Wirtschaftspolitik Dänemarks zusammensuchen, besteht ja anscheinend bedarf nach dem Thema (Sorry, jetzt grade keine Zeit...)
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13.05.2006 17:56 Uhr von Blitzkrieg76
 
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Mit einem radikalen Reformkurs, begonnen Mitte der 80er Jahre, hat das Nachbarland im Norden praktische Vollbeschäftigung, einen sanierten Haushalt und weniger Schulden.


das liegt auch an der vorbildlichen Ausländerpolitik wo Dänemark betriebt, die holen sich nur Leute ins Land, die auch für dieses Land arbeiten. Ausländer, die auf der faulen Haut liegen und ihre eigenen Interessen verfolgen brauch meiner Meinung nach kein Land.
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13.05.2006 18:23 Uhr von Jimyp
 
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Naja so ganz kann man Dänemark nicht mit Deutschland vergleichen! So ein kleines Land ist einfacher zu kontrollieren, als ein Land mit 82 Mio. Einwohnern! Vollbeschäftigung wirds hier bei uns in nächster Zeit nicht geben, da es einfach zu viele Arbeitslose gibt, für die es auf dem Arbeitsmarkt mangels Qualifikation einfach keine Verwendung mehr gibt!
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13.05.2006 19:09 Uhr von exekutive
 
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danke dänemark: auch wenn das rein logisch ist, was die da machen wollen..

ist doch nett, das sie uns 20.000 arbeitsplätze schaffen..

wer kriegt eigentlich dann dafür die steuern? dänemark oder deutschland?

und zum comment des autors
^^ das ist doch ironisch gemeint oder nicht?
oder glaubst du tatsächlich daran, das die fdp, good old germany wieder auf die beine bekommt?
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13.05.2006 19:54 Uhr von ZHENGYI
 
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D´accord! Noch interessanter als die Nachricht selbst ist die Meinung des Autors zum Thema.
Alle kritisieren die schlechte Politik. Da stellt sich langsam die Frage, wer dann diese ganzen Bonzenparteien überhaupt hingewählt hat. Wer sind die Leute, die bei der Bundestagswahl immer glauben, dass Deutschland `gerettet´ werden kann, wenn man nur die richtige `Wahl´ zwischen SPD/GRÜN oder CDU/CSU trifft? Stellt euch freiwillig, nur dann könnt ihr - vielleicht - auf ein milderes Urteil hoffen.
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13.05.2006 20:38 Uhr von Buster_
 
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@ZHENGYI: Wie der Kommentar zu der News zu verstehen war, habe ich Troll-Collect ja schon geantwortet.

Meine eig. politischen Einstellungen finde sich aber in der Tat am besten in einer Kombination der Programme von Grün/Gelb wieder.

Aber ich bin mir sicher für diese Konstellation ist Deutschland noch nicht weit genug :-)
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13.05.2006 21:38 Uhr von Kampfpudel
 
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@Blitzkrieg76: "Ausländer, die auf der faulen Haut liegen und ihre eigenen Interessen verfolgen brauch meiner Meinung nach kein Land."

Gilt auch für Deutsche, gelle?

@Jimyp

"zu viele Arbeitslose gibt, für die es auf dem Arbeitsmarkt mangels Qualifikation einfach keine Verwendung mehr gibt!"

Auch für Qualifizierte gibt es einfach keine Verwendung mehr in diesem maroden System.
Stichwort "Zumutbarkeit"...
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13.05.2006 23:37 Uhr von Muta
 
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Übersicht Dänemarks Wirtschaftspolitik: 3 Beispiele wie Wirtschaftsliberale Dänemark wegen seiner niedrigen Arbeitslosigkeit in den Medien als angebliches Vorbild für Radikalreformen preisen, jedoch dabei Einiges verschweigen. Die Wirtschaftspolitik Dänemarks unterscheidet sich teils stark von Forderungen, z.B. der Unternehmerverbände, hierzulande.

- Arbeitsmarktpolitik:
Richtig ist, dass der Kündigungsschutz in Dänemark sehr eingeschränkt ist und bei Ablehnung von Jobangeboten wird das Arbeitslosengeld gekürzt.
ABER: Es wird nicht nur gefordert, sondern auch deutlich mehr gefördert als hierzulande. Es gibt weit mehr Umschulungs- und Bildungsangebote. Dänemark gibt (relativ gesehen zur Bevölkerungsgröße) weit mehr für die Arbeitsmarktpolitik aus als Deutschland (trotz der niedrigen Arbeitslosigkeit).
Außerdem beträgt das Arbeitslosengeld in Dänemark bis zu gut 89% des letzten Netto-Einkommens und wird bis zu 4 Jahre lang ohne Kürzungen ausgezahlt.
Dadurch wird der Arbeitnehmer trotz Wegfallen des Kündigungsschutzes nicht so leicht erpressbar bei Verhandlungen über Lohn und Arbeitsbedingungen (da er sich es zur Not durchaus leisten kann gekündigt zu werden). Zusätzlich sind die Gewerkschaften in Dänemark bei den Verhandlungen stark vertreten.

- Zur Verschuldung:
Dänemark hat einen Haushaltsüberschuss.
Jedoch entgegen neoliberaler Vorstellungen gelang dies eben nicht durch einen harten Sparkurs des Staates, im Gegenteil. Bevor die Schulden ab Ende der 90er Jahre abgebaut wurden, wurde sich direkt zuvor sehr hoch neuverschuldet um dann mit den damit gewonnen Haushaltsspielräumen die Möglichkeiten für den Aufschwung zu schaffen und die Schulden dann später abbezahlen zu können.

- Steuern/Abgaben:
Den "schlanken Staat" gibt es in Dänemark keineswegs. Die niedrigen Lohnnebenkosten werden mit hohen Steuern bezahlt.
Steuern und Sozialabgaben relativ zum Bruttoinlandsprodukt (Quelle OECD) betragen 49%. Zum Vergleich: Deutschland 34,6%, Frankreich 43,7%,, Luxemburg 40,6%, Slowakei 30,8%.
Der Körperschaftssteuersatz (30%, eher oberes Mittel in Europa) ist 5% höher als in Deutschland. Der Spitzensteuersatz ist mit 59% (ich glaub höchster Wert in der EU) 17 Prozent höher als in Deutschland.
Der Anteil des öffentlichen Sektors an der Gesamtbeschäftigung beträgt in Dänemark 22 Prozent, wesentlich mehr als in Deutschland mit 9,7%.


"Rechte und Leistungen sollten niemals weggenommen werden, ohne gleichzeitig neue Rechte und Möglichkeiten zurückzugeben."
Der ehemalige dänische Ministerpräsident Poul Nyrup Rasmussen
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14.05.2006 03:59 Uhr von Isamu_Dyson
 
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arbeitslose ins ausland? klingt ja toll...schiebt die arbeitslosen ab ins ausland lol
auf das warte ich nur...ARGE schickt eine stelle die im ausland liegt und wenn der arbeitslose die nicht annimmt verliert er seinen anspruch auf hartz iv.

dänermark...nettes land...aber ich persönlich würde gerne in deutschland bleiben!

keine der jetzigen parteien wird es schaffen deutschland zu verändern. ist doch eh immer nur die frage on cdu oder spd und mit wem sie dann zusammen regiert.

wenn man sich die wahlversprechen nochmal ins gedächtnis ruft sehe ich nur eins...das nie ein versprechen eingehalten wurde.
statistiken werden beschönigt, damit man den glauben im volk aufrecht erhält es doch irgendwie geschafft zu haben.

im moment versucht sich jede regierung an der schadensbegrenzung und möglichst nur nicht zu negativ auffallen wegen der wiederwahl.
nicht eine partei hat den wirklichen mut mal neue wege zu gehen oder auch unabhängige und erfahrene experten in pläne miteinzubeziehen.

immer dieses man konnte es nicht vorher ahnen oder diese nachbesserungen...natürlich war es den poltikern klar was passiert...aber ruhig die füße ruhig halten bis es auffliegt und dann gekoonnt das tun worin politiker ausnahmsweise mal super sind...lügen^^
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14.05.2006 20:13 Uhr von intruder1400
 
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LANDESVERRÄTER: Artikel 20
[Staatsstrukturprinzipien; Widerstandsrecht]
(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.

(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.

(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.

(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

Also muß man nur einen mutigen Polizisten,einen
Staatsanwalt und einen ebenso mutigen Richter
finden.Dann fahre ich zum Bundestag und lasse die
ganzen Landesverräter und andere A....gesichter
verhaften
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15.05.2006 09:01 Uhr von Ferfari
 
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Liebe Brüder und Schwestern im Osten: wählt weiter die PDS, dann dürft ihr bald alle in Dänemark arbeiten, oder in einem anderen Land das nicht nur jammert sondern echte Reformen durchführt.

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