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Gutachter kritisieren die Arbeit des Ifo-Instituts

Das von Hans-Werner Sinn geführte Ifo-Institut sieht sich der Kritik von Gutachtern ausgesetzt. Trotzdem soll das Institut weiterhin mit Geldern von Bund und Ländern unterstützt werden.

Fünfzehn Ökonomen, die für die Leibniz-Gemeinschaft eine routinemäßige Untersuchung vornahmen, erklärten, es sei fraglich, "ob alle politischen Ratschläge des Ifo-Instituts auf ausreichend rigoroser, empirischer Forschung basieren".

Vor allen Dingen wird von den Gutachtern die Qualität der Forschung bemängelt. Auch die Qualität der herausgegebenen Schriften sei zu niedrig, das meiste sei von wenigen gerade erst eingestellten Angestellten verfasst worden.


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WebReporter: rheih
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Arbeit, Institut, Gutachter
Quelle: www.wiwo.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.05.2006 12:15 Uhr von Troll-Collect
 
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Zweifelhafter Verein: Nachdem schon im Dezember die Abrechnungspraxis ins Visir der Rechnungsprüfer geraten ist:

" Das Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung hat nach einem aktuellen Bericht des Bayerischen Obersten Rechnungshofes (ORH) Personalkosten gegenüber dem Staat doppelt abgerechnet und hiermit eine Überfinanzierung erlangt.
... Die bayerische Opposition weist auf die Pikanterie der Affäre hin, da Ifo-Chef Sinn regelmäßig die Kürzung staatlicher Leistungen wie Sozialhilfe oder Subventionen fordert, das Institut sich aber selber doppelt bezuschussen lässt"
News-ID: 600137

zeigt sich nun, daß die inhaltliche Basis zusätzlich zweifelhaft ist. Herr Sinn gibt scheinbar seinem politisch-ideologischen Feldzug Priorität.
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09.05.2006 13:02 Uhr von ArrowTiger
 
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Nichts neues aber gut, daß das mal mehr ins Licht gerückt wird.

Was wohl Freund Proton dazu sagen wird? ;-)

Na ja, so etwas nennt sich ja nicht ohne Grund "Ent-Täuschung"...
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09.05.2006 14:21 Uhr von Garviel
 
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Nicht wirklich überraschend, aber es wäre doch dringend nötig, diesen Verein noch etwas mehr ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Sinn schafft es ja leider immer wieder, sich und sein Institut als hochkompetente Wunderwirtschaftskenner hochzujubeln. DAbei ist das meiste heiße Luft, verquaste Theorie und von keinerlei praktischem Nutzwert getragen, und das beste: Es ist auch meistens nicht angreifbar, weil ja Handlungsempfehlungen gegeben werden, die so nicht umsetzbar sind. DA kann man sich dann hinterher bequem hinstellen und behaupten, man hätte ja schon gewusst, was zu tun ist, aber leider, leider hätte man ja nicht auf sie gehört.

Kennt jemand Christian Baretti? http://de.wikipedia.org/...

Der hat z.B. auch für ifo gearbeitet...
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09.05.2006 14:39 Uhr von Cenor_de
 
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Beweisen der Ausgangsthese: steht im Mittelpunkt der Arbeit solcher Institute.
Wirtschaftswissenschaftler werden zudem bereits im Studium schlecht ausgebildet.
Bei vielen Studien werden zudem die eigenen Ergebnisse, die nicht selten erhebliche unkorrigierte Messfehler enthalten, mit anderen Daten aus der Literatur vermischt.

Mein Professor für "Methoden der empirischen Sozialforschung" hat dazu mal ein sehr interessantes Seminar gemacht, wo Studien verglichen wurden, die sich auf exakt dieselben Messergebnisse beriefen.
Thema Krinimalität von jugendlichen Migranten.

Die Studien kamn zu diametral unterschiedlichen Ergebnissen.

Das ist so als ob Physiker nen Stein von der Mauer werfen und eine Gruppe hinterher behauptet der könne fliegen.
Die wissenschaftlichekit solcher populärwissenschaftlichen Studien, und nix anders ist das, wenn man einem laien (Politiker) was nahelegen will, sind allesamt höchst zweifelhaft.

Denn "Wir wissen es nicht genau" soll ja nicht drin stehen.
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09.05.2006 17:46 Uhr von artefaktum
 
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Das verstehe ich gar nicht schließlich ist Hans-Werner Sinn Sinn doch "Deutschlands bester Ökonom" (sagt zumindest die Bild-Zeitung) ;-)

Aber Spaß beiseite. Das wird wie Teflon an ihm abperlen, SOLANGE ihm nicht die Gelder gekürzt werden.

Ich finde es sehr erfreulich, dass Institute wie die Leibniz-Gemeinschaft sich zum Ziel gesetzt haben, so weit wie es möglich ist neutral wissenschaftlich zu arbeiten und zu bewerten (schaffen kann das in diesem Fach keiner, doch es sollte ein Ziel bleiben).

"Scheckbuchwissenschaftler" wie Hans-Werner Sinn gibt es viel zu viele in Deutschland, gerade wenn es um wirtschaftliche Themen geht. (Man sehe sich nur mal die ganzen gekauften "Experten" zu Themen Rente an.)

Natürlich muss wissenschaftliche Arbeit finanziert werden, aber Studienergebnisse nach dem Motto "Wes Brot ich es, des Lied ich sing" muss immer noch mit dem eigenen "wissenschaftlichen Gewissen" im Einklang bleiben. Und da gehen doch einige leider zu große Kompromisse ein.



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09.05.2006 18:05 Uhr von ArrowTiger
 
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Weiter so! Am besten mit dem MEA-Institut Vielleicht nimmt sich die Leibniz-Gemeinschaft gleich auch mal das MEA-Institut vor, bei dem übrigens auch der "Wirtschaftsweise" und MLP-Versicherungsagent Bert Rürup Vorstandsvorsitzender ist, was wiederum den Leiter des Instituts, Professor Axel Börsch-Supan, ob der Förderung durch einen Gleichgesinnten freuen dürfte. :-)

Mal sehen, ob wenigsten diese Ökonomen die vom MEA erstellte angebliche Widerlegung der Mackenroth-These [*] bekommen, die belegt, daß Renten ausschließlich per Umlageverfahren finanzierbar sind. Und sie dann zerlegen... 8-D

------
[*]: "Nun gilt der einfache und klare Satz, dass aller Sozialaufwand immer aus dem Volkseinkommen der laufenden Periode gedeckt werden muss. Es gibt gar keine andere Quelle und hat nie eine andere Quelle gegeben, aus der Sozialaufwand fließen könnte, es gibt keine Ansammlung von Periode zu Periode, kein "Sparen" im privatwirtschaftlichen Sinne, es gibt einfach gar nichts anderes als das laufende Volkseinkommen als Quelle für den Sozialaufwand. Das ist auch nicht eine besondere Tücke oder Ungunst unserer Zeit, die von der Hand in den Mund lebt, sondern das ist immer so gewesen und kann nie anders sein." (Gerhard Mackenroth, 1952)

Quelle: http://de.wikipedia.org/...
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09.05.2006 18:50 Uhr von ArrowTiger
 
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Allerdings frage ich mich ob diese Studie einigen Leuten der Leibnitz-Gesellschaft so recht sein dürfte. Wenn man sich deren Seite so anschaut, und dann Namen wie Olaf Henkel liest, könnte man schon auf den Gedanken kommen. (Henkel war Ex-BDI-Präsident und ist Mitgründer des Bürgerkonvents, eine der INSM ähnliche Einrichtung. Bei den NachDenkSeiten wurde er regelmäßig kritisiert.)

Hier die Seite der LG: http://www.wgl.de/...
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08.10.2006 08:59 Uhr von opppa
 
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s soll denn dabei herauskommen, wenn Politiker dieses Institut besetzen und Finanzieren?

Genausoviel wie bei den parlamentarischen Untersuchungssausschüssen, nämlich n i c h t s!

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