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Ich-AG fällt ab Ende Juni weg

Das Düsseldorfer "Handelsblatt" berichtet in der Dienstagsausgabe von anhaltenden Differenzen in der Großen Koalition. Da es noch keine Anschlussregelung in Sachen Ich-AG gibt, wird diese Existenzgründerförderung wahrscheinlich bald entfallen.

Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Ralf Brauksiepe, gab das ersatzlose Wegfallen der Förderung bekannt. Die Äußerung von Brauksiepe verwirrte den SPD-Arbeitsmarktexperten Klaus Brandner, der sich für eine Reform der Ich-AG ausspricht.

Im Koalitionsvertrag steht ursprünglich, dass Ich-AG und Überbrückungsgeld zu einem Existenzgründerförderungsprogramm verschmelzen sollen. Bei Wegfallen der Ich-AG bliebe somit nur das Überbrückungsgeld übrig.


WebReporter: MajoB.
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Ende
Quelle: focus.msn.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.05.2006 10:40 Uhr von MajoB.
 
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Was soll man dazu sagen?
War doch klar dass es viele Reformen geben wird. Ich mein die CDU hat allein in den ersten 20 Jahren BRD ne Menge *** verzapft, und auch Brandt, auch wenn er der beste Kanzler überhaupt ist, hat mit seinem Sozialreformplan die Staatskasse belastet. Von daher... Irgendwann muss ja mal gespart werden. Ich bin froh dass die SPD mitregiert, sonst wären die Einsparungen der Beamtenpartei wohl unerträglich... CDU sucks...
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09.05.2006 11:41 Uhr von pulverschmid
 
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Ich-AG - was ist das? Mir kamen Ich-AGs immer wie aus der Kreativität eines Kindergartens entstandene Rollenspiele vor: Jetzt spielen wir mal Aktiengesellschaft, ich will der Boss sein ... usw. Da darf also auch der Kleinste mal Boss spielen mit einem Geschäft, das gar nicht existiert, sonst wären kluge studierte Köpfe nämlich schon längst auf diese Geschäftsidee gekommen und hätten ordentlich Geld damit gemacht.
So aber hat man kleinen armen Leuten eingeredet, daß sie doch lieber mal Chef spielen könnten (zumindest für eine gewisse Zeit) als arme Schlucker zu sein und zu bleiben.
Apropos, da blieb wissenden Leuten schon von Anfang an die Luft weg, bei so viel heißer Luft im Kopf, die dann nur sehr schwer abkühlte, bis zur bitteren Pleite.
Traurig um die armen Menschen, die auf sowas hereingefallen sind. Nun kommt mir nur nicht mit "positiven Beispielen", gibts (noch nicht mal 1 % von allen Ich-AGs). Im Grunde ist es verbrecherisch, unbedarften Leuten einzureden, sie könnten Unternehmer werden, wenn sie schon keine Anstellung bekommen.
Die Wahrheit ist, nur die Tüchtigsten unter allen, die eine Anstellung haben, könnten vielleicht auch mal selbst Unternehmer werden. Das hört sich nicht gut an, weiß ich, aber es ist leider die Wahrheit! Wußten das so viele Menschen nicht?
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09.05.2006 12:33 Uhr von cyrus2k1
 
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@pulverschmid: Du siehst das etwas schwarzmalerisch...

Was ist besser, wenn Arbeitslose zuhause rumsitzen und Chef spielen, oder wenn Sie was zu tun haben (Auch wenn es nachher Floppt, ist ja egal)

Und einige haben es ja auch gepackt mit der Ich-AG. Offiziell hieß das ganze gar nicht Ich-AG, das hat sich die Bild-Zeitung ausgedacht.
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09.05.2006 12:51 Uhr von ThomasHambrecht
 
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@pulverschmid ich muss Dir kräftig widersprechen:
Um ein Ladengeschäft oder eine klevere Geschäftsidee umzusetzen braucht es einiges, aber mit Sicherheit keine studierten Leute.
Als Selbständiger sage ich Dir, dass die meisten Selbstständigen nicht studiert haben und die kleveren Ideen in vielen Fällen aus der Not geboren wurden.
Ein Studierter macht dioch keine Firma auf sondern sorgt, dass er einen hohen Job in einer existierenden Firma bekommt.
Tüchtige Leute die hart in der Firma arbeiten bleiben dort und machen auch keine Firma auf.
Wer braucht ein Studium um einen Handwerksbetrieb zu gründen?

Es sind heutzutage Leute wie ich, Fachleute verschiedenster Bereiche, die wegen Konkurs des Arbeitgebers auf der Strasse gelandet sind und dann eine Firma gründen.
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09.05.2006 13:13 Uhr von Dream77
 
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es ist wie früher: ganz weit in der vergangenheit. da konnte sich auch jeder der wollte selständig machen. wieviele es dmals geschafft haben und wieviele nicht, weiss ich nicht.

heutzutage braucht mann einiges um sich selbständig machen zu können, dennoch glaube auch ich, dass es die kleinen leute sidn, die harte arbeit gewohnt sind, die es schaffen. die studirten, haben ein laues leben an der uni hinter sich ( ausnahmengibt es immer) der kleine mann, der es geschafft hat, hat im vornerein schon gelernt das er auch mal bis mitten in der nacht schuften muss, damit er erfolg hat und das ihm nicht alles in den schoß fällt.
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09.05.2006 13:15 Uhr von pulverschmid
 
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@ThomasHambrecht: Es ging natürlich nicht nur und ausschließlich um ein Studiertsein. Es ging vor allem um die Abgefeimtheit dieses Systems. Die Praxis hat alles bewiesen, weshalb immerhin eine menge kluge Leute schon am Anfang dagegen waren. Es hat weiter nichts, als noch viel mehr Leid gebracht. Jetzt sind viele nichtmehr nur arm, sondern bettelarm geworden. Leider. Gegen einen guten Willen zu jeder Arbeit hat niemand etwas, aber gegen Scharlatanerie gegen das Volk.
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09.05.2006 13:44 Uhr von hermi68
 
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@pulverschmid: So gerne ich auch sonst deine Komentare lese--aber hier liegst du völlig falsch!
Es gab sicher einige die die Förderung ´´mitgenommen ´´ haben ,aber für viele war es ein Einstieg in ein lebenswerteres Leben-- wie auch immer!!

Ich selber habe zwischen 95-96 3 Firmenpleiten am Stück vom Amt vermittelt bekommen--dafür waren sie aber nicht zuständig--obwohl man das Amt mehrfach auf ´´Ungereimtheiten´´und auf unglaublichen Zuständen in der Firma hingewiesen hat!!Das wurde alles nur mit einem Achselzucken zur Kenntnis genommen und gesagt,das daß AAmt nicht die Firmen zu kontrollieren hat sondern nur die AN!!
Zum Schluss war es dann so ,das Amt hat dich zu einem Arbeitgeber vermittelt mit dem verienbatr war das du bis 3 Monate für das Arbeitslosengeld arbeiten kommen mußtest!!Und was danach war wirst du dir wohl denken können!!
Ich habe damals meine Sachen gepackt und bin 700km weiter nach Stuttgart gezogen wo ich jetzt bei der EnBW arbeite und froh bin das ich noch so ein Glückstreffer gelandet habe!
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09.05.2006 15:10 Uhr von uzev
 
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@nokia1234: Klar bekommt man als ehemaliger Selbständiger ALG II.
Du kannst sogar während du selbständig bist und noch kaum Umsätze erzielst, ALG II beantragen und der Bund stockt dir dann deinen Verdienst bis zum ALG II -Satz auf.
Das finde ich eine sehr gute Lösung für alle die sich frisch selbständig gemacht haben und erstmal einen Kundestamm aufbauen müssen, ansonsten würde man bei den Banken um Übergangskredite betteln müssen.

Ausserdem ist man als ALG II -Empfänger automatisch in der staatlichen Kranken und Rentenversicherung mitversichert. Auch eine sehr gute Lösung, da wohl nur wenige am Anfang ihrer Selbständigkeit die finanz. Mittel haben um privat vorzusorgen.

greetz uzi
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09.05.2006 15:46 Uhr von «azero»
 
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*lol, MajoB. > Irgendwann muss ja mal gespart werden.

Sparen okay, aber ausgerechnet bei dem NACHGEWIESEN EINZIGEN Instrument der "Agenda 2010", das wenigstens ansatzweise positive Ergebnisse hatte?

Vielleicht solltest du mal diesen Artikel lesen, damit du ungefähr ein Gefühl dafür bekommst, wie die Bundesregierung "plant":



"Lässt sich Hartz IV noch verbessern?

Die Bundesregierung bastelt an einem so genannten Optimierungsgesetz für die verkorkste Arbeitsmarktreform. [...] Ob die großspurig angekündigte Gesetzesreparatur tatsächlich einen Milliardenbetrag erbringt [...], erscheint höchst fraglich.

Denn wie so oft bei HartzIV bewegt sich die Datengrundlage, auf der das alles basiert, auf Dritte-Welt-Niveau. Wie viele der Arbeitsbehörden setzen tatsächlich noch keine Kontrolleure ein? Wie oft werden Verstöße aufgedeckt? Wie oft Sanktionen verhängt? Keiner weiß es.

Allen Ernstes ist im zuständigen Bundesarbeitsministerium von »gefühlten Größen der Praktiker« die Rede."

"Heikel ist ebenfalls, dass die Diskussion von anderen Mängeln ablenkt. Noch immer werden Arbeitslose zu wenig gefördert. Im vergangenen Jahr wurde nur die Hälfte des für Schulungen und Training vorgesehenen Geldes abgerufen.

In vielen Jobcentern fehlt ein Drittel des eigentlich vorgesehenen Personals. Wenn also jemand unter Generalverdacht gehört, dann die Politiker der früher informellen und heute formellen großen Koalition, die diese Reform so hastig zusammengezimmert haben."

> Falsch verdächtigt
http://zeus.zeit.de/...

Schön ist auch dieser Artikel:

"Recht für Arme nur auf Pump?
Drei Länder wollen Prozesskostenhilfe begrenzen und erschweren

Ein »Prozesskostenhilfebegrenzungsgesetz« war diese Woche Thema im Bundesrat. Die Länder erhoffen sich davon »wesentliche Einsparungen«. Doch für Arme wird es künftig noch schwieriger, Recht zu bekommen."
http://www.nd-online.de/...

Und nicht zuletzt ist auch das hier ein deutlicher Hinweis auf die "Sparpolitik" der Bundesregierung:

„Wir wollen ZWANGSUMZÜGE zu einem bundespolitischen Thema machen, sagt der Politikwissenschaftler Peter Grottian,“ FU Berlin. „Anstatt jedem derzeit Arbeitslosengeld II- empfangenden Haushalt 50 EUR mehr für die Mietkosten mit einem Gesamtaufwand von 180 Millionen EUR zu bezahlen, hat die Agentur für Arbeit kürzlich für rund 270 Millionen EUR neue Mitarbeiter eingestellt“, rechnet Grottian vor, „die dazu da sind, die Kontrolleure der Kontrolleure der Arbeitslosengeldempfänger zu kontrollieren.“
http://blogg.zeit.de/...

> Ich bin froh dass die SPD mitregiert, sonst
> wären die Einsparungen der Beamtenpartei wohl
> unerträglich... CDU sucks...

Zu deiner Erinnerung: Diese "Reform" wurde von ALLEN (selbsternannten) "Volksparteien" Deutschlands ausgeheckt und geplant, wenn man das so nennen kann. Daran sind CDU, CSU, FDP, GRÜNE und SPD federführend und gleichberechtigt beteiligt.
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09.05.2006 15:49 Uhr von Dream77
 
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hermi: respekt, ich finde es klasse das du den schritt gewagt hast und somit allen zeisgt das es auch anders geht. alle daumen die ich habe zeigen gerade hoch :-)
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09.05.2006 16:31 Uhr von SchlachtVati
 
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Ich-AG fällt ab Ende Juni weg: um das "wichtigere" zu finanzieren denk ich mal !


absurd3
Mein Fallmanager ist inzwischen näher an der Realität als manch andere. Anfangs dachte er wohl, dass man schon ein faules Stück Mensch sein müsse, wenn man nicht in der Lage ist, sich eine Anstellung zu beschaffen. Inzwischen sieht er das anders. Er hat einfach mit zu vielen Menschen zu tun gehabt, die arbeitslos sind.
Und hier ein sehr gebildeter Mensch:
„Wir wollen ZWANGSUMZÜGE zu einem bundespolitischen Thema machen, sagt der Politikwissenschaftler Peter Grottian,“ FU Berlin. „Anstatt jedem derzeit Arbeitslosengeld II- empfangenden Haushalt 50 EUR mehr für die Mietkosten mit einem Gesamtaufwand von 180 Millionen EUR zu bezahlen, hat die Agentur für Arbeit kürzlich für rund 270 Millionen EUR neue Mitarbeiter eingestellt“, rechnet Grottian vor, „die dazu da sind, die Kontrolleure der Kontrolleure der Arbeitslosengeldempfänger zu kontrollieren.“

http://blogg.zeit.de/...

dummdidumm !
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09.05.2006 17:39 Uhr von hermi68
 
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zu Dream77: Diese Entscheidung war ne reine Kopfsache und leider keine Herzensangelegenheit---denn man verliert mit derZeit alles, was dein Leben bis dahin begleitet hat!!
Dein tägliches Umfeld,Freunde,Bekanntschaft,Verwandschaft oder wenn man einfach mal hilfe braucht!!
Du must dein ganzes Leben neu ordnen und dir ein neues Umfeld aufbauen!!Dazu must du die passende Arbeit und ne Wohnung finden und was im Schwabenland wichtig ist--erst mal die Sprache--denn die ersten zwei Monate habe ich gedacht ich bin im Ausland--danach gehts!!

Aber diese Nebenwirkungen stehen in keinem Amtsblatt und Pendeln geht immer nur auf eine absehbare Zeit!!

Und die Zeiten, das man einfach nur losfährt und in einem ´´Großen Unternehmen´´eingestellt wird,sind selbst hier in Stuttgart vorbei, denn die arbeiten alle mit Subunternehmen und die zahlen auch nurnoch den untersten Tarif der möglich ist--zum Leben zu wenig und zum sterben zuviel!!Und es wird immer weiter nach unten gedrückt und das ist das schlimme daran!!Aber es stehen genug Menschen zur Verfügung, die Verzweifelt genug sind, gegen jede Vernuft, für so einen Hungerlohn zu arbeiten
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09.05.2006 17:57 Uhr von Dream77
 
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hermi: ich weiss das.

ich hab auch ein paar umzüge hinter mir, auch grössere. was ich aber ausdrücken wollte, war einfach nur respekt. denn viele lassen sich nicht auf diese kopfsache ein.

ironie des schicksals.... ostern sind bekannte von mir aus ratingen/ düsseldorf nach stuttgart gezogen, weil er dort einen job gefunden hat...

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