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Helmut Rau: Keine Schuluniform in Baden-Württemberg

Helmut Rau (CDU), seines Zeichens Kultusminister von Baden-Württemberg, ist Vorschlägen für eine Schuluniform von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) entgegengetreten.

Er sagte in einem Gespräch mit der "Stuttgarter Zeitung", dass ein solches Gesetz nicht vom Ministerium kommen könne. Schulen könnten Uniformen aber auf eigene Veranlassung tragen lassen.

Zypries hatte erklärt, solche Uniformen könnten Burkas in der Schule unmöglich machen. "Integrationsfragen lassen sich nicht über
Kleiderordnungen regeln", betonte Rau dazu.


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WebReporter: philipp8000
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Baden-Württemberg, Baden
Quelle: www.presseportal.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.05.2006 17:33 Uhr von philipp8000
 
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Wie wahr. Die Integrationspolitik steht teilweise vor einem Scherbenhaufen. Andere Länder lassen nur rein, wer über Kapital, einen benötigten Beruf und die Landessprache oder Wissen über das jeweilige Land verfügt. So etwas wäre hier zum Selbsterhalt angebracht, es ist fatal bei steigender Arbeitslosigkeit die Zuwanderung in ungeahnte Höhen zu zulassen.
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08.05.2006 18:17 Uhr von ttsun
 
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fatal: es ist fatal bei sinkender Bevölkerungszahl der Immigration neue Hürden aufzusetzten.

Zuwanderung in ungeahnten Höhen lol die Zahl der Einwanderder in Deutschland ist erschreckend klein.
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08.05.2006 18:18 Uhr von Bibi66
 
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Also, so schlecht: finde ich die Idee mit den "Schuluniformen" gar nicht.

Wenn ich mir anschau, wie das an der Schule meines Stiefsohns hier auf den Kanaren läuft... Super Sache.
In seiner Klasse befinden sich (in alphabetischer Reihenfolge) Deutsche, Engländer, Inder, Spanier, Thailänder und Österreicher.
An der Schule selbst befinden sich (wieder in alphabetischer Reihenfolge) Atheisten, Buddhisten, Hindus, Juden, Katholiken, Moslems und Protestanten.
Weiterhin existieren dort fast sämtliche Hautfarben.
Und alle kommen sie aus unterschiedlichen finanziellen Schichten.
Und es gibt absolut keine Probleme.
Und es gibt Uniformpflicht. Ausgenommen an speziellen Tagen, da könne sich die Schüler/innen für einen Euro von der Uniformpflicht "freikaufen". Das Geld ist dann für irgendeinen wohltätigen Zweck (wobei mir schon einige Male auffiel, das die Kids zwar nen Euo zahlen, aber trotzdem in Uniform kommen...).
Und es gibt halt eben nur eine Sprache. Und das wird auch rigoros durchgesetzt.

Und egal, welche Schule ich hier anschaue, egal ob öffentliche oder private... die Schulen mit Schuluniformen sind diejenigen, wo es am wenigsten Probleme gibt und wo es so gut wie keine Integrationsprobleme gibt (ausgenommen die zu integrierenden oder deren Eltern lehnen die Integration ab...).

Hasta Luego
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08.05.2006 18:24 Uhr von solynieve
 
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Genau Bibi66: Ich versteh die ganze Diskussion nicht mehr?
Warum tut Deutschland sich bloss immer so schwer. Alles muss 100 mal besprochen werden, jeder gibt seinen Senf dazu...
Spanien ist auch ein demokratisches Land und man soll´s nicht glauben, hier funktioniert es mit der Schuluniform und der einheitlichen (spanischen) Sprache.
Adios
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08.05.2006 18:28 Uhr von kwikkwok
 
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Lustig: Ein CDU-Landesminister wendet sich gegen einen reaktionären Vorschlag einer SPD-Bundesministerin, das hat schon was Drolliges;)

PS: Ich unterstütze nach einigem Nachdenken allerdings den reaktionären Vorschlag und widerspreche dem Landesminister genau im zentralen Punkt. Denn natürlich würde eine solche Maßnahme sehr wohl etwas für die Integration leisten, weil sie die Eltern-Herrschaften solcher Schulkinder zu einem wohltuend frühen Zeitpunkt dazu zwänge, einmal ernsthaft darüber nachzudenken, ob sie in einem Land mit grundsätzlich säkularer Schulpflicht für alle Kinder weiter leben können und wollen. Das ist sicher nicht so ganz verkehrt.
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08.05.2006 18:57 Uhr von fischhäppchen
 
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wär mir lieber wenn´s im bayern keine geben wird.. :(
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08.05.2006 19:09 Uhr von «azero»
 
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deutschtümelnder Test und andere Integrationsmühen: > die Schulen mit Schuluniformen sind diejenigen,
> wo es am wenigsten Probleme gibt und wo es
> so gut wie keine Integrationsprobleme gibt

Genau das ist ja das Problem, Bibi66.
Stelle dir mal vor, wir hätten keine Integrationsprobleme. Was würden wir dann mit all den Integrationsbeauftragten, Integrationsexperten und Integrationsplanern, sowie deren Stellvertretern und deren stellvertretenden Stellvertretern machen? Und was geschähe mit den Integrationsgesetzen, Integrationsnormen und Integrationsvorschriften? All diese Menschen, die Druckereien, die Verlage, die bezahlten Arbeitsplätze ... Mein Gott, Herr Rau hat Recht! Es gilt, um jeden Arbeitsplatz zu kämpfen. Wen kümmert´s da, dass die Integration scheitert, wenn sie doch genau deswegen Arbeit schafft?!

Wie kannst du dich da erdreisten, praktikable Lösungsvorschläge zu bringen?! Geh doch wo du wohnst! Oh, und nimm Herrn Rau mit. Vielleicht begreift er ja, wenn er sieht und anfassen kann, was ihm auf akademischem Wege nicht in den Kopf will?!

Ich bin alles andere als ein Fan der zypries´schen Arbeit. Und auch die zypries´sche Begründung ist mehr als zynisch und verachtenswert. Aber das Resultat heiligt nicht nur diesmal durchaus die Mittel.
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08.05.2006 19:26 Uhr von «azero»
 
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Grundsätzlich säkulare Schulpflicht? Wirklich? Ist es tabu, ein Kreuz zu tragen? Oder ein Pentagramm? Oder einen Medizin-Beutel? Oder einen Punkt auf der Stirn? Oder Ringe? Halsketten? Tätowierungen? ... All das sind Insignien einer Religion und/oder eines Glaubens, die - mehr oder weniger offen - zur Schau getragen werden DÜRFEN.

Lediglich die etwas ... errr ... voluminöseren Zeichen religiöser und/oder Glaubenszugehörigkeit will man AFAIK unterbinden. Das ist nicht anders zu nennen als zynisch und arrogant. Von Art 3 Abs 3 GG entfernen wir uns dabei immer weiter, kwikkwok.

Dennoch unterstütze ich die Idee, wenn auch aus anderen Motiven heraus: Nicht die Diskriminierung anderer Glaubensrichtungen als jener der abendländischen Religion(en)/Glauben(srichtungen), sondern die allgemeine Sozialisierung sollte damit forciert werden: "Schluss mit den Statussymbolen in der Schule!"; DAS muss Ziel der Bemühungen sein. Und wenn das bedeutet, dass religiöse Insignien geopfert werden, dann ist es mir Recht. Religion und Schule passen sowieso nicht zusammen; auch und gerade auf der Basis von Art 3 Abs 3. Vorausgesetzt, es gilt für ALLE ODER NIEMANDEN. :D
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08.05.2006 20:08 Uhr von kwikkwok
 
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@azero: So dumm bist Du ja wohl nicht, daher erübrigt sich eine Antwort auf diesen Quark. Für weitere Erklärungen verweise ich auf meine VK, sprich, was immer Du hier weiter posten wirst, mir ist es nicht die Mühe einer Antwort wert.
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08.05.2006 21:05 Uhr von Die Waldfee
 
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sinnvoll wäre das wirklich mal, mit der schuluniform...Zur Schau stellen kann man seine coolen Klamotten auch nach der Schule. Wie viele junge Berufseinsteiger aussehen, entsetzt mich schon ein bisschen...Schuluniform kann auch heißen: alle die gleichen Jeans von H&M, der Karorock ist wirklich überholt. Die meisten interessiert heute in der Schule nur noch das ach so coole assi-styling..

ich denke es würde helfen und dass man so etwas auch mit einem Gesetz "besiegeln" sollte...
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08.05.2006 22:32 Uhr von md2003
 
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Eine Schuluniform wäre natürlich eine gute Sache!! Schließlich kann dann nicht mehr erkannt werden, ob man arm ist, zur Mittelschicht gehört, oder reich ist.bzw. Deutscher oder Ausländer ist...alle sind dann gleich! Und das wäre gut...

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09.05.2006 00:17 Uhr von Bonn67
 
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Schuluniform: Bundesjustizministerin Brigitte Zypries hat sich für Schuluniformen an deutschen Schulen ausgesprochen. Zu jeder Uniform soll ein Helm, Ellenbogen- und Knieschützer sowie ein Hartgummischlagstock gehören, so Zypries. Lehrer erhielten je ein Megaphon, mit dem der Unterricht auch durch geschlossene Türen fortgesetzt werden könne.
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10.05.2006 23:15 Uhr von shadow#
 
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autsch! schon wieder so ein fall von dümmlicher massenmedialer selbstgeisselung. anders als mit der völligen abwesenheit von gehirnmasse kann man sich manche politiker-aussagen wirklich nicht erklären.

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