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Schweiz: Projekt "Schule ohne Lehrer" bringt positive Ergebnisse

Ohne Lehrer pauken: In Wetzikon (bei Zürich) nehmen Gymnasiasten an einem Versuch teil, in dem sie sich den Lehrstoff, den sie am Anfang des Schuljahres erhalten, selbstständig aneignen sollen. Der Lernort ist frei wählbar.

Das Experiment startete vor zwei Jahren. Sechs Monate lang lernen die Schüler ohne Lehrerbetreuung Deutsch, Mathematik, Chemie, Biologie, Sport und zwei Sprachen. Einmal wöchentlich gibt es in jedem Fach eine Fragestunde oder auch Nachhilfe.

Die Ergebnisse: Die Schüler haben ein besseres Selbstbewusstsein und höhere autodidaktische Fähigkeiten. Es gab nicht mehr Sitzenbleiber als zuvor mit Lehrern. Laut Prof. Oelkers
(Uni Zürich) ist dies eine gute Vorbereitung für das Studium.


WebReporter: black cybercat
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Schweiz, Schule, Lehrer, Ergebnis, Projekt
Quelle: www.rp-online.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.05.2006 08:10 Uhr von black cybercat
 
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Bravo!!! Da kann ich nur Beifall klatschen - in der Oberstufe war ich auch von der ständigen Anwesenheitspflicht TOTAL genervt. Ich hätte viel lieber das Unterrichtsmaterial gehabt, selber gelernt und wäre dann zur Prüfung gekommen. In diesem Alter sollte man das können. Die Lehrer sollten dafür mehr Zeit für die unteren Klassen haben, für jüngere Schüler ist eine gute Betreuung wichtiger!
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05.05.2006 11:37 Uhr von Firona
 
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Homeschooling: ist in anderen Ländern bereits sehr populär und wird mit großem Erfolg angewandt. z.B. in unserem Nachbarland Österreich, aber auch in vielen anderen europäischen Ländern und in USA. In Deutschland istHomeschooling nicht erlaubt. Es gibt aber etliche Klagen von Eltern und gegen Eltern, die ihre Kinder ebenfalls zu Hause beschulen möchten. Im schlimmsten Fall mussten Eltern ins Gefängnis und haben das Sorgerrecht für ihre Kinder verloren. Bußgelder wurden selbstverständlich im Vorfeld verhängt. Infos gibt es z.B. unter homeschooling.de im Internet und weiteren Vereinen, die sich inzwischen gegründet haben.
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05.05.2006 11:41 Uhr von Whitechariot
 
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Das geht aber nur wenn die Schüler entsprechend motiviert sind und das nicht als Freifahrtschein für Faulheit ansehen, was mit Sicherheit sehr viele tun würden.

Auch bei Unterricht durch Eltern kann es sehr fraglich sein, ob wirklich korrekte oder auch sinnvolle Inhalte vermittelt werden.
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05.05.2006 12:00 Uhr von bananisch
 
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das ist dann denen ihr bier wenn sie faulenzen. Entweder lernste und schreibst deine Prüfung oder du hast eben gelitten.

greetz
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05.05.2006 12:21 Uhr von bdrain
 
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@firona: Also Homeschooling ist imho ein ganz anderes Thema. Wenn du einzelnen Eltern das alleinige und selbständige Beschulen erlaubst, dann kannst Du auch gleich die Schulpflicht abschaffen. Unser Schulsystem ist überholungsbedürftig, aber Homeschooling in diesem Sinne ist nicht die Lösung.

Die in der News beschriebene Methode hat imho durchaus Potential. Allerdings wird das Lehren nicht aus den Händen der Schule gegeben, sondern nur flexibler gestaltet. Unter den richtigen Bedingungen und mit ein wenig Erfahrung kann sich diese Methode sicher auf für Deutschland empfehlen. Ich denke aber, dass es weiterhin ein wichtiger Bestandteil des Lernens sein sollte, zumindestens für einige Fächer die Schule zu besuchen, damit das soziale Umfeld nicht völlig wegfällt.
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05.05.2006 12:37 Uhr von derSchmu
 
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Hat was von Ganztagsschulen, wo die Schueler: auch einige Stunden unter sich verbringen und Aufgaben bewaeltigen und lernen.
Im Grunde ist selbststaendiges Arbeiten das A und O.

Aber wenn dann keine Lehrer mehr von Schuelern vermoebelt werden, keine Beamten mehr in Pension gehen, Lehrer keinen Sex mit Schuelern haben und aufgrund der Besserung in den Schulen Pisa nicht mehr erwaehnt werden muss,

was lesen wir dann noch bei SSN?!
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05.05.2006 14:03 Uhr von DIEgubels
 
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mmh: also im Grunde genommen finde ich das ne ansprechende Idee.
aber bei fächern wie mathe oder chemie braucht man, finde ich, erklärungen, da es sich hierbei um "verstehfächer" handelt. und ehh ich selbst daran verzweifle, sitze ich lieber ne doppelstunde im klassenraum...
also ich würde den "normalen" schulunterricht bevorzugen.
mfg
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05.05.2006 14:43 Uhr von stefan84m
 
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wuerde wahrscheinlich nicht hinhauen: Ich nehme mal an, dass sich diese Schueler freiwillig gemeldet haben und dementsprechen grosse Motivation zum lernen mitbringen. Leider gibt es aber auch so leute wie mich :D die sich dann eben nicht hinsetzten und lernen auf jeden Fall nicht genug. Die Pruefung wuerde ich sicherlich schaffen, aber zwischen schaffen und den Stoff auch zu koennen besteht nen grosser Unterschied.
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05.05.2006 17:15 Uhr von Firona
 
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@bdrain: Homeschooling ist genau das gleiche. Du bekommst deine Aufgaben von der Schule gestellt, an der das Kind angemeldet ist. Es gibt gelegentlich Prüfungen, um zu testen, ob du den vorgegebenen Lehrstoff auch kannst.
Homeschooling bedeutet nicht, dass man zu Hause lernen kann, was man will! Man hat ein Curriculum, das abgearbeitet werden muss, genau wie in der Schule. Du brauchst auch als Eltern eine gewisse Qualifikation, denn du bist erster Ansprechpartner bei Problemen.

Es ist aber eine feine Sache, wenn du, z.B. aus beruflichen Gründen, viel in der Welt herumkommst, damit dein Kind nicht ständig die Schule wechseln musst. Deutsche Diplomatenkinder dürfen es beispielsweise über die ils und andere Institutionen.

Ich kann dir aber noch eine Menge anderer Gründe aufzählen, die mehr oder weniger im heutigen deutschen Schulsystem begründet liegen.

Homeschooling bedeutet vor allen Dingen für den Schüler, Verantwortung für sich selbst übernehmen. Vor allen Dingen, kannst du deine Arbeit im PC überall hin mitnehmen. Dass es Spaß macht, nicht an die Ferienzeiten gebunden zu sein, erübrigt sich zu sagen.

Und: Warum sollte das bei uns nicht klappen? Sind wir Deutschen denn doofer als andere Nationen, die das bereits mit Erfolg praktizieren? Wahrscheinlich nicht. Es würde aber sicherlich einfacher gehen, wenn gleichzeitig auch das dreigliedrige Schulsystem geändert werden würde. So viel ich weiß, sind wir die einzige Nation weltweit, die Hauptschule, Realschule und Gymnasium hat. In den meisten Ländern sind alle Schüler bis zur 9. Klasse zusammen. Und siehe da, es funktioniert, wenn die Schwächsten nicht ausgegrenzt werden.
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05.05.2006 19:54 Uhr von bdrain
 
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@firona: Ich gebe zu, dass wusste ich nicht und ich glaube dir das einfach mal. Trotzdem habe ich kein Vertrauen in solch ein System. Ich glaube, dass es schnell aus den Fugen geraten könnte und dass einige Eltern die Elastizität eines solchen Curriculums ausnutzen würden. Ich denke da ähnlich wie stefan84m, es lässt sich wirklich schwer feststellen, auf welche Weise die Schüler mehr lernen.

Ich kenne da einige fanatische Eltern, die alles dafür tun würden, ihr Kind allein zu unterrichten, aber es wäre eine schlimme Vorstellung. Warten wir ab, was die Schulreform mit sich bringt. Wenn sie gelingt, dann werden auch diese Eltern verstummen. Das ist nur ihre Unzufriedenheit über das jetzige System.
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06.05.2006 23:20 Uhr von md2003
 
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Naja das führt aber dazu, dass Lehrer (fast) nicht mehr gebraucht werden, denn für ein DLS (Distance Learning System) braucht man eben keinen Lehrer!
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07.05.2006 23:28 Uhr von shadow#
 
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naja: ich denke mal dass man in der oberstufe eines gymnasiums davon ausgehen kann dass die faulen schüler vorher schon aussortiert wurden. als vorbereitung gesehen ist das system also gar nicht mal schlecht.
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08.05.2006 17:40 Uhr von bdrain
 
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@shadow#: Nein! Da liegst Du definitiv weit daneben. Ich bin stinkend faul und habe das Gymnasium hinter mich gebracht. Nicht mal im Studium werde ich gezwungen meine Faulheit zu bekämpfen.

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