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Wikipedia: Enzyklopädie wird für politische Zwecke missbraucht

Vor den Kongresswahlen in den USA häufen sich bei Wikipedia die Fälle, bei denen Einträge politischer Art geschönt oder verfälscht werden. Teilweise wurde George W. Bushs Eintrag mehr als 20-mal am Tag abgeändert.

Wikipedia ließ IPs aus dem amerikanischen Kongress sperren, die häufiger Einträge bearbeiteten. Nur noch registrierte User wurden zugelassen.

Mit Hilfe von 1.000 Freiwilligen werden Einträge nun nach inhaltlichen Fehlern durchsucht. Ob die Unparteilichkeit gewährleistet werden kann, ist schwierig, zumal man auch nicht weiß, welche Interessen hinter den Einträgen stecken.


WebReporter: calfin
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Wikipedia, Zweck
Quelle: derstandard.at

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.05.2006 10:33 Uhr von calfin
 
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Schon ein Wahnsinn, wenn man sich das überlegt. Wikipedia, angetreten um eine informative und neutrale Informationsplattform für jedermann zu sein, wird nun zu der idealen Plattform, um Unwahrheiten oder Indiskretionen zu streuen.
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03.05.2006 12:08 Uhr von Joeiiii
 
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Die Idee hinter Wikipedia ist echt großartig, denn man findet selten irgendwo so viel Information auf einem Haufen.

Aber da dort theoretisch jeder Hinz und Kunz was schreiben kann, gibt es dort eben auch viele Halb- und Unwahrheiten...leider. Die politische Motivation hinter der ganzen Sache kann ich natürlich verstehen, aber deswegen ist es trotzdem FALSCH!!!!!
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03.05.2006 12:53 Uhr von da_don
 
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Das Problem von Wikipedia ist das jeder einen Beitrag bearbeiten kann. Jedoch ist dies gerade auch der Vorteil von Wikipedia. Ich denke man kann da auch leider nicht allzu viel machen ausser eben verdächtige IP Adressen zu sperren.
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03.05.2006 12:54 Uhr von Spaßbürger
 
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Deswegen: mag ich Wikipedia nicht.

Ich habe selber mal einen Artikel geändert, aus dem einfach Grund weil ich es 100% besser wusste. (Ich habe es auch nochmal extra nachgeschaut.)

Kurze Zeit später stand der alte schrott wieder da.

Wikipedia ist für die Katz!
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03.05.2006 13:07 Uhr von weebl
 
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Wikipedia: Die Wikipedia ist zu einer Quelle für faule Schüler und Studenten oder andere Personen geworden, die für ihre Referate und Hausarbeiten nicht in eine Bibliothek wollen
Dementsprechend viele falsche Tatsachen tauchen auch in den Arbeiten immer öfter auf;)
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03.05.2006 13:38 Uhr von dummegesellschaft
 
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@ weebl: Naja, aber in den Büchern steht auch genug scheisse. und trotz der z.B. 10. Auflage sind immer wieder Fehler zu finden...
Ausserdem sind die Biblotheken zum Teil so schlecht ausgestattet, das von einem Buch gerade mal eine Hand voll exemplare zur Verfügung stehen und die dann alle Ausgeliehen sind...

und falls es niemanden aufgefallen ist:
"Wikipedia ließ IPs aus dem amerikanischen Kongress sperren, die häufiger Einträge bearbeiteten."

Es ist nicht Hinz und Kunz, sondern Politka und Lobista
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03.05.2006 13:42 Uhr von The_Nothing
 
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Vorredner: Eine Untersuchung hat ergeben, dass Wikipedia mit anderen namhaften Enzyklopedien in Schriftform qualitativ vergleichbar ist (z.B. Encyclopedia Britannica), gab hier sogar ne News drüber. So viel zur Qualität!

Und zu den "faulen" Schülern, na und? Ich würde auch nicht in ne Bücherei gehen, wenn ich mir die Infos zu Hause auf den Rechner holen kann, das hat absolut nichts mit Faulheit, sondern vielmehr mit effizienterem Arbeiten zu tun.
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03.05.2006 14:13 Uhr von t.weuster
 
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@ weebl: ein Buch kann von einer Person so abgeändert werden, dass eine totaler Scheiss drin steht.

Nehmen wir mal ein geschichtsbuch. Anstatt zu schreiben, dass die Nazis KZ-Lager gebaut hat, schreibt der Autor, das die Nazis Juden unterstützt haben. Dann gibt es eine ganz ordnetliche Auflage und es steht in sagen wir 1000 Büchern. Wohl gemerkt gedruckt. Die gedruckten Bücher kann man nicht mehr ändern.

Bei Wikipedia kann jeder etwas zur richtigkeit dazu beitragen. Wenn da steht, dass Nazis und Jugen gute Freunde waren, wird der Artikel gemeldet oder selbst abgeändert und schon steht innerhalb einer Stunde die wahrheit bzw. das richtige dort.
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03.05.2006 14:38 Uhr von Joeiiii
 
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@ t.weuster: >>Bei Wikipedia kann jeder etwas zur richtigkeit dazu beitragen. Wenn da steht, dass Nazis und Jugen gute Freunde waren, wird der Artikel gemeldet oder selbst abgeändert und schon steht innerhalb einer Stunde die wahrheit bzw. das richtige dort.<<

Das ist prinzipiell richtig, ABER es geht gena auch in die andere Richtung: Man kann nach der Richtigstellung eben auch wieder was falsches hinschreiben. Am Beispiel Nazi/Juden: Ein "Nazi" könnte den Text wieder dahingehend ändern, daß sie die besten Freunde waren. Dann steht wieder das dort was ursprünglich, also vor der ersten Änderung dort stand.

Was nützt es IPs zu blockieren? Wenn ich böswilligerweise vorhabe auf Wikipedia Daten zu ändern dann werde ich gesperrt, ok. Na und? Dann logge ich mich über einen Proxyserver ein, habe dadurch eine 100%ig andere IP und kann weiter machen.
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03.05.2006 14:53 Uhr von nester
 
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wikipedia: hat im schnitt einen fehler mehr pro atikel als ein kostenflichtiges angebot zum beispiel von bertelsman. und für einen fehler weniger (also nicht fehlerfrei sondern eher 3-4) zahl ich keine hunderte von € um ein komplettes werk zu erstehen.
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03.05.2006 14:57 Uhr von DER_Schnupfen
 
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Dafür: gibt es in amerika ein komplettes staatsorgan.
nämlich das Gouvernment of Disinformation.
Aber zum glück ham die ja atombomben und drohen mit krieg, sonst währ ja was nicht in Ordnung.
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03.05.2006 15:03 Uhr von rainerZ
 
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Missbrauch muss hingenommen werden: Da es nun mal ein aktives, freies Medium ist, kann man eben nicht verhindern, dass Idioten das missbrauchen. Bei allen Websites, wo Kommentare abgegeben werden, tauchen immer mal wieder schlimme Äußerungen auf, die halt kontrolliert werden müssen. Auf einen "sauberen" Stand wird man nie kommen. Bestimmte Sperren sollten dann bei bestimmten "sensiblen" Themen eingebaut werden.
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03.05.2006 16:14 Uhr von styxxx
 
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Uralt Dass das Internet und damit auch Wikipedia für politische Zwecke missbraucht wird ist nichts neues. Gerade das mit den IP-Sperrungen bei WIkipedia stand schon vor Wochen auf anderen Nachrichtenseiten.
Das ganze ist auch ein bekanntes Problem. Aber es gibt immer Leute, die geänderte Artikel durchlesen. Sicher, selten kann mal was übersehen werden, das bestreitet niemand, aber der Großteil wird wieder korrigiert. Sonst hätte man das ganze ja auch nicht mitbekommen ;)

Und wer kontrolliert eigentlich, ob kommerzielle Lexikas wirklich neutral sind? Auch dort findet man gelegentlich Fehler und subjektive Texte - nur kann man es nicht mal eben korrigieren.
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03.05.2006 16:54 Uhr von denksport
 
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Bezahlen? wie mit Büchern, wer sich nur auf eine Quelle verlässt, ist selbst dran schuld. Oft ist es auch interessant, was zumindest in der englischen wikipedia steht oder in anderen Online-Nachschlagwerken. Also bei Wikipedia bin ich auch schon auf Widersprüche bei manchen Themen gestossen, zu dem was in anderen Werken steht. Trotzdem gute Sache die wikipedia.
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03.05.2006 19:30 Uhr von Ophiuchus
 
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Konsequenzen? Jede Form der Veröffentlichung wurde schon immer zu politischen Zwecken mißbraucht. Weshalb sollte Wikipedia eine Ausnahme darstellen?

Die Konsequenz, die ich ziehen würde ist, alles was Politiker anbelangt in Zukunft auszuklammern. Die sind noch nicht reif für ein so wegweisendes Projekt wie Wikipedia.

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