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Pendlerpauschale erst ab 20 Kilometer absetzbar

Gemäß Informationen der Nachrichtenagentur Reuters hat sich die Koalition geeinigt, die steuerlich absetzbare Pendlerpauschale von 30 Cent je Entfernungskilometer für die ersten 20 Kilometer zu streichen.

Außerdem soll die Entfernungspauschale nicht mehr als Werbungskosten sondern als außergewöhnliche Belastung steuerlich geltend gemacht werden können, wodurch eine langjährige Tradition im deutschen Steuerrecht beendet wurde.


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WebReporter: labor_007
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Kilometer, Pendler
Quelle: www.n-tv.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.05.2006 21:00 Uhr von labor_007
 
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Diese Streichung wurden uns von den Koalitionspartnern auch im Koalitionsvertrag versprochen. Endlich wird einmal gehalten, was auch versprochen wurde.
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02.05.2006 21:40 Uhr von Troll-Collect
 
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Ab zum BVergG: @Autor:
Ich hoffe du meinst das ironisch!



"wodurch eine langjährige Tradition im deutschen Steuerrecht beendet wurde."

das hast du verkürzt wiedergegeben - die Quelle sagt hierzu:

"Um die verfassungsrechtlichen Schwierigkeiten des Vorhabens zu umgehen, verabredeten die Politiker nach den Angaben, die Pendlerpauschale künftig nicht mehr als Werbungskosten, sondern als außergewöhnliche Belastung zu definieren. ..."

Genau hier liegt der Knackpunkt - der Bruch in der Tradition liegt in nicht weniger als der Besteuerung nach Leistungsfähigkeit, der Nettobesteuerung und vor allem dem Gleichbehandlungsprinzip.

VW darf Fahrtkosten (Speditionen, Dienstwagen) absetzen, Ärzte dürfen das, Handwerker, Aktionäre die Fahrkosten zur Bank oder Hauptversammlung - nur Arbeitnehmer dürfen die Fahrten zur Erzielung ihres Einkommens nicht steuerlich geltend machen. Da es immer noch einige Daus gibt, die meinen, das Geld gibt es vom Finanzamt zurück: Mitnichten, es bedeutet nur, daß man auf diesen Einkommensanteil keine Steuer zahlen muß.

Es seien nochmal die bisher gültigen juristischen Grundlagen zitiert, so wird der Bruch bisher gültiger rechtstaatlicher Prinzipen deutlich:

Bei der Einkommensteuer (und der Lohnsteuer als Erhebungsform) erfolgt eine Besteuerung der "Überschusseinkünfte", d.h. der Überschuß der Einnahmen über den Werbungskosten.

>>EStG § 9 Werbungskosten
(1) Werbungskosten sind Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen. Sie sind bei der Einkunftsart abzuziehen, bei der sie erwachsen sind.<<
http://www.steuerlexikon-online.de/...

Der Abzug von Werbungskosten ist keine Steuervergünstigung, sondern Ausfluss des sogenannten objektiven Nettoprinzips, nachdem nur das verfügbare Nettoeinkommen (und nicht die Bruttogröße, die Einnahmen!) der Besteuerung unterworfen werden darf.

Die Entfernungsdpauschale ist eine vereinfachte Form die zu Erzielung des Einkommens notwendigen Fahrtkosten zur Ermittlung des Nettoeinkommens zu berücksichtigen.
"Mit der Entfernungspauschale werden Kosten für Fahrten zwischen Wohnung und der täglichen Arbeitsstätte abgegolten. Die Entfernungspauschale gehört zu den Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit."
http://www.steuerlexikon-online.de/...
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02.05.2006 21:59 Uhr von SchlachtVati
 
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was sonst !!! reaktionen werden schwindende STEUEREINNAHMEN sein !!!

viele werden bei kürzeren distanzen auf fahrrad umsteigen oder per monatskarte den nahverkehr bzw.regionalverkehr nutzen . die andere möglichkeit ist , chefchen kauft transporter (B-1000 lol) , wo die arbeitskräfte zusammengesammelt den arbeitsort errreichen (schon wieder ein stück DDR ) , gut für die umwelt jedoch schlecht für das staatssäckel !!!

ausserdem wer erarbeitetet eigentlich noch brutto , gibts denn sowas überhaupt noch ?
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02.05.2006 22:10 Uhr von orimbor
 
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Ja super Wenn dann demnächst an der Tankstelle die Uhr erst ab den 20ten Liter anfängt zu zählen währe ich voll und ganz dafür. Aber eher wird es wohl so werden das man erst ab der 2 Stunde in der Firma bezahlt wird.
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02.05.2006 22:11 Uhr von Balduin123
 
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Super: ist doch mal wieder ein Tag zum Feiern,mann da mach ich glatt ne Flasche Schampus auf.Ist zwar die letzte ist aber egal.Das letzte Hemd hat eh keine Tasche.Danke Angie,Münti und Westerwilli ihr seid zu gut für diese Welt,und auch ein besonderer Dank auch an Stöbeli für deine Ausserirdischen Zukunftsvisionen.Ich brauche keine Millionen....lalalalala.
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02.05.2006 22:13 Uhr von fadrag
 
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20 km is doch in Ordnung: Bis 20 km kann man locker mitm Bus fahren.
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02.05.2006 22:21 Uhr von Troll-Collect
 
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@fadrag: Ach so - und wenn der Job 50km entfernt ist, fährst du die ersten 20 km mit dem Bus und dann mit dem PKW?
Die Regelung lautet: die ersten 20 km - also Job 50km entfernt = nur 30km können abgesetzt werden.

Und das ist auch nur theoretischer Natur, darüberhinaus geht es nur als "außergewöhnliche Belastung". Hier gilt ein "zumutbarer Eigenanteil" von 5% des Einkommens der ebenfalls nicht abgesetzt werden kann. Mit dieser perfiden Regelung ist für Arbeitnehmer die Nett-Besteuerung de facto abgeschafft. Auf die Fahrtkosten zur Arbeit zahlen Arbeitnehmer jetzt doppelt Steuer: Mineralöl- sowie die (ab 01.01 um 3%Punkte höhere) Merkelsteuer und dann ebenfalls Einkommensteuer.

P.S. wg. Bus: Insbesondere wenn man in nicht erschlossenen Gebieten wohnt (insbesondere bei durch die neuen Hatz-Zumutbarkeitsregeln langen Pendelstrecken) kommt es besonders gut, wenn man dem Chef für das wichtige und eilige Projekt absagen muß, weil man nach 19Uhr nicht mehr nach Hause kommt.
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02.05.2006 22:36 Uhr von Tobias.G
 
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@fadrag: -----------------
"Bis 20 km kann man locker mitm Bus fahren."
-------------------
Die Entfernungspauschale steht für Aufwendungen für die Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. Sie ist nicht von der Benutzung des eigenen Kfz abhängig und wird deshalb auch als verkehrsmittelunabhängige Entfernungspauschale. bezeichnet.


Ich bin von der Einschränkung zwar auch betroffen, aber besser Steuervergünstigungen abschaffen, als neue Steuern zu schaffen. Nur jammern, wenn man selbst betroffen ist, hilft ja auch nicht weiter. Das ärgerliche ist das in unserem Steuer-Dschungel noch genug Löcher bleiben. Diejenigen die sich gute Steuerfachleute leisten können, werden solche Peanuts wie kürzung der Pendlerpauschale schon kompensieren.
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02.05.2006 22:38 Uhr von Troll-Collect
 
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@TobiasG: Lies meinen Beitrag von 21:40 - die Pendlerpauschale ist _keine_ Steuervergünstigung. Sie ist Bestandteil des Nettobesteuerungprinzips.
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02.05.2006 22:40 Uhr von freddy111
 
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Hey: warum regt ihr euch denn alle auf
Wir wollten doch alle diese Regierung haben.
Also nur Mut !! Es wird bestimmt alles noch schlimmer!!
Hurra!
Wir sind Deutschland
(*kopf einzieh`*)
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02.05.2006 22:56 Uhr von Tommy69
 
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Ich wollte diese Regierung: bestimmt nicht haben.

Wobei es mir bei meinen 8km auch nicht wirklich auf die Pendlerpauschale ankommt, nur:

Die Firmen schließen immer mehr regionale Standorte und zentralisieren (=> Telekom mitCall-Centern und sonstigen Betrieben, Rationalisierungsgrad 10.000 Mitarbeiter / Jahr).
Und die Regierung spielt in dieser "Mobbing-Runde" sehenden Auges mit und setzt die gezwungenermaßen pendelnden Menschen immer mehr unter Druck.
Bis sie aufgeben und die Firma verlassen. Wieder ein paar Hartz4er mehr und die Bilanz geschönt.

Wann wird die Regierung, gleich welcher Couleur, merken dass es so nicht weitergehen kann?
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02.05.2006 23:31 Uhr von carry-
 
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ja und: komplett abschaffen - es kann dem staat doch egal sein, wie weit jmd. von seiner arbeitsstelle entfernt wohnt!
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02.05.2006 23:45 Uhr von md2003
 
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Tja da muss man halt einfach schauen, dass der Weg auf wundersame Weise zufällig 21 Km lang "wird" - falls er nicht ohnehin schon länger ist:-)))))
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03.05.2006 05:30 Uhr von engelchenwhv
 
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tja ich muss bei meinen verschieden Arbeitsstellen immer nur *kurze* strecken fahren ( alle unter 20 km ) und bring jetzt durch den wegfall der Pendlerpauschale noch Geld mit zur Arbeit...tolle wurst.Denn vom meinem Arbeitgeber gibs keine Spritkosten dazu...noch nicht
Danke schön liebe Regierung.....
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03.05.2006 07:23 Uhr von Maglion
 
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@md2003: hast es wohl nicht verstanden.....

bei 21km bekommst du theoretisch 1 km angerechnet, aber da es sich um eine außergewöhnliche Belastung handelt, bei der Du erst einen bestimmten Betrag erreichen musst, hast Du nach Deinem Lohnsteuerjahresausgleich, von diesem einen Kilometer, 0,00 Cent mehr im Geldbeutel.

Da muß man schon einiges mehr fahen, damit man überhaupt etwas zurück bekommt.
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03.05.2006 10:11 Uhr von rh1974
 
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was ist mit gering verdienern? auch muessen einige fahren! wieviele fahren froms gehöft in die stadt zur arbeit? es gibt nämlich nicht nur ballungsgebiete mädles..nicht vergessen!

also 20km+20tage sind 400km, also JETZT noch ca 50eur. wenn du nur 700 eier auf die hand hast, sind das wieviel prozent vom netto die puff wech sind? aber ich weis es gibt bei uns ja keine ´Working Poor´.

http://de.wikipedia.org/...
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03.05.2006 10:15 Uhr von ArrowTiger
 
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@Tobias.G: -- Ich bin von der Einschränkung zwar auch betroffen, aber besser Steuervergünstigungen abschaffen, als neue Steuern zu schaffen."

Na ja, wenn´s denn auch mal wirklich sinnvolle Streichungen z.B. bei diversen Subventionen gehen würde, könnte man sicher darüber reden. Es wird aber offenbar immer nur abgezockt, wo keine vereinte Lobby dahintersteht.

Während ich die Streichung der Eigenheimzulage noch nachvollziehen kann - alle zahlen für den Vorteil weniger Bauherren - (da sollte man gleich den Riester-Bonus mit streichen, ist schließlich eine indirekte Subventionierung der Privatwirtschaft), halte ich solche Vergünstigungen gerade in Anbetracht der Tatsache, daß auch jeder Sebstständige seine Geschäftsfahrten absetzen kann, für geradezu unverschämt.

Abgesehen davon ist es doch egal, ob man nun neue Steuern erhebt, oder alte Vergünstigungen streicht. Letztlich fehlt das Geld im eigenen Portemonaie...
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04.05.2006 18:51 Uhr von Cenor_de
 
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Einnahme Überschuss: Das streichen wir mal Rot im Kalender an:
Troll-Collect hat 100% recht.
Zu versteuern ist der Gewinn. Der Überschuss.
Das ist Ungleicbesteuerung von abhängig Beschäftigten.

Die Pauschale ist schon Quatsch. Eigendlich müsste jeder ein Fahrtenbuch führen und seine tatsächlichen Kosten geltend machen, abzüglich des Privatanteils.
Wenn jemand sein Auto ausschliesslich benutzt um zur Arbeit zu kommen, müsste er auch die Anschaffungskosten, Steuern und Versicherungen geltend machen können.

Wie gesagt das ist massive Ungelichbesteuerung und wird dem sozialen freiden noch mehr Schaden zufügen.
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04.05.2006 21:36 Uhr von SchlachtVati
 
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@cenor_de: das macht doch nichts cenor !

die meisten werden zu ihrem chef sagen , "nun mußte den binder ablegen und früher aufstehen um deine "herde" von zu hause abholen zu können, kannst es ja von der steuer absetzen".

wäre der kniefall vor dem "systemfehler" NICHT möglich , könnte man ja meinen , 95% der arbeitslosen warten nur auf so eine gelegenheit !!!
5% sind ja rtl-gäste .
jojo , so richtig schöner sozialer frieden !

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