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Bolivien: Weitere Verstaatlichungen geplant

Der linksgerichtete bolivianische Präsident Evo Morales plant nach der Verstaatlichung von Erdöl- und Erdgas-Vorkommen bereits die Verstaatlichung von anderen Betrieben wie beispielsweise Forstunternehmen oder Minen in Bolivien.

"Schon bald werden die Minenunternehmen, die Forstwirtschaft und alle anderen nationalen Reichtümer, für die unsere Vorfahren gekämpft haben, an die Reihe kommen", sagte der Präsident, ein Indio, in der Hauptstadt La Paz.

Der deutsche Außenminister Steinmeier sagte bei einem Besuch in Boliviens Nachbarstaat Chile, die derzeitige Entwicklung sei besorgniserregend.


WebReporter: tcommander
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Weite, Bolivien, Verstaatlichung
Quelle: portale.web.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.05.2006 13:28 Uhr von tcommander
 
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Auf der einen Seiten grenzt das Ganze ja schon an Kommunismus. Andererseits wehrt sich jetzt eine "ausgebeutetes" Land mal gegen ausländische Firmen die nur Profit und keine soziale Gerechtigkeit im Sinn haben.
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02.05.2006 21:59 Uhr von geekago
 
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So muss das sein! Endlich wehren sich die südamerikanischen Länder gegen die besonders US-amerikanische aber auch europäische Ausbeutung! Wie kann es sein, dass dort US-Unternehmen alle Wälder niedermetzeln um kurzfristigen Profit zu erzielen, damit aber das Land nachhaltig zerstören (und wir alle wissen, was wiederaufforstungen kosten!) - Die von den USA erzwungenen Marktliberalisierungen werden unter den sozialistischen Präsidenten Lateinamerikas möglichst weitgehend rückgängig gemacht, und damit der Normalbevölkerung endlich ein würdiges Leben ermöglicht:

Und jene von uns, die weiterhin behaupten, dass man in einem wasserreichen Land sein Trinkwasser aus Pfützen holen muss weil ausländische Konzerne zu Spottpreisen die Wasserwerke übernommen haben - und horrende Preise ansetzen die fast jeden Einwohner seinen gesamten Lohn ins so selbstverständliche wie Wasser abpressen - denen kann man nur sagen: Denk mal nach, du wärst da!

Das die den USA hörige und auch dort deutlich profitierende deutsche Politik da gegen ist, ist wohl kaum verwunderlich... aber uns interessiert ja nur der eigene Profit, das neue Auto, bloß niemand anderem irgendwie auch nur ein Häppchen des gestohlenen Reichtums lassen! (Gestohlen: Wenn die USA militärischen Druck ausüben um die Liberalisierung zu erreichen - was ist das dann sonst?)
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02.05.2006 22:10 Uhr von SchlachtVati
 
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ausgezeichnet: erst venezuelea nun bolivien und es wird weitergehen!
diese länder haben gelernt und wissen was von ihren brüdern im norden zu erwarten ist!
wenn die USA eine falsche bewegung machen dann ist der euro im spiel!

ach ne die NEOCONS , können ja nicht mit der verfassung umgehen ;)


wie es aussieht entwickelt sich südamerika zur zentrale des widerstandes und könnte der anfang einer globalen r-evolution gegenüber neoliberalismus, ausbeutung und zinssystem werden. spanisch könnte sich doch für meinen liebling hier , an der VHS gelohnt haben , und das mehr , als ich gedacht hätte. ;)
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02.05.2006 23:35 Uhr von md2003
 
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Mal: ne interessante Variante! Dort werden private Betriebe verstaatlicht - in Deutschland ist es genau umgekehrt - denn hierzulande werden ja sämtliche Institutionen privatisiert (Bahn, Post, Telekom u.s.w.) - und was hat es in Deutschland gebracht?!? Viele Arbeitslose
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02.05.2006 23:37 Uhr von CHR.BEST
 
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Wenn es den Leuten dadurch besser geht gibts keinen Widerspruch meinerseits ;-)
Allerdings werden sich Firmen dadurch 2x überlegen ob sie in ein Land investieren sollten wo man von heute auf morgen mal eben so enteignet werden kann.
Des weiteren muß natürlich streng darauf geachtet werden daß in Zukunft die Gewinne nicht im Korruptionssumpf untergehen (wie z. B. in Nigeria). Sonst käme man schnell vom Regen in die Traufe.

Grundsätzlich finde ich es aber richtig daß Rohstoffquellen verstaatlicht werden. Man sieht es ja am Beispiel Saudi-Arabien. Dort ging es erst aufwärts mit dem Land als Pachtverträge der Engländer gekündigt wurden und die Saudis den Ölvertrieb selber in die Hand genommen hatten.
Die Diamantenminen in Südafrika sind meines Wissens auch staatlich.
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03.05.2006 12:45 Uhr von Davor
 
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vielleicht dringt auch irgendwann durch daß die Triebfeder dieses Tuns nicht irgendeine Effizienz im Geldeinpressen ist sondern umgekehrt die Effizienz möglichst viele Menschen am Zaster gerecht zu beteiligen - was ja offensichtlich nicht die Effizienz der Geldauspresser ist. Deren Effizienz läßt sich auch mit "Ausbeuten zum Selbstnutz" umschreiben - und hat daher keinen größeren gesellschaftlichen Nutzen. Man ist ja bestrebt möglichst viel für sich selber zu behalten. Das widerspricht natürlich dem Gedanken der sozialen "Effizienz" (also möglichst viele zu beteiligen in einem einträglichen Maße).

Sollte es mehr davon geben.
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03.05.2006 14:59 Uhr von maki
 
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CHR.BEST: "Allerdings werden sich Firmen dadurch 2x überlegen ob sie in ein Land investieren sollten wo man von heute auf morgen mal eben so enteignet werden kann."

Wen juckts, investieren sie halt selber :-)

Immerhin sind die dort dabei, ROHSTOFFE zu verstaatlichen. Die Infrastruktur zum Fördern ist ja schon da, so dass es jetzt nur noch am Fliessen gehalten werden muss, damit sich die staatlichen Kassen praktisch im Selbstlauf füllen :-)
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03.05.2006 15:10 Uhr von rainerZ
 
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Wenn damit vernünftig umgegangen wird was aber nicht zu erwarten ist, kann das für das Land hilfreich sein. Nur leben die Bolivianer nicht allein auf der Welt, und so wird es nur bei fairem Umgang mit Investoren oder Kooperationen ein gutes Ende nehmen. Wenn die übertreiben mit der Verstaatlichung, gibt es ein weiteres Krisengebiet in naher Zukunft. Die Ölpreise geraten jetzt schon deswegen leicht mehr unter Druck.

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