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Bolivien: Erdöl- und Erdgasvorkommen werden verstaatlicht - Militär im Einsatz

Evo Morales, der Präsident von Bolivien, hat am Montag mitgeteilt, dass Erdöl- und Erdgasvorkommen verstaatlicht werden. Bolivianisches Militär hat die Hoheit über die entsprechenden Anlagen übernommen.

"Es ist die Stunde gekommen, der ersehnte Tag, der historische Tag, an dem Bolivien wieder die absolute Kontrolle über seine Bodenschätze erlangt", so der Präsident.

Die Firmen Petrobas (Brasilien), Repsol-YPF (Spanien/Argentinien), BP (Großbritannien) und Total (Frankreich) sind die Leidtragenden.


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WebReporter: rheih
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Einsatz, Militär, Erdgas, Bolivien, Erdöl
Quelle: www.heute.de

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.05.2006 08:17 Uhr von Bibi66
 
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AUWEH!!!! Wenn das man gut geht!!

Gabs ja schon öfters, solche Verstaatlichungen, speziell von angeblich so sozialen Staaten (bzw. Anhängern div. sozialistischer Ideologien; wobei diese Ideologien an sich gar nicht mal soo schlecht sein müssen, zumindest wenn´s mit der Durchführung richtig klappt)... Alles zum Wohl des armen Volkes. Ende vom Lied war dann, das ein Teil des Volkes in Saus und Braus gelebt hat und der Rest noch mehr verarmte. Und dann die bösen Ausländer etc. verantwortlich gemacht wurden.

Ich will dem Señor Morales ja nichts unterstellen oder gar vorverurteilen, er machte (wohl nicht nur) auf mich nen relativ guten Eindruck. Und wurde auch schon vielgelobt und gepriesen... Aber das wurden unter anderem Castro, Mugabe (nur um ein paar Namen zu nennen, NICHT um die Personen zu vergleichen) etc. auch...

Naja, schau mer mal, dann sehn mer scho...

Hasta Luego
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02.05.2006 08:24 Uhr von aral
 
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Ein Schritt kontra den Raubkapitalismus Sicherlich gewagt, hoffentlich erfolgreich. Ich würde mir Ahnliches (Widerverstaatlichung der Deutschen Bahn, Energieversorger, Müllunternehmen) auch bei uns wünschen - und allgemein in den europäischen Ländern. Denn bisher wurden nur die Gewinne privatisiert - die Unternehmen, die einfach laufen _müssen_, schreiben munter sämtliche "Verluste" von der Steuer ab um sich schönzurechnen und kassieren Milliardensubventionen - nicht im Sinne der Mehrheit der Deutschen...
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02.05.2006 08:32 Uhr von usambara
 
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Richtig so Im ärmsten Land Südamerikas hat der Neoliberalismus,
diktiert von der USA, die Menschen am Reichtum des Landes nicht beteiligt.
Im Irak wurde die Ölindustrie wieder zwangsprivatisiert, die
Menschen sind ärmer als je zu vor.
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02.05.2006 08:35 Uhr von opppa
 
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Verstaatlichung und wann marschiert der Bush da ein !!!
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02.05.2006 09:09 Uhr von Cpt.Proton
 
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Staatlicher Diebstahl: Warum den Staat machen lassen, was private besser und effizienter machen können ?

Auch mit privaten Besitzern kann man hohe Erlöse aus seinen Bodenschätzen ernten. Man denke da an Norwegen zum Beispiel.
Aber für einen linkspopulistischen Bauersjungen ist eine Verstaatlichung ein deutlicheres Zeichen.
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02.05.2006 09:17 Uhr von Python44
 
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@ Cpt.Proton: Die Räuber sind in diesem Moment die multinationalen Konzerne, welche die nationalen Bodenschätze in dritte Welt Ländern ausbeuten. Die bringen meist sogar ihr eigenes Personal mit, zahlen ihre Steuern in einem anderen Land und das ausgebeutete Land hat außer einer immensen Umweltverschmutzung GAR NICHTS davon !!!
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02.05.2006 09:28 Uhr von Cpt.Proton
 
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Stimmt: nur brauch man die Unternehmen trotzdem nicht zu verstaatlichen... es geht auch anders, so hat man jetzt ein auf Dauer ineffiziente Staatmaschinerie geschaffen, was schade ist, denn mit den richtigen Gesetzen hätte man die Firmen nicht bestehlen müssen, Investoren nicht abgeschreckt, weil wer weiß noch alles verstaatlicht werden könnte und am Ende immer noch nichts gesetzestechnisch geschaffen, damit auch Geld bei der armen Bevölkerung ankommt.
Auch mit privaten Firmen hätte man die Sache so planen können, damit mehr Geld im Land bleibt.

Ach so und PS: Bitte nicht über die hohen Preise an den Tankstellen mehr aufregen, weil wenn man solch eine Politik unterstützt, muß man auch für die Konsequenzen offen sein.
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02.05.2006 09:30 Uhr von asparagin
 
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Nanana, jetzt mal sachlich bleiben. Die Konzerne hat schließlich der Staat ins Land geholt. Und man kann auch über Steuern und Abgaben Gewinne und andere Einnahmen erzieln. Das läuft ja ab wie in Russland. Erst jahrelang alles runterwirtschaften, bis man begriffen hat, dass Kommunismus nur bei den Bienen und Ameisen funktioniert und dann alles wieder durch private Firmen sanieren lassen und wenn die dann schöne Fabriken gebaut haben alles verstaatlichen. Bin mal gespannt um wieviel Dollar jetzt der Ölpreis wieder klettert. Die Millarden holen sich die Konzerne nämlich jetzt von uns zurück. Toll, toll. toll. Also so läuft das nicht....die Bundeswehr marschiert auch nicht bei Mercedes, BMW, VW und Opel ein und verstaatlich die Autofabriken.
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02.05.2006 09:56 Uhr von Python44
 
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@ asparagin: Zitat: "Die Konzerne hat schließlich der Staat ins Land geholt."

So kann man das auch nennen...
Die damals frisch von der US-Regierung per CIA-Putsch an die Macht gekommenen Potentaten haben die Konzerne ins Land gelassen, um dafür selber ein dickes Sümmchen in die eigene Tasche stecken zu können !!!

Oder fändet Ihr es gut, wenn eine Saudische Ölfirma bei uns im Wattenmeer für Milliarden Öl fördert, die in die USA verkauft, in Liechtenstein Steuern zahlt und bei uns die Benzinpreise und Steuern für Otto Normalverbraucher weiter steigen ???
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02.05.2006 10:02 Uhr von Python44
 
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Zusatz: Ich vergaß:

Und als einziger der Schröder profitiert hätte, weil er ne halbe Milliarde und nen Aufsichtsratsposten für sich selbst rausgeschachert hat ?
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02.05.2006 10:12 Uhr von dimewire
 
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@ Python44: Du liest eindeutig zuviel BILD, kleiner Tipp:
Nicht alles so ernst nehmen, was dieses Revolverblatt
schreibt!
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02.05.2006 10:13 Uhr von Koyan
 
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Die Gefahren sind klar da. Aber ich glaube Bolivie: n macht das richtige.
Man darf nicht immer miese Motivation hinter solchen Aktionen sehen.

Alleine schon die Tatsache das es gegen die Ausbeuter vom Staat Bolivien geht, stempelt es gut ab.

Ehrlich, auch wenn die Elite Boliviens das Geld einsackt, ist es wohl doch besser, als wenn Raubritter von damals es tun.
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02.05.2006 10:24 Uhr von Bibi66
 
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@ python44: Hast Du mal in die Quelle geschaut?
Abgesehen von der Tatsache das von diesen Besetzungen gem. Quelle kein einziger US-Konzern (pardon, wollte sagen CIA-Konzern) betroffen ist, ist es mittlerweile das dritte Mal in der Geschichte Boliviens, das es zu so einer Verstaatlichung kommt. Oder regiert die CIA als Illuminaten-Schattenregierung mittlerweile auch schon Spanien, Argentinien, Grossbritannien und Frankreich bzw. alle Firmen mit mehr als 666 Beschäftigten? *lol* Da wärs doch einfacher paar MIBs zu schicken die den Morales beseitigen oder durch ein Double ersetzen (sorry, des musst jetzt sein, bitte nicht persönlich nehmen)

Und ich wage zu bezweifeln, das irgendein Konzern nach der jetzigen Verstaatlichung und diverser Vertragsbrüche seitens der Morales-Regierung (was diese natürlich ganz anders sieht) jemals noch einen cent dort reinsteckt.

Anders ausgedrückt: die Bolivianos stehen dann mehr oder weniger alleine da...

Und falls doch irgendwelche ausländischen Firmen in irgendeiner Art und Weise in das Geschäft einsteigen, dann werden die es sich wohl mehr als nur sehr gut bezahlen lassen, was allerdings dann wieder auf den Rücken der Peones ausgetragen werden wird...
Auf dem Rücken derer, die eigentlich von der Verstaatlichung profitieren sollten...

Hasta Luego
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02.05.2006 11:51 Uhr von Bibi66
 
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Nachtrag: Hier ist ein interessanter Beitrag zu dem ganzen:
http://www.washingtonpost.com/...

Da siehts schon wieder ein klein wenig anders aus.

Hasta Luego
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02.05.2006 12:11 Uhr von Koyan
 
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Tja Einige meinen wohl Staaten sind Isoliert, wenn: sie US-Interessen nicht dienen...

Das ist wohl Schwachfug, die Welt besteht nicht nur aus der USA+Gehänge.

Wie z.B. von den Massenmedien verkauft wird, Iran wäre isoliert...Absoluter Schwachfug.
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03.05.2006 00:21 Uhr von Katatonia
 
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@Bibi66 @Dimewire: Du redest einen Unsinn daher...

>>Abgesehen von der Tatsache das von diesen Besetzungen gem. Quelle kein einziger US-Konzern (pardon, wollte sagen CIA-Konzern) betroffen ist<<

Das wird aber noch kommen...

>>ist es mittlerweile das dritte Mal in der Geschichte Boliviens, das es zu so einer Verstaatlichung kommt.<<

Diesmal aber mit mehr Gewicht...

>>Und ich wage zu bezweifeln, das irgendein Konzern nach der jetzigen Verstaatlichung und diverser Vertragsbrüche seitens der Morales-Regierung (was diese natürlich ganz anders sieht) jemals noch einen cent dort reinsteckt.<<

Lol... werden sie wohl müssen.Oder meinst du Mutter Erde beherbergt unendlich viel Gas? Das Land besitzt die 2.größten Gasvorkommen von Südamerika. Kein Konzern der Erde kann sich dem entziehen, denn ein Konzern muss um überleben zu können etwas erwirtschaften. Und da wir hier von Gaskonzernen reden, erwirtschaften diese also etwas mit Gas.
Und die Vertragsbrüche müssen nunmal sein. Interessieren auch nicht, da diese meistens in Zeiten abgeschlossen wurden, indem ein korrupter Machthaber das Land regierte.

>>Anders ausgedrückt: die Bolivianos stehen dann mehr oder weniger alleine da...<<

Falsch, das tun die anderen. Morales findet viel Unterstützung in fast allen großen Staaten Südamerikas. Mit Venezuela und Brasilien hat er gute Unterstützung. Und auch in Chile mit neuer Präsidentin.
Das Ganze kommt zum besten Zeitpunkt. Die Region und der Kontinent sind ruhig und geeint wie lange nichtmehr. Die Zukunft heißt dort, die heimischen Rohstoffe für den Aufbau Südamerikas zu verwenden.

>>Und falls doch irgendwelche ausländischen Firmen in irgendeiner Art und Weise in das Geschäft einsteigen, dann werden die es sich wohl mehr als nur sehr gut bezahlen lassen, was allerdings dann wieder auf den Rücken der Peones ausgetragen werden wird...
Auf dem Rücken derer, die eigentlich von der Verstaatlichung profitieren sollten...<<

Wo ist denn hier die Logik? Kein Bolivien wird angesichts dieser Vorräte an Rohstoffen den Konzernen hinterherrennen. Durch die neue staatliche Gesellschaft wird man nun selbst fördern können. Und sollten ausländische Konzerne in Bolivien bleiben, dann eben nur im Joint-Venture.
Und Effizienz wird man in anderen südamerikanischen Staaten und deren Ölgesellschaften finden. Z.b bei der Petrobas, die als Nachbar sicherlich gute Chancen auf gute Konditionen hat.

@Dimewire

Der einzige BILD Leser hier bist übrigens du selbst, dein mickriger Kommentar hat dafür den besten Beweis geliefert.

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