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Designierter SPD-Vize Jens Bullerjahn fordert gezielte Förderung des Ostens

Der neue Finanzminister von Sachsen-Anhalt, Jens Bullerjahn, fordert eine gezielte Förderung des Ostens. Besonders die Bereiche Bildung, Wissenschaft und Forschung müssten unterstützt werden. Die Förderung soll gezielt sein.

Bullerjahn sagte dazu: "Man kann nicht alle Regionen nach dem selben Schnittmuster entwickeln". Mit den Maßnahmen will Bullerjahn, der bald auch SPD-Vize sein wird, die Arbeitslosigkeit senken.


WebReporter: HolyLord99
Rubrik:   Politik
Schlagworte: SPD, Design, Osten, Vize, Förderung, Jens Bullerjahn
Quelle: portale.web.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.04.2006 11:22 Uhr von Fozziebär
 
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Etwas verpasst ? "gezielte Förderung des Ostens"

Ja hallo, habe ich da in den letzten Jahren etwas verpasst ?
Na klar, kein Mensch hat sich um den Osten gekümmert.
Frage mich da nur, wo dieser komische Betrag, der monatlich von meinem Gehalt weg geht ( hat so ´ne komische Bezeichnung = Soli.... ) dann hingegangen ist. Muß wohl die letzten Jahre ´ne Fehlbuchung gewesen sein.....
Sollen sich nicht beschweren. Haben zwar einige sinnvolle Investitionen geleistet, aber auch viel Geld zum Fenster raus geworfen.

Soviel dazu...
Fozzie
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30.04.2006 12:03 Uhr von blazebalg
 
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tja: das landete wohl alles auf den schwarzen konten der cdu ;) oder wurde in flughäfen investiert die jetzt leer stehen...

sehr geil
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30.04.2006 12:04 Uhr von fun_jan
 
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diesen Soli-Mist müssen wir hier im Osten genau so zahlen! Das wird immer gern vergessen :-)
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30.04.2006 12:06 Uhr von Tobias.G
 
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Wie lange soll der Scheiß noch gehen? Der hat doch wohl einen Knall. Es gab schon über 1.000.000.000.000 Euro Transferleistungen aus dem Westen, von denen in den letzten Jahren nur wenig zurück fließt. Viele Westdeutsche Autobahnen sehen schlimmer aus als die im Osten. In vielen Westdeutschen Gemeinden gibt es größeren Investitionsbedarf als im Osten. Immer noch wird im Osten großkotzig (Luxus) saniert ohne Rücksicht auf die Kosten. Millionenteure Spaßbäder in Potsdam, Flughäfen ohne Passagiere, Kläranlagen in jedem 500-Selenkaff und Steuergräber wie die Chipfabrik Frankfurt/Oder, Cargolifter(Tropical Island), Lausitzring usw. reichen scheinbar noch nicht.

Gleichzeitig leistet sich die Ostzone die höchsten Personalausgaben in der öffentlichen Verwaltung, die höchste Dichte an Kinderbetreuungseinrichtungen. Die sollen mal anfangen ihre Hausaufgaben zu machen, statt immer mehr zu fordern. Aber mit einer FDJ-Sekretärin als Kanzlerin und einen Stimmenanteil im Bundesrat, der gemessen an der Einweihnerzahl völlig unangemessen ist, werden wir auch in den nächsten Jahrzenten Unsummen in den Osten schieben. Wettbewerbsfähigkeit oder Selbständigkeit erreichen wir so nicht, nur Abhängigkeit.

Meine Solidarität ist schon lange erschöpft.
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30.04.2006 12:16 Uhr von asmodai
 
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Gezielt? Interessant. Und was hatten wir bisher? Ungezielte Förderung nach dem Gießkannenprinzip? Schön, dass das endlich mal jemand zugibt! Jetzt, wo sich genug Leute daran gesund gestoßen haben... Diesen Bullerjahn kann die SPD direkt wieder auf die hinteren Plätze zurückziehen, solche Schmarrer hatten wir aus dieser Ecke schon zur Genüge zu ertragen. Hat eigentlich niemand mehr irgendwelche Ideen, die uns WIRKLICH Arbeitsplätze bringen könnten? Armes Deutschland!
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30.04.2006 12:23 Uhr von vst
 
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er hat recht: seit jahren geht eine menge kohle in die neuen bundesländer und wird dort nach dem gießkannenprinzip ausgegossen.

eine gezielte förderung des ostens sieht anders aus und ist dringend erforderlich.
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30.04.2006 12:39 Uhr von Kirie
 
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Nunja hmm Also super Straßen haben wir echt im Osten ^^"

Ich sag mal so die fördern wirklich jeden shice.

Aber meine Meinung nach, fördern sie falsch herum. Die Arbeitslosigkeit ist sehr hoch und wenn ich mir meine Stadt anschau, besitzen wir keine Industrie mehr *die wurde von der WESTdt. Treuhand zerstört -_-*

Wir brauchen Industrie und keine Luxuxstraßen ...-_-
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30.04.2006 14:33 Uhr von Jorka
 
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So ein Blödsinn: Es gibt auch Gebiete in Westdeutschland mit hoher Arbeitslosigkeit wie z.B. an der Nordseeküste (Bremerhaven, Wilhelmshaven) oder im Ruhrgebiet.
Aber zur Förderung dieser Gebiete scheint ja wohl kein Geld dar zu sein, Hauptsache alles geht in den Aufbau größtenteils schon bald besser da stehen wird als die von mir genannten Gebiete.
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30.04.2006 15:58 Uhr von Inserv
 
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Osten fördern... JAAAA!!! Vor allem sollten Luxusbauten und exklusive Industriegebiete, die alle aufgrund der bisherigen Förderung gebaut wurden, den jeweiligen Kommunen belastet und geldwert abgezogen werden! Denn solche tollen Ausstattungen mit Bogenlampen etc. habe ich hier in Westdeutschland in den "reichen" Kommunen lange nicht mehr gesehen.

Ausserdem - mit Verlaub - kann ich das ostdeutsche Gejammere langsam nicht mehr hören. Zuerst Leistung und Produktivität, dann Steuern zahlen und dann kann man vielleicht mal etwas verlangen. Aber niemals ohne den Willen irgendetwas erreichen zu wollen oder zu können!!!
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01.05.2006 00:58 Uhr von FOZZIEBÄR
 
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Gießkannenprinzip @vst
"seit jahren geht eine menge kohle in die neuen bundesländer und wird dort nach dem gießkannenprinzip ausgegossen.
eine gezielte förderung des ostens sieht anders aus und ist dringend erforderlich."

Stimmt ja , was Du da schreibst. Aber : Wer hat den das ganze Geld nach diesem Prinzip verteilt ? Wenn die einzelnen Landesregierungen in den neuen BL das ganze Geld, das durch den Soli reinkommt, nach anfänglich dringend notwendigen Anfangsinvestitionen etwas nachhaltiger investiert hätten, säßen sie jetzt nicht so in der Patsche. Investitionen in Schulen und Universitäten, gezielte Anwerbung von Industriebetrieben usw. Das hätte dem Osten mehr gebracht als alles andere. Ich glaube nicht, dass auch nur 1 Unternehmen einen neuen Standort in den neuen BL aufbaut, weil denen das Freibad, der geteerte Parkplatz im brachliegenden Gewerbegebiet oder die unter Denkmalschutz stehende Innenstadt so gut gefallen. Macht zwar nach außenhin was her, bringt aber absolut garnichts. Da gelten schon andere Prioritäten. Und dafür sind die neuen BL selbst zuständig. Ohne wenn und aber.

Foziebä
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01.05.2006 02:07 Uhr von Cenor_de
 
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Wechselwähler: Die Wahlen werden im Osten entschieden.

Daher werden wir auch in Zukunft da Berge von kohle versickern lassen.
Olympia Bewerbung für Leibzig. Völlig aussichtslos, denn in allen tageszeitungen der Welt ist andauernd von rechtsradikalen Übergriffen im osten zu lesen (ob zurecht oder zu unrecht) niemad würde da seine Sportler hinschicken.
Und die Kohle, die da geflossen ist versickerte in dunklen kanälen und sie versickert noch.
In leibzig ballern die die Kohle raus, reissen Häuser ab, erweitern Strassen bauen Protzbauten, alles für Olympia, das niemals kommt.

Mitten in der Steppe werden Flughäfen gebaut und Klärwerke für 50.000 Personen.

Und was kommt als nächstes? Opernhäuser in allen Gemeinden ab 500 Einwohnern?
Denn das versteht der Strullerjahn doch wohl unter Kulturförderung.
Über den Stammtischen im Westen hat der Ossi längst die Rolle der Türken übernommen. "Die sollten wir wieder rausschmeissen, das undankbare Pack" "Erst unser Kohle nahmen, dann uns in der ganzen Welt unmöglich machen, und dann noch rumflennen" Die Geschichten von den Ossis werden erzählt, die in der Mittasgpause 4 Stunden einkaufen gingen. Und hasserfüllt der sächsische Dialekt nachgemacht.

Nicht zu schlimmsten DDR-zeiten war die Stimmung zwischen beiden Deutschen, so feindlich.

Die ossis geben dem Weten die Schuld für ihre Misere, die Wessis geben dem osten die Schuld für sinkenden Wohlstand.
Mneschen die bei der letzen Flut noch gespendet haben, sagen heute "was sind die auch so blöd und bauen da ihre Häuser hin, typisch ossi"

Und die alten Witze machen wieder die Runde "Was ist das?
Sitzt mit der Fernbedienung vor der Waschmaschine?
Schade um das schöne Westgeld."

Menschen, deren political Correctness sie sonst dazu bringt, beim Wort "Neger" Schaum vor dem Mund zu bekommen, lachen fröhlich mit.
Ossis zu verachten is ja sicher kein Rassismus.
Da wächst nicht zusammen was zusammengehört, die Mauer ist höher als die vormalige.

Und je lauter die Ost-Politiker fordern um so saurer wird man im Westen. daß die Bürger im Osten nix von der Milliardenschweren Geldusche abbekommen, ist inzwischen auch den meisten egal.
Und wie die Bürger in Norddeutschland darüber denken, daß niemad ihre Rechte vertritt, kann ich nur erahnen.
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01.05.2006 05:12 Uhr von Lienna
 
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@Inserv @Foziebä und wer´s noch lesen mag "Ausserdem - mit Verlaub - kann ich das ostdeutsche Gejammere langsam nicht mehr hören. Zuerst Leistung und Produktivität, dann Steuern zahlen und dann kann man vielleicht mal etwas verlangen. Aber niemals ohne den Willen irgendetwas erreichen zu wollen oder zu können!!!
Inserv"

Ich glaube Du tust den Leuten (uns) unrecht. Erstens, es jammern hier in diesem Fall keine Ossi´s und zweitens, wie oben Angesprochenes realisieren wenn keine Aussicht auf nen Arbeitsplatz? Und überhaupt, was glaubst Du eigentlich wer Du bist, dass Du hier Bedingungen stellst? Ein besserer Mensch als wir Ossi´s?

Ich finde es bewundernswert, dass es Menschen gibt die losziehen und sich nen Job mehr als 600 km entfernt von der Heimat suchen. Leider haben diese Kraft nicht alle. Zumal man sich mal fragen sollte, ob man selbst umherpendeln würde für einen Job, der im Monat gerade mal 50 Euro mehr bringt als dat Arbeitslosengeld.
Ich würde es machen, wäre ich in dieser Situation, keine Frage! Aber ich kann verstehen dass es manche es nicht können.

"Ich glaube nicht, dass auch nur 1 Unternehmen einen neuen Standort in den neuen BL aufbaut, weil denen das Freibad, der geteerte Parkplatz im brachliegenden Gewerbegebiet oder die unter Denkmalschutz stehende Innenstadt so gut gefallen. Macht zwar nach außenhin was her, bringt aber absolut garnichts. Da gelten schon andere Prioritäten. Foziebä"

Welche Prioritäten meinst Du helfen dann? Nach VWL-Gesichtspunkten sinds genau die von Dir angesprochenen Kriterien, die ein Unternehmen entscheiden lassen, sich irgendwo anzusiedeln.
Insofern ist die gezielte Förderung des Bildungssystems vielleicht nicht verkehrt, denn meiner Erfahrung nach haben viele Wessi´s Angst in den Osten zu ziehen, weil sie denken, ihre Kinder würden dort verdummen.
Nur finde ich es auch eine Unverschämtheit, wohin die bisherigen Gelder zum Teil geflossen sind. Aber für diese Fehlinvestitionen kann das ostdeutsche Volk nichts.


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01.05.2006 09:42 Uhr von Fozziebär
 
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@Lienna: O.K., vielleicht habe ich mich in meinem Kommentar falsch ausgedrückt. Meine Kritik richtet sich in keinster Weise gegen die Bevölkerung in den neuen BL, sondern einzig und allein gegen die Kaste der ostdeutschen Politiker.
Ich war schon oft in Thüringen (Raum Rudolstadt/Erfurt), um dort Bekannte zu besuchen, und ich hoffe, dass ich es bald schaffe, in MV in der Gegend von Fischland/Darßt mal Urlaub zu machen. Ich finde, MV hat die schönste Küste in ganz Deutschland.
Ich unterhalte mich mit der Bekannten in Thüringen oft über die wirtschaftliche Situation. Die Tochter ist direkt nach der Schule 600 km weit weggezogen, um hier eine Privatschule für Modedesign zu besuchen, da im Osten nix zu kriegen war. Und im Heimatort haben sich seit Jahren keine Betriebe angesiedelt. Dafür wurde dort als Prestigeobjekt eine Fußballsportschule eröffnet, die das halbe Jahr leer steht. Ist ein top modernes Anwesen, hab´s schon selbst angesehen. Nur, die halbe Bevölkerung regt sich drüber auf, weil es für die Stadt selbst nichts bringt.
Mich regen die Politker im Osten halt auf. Mit dem Soli, den ja auch die eigene Bevölkerung zahlt, walten und gestalten die Politiker wie nach alter Gutsherrenart.
Um wirtschaftlich etwas besser dazustehen, sollten sie lieber mal auf dem Fundament aufbauen, das zwischenzeitlich vorhanden ist (Infrastruktur usw.) Stattdessen srteben die nach höherem, das so nun mal nicht funktioniert. Ist genauso, als würde man den Bau eines Wolkenkratzer mit dem 50. Stockwerk und nicht mit dem Keller anfangen.
Das ist halt der Haken am Soli und sonstigen Geldern für die neuen BL. Die Politiker wissen genau, das wenn sie mal wieder was in den Sand gesetzt haben, irgendwo wieder Gelder herkommen, über die sie dann verfügen können. Und das Schlimme ist, sie ziehen damit die eigene Bevölkerung über den Tisch. Und das kotzt (Entschuldigung) mich an.

So, das war das Wort zum 1.Mai .

Fozziebär
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01.05.2006 12:01 Uhr von maki
 
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*gröööhl*: KlopfKlopf, jemand zu Hause?

Der Osten mag zwar mittlerweile schicke Strassen ohne Ende, wunderbar uniformierte Betonstadtzentren, nach Lavendel duftende Kläranlagen und affentittengeile Gewerbegebiete (mit jeweiles mindestens einer Firma drauf) haben usw., aber die dafür vonwemauchimmer investierten Gelder gammeln mehrheitlich auf westdeutschen Konten vor sich hin. Die waren hier nur kurz zu Besuch...
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01.05.2006 12:48 Uhr von johagle
 
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Richtig Cenor: Es gibt das dumme Stammtischpack. Die, die erkannt haben dass man ungeniert gegen Ossis hetzen kann und trotzdem politisch korrekt sein kann. Die, die dümmste Parolen von sich geben ohne zu merken dass die Ossis schon lange nicht mehr im Osten wohnen sondern unter uns!

Nur... was schliesst du daraus?

Übrigens.. die Hälfte meiner Mitarbeiter hier in Nürnberg sind Ossis! Ohne sie könnten wir den Laden schliessen! Dazu eine aussagekräftige Anekdote aus dem letzten Jahr: Wir haben einen Maler für Ingolstadt gesucht und sind dann auch fündig geworden... Wohnort Rügen! Ein anderer Maler den wir gesucht haben sollte in Nürnberg arbeiten! Wohnort Erlangen! Selber Tag! Dem Wessi aus Erlangen war der Weg (15km) zu weit... der Ossi wäre 850km in die Arbeit gefahren!

Also erzähl mir nix von „Jammern“ und „Flexibilität“! Ich erlebe es jeden Tag wer jammert, vom Wohlstand verwöhnt- und unflexibel ist! Übrigens.. der Maler aus Erlangen war auch erst ab 17Uhr ans Telefon zu bekommen... hatte wohl wichtiges zu tun.

<<<Die Wahlen werden im Osten entschieden.>>>

Wirklich?
Die Wahlen werden nicht im Osten entschieden sondern in Bayern! Ohne Bayern (und die CSU) wäre es niemals zu einer grossen Koalition, sondern weiterhin zu „Rot-Grün“ gekommen! Könnte man auch sagen, oder? Kommt immer darauf an was man aussagen will!
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01.05.2006 16:52 Uhr von Lienna
 
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Ich bin manchmal echt peinlich berührt, wenn ich bei meiner westdeutschen Familie sitze und die ungeniert über Ossis lästern, natürlich nicht ohne einen Kommentar von mir. Aber sie schnappen die Schlagzeilen irgendwelcher Hetzblätter auf und dann gehts los.Kennen aber keinen Ossi, ausser micht, und waren auch niemals in den neuen BL.

Und ich finde es überheblich zu sagen man könne die Ossis wieder rausschmeißen. Was soll das? Das sind ebenso Deutsche wie ihr. Sie konnten weder was dafür sich zur Grenzschließung auf der Arschkartenseite zu befinden noch was dafür, dass die Politiker zu dumm sind ihre ihnen zugewiesenen Mittel sinnvoll einzusetzen.
Schließlich ist unsere Staatsform nicht die direkte Demokratie, denn dann könnte man dem Volk einen Vorwurf machen.

Was Lei"p"zig angeht, ich finds toll was dort passiert.
Die Stadt kämpft regelrecht um Ansehen! Auch diese Stadt bleibt von den Fehlinvestitionen natürlich nicht verschont. Aber um für irgendwas, in beschriebenem Fall Olympia, angenommen zu werden, muss man eben Einrichtungen vorweisen, die man ohne diese Veranstaltung und dem evtl. folgenden Andrang nicht benötigen würde.
Ich finde es schade dass die neuen BL fast überhaupt keine Chance haben sich zu etablieren.

Was mich natürlich erfeut sind so Beiträge von johagle, die zeigen, dass wir Ossis nicht der faule Teil Deutschlands sind.
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01.05.2006 17:27 Uhr von Cenor_de
 
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@Lienna: "Das sind ebenso Deutsche wie ihr. Sie konnten weder was dafür sich zur Grenzschließung auf der Arschkartenseite zu befinden..."

Und das sieht von dieser Seite der ehemaligen Grenze nunmal anders aus. Ebenso Deutsche wie wir, sind auch Elsässer, Östereicher, Südtiroler, Lothringer.

Die DDR war ein eigenständiger Staat, viele Länder auf der Welt haben dies anerkannt und hätte die BRD dies auch getan, dann wäre das Leben auf Eurer Seite der Grenze wesendlich weniger repressiv gewesen.

Ulbricht hat die Mauer gebaut. Aber ein grossdeutsches Weltbild hat die Notwendigkeit geschaffen.
Der Graben wurde nicht auf einer Seite errichtet.
Wart ihr eingesperrt? Oder ausgesperrt um ein Prinzip zu wahren, das nicht den Realitäten entsprach?

Hätte nicht jeder ossi, bei grenzübertritt automatisch Staatsbürgerrechte erhalten, währe die Mauer nie gabut worden.
Und nach Überwindung des Regimes hätte es keine Wiedervereinigung gegeben.

Und das wäre besser gewesen. Besser für unsere Geldbeutel und besser für Eure Psyche. Trotzdem wäre die DDR heute in der EU und alle Bürger hätten Freizügigkeit.
Die Treuhand hätte kienen Kahlschlag gemacht und es gäbe einen Mittelstand, denn nur der schafft Arbeit.

Politiker sind Modelleisenbahner, sie schaffen keine Lebensbedingungen sondern Landschaften, hier ein Schwimmbad, da ein schimmernder Turm, hier 12 spurige Autobahnen.
Und wenn es nicht das eigene Land ist, sondern besetztes Feindesland, dann reisst man eben alles ab und baut was neues.
Darf auch schonmal nen olympiastadion sein. Wie es den menschen dabei geht, die darin leben, und denen, die das bezahlen, das ist denen völlig Wurst.

Wir alle haben unser Land verloren, Ossis wie Wessis, und zwar an die "vaterlandslosen" Gesellen die in Monaco wohnen, in Flugzeugen schlafen, und in der Schweiz ihre Konten haben.
Die Verbesserungen, die es im osten gegeben hat, hätte es auch ohne Widervereinigung gegeben, aber viele Verschlechterungen nicht.

Und wenn wir das Geld, daß zum Aufbau benötigt wurde, an die neuen Regierungen gegeben hätten, an die Kommunen und Länder, an die Genosenschaften und Betriebe, wenn wir die Firmen in die Hände der beschäftigten gelegt hätten und nicht in die der Abwickler und Heuschrecken, dann hätte es einen Weg gefunden.

Die DDR-Betriebe waren bereits auf dem Westmarkt.
Oder wo meint ihr sind unsere Billy-Regale hergekommen? Letzlich war die treuhand auch ein Mittel lästige DDR-Billigkonkurenz zu zerschlagen.

Die Wiedervereinigung war ein historischer Fehler.
Nicht nur weil wir niemals erfahren werden, wie sich eine Wirtschaft entwicklt hätte, die sozialisiertes Eigentum in echte Selbstverwaltung unter einem demokratischen System ohne Planwirtschaft bringt.
Bisher haben die Stalinisten das nämlich immer mit militärischen Mitteln verhindert.

Und diesen Fehler haben die Ossis nunmal alleine begangen. Und hier vermute ich bei vielen zwei Motive Dummheit und Gier. Die Bürger der DDR hatten ihre Zukunft in der hand und haben sie Herrn Kohl vor die Füße gelegt.
Nimeand im Westen ausser trägt dafür die Verntwortung, sondern nur die Kosten.
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01.05.2006 19:21 Uhr von Lienna
 
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@Cenor: einen historischen Fehler würde ich das nicht nennen. Die Hauptsstadt zeigt, dass es diesbezüglich Andersdenkende gibt. Frage mich gerade was man mit Berlin gemacht hätte im Falle einer Nicht-Wiedervereinigung? Die Stadt gehört zusammen!

Ich gebe Dir Recht dass man nicht sofort hätte "Wiedervereinigung" brüllen sollen, aber nun ist es so. Was wäre wenn, bringt niemanden weiter. Ich sehe die "Schuld" für die Wiedervereinigung und den Fehlinvestitionen dennoch nicht bei den Ossis.
Was hätten die Ossis Deiner Meinung nach machen sollen um einer Wiedervereinigung auszukommen?
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03.05.2006 23:46 Uhr von SchlachtVati
 
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@maki: "Die waren hier nur kurz zu Besuch...
"


und nicht zu vergessen , die vielen millionen "überdachten zündkerzen" (autos genannt) die freitags und sonntags auf den umgebauten autobahnen , der arbeit wegen das revier wechseln ( von west nach ost und umgekehrt) !!!
und mit voller absicht , geringfügig steuergelder zum fahren für das staatssäckel benutzen .

und auch nicht vergessen maki , die okkupanten haben da noch nicht mal ein schlechtes gewissen , einem einzureden es wäre alles zu teuer ,....oder wir müssen mehr fordern !

jojo , ist schon ein interesantes getier , das deutschtier ;)

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