30.04.06 10:52 Uhr
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Firmenverlagerung ins Ausland wird ab 2007 nicht mehr von der EU unterstützt

Einem Zeitungsbericht der "Welt am Sonntag" zufolge wird die Europäische Union Firmen, die ihre Fabriken ins Ausland verlagern wollen, ab 2007 nicht mehr finanziell unterstützen.

Am letzten Mittwoch wurde der Beschluss in Brüssel gefasst, so die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf das Bundeswirtschaftsministerium.
Durch diese Entscheidung würde man der Initiative des Bayrischen Wirtschaftsministers Michael Glos folgen.

Dieser gab bereits an, größere Betriebe sollten bei einem Umzug ins Ausland nur noch in Einzelfällen unter genauerer Kontrolle der EU-Kommission beteiligt werden.


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WebReporter: Andre794
Rubrik:   Politik
Schlagworte: EU, Ausland, Firma
Quelle: www.heute.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.04.2006 09:57 Uhr von Andre794
 
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Ich finde das eine sinnvolle Entscheidung, denn es ist nicht in Ordnung wenn die Firmen zuerst jahrelang hier leben und expandieren, sich dann aber später doch ins Ausland absetzen.
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30.04.2006 12:43 Uhr von Kirie
 
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Da wissen wir was passiert ... xD: Das wird dieses jahr bestimmt ein Auswanderungsjahr für Firmen xD

ich finde sowas sollte man net ankündigen, sondern einfach machen oder? ^^
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30.04.2006 13:33 Uhr von Joeiiii
 
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@ Autor: Eine sinnvolle Entscheidung????

Sinnvoll wäre es gewesen wenn man Firmen NIE unterstützt hätte die hier Arbeitsplätze abbauen und dafür Werke in Asien (zb. China) bauen.

Ist ja eigentlich ein Wahnsinn daß die EU bisher die Abwanderung von Firmen auch noch mit Geld gefördert hat. In den Firmen die man irgendwo auf der Welt errichtet stecken UNSERE Steuergelder drin, von Politikern großzügig denen geschenkt die sowieso schon genug haben.

Mit den überaus großzügigen Millionen- und Milliardenbeträgen die von heimischen Politikern und EU-Politikern an Konzerne weitergegeben werden entstehen genau NULL neue Arbeitsplätze. Ganz im Gegenteil. Anstatt mit dem Geld neue Arbeitsplätze zu schaffen expandiert man damit in den asiantischen Ländern UND erhöht die Gehälter der Manager......

..... mal eben ein Ferrari pro Monat muß doch leistbar sein können (Scherz).
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30.04.2006 14:24 Uhr von Spaßbürger
 
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@Joeiiii: Amen Bruder!

Die ganze Sache ist traurig aber wahr! (Ein totaler Irrsinn...)
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30.04.2006 20:32 Uhr von Cpt.Proton
 
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Wichtiger Satz in dem Artikel: >>>Bisher sei kein Fall nachgewiesen, in dem Werksverlagerungen aus den milliardenschweren Strukturfonds-Töpfen finanziert worden seien.<<<
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30.04.2006 21:07 Uhr von SchlachtVati
 
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@joeii: "..... mal eben ein Ferrari pro Monat muß doch leistbar sein können (Scherz).
"

wieso scherz ? von mir aus könnten mal eben die erfolgreichen täglich einen ferrari kaufen , aber anstatt gewalltige zinsen auf HABEN zu geben , wäre es angebracht , eine gebühr auf das geld zu erheben (knick,knack) !
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30.04.2006 21:34 Uhr von SchlachtVati
 
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@cpt.proton: hör doch mal auf unwissenheit zu heucheln !!! das kauft dir doch keiner mehr hier ab . nutz mal deinen verstand . oder ist der nur temporär ? als "BWL-sachverständiger" ist das schädlich !

"Prof. Lorenz Jarass, Wirtschaftswissenschaftler: "Nehmen wir ein Beispiel: Siemens verlagert Arbeitsplätze in die Slowakei. Der Abbau, sagen wir von 1000 Arbeitsplätzen in Deutschland, verursacht Abfindungszahlungen, werden alle in Deutschland geltend gemacht. Das ganze Management ist beschäftigt, um die Arbeitsplätze in die Slowakei zu transferieren, werden auch in Deutschland geltend gemacht. Nehmen wir mal an, Siemens müsste 100 Millionen Euro investieren in die Slowakei und nimmt dafür einen Kredit auf. Bezahlt dafür 10 Millionen Euro Zinsen. Diese Zinsen können sie dauerhaft in Deutschland geltend machen, obwohl die gesamten Erträge, die sie in der Slowakei erwirtschaften, in Deutschland steuerfrei sind."

Kaum scheint das Werk in Kamp-Lintfort gerettet, ist im fernen Würzburg schon das nächste ins Visier genommen: Morgen früh will die Firma Siemens angeblich verkünden, die Produktion aus Würzburg zum Teil ins Ausland zu verlagern. Es geht um 1600 Stellen. Siemens kann für die Verlagerung der Arbeitsplätze in ein Billiglohnland mit etlichen Millionen deutscher Steuergelder rechnen.

Nur ein Beispiel von vielen, wie Arbeitnehmer ihren eigenen Stellenabbau über die Steuer mitbezahlen müssten.

Die Liste unsinniger Subventionen ist lang, und manchem scheint sie endlos.

Beispiel 3: Die Celanese AG aus Kronberg im Taunus. Vor einem Jahr wurde Celanese von einer amerikanischen Firma gekauft. Die steckte das Eigenkapital von Celanese ein und ersetzte den Betrag durch Kredite. Die Kreditzinsen lässt sich der neue Besitzer nun vom deutschen Steuerzahler subventionieren. Ein Interview mochte die Geschäftsführung nicht geben.

Prof. Lorenz Jarass, Wirtschaftswissenschaftler: "Es gibt ja das Dogma, wir brauchen internationales Finanzkapital. Das muss nach Deutschland kommen, dann werden hier Arbeitsplätze geschaffen. Das genaue Gegenteil ist wahr. Diese so genannten internationalen Spekulanten, die werden durch das deutsche Steuersystem angeregt, in großem Umfang profitable mittelständische Unternehmen in Deutschland aufzukaufen, das gesamte Eigenkapital herauszuziehen, das mit Fremdkapital zu ersetzen und dann werden, statt in Deutschland Gewinne, Schuldzinszahlungen ans Ausland ausgewiesen."

Ob indirekte Subventionen für Porsche, ...

... öffentlich bezahlter Arbeitsplatzexport bei Siemens ...
... oder die subventionierten Finanzjongleure von Celanese - die Abschaffung solcher Steuerschlupflöcher wollen die Unternehmen verhindern.
Prof. Lorenz Jarass, Wirtschaftswissenschaftler: "Der einzige, der in Deutschland noch nennenswert Steuern und Abgaben bezahlt, ist der deutsche Arbeitnehmer mit normalem Einkommen. Er bezahlt Sozialabgaben, er bezahlt Lohnsteuer und er bezahlt erheblich Verbrauchssteuern. Er subventioniert sozusagen den Export seines eigenen Arbeitsplatzes."

http://www.wdr.de/...
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01.05.2006 00:01 Uhr von Der Erleuchter
 
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Nur Augenwischerei Bei 50 Mio. Euro liegt die Untergrenze der Projekte, die nicht mehr gefördert werden. Drunter gibts weiterhin Geld. Dann wirds halt gestückelt.
Wär auch zu schön gewesen - man muss halt die Bürger bei Laune halten. Oder ist`s Naivität???
Europa ist den Konzernen ausgeliefert - da kann man wohl nix mehr machen.
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01.05.2006 00:05 Uhr von Cpt.Proton
 
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lol: Ja sauber Vati. Jetzt kann man also Aufwand nicht mehr den Einnahmen gegenschreiben.
Also muß dann eine Firma Steuern auf den Erlös zahlen ?
Ist das deine Idee ?

lol guter Junge...
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01.05.2006 01:44 Uhr von FOZZIEBÄR
 
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@SchlachtVati: Endlich mal ein sachlicher und niveauvoller Kommentar.
Da gibt es noch ein Beispiel.
Der Reifenhersteller Continental beabsichtigt, Ende 2006 insgesamt 320 Mitarbeiter der Reifenfertigung am Standort Hannover zu entlassen und an anderen deutschen Standorten durch geringere Schichtzahlen die Fertigung kostenoptimiert flexibel anzupassen. Der Witz ist, diese 320 Angestellte sind, unter Bezugnahme der Anzahl Mitarbeiter und den Produktionszahlen, was die Produktivität anbelangt im oberen Bereich. Und der Chef der Conti, Herr Wennemer, ist ja nicht dumm, auch wenn das der bayrische Wirtschaftsminister Glos glauben mag. Dass die Conti von Bund und EU kein Geld mehr für die Verlagerung kriegt, interessiert die nicht. Denn das EU-Land, in dem die Conti die Reifenfertigung forciert ist Polen.
Und Polen erhält von der EU Investitionsbeihilfen, die u.a. dazu genutzt werden, ausländischen Unternehmen, die Standorte in Polen aufbauen, Traumkonditionen zu bieten.Gewerbeflächen zum Spotpreis, geringere oder anfangs keine Unternehmenssteuern usw. Und wer zahlt das am Ende zum größten Teil mit ? Der deutsche Steuerzahler, da ja bekanntlicherweise Deutschland der größte EU-Nettozahler ist. Da kann der betroffene Arbeiter in Deutschland machen was er will. Solange er hier Steuern zahlt, sägt er sich immer ein bißchen am eigenen Ast rum.

Fozziebär

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