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Österreich: Handelsbilanz weist seit EU-Erweiterung Überschüsse aus

Eine WIFO-Studie zeigt auf, dass von allen EU-Ländern die Alpenrepublik Österreich die meisten Vorteile aus den EU-Beitritten von zehn osteuropäischen Ländern gezogen hat. Die Exporte sind stark angestiegen, der Tourismus boomt.

Allein im letzten Jahr ist die Zahl der übernachtenden Touristen aus Tschechien auf 1,1 Millionen angestiegen, was eine Steigerung um 8,6 Prozent bedeutet, bei Ungarn und Slowenien wurde eine Steigerung um 12,7 und elf Prozent belegt.

Die Handelsbilanz wies einen Überschuss aus und der gesamte Anstieg dieser Bilanz beträgt seit der EU-Ost-Erweiterung 51 Prozent.


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WebReporter: labor_007
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: EU, Österreich, Handel, Erweiterung
Quelle: www.krone.at

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.04.2006 15:35 Uhr von Deniz1008
 
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Deutschland weist das Gegenteil von dem aus was in anderen EU-länder eher als wirtschaftskrise bezeichnet wird.

lol*

mfg

Deniz1008
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29.04.2006 16:33 Uhr von Joeiiii
 
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Also ich als Österreicher freue mich über diese Nachricht ganz besonders. Juhu, wir haben voll die Überschüsse.

Und? Was hat der normalsterbliche Bürger davon? Exakt NULL oder weniger. Wenn im Zusammenhang mit der EU irgendwelche große Zahlen oder Überschüsse genannt werden, dann kann man davon ausgehen, daß dieses Geld in den Händen einiger weniger Menschen landet.

>>Die Exporte sind stark angestiegen, der Tourismus boomt.<<

Ja, die Exporte steigen.... schön für den Chef der Firma. Für den einfachen Arbeiter bleibt alles gleich.... wenn er Glück hat. Schlimmstenfalls muß er dafür länger arbeiten, und das bei gleichbleibenden oder sinkenden Löhnen.

>>der Tourismus boomt<<

Ebenfalls schön.... zumindest für die Chefs der Reisebüros und für die Hotelbesitzer. Hier hat eventuell auch das Bedienpersonal ein wenig Glück, denn mehr Gäste bedeuten normalerweise auch mehr Trinkgeld (ich weiß jetzt nicht wie das in den Ländern osteuropäischen Ländern üblich ist mit dem Trinkgeld).

Die restliche Kaufkraft der Touristen (außerhalb des Hotels) kommt ebenfalls NUR den Chefs zu Gute. Den Chefs der Kneipen, der Supermärkte, der Eisdielenm,.....usw. Von dem ganzen Geld sieht der einfache Bürger genau NULL Cent, und schon gar nicht auf seinem Lohnzettel.

Das Ganze wird sowieso wieder ein Schlag ins Gesicht des Steuerzahlers..... das sage ich jetzt schon mal voraus. Mehr Touristen = Mehr Gewinne = MEHR Steuereinnahmen. So weit so gut. ABER: Die Regierung bzw. der Finanzminister plant sicher schon mit diesem Geld, und wenn dann dieser momentane Boom wieder nachläßt heißt es: "Hoppala.... jetzt fällt uns aber Geld im Budget. Da müssen wir doch glatt noch mal irgendwelche Steuern erhöhen bzw. neu erfinden"
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29.04.2006 18:07 Uhr von Der Erleuchter
 
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Da wird man mal wieder: von einer Statistik total manipuliert. Was bringen die Überschüsse, wenn man entsprechend viel - ich betone viel mehr an Zahlungen gegenüber der EU leisten muss, um die neuen Beitrittsländer aufzupäppeln? Nichts ist die Antwort. Das zahlt alles der österreichische Steuerzahler und ist der Dumme dabei. Europa hat nichts von einer zwangsneurotischen Erweiterung, nur um ein "Gewicht" in der Welt darzustellen. Europa wird im Kampf um seine Stellung in der Welt sowieso gegen China und Indien verlieren. Europa hat die Globalisierung vorangetrieben - sie wird an ihr zugrunde gehen.
Zur Zeit wird uns ja auch erzählt, dass wieder mehr Arbeitsplätze in Deutschland entstehen sollen... Vielleicht aber zu welchen Konditionen und auf welchem Niveau. Man schickt Arbeitslose zum Spargelstechen und Beerenpflücken um die Statistiken zu schönen. Viele verdienen im Erstjob so wenig, dass sie einen Nebenjob annehmen müssen. Das alles ist auch eine Folge von Europa - vielen Dank!
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29.04.2006 19:57 Uhr von DaFritz
 
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ein weiser mann sagte mir vor vielen jahren: EU, dass heißt Europas Untergang
mal sehen.. daweil scheints so als hätte er recht
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29.04.2006 22:20 Uhr von Joeiiii
 
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Der war echt weise: >>ein weiser mann....sagte mir vor vielen jahren: EU, dass heißt Europas Untergang mal sehen.. daweil scheints so als hätte er recht<<

Da wird er wohl wirklich recht gehabt haben. Momentan sieht es echt nicht gut aus.

Und was diese tolle Handelsbilanz betrifft: Österreich ist genauso wie Deutschland ein Nettozahler....heißt übersetzt: Sie zahlen viel und bekommen wenig. Im Grunde haben wir diese Handelsbilanz und den gestiegenen Tourismus eh selber bezahlt....mit UNSEREN Steuergeldern.
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02.05.2006 12:14 Uhr von eros007
 
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Joeiiii: >>>> Mehr Touristen = Mehr Gewinne = MEHR Steuereinnahmen. So weit so gut. ABER: Die Regierung bzw. der Finanzminister plant sicher schon mit diesem Geld, und wenn dann dieser momentane Boom wieder nachläßt heißt es: "Hoppala.... jetzt fällt uns aber Geld im Budget. Da müssen wir doch glatt noch mal irgendwelche Steuern erhöhen bzw. neu erfinden"

Das Ganze ist gut möglich. Aber nehmen wir mal an, dass das Geld entsprechend auf alle Haushaltsbereiche verteilt wird. Dann fließt der überwiegende Teil in die "soziale Wohlfahrt" (sprich Renten, Arbeitslosenunterstützung), etwas in die Tilgung von Zinsen, etwas in die öffentliche Infrastruktur, ein kleiner Teil in Bildung, Forschung und Entwicklung und ein noch kleinerer Teil in die Taschen der Regierung in Form von mehr Geld. Wenn es tatsächlich so gerecht verteilt wird (wovon nicht unbedingt auszugehen ist, das gebe ich schon zu), dann kann man doch durchaus sagen, dass es sich positiv für die Österreicher (und zwar alle, nicht nur die Chefs) auswirkt. Denn sie bekommen mehr vom Staat. Wenn irgendwann diese Mehreinnahmen ausbleiben, ist es doch gerecht, dass die Österreicher wieder weniger bekommen. Also etwa entweder Senkung der Renten oder Erhöhung der Mehrwertssteuer. Wer auf Dauer diese Regel missachtet (sprich immer noch über seine Verhältnisse lebt - in einer Form, die vor Jahren durch irgendwelche Sondereffekte berechtigt war), schädigt sich damit selbst. Deutschland und der überschwängliche Lebensstil der 80er und 90er Jahre sind dafür das beste Beispiel. Man hat in den 70er Jahren sehr gut gewirtschaftet, aber das Geld saß dann zu locker. Zukunftbereiche wie Forschung, Bildung und Kinder wurden vernachlässigt, dafür aber zum Beispiel Renten gezahlt, sodass Rentner mehr Geld im Ausland ließen als in dem Land, das sie erwirtschaftete. Diese Rechnung zahlen die Deutschen (und vor allem jene, die unter 45 Jahre alt sind) heute. Die Österreiche tun gut daran, wenn sie von den Fehlern ihres Nachbarn lernen.

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