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Arbeitnehmerflügel der CDU will höhere Steuern für Großunternehmen

"Ich bin der Meinung, dass Großkonzerne wieder stärker zur Finanzierung unseres Landes beitragen müssen", sagte Karl-Josef Laumann, Chef der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA).

Bereits der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder habe den Fehler gemacht, die Steuern von Großunternehmen so weit zu senken, so dass diese kaum noch etwas zur Finanzierung des Staates beitrugen. Die Folge seien "zerrüttete Staatsfinanzen".

Zudem sprach sich Laumann für eine Reichensteuer aus. Mit dieser Steuer dürften aber keine mittelständischen Unternehmen belastet werden, da diese Arbeitsplätze in Deutschland schaffen würden.


WebReporter: artefaktum
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Arbeit, CDU, Steuer, Arbeitnehmer
Quelle: www.handelsblatt.com

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.04.2006 14:11 Uhr von artefaktum
 
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Um den Arbeitnehmerflügel der CDU ist es in den letzten Jahren sehr ruhig geworden. Seine Meinung passt nicht so recht in die gegenwärtig herrschende Wirtschaftsideologie der Union. Ich würde mir eine stärkere Rolle in Zukunft wünschen.
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29.04.2006 15:18 Uhr von Jorka
 
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Das wird: aber auch sowas von an der Zeit, das die großen Unternehmen mehr Steuern zahlen müssen.
Nur leider wird die größtenteils unternehmerfreundliche Union, diesen Vorschlag wohl wieder abschmettern.
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29.04.2006 16:01 Uhr von Joeiiii
 
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Es werden sich wohl sehr viele Menschen wünschen daß Großkonzerne mehr zur Kasse gebeten werden, aber es wird wohl NIE der Fall sein.

Die Wirtschaft und die Großkonzerne lenken die Politik(er), und NICHT umgekehrt. Den großen Firmen hat man in letzter Zeit Unsummen in den Rachen geworfen, angefangen von Steuererleichterung bis zum billigeren Strom..... eventuell verbunden mit der Bitte, daß man doch ein paar Arbeitsplätze schafft.

Was war der Dank dafür? Großkonzerne entlassen massenhaft Arbeiter, und das trotz Millionen- und Milliardengewinnen. Der Staat bzw. das gemeine Fußvolk (wir) kann diesen Konzernen auch eine Billion Euro in den Rachen werfen ohne daß sich etwas daran ändert. Dadurch werden Daumen mal Pi exakt NULL Arbeitsplätze geschaffen.

Der Mittelstand, die ganzen Klein- und Kleinstfirmen, haben sowieso längst verloren, obwohl gerade sie dazu beitragen daß es Arbeitsplätze gibt. Würde man diesen Firmen ebenso viel Geld zustecken, dann sehe es anders aus am Arbeitsmarkt.

Aber so wie es jetzt ist kann es NICHT mehr weitergehen. Fast jeder Cent an einen Großkonzern ist eine Verschwendung von Steuergeldern. Die Regierung finanziert damit Firmenchefs und Manager, die ohne mit der Wimper zu zucken Hunderte oder gar Tausende Arbeiter entlassen.

Ich wage mal die Prognose und sage, daß mindestens 95% aller Gelder die Arbeitsplätze schaffen sollten irgendwo hin versickert sind, aber sicher nicht in Arbeitsplätze investiert wurde. Das Geld landet in der Firmenkasse, am Konto der Manager,...oder sonst wo. Arbeitsplätze schafft man so nicht.
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29.04.2006 22:08 Uhr von Joeiiii
 
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Ich würde gerne mal eine Auflistung sehen wann, warum und wieviel Geld an einen Konzern gefloßen ist, und wieviele Arbeitsplätze darurch effektiv geschaffen wurden.

Es heißt immer daß Arbeitslose soooooo viel Geld kosten. Das mag ja auch richtig sein, aber man hat auch genug Geld um Millionen- und Milliardenbeträge in die falschen Firmen zu investieren.
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30.04.2006 12:21 Uhr von delerium72
 
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Am Ende wird so oder so nur darüber geredet. Wir können noch soviel hoffen oder wünschen, die "Großen" werden schon zu sehen das sie weiterhin von Zahlungen befreit bleiben.
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01.05.2006 22:59 Uhr von md2003
 
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Mal ein guter Vorschlag von der CDU - das muss ich mir wirklich ROT in meinen Kalender eintragen:-)))
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02.05.2006 09:24 Uhr von opppa
 
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md2003: trag es s c h w a r z ein; die Lobby würgt das doch noch ab!
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02.05.2006 11:57 Uhr von eros007
 
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die Forderung ist nachvollziehbar: und ich finde sie auch richtig. Die Unternehmenssteuern gehören in jene Richtung verändert, dass sie "gerechter" werden. Ich stelle mir das immer so vor: Die nominalen Sätze sollen ruhig sinken (Körperschaftssteuer, Steuer bei Betriebsübergabe an Erben). Dafür aber werden die vielen Steuervergünstigungen (von denen überwiegend Großunternehmen profitieren) gestrichen. Etwa die Subventionen bei Arbeitsverlagerung in Niedriglohnländer. Oder auch Gewinne im Aktiengeschäft müssen ganz normal versteuert werden. Also über die Einkommenssteuer bei Privataktionären abgerechnet werden. Insgesamt müssen wir - wobei ich mit den obigen Beiträgen übereinstimme - die Belastungen für den Mittelstand senken und für die Großunternehmen etwas steigern. Ich hoffe nur, dass man sich das auch traut. Nötig wäre es allemal.
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02.05.2006 14:03 Uhr von rainerZ
 
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Das ist im Ansatz sicher richtig trotzdem bekommt man langsam eine dicken Hals, wie das Wort (und die Taten werden sicher folgen) Steuerhöhungen immer weiter und ungeniert benutzt wird. Haben nicht die ganze CDU vor der Wahl jegliche Erhöhungen ausgeschlossen? Jetzt, wo sie mit an der Macht sind, wieder nur die einfachste und bequemste Möglichkeit, an der Steuerschraube zu drehen. Was der Staat jetzt schon an Einnahmen kassiert, ist viel zu viel.

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