28.04.06 20:07 Uhr
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Sansibar/Tansania: 400 tote Delfine am Strand gefunden

Dorfbewohner, Fischer und Hotelbewohner fanden am Freitag die angespülten Kadaver von hunderten Delfinen am Strand und alarmierten die zuständigen Behörden.

Eine Vergiftung wird derzeit ausgeschlossen. Eher geht man davon aus, dass die Tiere durch das Sonar eines U-Boots desorientiert waren. Die Tiere sollen auch nicht ausgehungert gewesen sein, so die Meeresbiologen.

Die Todesfälle sind ein Schlag für die Tourismusbranche Sansibars, da tausende Touristen extra dorthin kommen, um die Tiere zu beobachten und um mit den Delfinen zu schwimmen.


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WebReporter: ciaoextra
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Strand, Delfin, Tansania
Quelle: www.cnn.com

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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28.04.2006 22:47 Uhr von Bibi66
 
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Die Gegend kenn: ich. Gem. der Quelle ist das in Nungwi passiert. War da 1999 im Juli mal. Ein Wahnsinnsstrand... So gut wie keine Touris (damals). Jede Menge kleine, fast durchsichtige Krabben, die über den nassen Sand wuseln und sich blitzschnell eingraben, wenn sie die Erschütterung eines herannahenden Lebewesens spüren. War interessant... Sobald man so 5-10 Minuten bewegungslos stehenblieb... kamen die bis auf wenige Zentimeter an die Füsse ran. In dem Moment, wo ich den Fuss hob und somit das Gewicht verlagerte, waren sie im Umkreis von 30-50cm verschwunden. Wenn ich dann kräftig aufstampfte, waren sie im Umkreis von ca. 3 Metern verschwunden.

Aber jetzt mal zu dem Delfindesaster... Was nicht in der Quelle steht ist, das die Fischgründe dort sehr ertragreich sind (zumindest waren sie es mal), aber unter anderem durch die intensive Harpunenfischerei das ökologische Gleichgewicht der dortigen Meeresfauna stark gestört ist. Und ich denke nicht, das sich da was in den letzten 7 Jahren verbessert hat. Ach ja, der gefangene Fisch wird übrigens quasi direkt am Strand verkauft. Reste werden gleich wieder ins Meer entsorgt...
Jetzt mal 2 und 2 zusammenzählen und eine weitere Möglichkeit bzgl der Delfinstrandung.

Und noch ganz kurz was zu U-Booten: Seit dem Einzug der Digitaltechnik in U-Boote wird der aktive Sonar quasi nicht mehr benutzt, nur noch der passive. Grund ist die (Geräusch-)Tarnung. Bei aktivem Sonar brüllt man praktisch und wartet auf das Echo. Und durch dieses Brüllen verrät man sich logischerweise selbst.
Mit dem passiven lauscht man nur, ohne was zu senden. Und bleibt selbst versteckt in den Tiefen des Meeres.

Wer allerdings noch gerne, vor allem aus wirtschaftlichen Gründen aktiven Sonar verwendet (logisch, passiv is verdammt teuer, kann sich kein Fischer/Fischereigesellschaft oder so leisten, um vom Fang zu profitieren), um Fischschwärme zu orten... Na? Schon draufgekommen?

Hasta Luego
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29.04.2006 01:57 Uhr von KillA SharK
 
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die Marine: verwenden verschiedene Sonar Geräte. mit denen sie Walen und delfinen buchstäblichen die Ohren rausblasen können.

http://www.wdcs-de.org/...(allweb)/CE87CC6C418196FDC1256D8E00302323?opendocument
http://www.heise.de/...

Das könnte man sich vielleicht so vorstellen, als würde einem direkt an beide Ohren eine Fußballtröte gehalten und losgetrötet.
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29.04.2006 02:38 Uhr von Bibi66
 
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@ KillA SharK: Stimmt schon.
Schiffe verwenden aktiven Sonar zur Ortung von U-Booten (steht auch so in Deinem Link zu Heise; der andere Link führte nicht direkt hin. Aber die Seite scheint interessant zu sein. Werd da noch bisserl rumstöbern), in der Quelle ging es um U-Boote.
Das Schiffe allgemein (also mlitärisch und zivil) aktiven Sonar benutzen ist eine Tatsache.

Und Sinn und Zweck eines U-Bootes ist es, ungesehen (und ungehört) aufzuspüren, zu beobachten, zu verfolgen etc. und wieder zu verschwinden. Da macht es keinen Sinn mit der "sonarischen Fussballtröte" rumzulärmen. Das wäre ungefähr so sinnvoll wie der Versuch, Feuer mit Benzin zu löschen.

Der Vergleich mit der Fussballtröte ist allerdings meiner Meinung nach noch relativ mild ausgedrückt, aber erklärt es sehr gut.

Hasta Luego
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29.04.2006 11:15 Uhr von vostei
 
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boah - inzwischen ist von 1000 die rede: und, dass die sektion keine vergiftung oder unterernährung ergeben hätte - sie hatten allerdings leere mägen und sind seltsamerweise bei flut in strandnähe geschwommen und anschließend bei ablaufenden wasser dort geblieben...

(Quelle: BAZ,NZZ)

normalerweise leben sie auf hoher see und derzeit befinden sich dort internationale marineeinheiten wg terrorabwehr und so...

:/
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30.04.2006 22:53 Uhr von md2003
 
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Also das ganz ist wahrscheinlich Delfin-Suizid!!! Die Delfine haben die Schnauze voll von dieser verschmutzten und verseuchten Erde - und haben einfach den schnellen Ausweg gewählt....denke ich jedenfalls...

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