26.04.06 18:37 Uhr
 1.700
 

Immer weniger Deutsche leben von eigener Arbeit

Nur noch 39 Prozent der Deutschen finanzieren ihren Lebensunterhalt durch eigene Arbeit. Diese Zahl hat jetzt das Statistische Bundesamt veröffentlicht.

Ein Grund soll sein, dass es immer mehr Rentner und Arbeitslose gibt. Ein Drittel der Bundesbürger wird von Angehörigen finanziell unterstützt.

1991 lag der Anteil derjenigen, die nach eigenen Angaben ihren Lebensunterhalt durch eigene Erwerbstätigkeit bestritten, noch bei 44 Prozent.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: artefaktum
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutsch, Arbeit
Quelle: www.stern.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Berlin: Gespräche über Zukunft von Air Berlin haben begonnen
"Ich werde Schnitzelstar": Kinderbuch über Fleischproduktion verboten
Dating-Plattform sperrt bekannten US-Nazi lebenslang von der Plattform

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
26.04.2006 20:16 Uhr von mäGGus
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Verhältnis? Sehr interessante Zahlen das.

Wenn man sich überlegt das wir schon vor 15 Jahren nichtmal die Hälte "Beitragszahler" hatten ist das doch eine deutliche Botschaft. Allerdings würde ich diese Quoten nicht komplett auf die Rentner und Arbeitslosen abwälzen. Auch in Deutschland steigt der Anteil an Personen die durch Investiertes Kapital (also von ihren Dividenden/Renditen) leben. Das ist ein amerikanisches Konzept und das wird zukünftig noch weiter zunehmen.
Kommentar ansehen
26.04.2006 20:20 Uhr von jokobe
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Amerikanisches Konzept: @mäGGus
oh Mann. Amerikanisches Konzept? Bist du sicher, dass der Mossad nicht auch irgendwie verwickelt ist?
Kommentar ansehen
26.04.2006 20:31 Uhr von rainerZ
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Bald sind es nur noch ein Drittel mit erheblichen Folgen für die Gesellschaft. Seit Jahren ist doch schon klar, dass wir ein riesiges Problem mit den Rentenzahlungen bekommen werden, und trotzdem werden weiter höhere Löhne bezahlt, zum Teil viel zu hohe Renten gezahlt (Beamte!), und das durch den medizinischen Fortschritt immer länger. Da kann selbst ein ungelernter Arbeiter ausrechnen, dass das nicht mehr zu finanzieren ist und umgehend auf ein anderes System umgestellt werden muss.
Kommentar ansehen
26.04.2006 20:48 Uhr von artefaktum
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
rainerZ: "(...) dass das nicht mehr zu finanzieren ist und umgehend auf ein anderes System umgestellt werden muss."

Deine Aussage stimmt nur unter einer Prämisse: Dass der Großteil der Sozialleistungen (im weitesten Sinne) wie Rente, Krankenkasse, Arbeitslosengeld, usw. wie bisher weiter in erster Linie über Abgaben auf sozialversicherungspflichtige Arbeitspläze finanziert wird, wie wir es bisher gewohnt sind.

Un da wird es (wie auch diese Studie beweist) immer enger, da immer mehr sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze abgebaut werden (durch Streichung, Umwandlung in NICHT sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze, Automatisierung, usw.)

Vielleicht müssen wir uns von diesem Denken lösen. Entscheidend ist nämlich, wieviel eine Volkswirtschaft produziert. Und da produzieren wir ein Vielfaches von dem, was beispielsweise noch vor 30 Jahren produziert wurde. In Deutschland besteht ja keine materielle Armut. (im Gegensatz z.B. zur DDR, wo die Leute genug Geld hatten, es aber nichts zu kaufen gab).

D.h. wir müssen uns fragen, wie wir uns in Zukunft auch noch anders finanzieren können. Eine Maschinensteuer wäre da ein Beispiel von vielen, so was wie die vieldiskutierte Tobinsteuer, usw.
Kommentar ansehen
26.04.2006 21:36 Uhr von chizra-Nali
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Schon wieder Propaganda-Hetze gegen den Teil der Bevölkerung, der die Elite bei ihrer krankhaften Gewinnmaximierung stört? Da gibt’s doch tatsächlich Leute, die den „Stern“ als Magazin der politischen Linken bezeichnen. Sowas ist nicht „links“ sondern link.
Meldungen wie „Auch Arbeitslose sollen sich an der Finanzierung beteiligen“ (paradox: erst bekommen, dann wieder abgeben), „Rentennullrunden“ etc. lassen erkennen, daß an dem bereits 1995 gefaßten Beschluss „20 zu 80“ festgehalten wird.
Damals trafen sich Topmanager, ehemalige Spitzenpolitiker und Wissenschaftler (auf Einladung von Michail Gorbatschow) in San Francisco im Fairmont Hotel und...
«Die Zukunft verkürzen die Pragmatiker im ´Fairmont´ auf ein Zahlenpaar und einen Begriff: ´20 zu 80´ und ´tittytainment´. 20 Prozent der arbeitsfähigen Bevölkerung würden im kommenden Jahrhundert ausreichen, um die Weltwirtschaft in Schwung zu halten. „Mehr Arbeitskraft wird nicht gebraucht“, meint Magnat Washington SyCip. Ein Fünftel aller Arbeitssuchenden werde genügen, um alle Waren zu produzieren und die hochwertigen Dienstleistungen zu erbringen, die sich die Weltgesellschaft leisten könne. Diese 20 Prozent werden damit aktiv am Leben, Verdienen und Konsumieren teilnehmen - egal in welchem Land. [...]
Soziales Engagement der Unternehmen sei beim globalen Wettbewerbsdruck unzumutbar, um die Arbeitslosen müssten sich andere kümmern. [...] Jedenfalls werden in den Industrieländern schon bald wieder Menschen fast zum Nulltarif die Strassen sauberhalten oder als Haushaltshilfen kärglichen Unterschlupf finden, erwarten die Konzernlenker. Schliesslich sei das Industriezeitalter mit seinem Massenwohlstand nicht mehr als ein ´Wimpernzucken in der Geschichte der Ökonomie´ ...»
(Auszug aus: Artikel 5: Zeit-Fragen Nr.38 vom 4.10.2004- zeit-fragen.ch

Arbeitslose und Rentner sind also zur Verfügungsmasse degradiert, die nicht gebraucht werden und die in einer Welt, wo nur noch zwischen „nützlich“ und „überflüssig“ unterschieden wird, keinen Platz mehr haben.
Happy greetings to all illuminated Establishment and the „One-World-Order“...

P.S. @artefaktum
>Maschinensteuer< - gut erkannt, wurde aber nie ernsthaft erwogen. Warum wohl?
Kommentar ansehen
26.04.2006 22:07 Uhr von chizra-Nali
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Ergänzung Naheliegend ist, daß alle nach 1995 gefaßten Beschlüsse, wie z.B. Agenda 2000 (ja, die gab’s – hat nur nicht geklappt), Agenda 2010, Lissabonvertrag, GATT und danach GATS, Agenda 21, Bolkestein-Richtlinie, Hartz usw., nur Fortsetzungen von dem Konzept „20 zu 80“ sind.

Das „Globalisierung“ dabei sehr hilfreich ist, kann man hier nachlesen: http://www.jjahnke.net/...
Kommentar ansehen
26.04.2006 22:16 Uhr von mäGGus
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@jokobe: Ich weiss nicht was der isrealische Geheimdienst damit zu tun haben soll aber das sollte wohl nur eine sarkastische Äußerung von dir sein.

Es ist doch hingegen wohl unbestreitbar das sich die deutsche Wirtschaft (und große Teile der Bevölkerung) seit Ende des zweiten Weltkrieges sehr stark (bis nahezu krankhaft) am US Vorbild orientiert. Gerade in der Wirtschaft sind die Parallelen langsam nicht mehr zu verleugnen auf diesem Sektor sind in der jüngsten Vergangenheit die meisten Adaptionen zu beobachten. Immer mehr Prozesse werden nach amerikanischem Vorbild rationalisiert und man geht mit der selben gnadenlosen Rechtfertigungslogik "Profit, Profit und nochmal Profit" an die Sache heran.

Wir sind in Deutschland mit beinahe 10% arbeitsloser Bevölkerung von den "westlichen" Nationen recht "übel" dran im Verhältnis gesehn. Die USA hatten im letzten Jahr nur etwa 5% was sich aber schon durch die schiere Größendifferenz der Bevölkerung und die unterdimensionierten Sozialsicherungssysteme erklären lässt. Bei uns kann man auch ohne Arbeit einigermaßen über die Runden kommen. In den USA hat man es wohl ungleich schwerer.

Meine Aussage bezieht sich auf die Beobachtung das es in den USA ein gewaltiges Gefälle zwischen arm und reich gibt (größer als in den meisten anderen Nationen) und dort die wirtschaftliche Macht in den Händen von Leuten liegt die keiner gewöhnlichen Erwerbstätigkeit nachgehen. Genau dies zeichnet sich jetzt auch in Deutschland ab.
Ich behaupte nicht das die Amerikaner den Kapitalismus erfunden haben ... aber perfektioniert haben Sie ihn und das kann niemand verleugnen.
Kommentar ansehen
26.04.2006 22:18 Uhr von opppa
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
nicht durch eigene Arbeit: Sind da die Beamten und die Parlamente mitgezählt ????
Kommentar ansehen
26.04.2006 23:58 Uhr von mäGGus
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@weimargg: Da die Amerikaner nicht mal eine Meldepflicht besitzen stimme ich dir da völlig zu. Leider kann ich mich auch nur auf "greifbare" Angaben beziehen falls ich argumentieren möchte daher habe ich eben diese offizielle Statistik angeführt.

In Deutschland ist auch nicht jeder arbeitslos gemeldet der keinen Job hat...

Refresh |<-- <-   1-9/9   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Fußball: Antoine Griezmann wurde nach einem Platzverweis gesperrt
Jazzmusik: Gitarrist John Abercrombie ist tot
Donald Trump - Afghanistan-Strategie wegen Afghanin im Minirock?


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?