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Streikende Ärzte gefährden Versorgung während der Fußball-WM

Der Vorsitzende der Klinikgewerkschaft Marburger Bund, Dr. Montgomery, drohte mit der Aussage: "Nur weil hier ein paar Leute Fußball spielen, kann ja keiner von uns erwarten, dass wir unsere Ziele aufgeben", die WM-Notfallpläne zu boykottieren.

Auch sollen während der Streiks nur noch wirklich dringende Patienten-Behandlungen erfolgen. Ulla Schmidt ist erschüttert über das Vorgehen der Ärzte, die sogar Operationen von Krebs- oder Herzpatienten verschieben.


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WebReporter: labor_007
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Fußball, WM, Arzt, Streik, Versorgung
Quelle: www.aerztezeitung.de

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25.04.2006 19:16 Uhr von labor_007
 
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Ich kann gar nicht so viel essen wie ich kot*en könnte bei diesem Spruch, den ich buchstabengetreu zitierte. Es ist eine Unverschämtheit dieser Weißkittel, die sich in angespannten Finanzsituationen ihren Wohlstand nicht nehmen lassen wollen. Die Gehälter und Belange von Assistenzärzten werden doch nur vorgeschoben um den Chefärzten das Konto zu füllen. Hilfsbereitschaft und Mitleid mit schmerzgeplagten Patienten sind für die unbekannte Fremdworte!
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25.04.2006 19:46 Uhr von ManuelDoninger
 
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@autor: finanzangespannte situation hin oder her, bei den arbeitssituationen, die momentan in den kliniken herrschen, würde ich nicht arbeiten wollen. und der vorwurf mit den chefärzten kann ich nicht so stehen lassen (als hinweis: ich bin nicht in der medizinbranche tätig): denn gerade die assistenzärzte haben es nötig, dass sie mehr geld bzw. bessere arbeitszeiten bekommen. ich möchte nicht von einem arzt operiert werden, der 24h dienst hinter sich hat. das problem ist halt dass die nur so druck ausüben können. wenn die metallbranche streikt, dann ist die öffentlichkeit nicht direkt betroffen, sondern die arbeitgeber. hier ist halt die öffentlichkeit betroffen, aber einen anderen weg gibt es für die ärzte nicht.
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26.04.2006 02:21 Uhr von Dream77
 
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@ manuel: als arzt hat man einen schur geleistet. den finde ich persönlich wichtiger als durchsetzen des willens auf teufel komm raus.

ich kann verstehen und stehe auch irgendwie dahinter, das die ärzte bessere bedingungen haben wollen. ich weiss wie es in krankenhäusern, arztpraxen altenheimen ect zu geht. der arzt hat ja nicht nur seine praxiszeiten, er macht auch hausbesuche beispielsweise in pflegeheime.

Aber der schwur den die ärzte geleistet haben, was is der noch wert? was machst du wenn du plötzlich herzprobleme hast und du operiert werden musst und das so schnell wie möglich, aber erst auf eine wochenlange warteliste musst weil die ärzte streiken?

Jemand in meinem bekanntenkreis hat dies gehabt, zwar nicht so dramatisch wie ich beschrieben habe, sie hat es an den bandscheiben. erst haben die docs ihr spritzen gegeben und dann sollte sie doch operiert werden. sie musste jeden tag in die praxis damit sie halbwegs mit den schmerzen fertig würde, aber es war nicht jeden tag jemand da in der praxis und wenn doch, dann war das wartezimmer voll..übervoll. es hat wochen gedauert bis sie mal einen arzt zu gesicht bekommen hat der mit ihr ne op besprach und danach hat es wieder wochen gedauert bis der termin klar ging. jetzt stell dir das ganze mal als herzpatient vor.... na prost mahlzeit
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26.04.2006 08:12 Uhr von opppa
 
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Dream77: Du schreibes richtig, daß die Ärzte einen "Schur" geleistet haben.
Dieser "Schur" wird heute jedoch hauptsächlich von der chemischen Industrie duzu genutzt, die Verbraucher zu
s c h e r e n !!!!

Man muß nur die Arzneipreise in Deutschland und im Ausland vergleichen, dann weiß man, wie das Management tut, um die Gewinnbeteiligungen zu erhöhen.

Die Lobby hat dafür die gesetzliche Grundlagen in der Legislative geschaffen; und das wird heute rücksichtslos verwertet.
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27.04.2006 23:19 Uhr von md2003
 
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Eine Regelung der Arbeitszeit in Kliniken wäre mal angebracht....
Auf der anderen Seite sollte ein Arzt nicht zum Erpresser werden, in dem er sagt, wenn es keine besseren Bedingungen gibt, behandle ich nicht!

DENN es gibt ja den Hippokratischen Eid:

Ich schwöre, Appolon den Arzt und Asklepios und Hygieia und Panakeia und alle Götter und Göttinnen zu Zeugen aufrufend, daß ich nach bestem Vermögen und Urteil diesen Eid und diese Verpflichtung erfüllen werde: den, der mich diese Kunst lehrte, meinen Eltern gleich zu achten, mit ihm den Lebensunterhalt zu teilen und ihn, wenn er Not leidet, mitzuversorgen; seine Nachkommen meinen Brüdern gleichzustellen und, wenn sie es wünschen, sie diese Kunst zu lehren ohne Entgelt und ohne Vertrag; Ratschlag und Vorlesung und alle übrige Belehrung meinen und meines Lehrers Söhnen mitzuteilen, wie auch den Schülern, die nach ärztlichem Brauch durch den Vertrag gebunden und durch den Eid verpflichtet sind, sonst aber niemandem.

Meine Verordnungen werde ich treffen zu Nutz und Frommen der Kranken, nach bestem Vermögen und Urteil; ich werde sie bewahren vor Schaden und willkürlichem Unrecht.

Ich werde niemandem, auch nicht auf eine Bitte hin, ein tödliches Gift verabreichen oder auch nur dazu raten. Auch werde ich nie einer Frau ein Abtreibungsmittel geben. Heilig und rein werde ich mein Leben und meine Kunst bewahren. Auch werde ich den Blasenstein nicht operieren, sondern es denen überlassen, deren Gewerbe dies ist.

Welche Häser ich betreten werde, ich will zu Nutz und Frommen der Kranken eintreten, mich enthalten jedes willkürlichen Unrechtes und jeder anderen Schädigung, auch aller Werke der Wollust an den Leibern von Frauen und Männern, Freien und Sklaven.

Was ich bei der Behandlung sehe oder höre oder auch außerhalb der Behandlung im Leben der Menschen, werde ich, soweit man es nicht ausplaudern darf, verschweigen und solches als Geheimnis betrachten.

Wenn ich nun diesen Eid erfülle und nicht verletze, möge mir im Leben und in der Kunst Erfolg zuteil werden und Ruhm bei allen Menschen bis in ewige Zeiten; wenn ich ihn übertrete und meineidig werde, das Gegenteil.
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28.04.2006 23:02 Uhr von Anubis71
 
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@autor: sorry, aber du hast null plan anscheinend von dem was bei den Ärzten abgeht. Ich meine nicht die hochdotierten Taschenfüller, die es hier gibt sonder eher das medizinischer Fussvolk und wenn ich dann gegenüberstelle, was man von denen erwartet im Vergleich zu dem was sie an Bezahlung bekommen, dann kann ich die Ärzte gut verstehen. Allerdings halte ich die Lohnforderung für masslos überzogen, aber an den Arbeitsbedingungen gibt es grossen Nachholbedarf. Es kann nicht sein, dass Ärzte 16 Stunden und länger bereit stehen müssen, denn nicht immer ist Bereitschafts nur abwarten sondern häufig eben auch arbeiten.
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30.04.2006 13:17 Uhr von palais79
 
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Man kann es nicht oft genug wiederholen es geht bei den 30% nicht um eine Forderung nach 30% mehr Geld über dem, was jetzt bezahlt wird - sondern darum, weggestrichenes Geld wiederzubekommen.
Ärzte wurden bislang nach BAT-Gehalt bezahlt, mit Urlaubs- und Weihnachtsgeld und regelmäßiger Erhöhung je nach Dienstalter. Obwohl auch das schon relativ schlecht bezahlt war, haben die Ärzte das akzeptiert. Doch im letzten Jahr wurde der BAT-Tarifvertrag von den Ländern einseitig gekündigt und ein neuer Vertrag eingeführt, der eine Komplettstreichung des Urlaubsgeldes und Streichung des größten Teils vom Weihnachtsgeld vorsah. Zudem wurde die regelmäßige Erhöhung nach Dienstalter massiv gekürzt.
Nach dem EuGH-Urteil darf ein Arzt nun auch nicht mehr als 24h arbeiten - offiziell. Das nutzen die Krankenhäuser aus, um dem Arzt keine zusätzlichen Dienste zu bezahlen - und erwarten stillschweigend gleichzeitig, daß die Arbeit natürlich trotzdem erledigt wird, selbstverständlich auch noch nach den 24h. Im Klartext: "selbstverständlich arbeitest Du als Arzt mehr als 24h am Stück - aber natürlich dürfen wir Dir das nicht zahlen, da es ja illegal ist. Schadeschade, ne, Doktorchen?".
Überstunden dürfen nicht aufgeschrieben werden, "sonst gibt es Ärger" - daß das Bundesgesundheitsministerium dann in ihrem Bericht argumentiert "Wieso, soviele Überstunden werden doch gar nicht geleistet", ist absoluter Hohn - sie dürfen ja nicht aufgeschrieben werden.

Fazit: Ärzte sind die einzige Berufsgruppe, die so lange mit sich haben umspringen lassen. Es war höchste Zeit für einen Streik.
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01.05.2006 19:06 Uhr von Borgir
 
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@autor: hast du schonmal das arbeitspensum eines assistenzarztes erlebt oder selbst abgespult?? hast du eine ahnung unter welchem druck die stehen?? verantwortung?? kaum frei?? kaum gehalt?? glaubst du echt dass die vorgeschoben werden um die taschen der chefärzte zu füllen?? es geht in der hauptsache um die gehälter der assistenten. freizeitausgleich der assistenten, geregelte arbeitszeiten (soweit dies möglich ist), keine 24-, 36- oder 48-stunden dienste mehr.

vor dem kommentar hättest du mal nachdenken sollen. recht haben die "weisskittel". hoffentlich kommen sie mit ihren forderungen durch. das kommt dann ja auch uns zu gute (oder wollt ihr nach einem unfall von einem übermüdeten, seit 30-stunden arbeitenden chirurgen, der mit kaffee vollgepumpt ist und augenringe hat, operiert werden??)
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01.05.2006 19:08 Uhr von Borgir
 
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@dream77: nach 30 stunden dienst kann man diesen schwur auch vergessen, denn das urteilsvermögen leidet ohne ende und es werden mehr fehler gemacht die in der medizin bekanntlich tödliche folgen haben können. also womit kommen die ärzte dem schwur nach: streik oder übermüdung?? außerdem muss eine notfall-versorgung aufrecht erhalten werden. also keine panik und keine vorschnellen schlüsse.
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01.05.2006 19:09 Uhr von süße maus
 
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Ärzte werden zu sehr verpöhnt, ich liege oft genug im KH und was ich dort sehe, gefällt mir absolut nicht.
1 Arzt hat Bereitschaftsdienst ok.Aber den habe ich 3 Tage und Nächte am Stück dort gesehen.
Der normale Arbeitstag ist immer mind.12 Std.Erst die Patienten flüchtig behandeln, ab in den OP, zwischen durch die Visite mit etlichen Störungen, Nochmal ein paar OPs ,zwischendurch die Sprechstunde für die Familienangehörige, wenn die Untersuchungen etwas Platz lassen. Und dann der ganze Schreibkram.
das Pflegepersonal unterstützt die Ärzte zwar, aber auch dort wird schon auf dem Zahnfleisch gekaut.
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02.05.2006 07:31 Uhr von palais79
 
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Schwur Wer kommt eigentlich immer auf die Idee, Ärzte hätten einen Schwur abgelegt? Das gibt es nur in Deutschen Arztserien, den Eid des Hippocrates braucht man nicht abzulegen. Was natürlich nicht heißt, daß man unethisch arbeiten soll...

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