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Studie: Todesstrafe per Giftspritze - Deliquenten erleiden teilweise große Qualen

Die Menschenrechtsorganisation "Human Rights Watch" hat sich einer Studie über die Todesstrafe in den USA per Giftspritze angenommen. Dabei kam heraus, dass die Hingerichteten stellenweise höllische Schmerzen erleiden müssen.

Dem amerikanischen Justizsystem werden "Inkompetenz, Nachlässigkeit und Verantwortungslosigkeit" vorgeworfen. Der Giftcocktail wurde 1977 von einem Leichenbeschauer entwickelt, ohne jemals wissenschaftlich getestet worden zu sein.

In der 30-jährigen Praxis der Anwendung kam es zu zahlreichen Zwischenfällen, bei denen die Todeskandidaten offenbar bei vollem Bewusstsein und unter starken Schmerzen ihren nahenden Tod über mehrere Minuten miterleben mussten.


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WebReporter: rudi2
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Studie, Todesstrafe, Giftspritze
Quelle: www.spiegel.de

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18 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.04.2006 19:41 Uhr von *50CeNT*
 
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letztens hieß es hier doch, dass die mit der Giftspritze Hingerichteten keine schmerzen spüren und friedlich einschlafen...oder??
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24.04.2006 19:42 Uhr von doraymefayzo
 
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Na und? Die Täter haben oftmals Leute unter höllischen Qualen sterben lassen.
Warum sollte es ihnen besser gehen?
Ist doch kein Kindergeburtstag.

Am liebsten noch die Leute sanft in den Tod kuscheln oder was?
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24.04.2006 19:43 Uhr von ciaoextra
 
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doppelte news: News-ID: 619508
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24.04.2006 20:15 Uhr von usambara
 
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Kopfschuss ist doch humaner macht nur nicht so ein gutes Bild bei FOX-TV
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24.04.2006 20:17 Uhr von Berliner_Pflanze
 
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doraymefayzo: Das hat mit Menschenrechten zu tun, aber lassen wir das, das willst du sowieso nicht verstehen.

Argumentation, das ein Mörder dem Opfer auch kein Menschenrecht gewährt hat, gilt nicht.

Schliesslich würde sich der Staat dann mit dem Täter auf eine Stufe stellen und dann hättest du ja nichts mehr zu meckern..

Der (in einigen Augen verdiente) Tod ist doch schon schlimm genug, warum sollte man den Menschen dann unnötig leiden lassen?

Willkommen in der Zivilisation.
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24.04.2006 20:30 Uhr von Kandis2
 
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Wie kann es denn bitteschön sein, dass die Delinquenten Schmerzen erleiden, wenn sie zuvor betäubt werden???
Meines Wissens geht dem Todescocktail doch eine Betäubungsinjektion voraus ...
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24.04.2006 20:32 Uhr von ciaoextra
 
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Kandis2: Problem ist nur, daß die Betäubung so gut wie nie funktioniert.
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24.04.2006 20:59 Uhr von Jorka
 
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Wenns danach geht: ist die Guillotine am schmerzfreisten...

Hinrichtungen per Guillotine zu zeigen wären allerdings wohl auch für den härtesten Fernsehzuschauer zu viel..
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24.04.2006 21:11 Uhr von Jimyp
 
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@Berliner_Pflanze: Menschenrechte? Ein Mörder hat in meinen Augen keine Rechte mehr. Er hat nicht das Recht irgendwas zu fordern, gut behandelt zu werden oder sonst irgendwas und eben auch nicht mehr das Rest zu Leben! Ein Mörder ist kein Mensch mehr und von daher ist die Beseitigung eines solchen Mörders auch kein Mord im eigentlichen Sinne!
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24.04.2006 22:50 Uhr von d-fiant
 
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Unmenschlichkeit: Einige der Beiträge hier lassen mir wirklich einen kalten Schauer über den Rücken laufen. Aug um Aug, Zahn um Zahn. Zivilisation? Scheiss drauf, wir wollen Rache!!!!

Auch Angesichts der Tatsache, dass immer wieder Unschuldige in Folge von Justizirrtümern hingerichtet werden hilft es darüber hinaus niemandem, auch nicht den Verwandten, wenn ein Täter für seine Taten zu Tode gefoltert wird. Das macht Opfer nicht wieder lebendig und beseitigt auch keine seelische Schäden. Was uns menschlich macht ist das, was uns von den meisten Tätern unterscheidet, nämlich Humanität.
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24.04.2006 22:56 Uhr von Troll-Collect
 
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Humanität für 50% Fehlgeurteilte: >>
Internationale Anerkennung erlangte George Ryan, als er am Ende seiner Amtszeit als Gouverneur von Illinois im Jahre 2003 alle - zu diesem Zeitpunkt 167 (darunter vier Frauen) - zum Tode verurteilten Gefängnisinsassen von Illinois begnadigte. Er wandelte deren Todesurteil in eine lebenslange Haftstrafe um. Seine Entscheidung begründete er damit, dass das amerikanische Rechtssystem "willkürlich und unberechenbar und daher unmoralisch" sei. Vor allem in den USA wurde seine Entscheidung kontrovers diskutiert.

Rede Ryans, in der er seine Beweggründe für die Generalamnestie schildert:

Vor vier Jahren wurde ich als 39. Gouverneur von Illinois vereidigt. Das war wirklich erst vor vier kurzen Jahren? Damals glaubte ich an das amerikanische Justizsystem und die Todesstrafe.
...
Nach Mr. Porters Fall war da der Bericht der Chicago Tribune Reporter Steve Mills und Ken Armstrong, die die systematischen Fehler in unserem Todesstrafensystem dokumentierten. Die Hälfte der beinahe 300 Kapitalfälle in Illinois führten zu einem neuen Prozess oder einer neuen Urteilsfindung. Beinahe die Hälfe!
...
Dann kamen die nächsten Monate. Es wurden drei weitere Männer entlastet, befreit, weil ihre Verurteilungen von Gefängnisinformanten abhingen oder neue DNA-Technologien ihre Unschuld zweifelsfrei bewiesen. Wir hatten damit die dubiose Erfahrung, mehr Männer entlastet zu haben, als hingerichtet wurden. Bei 13 Männern stellte sich die Unschuld heraus, 12 wurden hingerichtet. Wie ich gestern berichtet habe, habe ich keinen Zweifel daran, dass die Anzahl der unschuldigen Männer, die aus dem Todestrakt entlassen wurden, bei 17 steht - durch die Begnadigungen von Aaron Patterson, Madison Hobley, Stanley Howard und Leroy Orange.

Das ist absolut peinlich. 17 entlastete Todessträflinge sind nicht weniger als ein katastrophaler Fehler. Doch die dreizehn - jetzt siebzehn Männer, sind gerade der Anfang unserer traurigen Arithmetik im Verhandeln von Kapitalfällen. Während der Zeit, in der wir in Illinois die Todesstrafe haben, wurden zumindest 33 andere Menschen fälschlicherweise wegen Mordes verurteilt und später entlastet. Seit wir die Todesstrafe wieder eingeführt haben gab es weitere 93 Menschen - 93! - wo unser Kriminaljustizsystem die schärfsten Sanktionen nutzte und später die Strafe widerrief oder die Menschen aus der Haft entließ, weil sie unschuldig waren.

Wie viele weitere Fälle falscher Verurteilungen müssen geschehen, bevor wir alle endlich zugeben können, dass das System kaputt ist?
...
Wenn das System so viele Fehler macht bei der Feststellungen, ob jemand wirklich schuldig ist, wie fair und genau war es darin festzustellen, welche Schuldigen es verdienen zu sterben und welche es verdienen zu leben? Welchen Effekt hat Rasse? Welchen Effekt hat Armut?

Und in beinahe jedem einzelnen Fall der entlasteten siebzehn, hatten wir nicht nur Pannen im System bei Polizei, Anklage und Richtern, wir hatten auch furchtbare Fälle von minderwertigen Verteidigungsanwälten. Es gibt keine Möglichkeit, das zu vertuschen. Da sind Verteidigungsanwälte, die sich nicht mit ihren Klienten beraten, den Fall nicht untersuchen und die komplett unqualifiziert waren, einen komplexen Todesstrafenfall zu behandeln. Sie steckten oft keine großen Anstrengungen in den Kampf gegen ein Todesurteil. Wenn Ihr Leben auf dem Spiel steht, sollte Ihr Anwalt für Sie zu kämpfen. Wie ich schon zuvor sagte, ist da mehr als genug was falsch läuft.
...
<<<
http://de.wikipedia.org/...
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24.04.2006 23:25 Uhr von Gumbex
 
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war klar um so härter um so besser oder wie? find das immer wieder lustig was manche user hier immer schreiben was man für ultimative harte strafen man einführen muss für mörder, kinderfic...,etc. dabei bedenkt keiner das die justiz gerade in amerika mehr fehler macht und unschuldige einsperrt als sonst wo und wenn in deutschland das bildungsniveau so weiter geht wird das hier nicht viel besser aussehen. für schwerverbrecher harte strafen zu machen wäre ja in ordnung wenn man immer zu 100 % sagen könnte wer es gewesen war das kann man aber nicht. wenn man jemand unschuldig einsperrt kann man ihm immer noch freilassen aber wenn man einem unschuldigen den kopf abballert oder sontige teile abschlagt kann man die nicht wieder dran kleben oder ihn wieder lebendigmachen. darum solltet man bei strafen immer bedenken das ein geringer teil unschuldig sitzt (in den USA immerhin 10%) und man denen zumindest die möglichkeit lassen sollte das zu beweisen auch wenn dann das ein oder andere schwein davon provitiert. außerdem zeigt ja grad die usa das knallharte strafen überhaupt nichts bringen was die kriminalstatistik angeht.
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25.04.2006 00:24 Uhr von Reizhirn
 
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ich bin gegen todesstrafe: ich bin gegen todesstrafe. auch wenn es mir manchmal schwer fällt sie in bestimmten fällen nicht als rechtes mittel zu sehen, aber das unterscheidet mich vom mörder und verbrecher.

ich fahre auch in keine länder mit todesstrafe. einfach um meine missbilligung zu zeigen.
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25.04.2006 08:50 Uhr von bingo`
 
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"Jemand der Leben so mißachtet und zerstört, hat seine Menschenrechte verwirkt."

Das entscheidest du, ja?
Du bist um keinen Deut besser, denn du mißachtest ebenso ein Leben, auch wenn es das Erbärmlichste und Verabscheuungswürdigste auf der Welt ist. Aber hey, DU hast ja gesagt, dass er seine Menschenrechte verwirkt hat. Ist also ja alles in Butter...

ciao
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25.04.2006 10:47 Uhr von Mr.Gato
 
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Meine pro Einstellung zur Todesstrafe ist ja einigen schon bekannt.

Tut mir natürlich um die Fehlurteile leid. Aber bei 100% erwiesener Schuld gehört ein Mörder exekutiert. Und die beweisaufnahme wird immer besser.

Und.... @jorka, bei besonders harten Fällen am besten mit ner Guillotine. *Angeblich* kann man nachm köpfen sogar noch n bissel was bewusst miterleben.
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25.04.2006 11:53 Uhr von adsci
 
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@doraym schon mal dran gedacht, dass auch unschuldige oder leute dabei sind, die in notwehr gehandelt haben, es ihnen aber nicht geglaubt wurde?

auch quält nicht jeder seine opfer in den tod. so mancher ist in jungen jahren einfach im falschen viertel aufgewachsen, in der falschen gang gewesen und hat am ende bei nem überfall die nerven verloren. nicht zu verharmlosen, aber im ende doch "nur" ein menschlicher fehler. er muss dadurch nicht grundweg nur böse sein.

über die todesstrafe kann man geteilter meinung sein, aber in den tod quälen... das haben wahrscheinlich nur wenige verdient. und was hilft es uns, dass da jemand sich noch quält. uns sollte es nur darum gehen, dass solche leute niemand mehr schaden können und das andere abgeschreckt sind. das quälen macht keinen sinn.
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25.04.2006 20:23 Uhr von Berliner_Pflanze
 
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Quälen macht Sinn , allerdings besteht der Sinn ausschliesslich darin die Rache einiger Dumpfbacken und ihre sadistischen Gefühle zu befriedigen.

Wenn man hier manche Kommentare pro-quälen liest, könnte man denken wir leben im Mittelalter.

Wie erbärmlich muß ein Mensch sein, der fordert andere Menschen zu foltern.

Mörder sind auch Menschen, dies gehört nun mal zur den menschlichen Abgründen, Betonung auf meschlich.
Auch wenn dies einige hier nicht wahrhaben wollen.

Bei erwiesener Schuld harte Strafen und bei der Gefahr einer Wiederholung Sicherheitsverwahrung.
Todesstrafe nein, über die Befürwortung von Folter zu diskutieren, heisst mit Dummköpfen oder Perversen zu diskutieren.
Wer möchte das schon?
Ich nicht.
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27.04.2006 13:34 Uhr von e.frank
 
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Höllenqualen durch Gift: Ist vollkommen nachvollziehbar. Denn jede Vergiftung, wenn nicht zugleich Morphine etc verabreicht werden, führt zu einem schmerzvollen Todeskampf. Leber und Nierenversagen, welcher dann zum Herzstillstand führt.
Doch seien wir einmal ehrlich. Ist dies nicht auch bei jeder Chemoltherapie so, daß der Körper bis zum extremen Zustand belastet wird, und der Patient wird in Hoffnung gewogen wenn er dies durchmacht werde er geheilt.
Welche Blindstudien dafür gibt es? Keine! Denn es angeblich nicht zumutbar einen Krebskranken nicht mir Chemo zu behandeln. Und diejenigen die freiwillig eine andere Therapie machen wollen, werden so verängstigt, daß der Druck dem sie sich wehren müssen, soviel Kraft kostet, daß sie sich zum größten Teil geschlagen unterwerfen.
Aber das wichtigste: unsere EU-Politiker entscheiden, daß Tiere nur nach Verabreichung einer Betäubungsspritze geschlachtet werden dürfen. Ausgenommen religiöse Rituale, wie das Schächten.
Doch hat sich irgendjemand darüber Gedanken gemacht, daß das betäubte Tier, welches sofort danach (im betäubten Zustand) geschlachtet wird, diese Stoffe weiterhin im Körper behält. Tot können Gifte bekanntlich nicht mehr ausscheiden. Dadurch wird uns bei Verzehr eben dieses Fleisches - Gift in der Nahrung - ein gewisser Gewöhnungseffekt für den Körper anerzogen.
Schon aus diesem Grund allein, ist es individuell, welche Dosis notwendig ist, den menschlichen Körper mit Gift schmerzfrei hinzurichten.
"Nur die Dosis macht das Gift"

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