24.04.06 18:45 Uhr
 404
 

Geplante Reichensteuer wahrscheinlich vor dem Aus

Wie der "Tagesspiegel" berichtet, wird die laut Koalitionsvertrag festgelegte zusätzliche Steuer für Reiche wahrscheinlich nicht kommen. Diese Steuer sei mit der Verfassung nicht in Einklang zu bringen, heiße es aus dem Finanzministerium.

Die Pendlerpauschale sollte laut Planung für die ersten zwanzig Kilometer gestrichen werden. Nun gibt es hierbei Umsetzungprobleme und rechtliche Bedenken. Finanzminister Steinbrück will dem Koalitionsausschuss eine generelle Streichung vorschlagen.

Des Weiteren wird er dem Ausschuss vorschlagen, die Kürzung der Kindergeldzahlung ab dem 25. Lebensjahr auf 2008 und später zu verschieben, da auch hier bei der Umsetzung mit rechtlichen Problemen zu rechnen sei.


WebReporter: calfin
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Reich
Quelle: www.presseportal.de
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

25 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
24.04.2006 18:41 Uhr von calfin
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Was soll man von dem Ganzen halten? Anscheinend werden Koalitionsverhandlungen so abgehalten, ohne vorher zu wissen, ob die Vereinbarungen, die dort getroffen werden, überhaupt rechtens sind. Und bei der Pendlerpauschale macht man es sich ganz einfach, dann wird die halt ganz gestrichen.
Kommentar ansehen
24.04.2006 19:16 Uhr von usambara
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
SPD- Partei der Besserverdienenden: Neo-Liberalismus hat die SPD seit Schroeder übernommen.
Diesen Trend sieht man in ganz Europa (Blair, etc.).
Kommentar ansehen
24.04.2006 20:10 Uhr von anubis71
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Das find ich mal wieder geil: der Pendlerpauschale sollen die ersten 20 Kilometer gestrichen werden. 10 sind ja schon weg. Aber weil es rechtliche Bedenken gibt streicht man das Kilometergeld ganz. Klar, dann gibt es auch keine rechtlichen Probleme, denn es ist ja nichts mehr da, was Probleme machen kann.

Da habe ich aber noch einen anderen Spruch der Politiker im Ohr, man muss flexibel sein bei der Jobsuche und Fahrten zur Arbeit auch bei grösseren Distanzen sind durchaus zumutbar. Ich mag kleinlich sein, aber da seh ich doch einen gewissen Wiederspruch.

Wenn ich bedenke, was ich an Kohle für Benzin hinblätter, damit ich meinen Job machen kann (Öffentliche Verkehrsmittel würden mich die doppelte Zeit kosten) und ich habe so gesehen sicher einen zumutbaren Arbeitsweg, mal abgesehen davon das die Autobahnen die nutzen muss eine Zumutung sind, und dann so Sprüche aus Berlin höre, kriege ich das grosse Kotzen. Soviel kann ich gar nicht essen, wie ich da kotzen könnte.

Ich habs mal eben berechnet. Mit angenommen 200 Euro Sprit im Monat NUR für den Job zahle ich 2200 im Jahr (einen Monat Urlaub nicht mitgerechnet) Soviel bekomme ich beim Steuerausgleich nicht wieder. Und diese Summe ist deutlich mehr als 1,5 Nettomonatslöhne.

Vllt sattel ich aber auch um und werde Profisozialleistungskassierer, da muss ich nicht arbeiten, bekomm allen Scheiss finanziert und obendrein noch Kohle vom Staat. Warum eigentlich nicht, lohnt sich mehr als der Stress Arbeiten zu gehen und der Papierkram den ich dann habe beschäftigt mich eh den ganze Tag.
Kommentar ansehen
24.04.2006 21:24 Uhr von Jorka
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Soso: Eine Reichensteuer ist also verfassungswidrig aber allen anderen Einkommensschichten kann man das Geld aus der Tasche ziehen?
Kommentar ansehen
24.04.2006 22:47 Uhr von Troll-Collect
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Soso: Gibt es bei det Finanzelite einen hauch von Zweifel einer rechtlichen Umsetzung wird erst gar nicht geprüft welche Alternativen es gibt (etwa Spitzensteuersatz etwas anheben) - nein, da entläßt man die Klientel gleich ganz aus ihrer gesellschaftlichen Verantwortung.

Bei Arbeitnehmern vergißt man aber sämtliche Skrupel. Als ob es verfassungsrechlich weniger problematisch ist, wenn generell alle Kosten zur Erzielung eines Einkommens zur Besteuerung berücksichtigt werden können (Gewinnbesteuerung) - nur bei Einkommen aus unselbständiger Arbeit (sprich Lohn) diese Kosten nicht abgezogen werden dürfen (sprich Werbungskosten).
Das wird mit Sicherheit vom Verfassungsgericht gekippt (wie schon unzählige Regelungen in der Vergangenheit) - nur bis sich jemand durch die Instanzen geklagt hat, kann die Schwarz-Gelbe Maffia jahrelang widerrechtlich Steuern kassieren und von unten nach oben umverteilen.
Kommentar ansehen
24.04.2006 23:50 Uhr von md2003
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Naja das muss man wohl verstehen - wenn ich mein Gehalt selbst bestimmen dürfte oder Gesetze zu meinem Vorteil hinbiegen könnte, würde ich wahrscheinlich auch so handeln, wie die Politiker:-)

Man sägt sich ja schließlich nicht den eigenen Ast ab!
Kommentar ansehen
25.04.2006 00:08 Uhr von SchlachtVati
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@md2003: "Naja...
das muss man wohl verstehen - wenn ich mein Gehalt selbst bestimmen dürfte oder Gesetze zu meinem Vorteil hinbiegen könnte, würde ich wahrscheinlich auch so handeln, wie die Politiker:-)"

jupp !!! denn "der umgang formt den menschen"

und das trifft IMMER zu !!!

dank der macht dieses zinssystems und der missachtung der NATIONALEN wirtschaftsinteressen in zeiten der kloballisierung , ist das alles so wie es ist , nämlich eine diktatur der papierpopelnden penner ,...genannt politiker!!!
Kommentar ansehen
25.04.2006 00:23 Uhr von Troll-Collect
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@md2003: "wenn ich mein Gehalt selbst bestimmen dürfte"

Nana - sei mal nicht so polemisch. Die Volksvertreter haben auf das Volk gehört und haben diese Privileg abgeschafft. Statt dessen haben sie einen Erhöhungsautomatismus eingebaut.
Kommentar ansehen
25.04.2006 05:08 Uhr von Kollektorfuzzi
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Schade: trifft wieder mal nur die falschen , als arbeitender Familievater der zur Arbeit fahren muss bist du immer der richtige zum Ausbluten lassen.
Aber die armen Politiker und Exportweltmeister können noch mehr in ihre Tasche scheffeln.
Wir mal Zeit für `n Aufstand.
Kommentar ansehen
25.04.2006 09:01 Uhr von gruenbaerchen
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
wie immer: pendlerpauschale, die die kleinen arbeitnehmer benötigen, um mobil zu sein und lange arbeitswege in kauf nehmen, wird gestrichen. und das bei den heutigen benzinpreisen mit ökosteuer und ... .
aber die steuer für reiche und besserverdienende, die sowieso schon genug haben, wird aus rechtlichen bedenken, obwohl mal festgelegt, einfach fallengelassen. erst im vertrag festlegen, um wählerstimmen zu begeistern. und dann nach der wahl: ups, das is wahrscheinlich nich verfassungsgemäß, also weg damit. wir behalten lieber unser geld.
mein vorschlag: steuern auf alle einkommen ab 10.000 im monat / alle vermögen über 500.000, wenn dieses nicht investiert wird in arbeitsplätze oder wirtschaftskraft. wer sein kapital nutzt und investiert, um arbeit zu schaffen und daraus auch gewinne zu ziehen, der sollte von der steuer nicht bestraft werden.
Kommentar ansehen
25.04.2006 11:13 Uhr von maki
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Tja, das sind EURE Vertreter :-):    
Kommentar ansehen
25.04.2006 12:02 Uhr von ArrowTiger
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Verfassungseinklang? Wie schon von anderen erwähnt: wenn´s das Kapital betrifft wird plötzlich die angeblich fehlende Verfassungsmäßigkeit herzitiert (was in diesem Fall nicht mal stimmt), ansonsten kann man über die vielen echten Verfassungsverstöße offenbar hinwegsehen! (Ich sag´ nur Hartz IV, Umgang mit den Betroffenen, etc.)

Ich kann´s nur immer wieder wiederholen, Leute, was Benito Mussolini, der "Erfinder" des Faschismus, gesagt hat: "Faschismus ist die Verschmelzung von Großkapital und Staat"...
Kommentar ansehen
25.04.2006 12:02 Uhr von Cenor_de
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Troll-Collect: genauso, kann man das gesetzeskonform machen:

Spitzensteursatz rauf, Bemessungsgrenzen verschieben, damit die Progression unten und im Mittelstand nicht reinhaut, und gleich noch den Grundfreibetrag rauf.
Fertig, ohne jede rechtliche Bedenken.

Besser wären eh feste Steuersätze in Einkommensklassen und eine Vereinheitlichung der Werbekosten und Freibeträge.

Meine Fahrtkosten, z.B. sind Betriebskosten, die setz ich voll ab. Ich begreife nicht, warum Arbeitnehmer nicht die selben Möglichkeiten haben sollen, wie Selbständige.
Wir haben ja auch Vorteile durch die Umsatzsteuer.
Ich mach ja für die betrieblichen Sprtikosten Vorsteuer geltend, sprich ich zahl für meinen Sprit 16% weniger.
Kommentar ansehen
25.04.2006 12:11 Uhr von Cenor_de
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@ArrowTiger: das ist ein verschwörungstheorethischer Ansatz.
Ich glaube nicht, daß die das absichtlich tun.
Ich glaube, die Politik hat ihre Handlungsfähigkeit verloren.

Politiker ist kein Ausbildungsberuf. Die meisten sind Überzeugungstäter und schöpfen ihre Entscheidungen aus engen programmatischen Gerüsten.

Kaum einer hat von Wirtschaft auch nur einen Ahnung, die meisten sind Juristen oder Lehrer. Die müssen sich auf den Rat von Experten verlassen.
Und nun stellen wir uns mal vor Herr Steinbrück gerät an den Professor von Cpt. Proton.......

Die SPD versucht seit über 100 Jahren einen Spagat, zwischen einer Ideologie und Pragmatik. Der ist ihnen nicht gelungen.

Unser Wohlstand beruht auf Pump, schon die Regierung Schmidt begann an der Schuldenschraube zu drehen.
Nun haben sie schlicht den Punkt erreicht, wo das Konzept, das sie seit fast 40 Jahren durchziehen, nicht mehr funktioniert.

das was jetzt läuft ist kein Programm, sondern lediglich pfeifen im Walde.
Kommentar ansehen
25.04.2006 12:42 Uhr von opppa
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
schuld: Ihr ......... habt dieses Politiker......... doch gewählt!!!!

Bei der nächsten Wahl wird uns dann das Blaue vom Himmel versprochen; dieselben Lügner werden wieder gewählt und wir haben für die nächsten Kommentare wieder
Stoff.
Solange das Wahlvieh diese Lügner weiter wählt, werden wir weiter geschröpft.

Lang lebe die Demokratur!
Kommentar ansehen
25.04.2006 12:59 Uhr von eros007
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Cenor_de: >>> Ich glaube nicht, daß die das absichtlich tun.
>>> Ich glaube, die Politik hat ihre Handlungsfähigkeit verloren.

Genau das glaube ich auch... Es ist weder Bosheit noch die Überzeugung, dass das Volk nichts Besseres verdient. Die Politiker wissen selbst nicht mehr, was sie machen sollen, um den Karren aus dem Dreck zu fahren. Genauer gesagt: Es gibt viele Ideen, aber man kann sich aufgrund verschiedener Ansätze (und der Unabdingbarkeit, dass man ja bei jedem Kompromiss sein Gesicht wahren muss) nicht durchringen, etwas Sinnvolles zu machen. Darin sehe ich die Handlungsunfähigkeit begründet. Man hat Angst, dass es nicht klappt, und macht nichts.

Zur Pendlerpauschale: Einerseits fördert man damit die Zersiedlung ("man kauft sich ein Haus auf dem Land"), während viele Häuser in den Stadtzentren leerstehen. Außerdem fördert es das "umweltschädliche" Autofahren - in gewisser Weise. Von diesem Gesichtspunkt her finde ich eine Abschaffung gerechtfertigt. Ja, sehr sogar.

Andererseits sind der Weg von und zur Arbeit ja in gewissem Sinne "Betriebskosten" und sollten als solche der Gerechtigkeit wegen nicht der Steuer unterliegen. Vielleicht könnte man - als Kompromiss - ja die Förderung öffentlicher Verkehrsmittel aufrecht erhalten, während man jene für Autos streicht (ich weiß, dass ich 90% der Deutschen Autofahrer gegen mich hätte). Autos sind im Normalfall ja etwas schneller als die Öffis -> ein gewisser Luxus, der ja nicht sein müsste. Bedürftige könnten mit den öffentlichen Verkehrsmittel billiger zu ihren Arbeitsstellen gelangen. Bewohner von Gebieten, die nicht ausreichend über öffentliche Verkehrsmittel angebunden sind, könnten auch bei Benutzung des Autos eine Förderung erhalten...

Zur Reichensteuer: Auch ich würde begrüßen, wenn das Steuersystem gerechter wäre. Wer mehr leisten kann, sollte auch mehr leisten.
Ich jedenfalls fände folgendes System am gerechtesten: Familieneinkommen/Anzahl Familienmitglieder. Dies ergibt etwa (bei Mann, Frau und einem Kind, 36.000 Euro Einkommen im Jahr) drei Einkommen zu jeweils 12.000 Euro. Abzüglich eines Freibetrages von etwa 9.000 Euro (so viel Geld sollte der Staat jedem Bürger zum Leben gewähren) blieben damit drei Mal 3000 Euro, die sagen wir mit 25% Steuer belastet werden.
Wäre der Restbetrag 10.000 Euro, könnte der Steuersatz 30% betragen, bei 50.000 Euro Restbetrag (= zu versteuerndes Einkommen) 40% (progressive Steuern von 25 - 40%)...

Die Zahlen sind nur als Beispiel gedacht, um meine Idee zu erläutern... Jedenfalls fände ich so ein System gerechter als das bisherige. Auch könnte man sich dann eine Diskussion um eine Reichensteuer erübrigen - (Einkommens-)Steuern würden dann eh nur mehr Besserverdiener zahlen. Steuerschlupflöcher sollte es hier keine geben - also um die 3x750 = 2250 Euro Steuern käme die oben genannte Familie nicht herum.
Kommentar ansehen
25.04.2006 13:06 Uhr von SchlachtVati
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@cenor: "Ich mach ja für die betrieblichen Sprtikosten Vorsteuer geltend, sprich ich zahl für meinen Sprit 16% weniger.
"


und was hindert dich daran , die "erstatteten" 16% zu spenden ?,.....verfassungswiedrig ? bestimmt nicht !


,.........ich hör schon den "fiskal-profi" schon traben , der beschmeisst mich gleich mit M0 und M3 , wobei M3 seid anfang april nicht mehr veröffentlicht wird !
warum wohl?


ich fragte doch schon in einem anderen thread ,...

was ist dekadenter

eine zange für 50€ ( die man vielleicht sogar seinen enkeln noch vererben kann), oder ein gefüllter werkzeugkoffer für 19,99 € ( den man mindestens 5 mal in seinem leben kauft ) !?! , natürlich alles mit dem hintergründigen WACHSTUMSWAHN verbunden .

oder diese dekadenz , für die grüne herzlungenmaschine

so lange man scheiße und pisse fast überall mit "TRINKWASSER" runterspült ,... so lange schwimmt die selbe scheiße immer oben .



""Die Menschheit als ganze hat die Erde umsonst. Sie hat nie und an niemanden dafür bezahlt. Auch für die laufende Nutzung muss sie kein Entgeld bezahlen. Warum, so muss man sich fragen, kommt dieser Vorteil nicht anteilig bei jedem Einzelnen an? Es hatten allerdings nur die ersten Besetzer die Erde kostenlos. Seitdem ist die Erde besetzt und verteilt und jeder, der danach kommt, erbt entweder oder er muss zahlen. Er muss, auch wenn er sich auf einen durchschnittlichen Anteil beschränkt, für seine eigene und unentbehrliche, wie sein Leib zu ihm gehörende Lebensgrundlage an andere zahlen! Ein ursprünglich-eigenes Recht an Boden und Bodenschätzen müsste dagegen jedem, der sich mit einer durchschnittlichen Nutzung begnügt, in irgendeiner Form zustehen."
Frank Bohner (*1961), ehem. Lehrer, langjähriger Mitarbeiter des INWO-Rundbriefes, in der Zeitschrift r-evolution (April/Mai 2004)"
Kommentar ansehen
25.04.2006 13:09 Uhr von ArrowTiger
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Cenor_de: -- "Ich glaube nicht, daß die das absichtlich tun.
Ich glaube, die Politik hat ihre Handlungsfähigkeit verloren."

Ich denke tatsächlich, es ist beides: Absicht und Gemengelage. Viele Politiker haben, wie Du schon schreibst, einfach zu wenig Ahnung von der Materie, müssen sich diese auch nur bedingt erarbeiten. Auf der anderen Seite stehen finanzstarke Interessengruppen aus der Wirtschaft (z.B. INSM oder Bertelsmann Stiftung, um nur die stärksten zu nennen), die ohne Rücksicht ihre Ziele verfolgen. Aber ich spreche den betroffenen Politikern definitiv ab, ganz aus Versehen hoch lukrative Beraterverträge mit z.B. der Versicherungswirtschaft eingegangen zu sein. Hier ist ganz klar Korruption die Grundlage - so doof sind diese Politiker nun auch wieder nicht; sieht man ja auch an der Reaktion einiger auf die Forderung nach einer Veröffentlichungspflicht bei Nebeneinkünften.

Und ja, unser politisches System fördert so etwas aufgrund seiner innewohnenden Struktur. Das Buch "Das System" des Verfassungsrechtlers und Volkswirts Hans-Herbert von Arnim stellt dies hervorragend dar. Nach dieser Lektüre war mir klar, warum wir schon einmal als korruptestes Land der Welt eingestuft wurden... )B->

-- "Kaum einer hat von Wirtschaft auch nur einen Ahnung, die meisten sind Juristen oder Lehrer."

Ja, ja: Juristen lassen sich nicht in die Karten schauen, und sonst sagt man ja auch gerne, "Das Parlament ist mal voller, mal leerer, ist aber immer voller Lehrer." ;-)

-- "Die müssen sich auf den Rat von Experten verlassen.
Und nun stellen wir uns mal vor Herr Steinbrück gerät an den Professor von Cpt. Proton......."

*ROTFLOL*

Ich schätze mal, dies ist schon praktizierte Realität. Wer in aller Welt lehrt den unseren VWL-Studenten solchen Mist?

-- "das was jetzt läuft ist kein Programm, sondern lediglich pfeifen im Walde."

Man kann nur inständig hoffen, daß den verantwortlichen "Pfeifen" schnell die Luft ausgeht, bevor diese ganz raus ist. So viel verantwortungslose und durchaus auch dumme Ignoranz seitens der Administration kann m.E. nicht lange gut gehen...
Kommentar ansehen
25.04.2006 13:15 Uhr von ArrowTiger
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@opppa: -- "Ihr ......... habt dieses Politiker......... doch gewählt!!!!"

Nicht die Politiker, nur die Parteien. Hätten wir eine echte Demokratie, und keine, bei der parteiinterne Klüngel entscheiden, wer welche Posten einnimmt, sähe es hier vielleicht ein wenig besser aus.

Wer würde schön einen Friedrich Merz, Schäuble oder gar einen Jörg Schönbohm direkt wählen? )B-/
Kommentar ansehen
25.04.2006 13:16 Uhr von ArrowTiger
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
...oder gar einen Kauder! *würg*

Also, nie... im Leben nicht....
Kommentar ansehen
25.04.2006 13:17 Uhr von HolyLord99
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
cenor: "Die müssen sich auf den Rat von Experten verlassen.
Und nun stellen wir uns mal vor Herr Steinbrück gerät an den Professor von Cpt. Proton......."

:o))
Kommentar ansehen
25.04.2006 13:38 Uhr von Cenor_de
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@ArrowTiger: Die Korruption steht auf einem anderen baltt, sie ist systemimanent und die Resistenz der politiker nimmt mit jeder generation ab.
Die heutige Politiker-Generation hat Biographien, die direkt aus den Aparaten und den Gremien in die macht führen.

Und schon auf unterster Ebene ist man menschlichen Versuchungen jeder Form ausgesetzt. Die Politiker leben im Getto, sie sind umgeben von anderen Politikern und Lobyisten. Der Wandlitz-Effekt.

Kein Politiker hat ne Vorstellung davon, wieviel 345 Euro sind. Die glauben alle fest, weil ihre Berater ihnen das sagen das hätte die selbe kaufkraft wie 700 DM und zudem gäbe es ein Deflationsrisiko, alles würde immer billiger. (Erich glaubte fest daran, daß ihn 98% der Bevölkerung wählen)

Wie in einer Sekte, sind die Weltbilder geschlossen und werden ständig von aussen bestätigt. Wir vergleichen hier die Läuterungen der Aussteiger. Schon Herr Clement zeigt erste Anzeichen des Erwachens.

Stell Dir einfach mal vor, alle menschen, die Du kennst meinen absolut das selbe, und dann gibt es noch einen verfeindete Gang, in der alle auch absolut dasselbe meinen (nur eben was anderes als Du) und stel dir weiter vor alle anderen menschen, die Du kennelernst, haben viel mehr Ahnung, viel mehr Kohle und viel mehr Macht als Du.

Und nun stell dir vor das hättest Du seit 20-40 jahren gemacht. Du kennst alle Geschäftsordnungen aller gremien, in denen Du warst. hast zahllose haushalte beschlossen, die Du weder gelesen noch verstanden hast.

Die psychische Situation der Politiker, vn denen nicht wenige auch Suchtkrankheiten aufweisen, von denen die schwitzenden Barschels und die lallenden Stäubers und Retzo Schlauchs nur die Spitze des Eisberges sind, ist kaum nachvollziehbar.

16-18 Stunden Besprechungen und Gemauschel am Tag, andauernde innerparteiliche Intrigen und Machtkämpfe zwischen den lagern, die sich teilweise spinnefeind sind.
Pausenlos gibt es Wahlkämpfe, die erheblich an den Kräften zerren. Zudem ist man nur von menschen umgeben, die sich gerne reden hören und denen man nicht trauen kann.
Kommentar ansehen
25.04.2006 13:44 Uhr von ArrowTiger
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Cenor_de: Treffende "Millieustudie"! ;-)

Mit ein Grund, warum dieser "Beruf" für mich so ziemlich das letzte wäre, was ich freiwillig machen würde... 8-D

Was mich in gewisser Weise mitverantwortlich macht für die aktuelle Politiksituation... x<8-[
Kommentar ansehen
25.04.2006 13:53 Uhr von Cenor_de
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@ArrowTiger: "Was mich in gewisser Weise mitverantwortlich macht für die aktuelle Politiksituation... "

Das ist eine Illusion. Wenn ich systemimanent meine dann meine ich, diese Gruppendynamik erfasst jeden.

Als wir bei den Kommunlawahlen in NRW überaschend die 5% übersprungen haben, waren wir auf einmal im Stadtrat und bekamen einen ungefähren Vorgeschmack. In der Gründungsphase hab ich zahlreiche Landes- und Bundes-Deligierten Konferenzen besucht und gewann eine tiefere Ahnung.
Richtig in das Ghetto geriet ich dann mit meiner Wahl in den AStA. nach zweijahren Dauersitzung, kenhrte ich der Politik den Rücken und hatte das gefühl aus dem Koma aufzuwachen.

Die parlamentatische Demokratie hat einige schwächen, das ist eine davon. Und nichtmal Baisdemokratie ist davor gefeit die Bodenhaftung zu verlieren.
Kommentar ansehen
25.04.2006 14:05 Uhr von ArrowTiger
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Cenor_de: Daß Du dies alles live hinter Dir hast, gibt deiner Aussage natürlich noch "Pfeffer". Deckt sich mit einer Phönix-Doku, in der hochrangige Politiker, teils erstaunlich authentisch und v.a. ehrlich wirkend, genau dieselben Klagen vorbrachten.

Noch ein Grund mehr, dort nicht mit einzusteigen. Ich hielt dies eine Zeit lang für eine Notwendigkeit: wenn man sich über schlechte Politik beklagt, sollte man selbst aktiv werden. Aber _das_ tue ich mir wohl nicht an. Da gibt es andere Möglichkeiten, auf kleiner Ebene aktiv zu werden.

Danke für deine Einblicke! :-)

Refresh |<-- <-   1-25/25   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

"GJ273b": Wissenschaftler senden Botschaft an erdähnlichen Planeten
Sylvester Stallone äußert sich zum Vorwurf der sexuellen Nötigung
Augsburg: Familie bedroht und raubt am helllichten Tag einen Neunjährigen aus


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?