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Streikwelle in Vietnam: Ausländische Investoren drohen

In Vietnam beträgt der Mindestlohn gerade 55 Euro im Monat, es gilt die 48-Stunden-Woche, oft wird aber noch länger gearbeitet. Doch die zahlreich vertretenen ausländischen Firmen sind wegen zahlreicher wilder Streiks beunruhigt.

Zurzeit findet gerade der 10. Parteitag der KP Vietnams statt, die Führung will noch mehr Investoren ins Land holen und acht Millionen Arbeitsplätze schaffen. Die Wirtschaft wächst mit acht Prozent pro Jahr, doch bei vielen kommt kaum etwas an.

Deswegen wurde so lange gestreikt, bis der Mindestlohn nach sechs Jahren zum ersten Mal erhöht wurde. Die Vertreter westlicher Arbeitgeberverbände fordern nun die Regierung auf, verstärkt gegen die Streikwelle vorzugehen.


WebReporter: snickerman
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Streik, Investor, Vietnam
Quelle: www.spiegel.de

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.04.2006 12:14 Uhr von snickerman
 
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Genauso krass habe ich mir die mächtigen Investoren aus dem kapitalistischen Ausland vorgestellt: Anderen Ländern vorschreiben wollen, wie sie ihre Arbeitsmarktpolitik zu gestalten haben! Da werden doch meine schönsten Vorurteile bestätigt!
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24.04.2006 13:27 Uhr von Götterspötter
 
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grrrr......: es ist einfach "unerträglich" ...die Geldgier bestimmter Menschen .......

Dort herrscht die Moderne Sklaverei .... und hier werden die Menschen "ausgehungert" durch die globalisierte Arbeitslosikeit ...... Beide Seiten verlieren Ihre "Mündigkeit" als Menschen !!!!!

ich möchte gar nicht darüber nachdenken wohin dies - in gar nicht all-zu-ferner Zukunft führen wird !! ..... :(:( .....

es Bedarf - glaube ich - dringend einer globalen Revolution oder ein neuer Weg der Anarchy, um dies zu stoppen !! ....

Ich kann mich nicht immer mit den oft radikalen Methoden von ATTAC anfreunden ...... aber vieleicht ist das bald der einzige Weg, um etwas zu ändern ..... oder zumindestens die Menschen auf einiges Aufmerksam zu machen ..... :(

Peace .... Freunde
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24.04.2006 13:37 Uhr von kantonanton
 
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Ausbeuter: ist aber nicht nur in Vietnam so. Hungerlöhne gibts auch bei uns und es wird schlimmer.
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24.04.2006 13:44 Uhr von mages
 
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@kantonanton: bei uns gibt es aber auch leute, die diesen "monatslohn" in einer minute erhalten und dafür "nur" im vorstand sitzen.
und viele deutsche jubeln sportlern hinterher, die dieses geld in etwa 1 sekunde oder weniger bekommen.
ich frage mich da nur:
MUSS DAS WIRKLICH SEIN?

%-)
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24.04.2006 13:52 Uhr von tobo81
 
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Traurig: Einerseits ist es natürlich traurig, dass Unternehmen mit der Umsiedlung des Firmenstandortes drohen,wenn die Personalkosten steigen sollten. Das Gleiche passiert allerdings auch tagtäglich in anderen Ländern, selbst hier in Deutschland.
Der Nachteil gegenüber der Situation in Deutschland ist aber, dass die Vietnamesen wahrscheinlich sowas wie eine Gewerkschaft gar nicht kennen und sich deshalb nicht zur Wehr setzen können...

Wie eine mögliche Alternative zum Kapitalismus aussehen könnte...:
http://www.brandeins.de/...
Zwar alt und nicht ganz ausgereift, aber auf jeden Fall die richtige Richtung..
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24.04.2006 13:53 Uhr von Daniele
 
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@magnes: Da hast du in der Tat voll recht und kann deine Meinung voll teilen. Es gibt aber genug Leute, die ziemlich engstirnig sind, das zu verstehen. Früher hatte die Wirtschaft was davon. Als Leute alles aufgekauft haben, auch wenn sie es nicht brauchten. Bis nun mal Zustände wie in Frankreich kommen, dass jeder Bundesbürger auf die Straße geht und den werten Herren zeigt, wer das Volk wirklich ist, bleibt Utopie.
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24.04.2006 14:15 Uhr von Götterspötter
 
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Ach ja ..... MADE IN VIETNAM !!!! ist mir gerade "spontan" eingefallen

ADDIDAS und NIKE !!!!!

Die "Lieblinge" unserer und internationale Fussball-Mannschaft und Anhänger der "HIP-HOP-Fraktion" ...... sollten mal mit verachtenden BUH-Rufen empfangen werden, falls solche dibiosen Kleidungstücke getragen werden ......

wir sind nicht ganz machtlos !!!!
und richtig "weh" tut es diesen Geldgeiern
nur auf dem Konto .... und in der Bilanz !!
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24.04.2006 16:24 Uhr von Il_Ducatista
 
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lachbrüll: streik in vietnam? ich brülle vor lachen. macht den herrn marketing einfach kaputt und zwar weltweit!
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24.04.2006 18:52 Uhr von Der Erleuchter
 
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Wie - die haben bei den Löhnen keine Vollbeschäftigung??? Sonst müssten die ja nicht an neuen Investoren interessiert sein.

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24.04.2006 18:52 Uhr von mäGGus
 
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Economy Class: Jetzt mal ganz langsam. Ein Investor gibt Geld her und will dafür mehr Geld zurück. WIE man das ganze anstellt ist dem doch sch***egal die meisten Investoren kennen nicht mehr als das PR wirksame Portfolio von solchen Firmen die dort Millionen unterdrücken. Die Streiks waren eine logische Folge aus der Asubeutung und werden sich zukünftig häufen.

Jetzt noch ein Vorschlag zur Güte:
(Zynismus ^ 10)
Ich kenne da eine bestimmte Nation die vor etwa 40 Jahren schonmal in Vietnam ihre Ansichten durchgesetzt hat. Da sind doch bestimmt noch ein paar Einheiten stationiert ... da könnte man doch mal etwas gegen die Streikenden unternehmen.
(Zynismus Ende)
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24.04.2006 19:28 Uhr von kockott
 
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@Götterspötter: meine 150 Euro Asics wurden in China hergestellt - wenn man Schuhe aus Europa haben möchte wird man wohl zu speziellen Bergschuhen oder Designerbotten greifen müssen - Mainstream-Ware kommt halt weiterhin aus den den Sklaven-Ländern
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24.04.2006 23:18 Uhr von SchlachtVati
 
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das ist doch "nur" das ware gesicht: der kloballisierungs-potitik des 19.jahrhunderts , sorry nein 21igsten !!!

man bekommt doch da noch nicht mal ein jucken in der hose !

macht aber nüscht !!!

der "lohn für ignoranz kommt ganz bestimmt" !!!


""Bei der Globalisierung sollte es eigentlich um globale Offenheit und Integration gehen, doch unsere Gesellschaften werden immer verschlossener und sind strenger bewacht denn je, sie benötigen immer mehr Sicherheit und militärische Macht, nur um den ungerechten Status Quo zu wahren. Die Globalisierung sollte eigentlich auch ein neues System der Gleichheit unter den Staaten bringen. Wir sollten zusammenkommen und uns einigen, nach den gleichen Regeln zu leben, hieß es. Aber es zeigt sich deutlicher als je zuvor, dass die Global Players die Regeln bestimmen und durchsetzen. Allzu oft setzen sie die Regeln überall durch, außer bei sich selbst..."
Naomi Klein (*1970), kanad. Autorin (Bestseller "No Logo") und Journalistin (The Nation, The New Statesman, Newsweek International, New York Times, Village Voice, The Globe, The Guardian) in "Über Zäune und Mauern — Berichte von der Globalisierungsfront" (2003)

http://nwo-links.killerzins.de/...
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24.04.2006 23:53 Uhr von Anubis71
 
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Ich kann beide Seiten verstehen: ich meine 55 Euro sind nicht die Welt, aber ich denke damit kommt man in Vietnam sicher weiter als hier, das sollte man bedenken. Aber ich vermute mal, den Leuten geht es weniger um den Lohn als um die Arbeitszeiten und ander Bedingungen.
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25.04.2006 00:35 Uhr von SchlachtVati
 
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@bleissy: brauchst dir doch garnicht so viel mühe geben ! ;)


was ist denn dekadenter ,....

eine zange für 50€ , oder einen gefüllten werkzeugkoffer für 19,99 € ? ;););)


was darf ich dir nun reichen ? valium !!! *g*
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25.04.2006 05:23 Uhr von jesse_james
 
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Tja wir Europäer wollen halt ständig mehr Geld: da müssen unsere Unternehmen doch ins Ausland gehen.
Da kann man den Menschen noch vorschreiben mit wie viel Geld sie glücklich zu sein haben.

Wie sagten doch schon manche Menschen, wie viel ist ein Menschenleben wert ?
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25.04.2006 07:57 Uhr von tobo81
 
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@jesse_james: "Wie sagten doch schon manche Menschen, wie viel ist ein Menschenleben wert ?"

So pauschal kann man das gar nicht sagen!
Aber ein Vietnamesen-Leben ist bestimmt billiger, als einem Amerikaner heißen Kaffee über das Bein zu schütten...

Also immer schön unterscheiden, um wen es hier geht!!
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25.04.2006 08:06 Uhr von asparagin
 
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Das sind die gleichen
Stoffwechselendproduktauscheidungsorgane, die hier die Arbeitsplätze abbauen.

:-(
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25.04.2006 08:19 Uhr von bingo`
 
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eheheeh: Womit drohen die denn? Produktion nach Europa zu verlagern? xD

Lustig zu sehen. Die Investoren sorgen für den Aufschwung und der bringt die Forderung nach mehr Lohn mit sich, worüber sich die Investoren wieder aufregen.
Ich zitiere hier diesbezüglich eine bekannte Cartoon Figur: "HAAHAA"

:>
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25.04.2006 17:49 Uhr von Luzifers hammer
 
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Ein Problem was immer öfter auffällt ist doch das die Demokratie vom Kapitalismus abgelöst wird.
Gewinne werden privatisiert,Verluste sozialisiert.
Wir gehen alle 4 Jahre wählen,für was?
Werden wir noch als Individuen behandelt ,oder sind wir wirklich nur noch Konsument.
Also ich habe ein Handy(Nokia 3 Jahre alt).
Jetzt kommt der Gag.
Man kann immer noch damit telefonieren.
Die Industrie erzählt mir aber das ich nicht mehr in bin.
Drauf geschissen.
Ich kauf mir nix neues bis das alte kaputt ist.
Und genau das ist der Knackpunkt.
Sie versuchen mit allen Mitteln den Leuten klarzumachen das ich was neues brauchen und das am besten jedes halbe Jahr.
Ohne mich,aus dem Alter bin ich raus.

Exklusivität ist ein Charakteristikum, das den Neureichen, der High-Society und dem Stinktier eigen ist.
(Austin O´Malley, amerikan. Schriftsteller, 1914-1974)
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25.04.2006 17:54 Uhr von Luzifers hammer
 
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Nachtrag: Der Tag wird kommen, wie im Herbst in den 70ern.
Dann wird wieder irgendwo eine Bombe explodieren und ein Wirtschaftsboss das zeitliche segnen.
Und mein Mitleid wird sich in Grenzen halten.

Ad noctum
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25.04.2006 22:24 Uhr von md2003
 
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Tja wenn man sehr reich ist, kann man eben extremen Druck auf Menschen ausüben.....

Geld regiert eben doch die Welt:-(

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