23.04.06 19:07 Uhr
 2.038
 

Bald Kindergartenpflicht in Deutschland?

Die Familienministerin Ursula von der Leyen teilte der 'Bild am Sonntag mit', dass sie für eine einjährige Kindergartenpflicht ist. Insbesondere bei ausländischen Kindern würde so die Sprachkenntnis verbessert.

Eine Entscheidung über eine derartige Maßnahme liegt bei den Ländern. Viele Bundesländer sehen aber keinen Handlungsbedarf. Lediglich der baden-württembergische Ministerpräsidenten Günther Oettinger bewertete die Idee positiv.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: never.ever
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Deutschland, Deutsch, Kind, Kindergarten
Quelle: www.tagesschau.de

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Beraterin des US-Präsidenten, Ivanka Trump: "Ich halte mich raus aus Politik"
Ungarn: Viktor Orbán würdigt Hitler-Verbündeten als "Ausnahmestaatsmann"
London: Erstmals steht Frau an der Spitze der königlichen Leibwache

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

37 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
23.04.2006 19:25 Uhr von flash_producer
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
hmm Ich finde die Idee zwar gut, doch werde ich zumindest in den nächsten Jährchen keine Kinder haben. Deshalb bin ich jetzt auch nicht der Spezialist auf diesem Gebiet, doch meine ich wohl, man müsse für die meisten Kindergärten Geld bezahlen. Da man aber niemanden zwingen kann, Geld, das er eventuell nicht hat, zu bezahlen, dürfte das Probleme geben. Und für kostenlose Kindergärten fehlt dem Staat eindeutig das Geld.

Aber ein Jahr finde ich irgendwie untertrieben. Es wäre aber immerhin ein Anfang.
Kommentar ansehen
23.04.2006 19:43 Uhr von summertime
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Sprachkenntnisse verbessern? Das ist relativ ... an den Hauptschulen z.B. hat sich ja selbst bei Deutschen dann das "gebrochene" Deutsch durchgesetzt, also das ganze im Schnitt verschlechtert. Wie das dann in der Praxis im Kindergarten aussieht... keine Ahnung.
Kommentar ansehen
23.04.2006 19:46 Uhr von exekutive
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
hätte: man schon vor 20 jahren einige ideen in die tat umgesetzt, würde heute so einiges gewaltig anders aussehen..

wenn sie aber heute von ideen reden, haben diese mindestens 80 hintergedanken..


zudem wäre es ja toll wenn es eine kindergartenpflicht gäbe..
aber wenn die kindergärtner genau so inkompetent sind, wie wahrscheinlich die überzahl der grundschullehrer kommt auch dann am ende nur scheiße bei raus..

(was hier die scheiße sein könnte, kann sich jeder selber denken)

volksverdummung beginnt schließlich schon in den jugen jahren.. das ist das gleiche wie mit den zigarettenkonzernen.. je früher die menschen rauchen, desto wahrscheinlicher ist es, das sie dies auch in zukunft tun..

und wenn kleine kinder schon als kinder dumm gehalten werden, kann man davon ausgehen, dass sie auch in zukunft nicht viel klüger werden ("jugend von heute")
Kommentar ansehen
23.04.2006 20:29 Uhr von DJ Giraffentoast
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
skandinavische länder beispiel? warum nicht anfangen, das ganze bildungssystem umzukrempeln? das fängt in den kindergärten an...in den skandinavischen ländern sind kindergärtner/innen alle an der universität ausgebildet...
das schulsystem is ebenfalls besser...als vorbild wurde das schulsystem der DDR genommen....aber der osten is ja total rückständig..... :(
Kommentar ansehen
23.04.2006 21:00 Uhr von swald
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
DJ Giraffentoast: "in den skandinavischen ländern sind kindergärtner/innen alle an der universität ausgebildet..."

Bei uns haben sie mindestens die Mittlere Reife und eine fünfjährige Ausbildung. ...das ganze für ca. 1200.- Netto.

Ich denke dafür wird in den meisten KIGAs eine gute Arbeit geliefert.
Kommentar ansehen
23.04.2006 21:22 Uhr von «azero»
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@swald: ACK: > Bei uns haben sie mindestens die Mittlere Reife
> und eine fünfjährige Ausbildung.

Du hast vergessen zu erwähnen, dass die Qualität der Ausbildung stetig fällt --- oder sollte ich sagen: "... nach unten angepasst wird"? Immerhin reden wir von einem IHK-genehmigten Job. Und die IHKn Deutschlands haben klare restriktive Vorgaben, die sich mitnichten an Qualität, sehr wohl aber an Quantität orientieren...

Dennoch stimme ich dir zu: Gemessen an dem, was man gestattet, ist die Arbeit durchaus angemessen:

Beschissene Voraussetzungen + beschissene Bedingungen = beschissene Arbeit

(Ohne dabei die Menschen selbst kritisieren zu wollen, die sich der Sysiphusarbeit "Sozialisierung in einer auf Narzissmus getrimmten Ellenbogengesellschaft" stellen.)

Im Übrigen schließe ich mich DJ Giraffentoast an. Skandinavien - und hier insbesondere Schweden - zeigt uns mehr als deutlich, wie "Vorschule" aussehen kann. ... Und sollte!

Schwimm´ mal rüber, swald, geh´ dir anschauen, was möglich ist. ... Und dann weine; denn dann wird dir die Arbeit der Kindergärtner/innen hierzulande nur noch wie absurd-hilfloses Gestocher im übelriechenden Morast vorkommen.
Kommentar ansehen
23.04.2006 21:34 Uhr von ciaoextra
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Ist aber: auch mal Zeit, daß die auf so´ne Idee kommt - In den Niederlanden gilt Kindergartenpflicht seit über 35 Jahren und gehört zur gesamten Schulpflicht dazu. In einen niederländischen Kindergarten lernen Kinder ihren Namen lesen und schreiben, sowie das ABC und ein wenig Rechnen - in der 2en Kindergartenklasse sogar schon erste Sätze in Englisch, da in der Grundschule Englisch bereits ab der ersten Klasse Pflicht ist.
Kommentar ansehen
23.04.2006 21:43 Uhr von Buster_
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Wenn diese Idee nicht von der Leyen käme: würde ich es ja für gut halten :-)

Der Staat mischt sich immer mehr in die Erziehung ein. Ob das gut ist (oft erscheint es notwendig)?


Das System der DDR war in der _Zielsetzung_ Müll. Ich hoffe so etwas werden wir in Deutschland nie bekommen.
Kommentar ansehen
23.04.2006 21:47 Uhr von Mondelfe
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Wow! Das ist ja der erste Vorschlag unserer Familienministerin, dem ich ohne weiter darüber nachzudenken, direkt zustimmen würde!"

Nein, ehrlich, finde ich eine sehr gute Idee!
Ich denke, wenn man das Umsetzen würde, hätten viele (auslängische) Kinder in der Grundschule weniger Probleme.
Kommentar ansehen
23.04.2006 21:49 Uhr von swald
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
«azero»: "Du hast vergessen zu erwähnen, dass die Qualität der Ausbildung stetig fällt --- oder sollte ich sagen: "... nach unten angepasst wird"? Immerhin reden wir von einem IHK-genehmigten Job. Und die IHKn Deutschlands haben klare restriktive Vorgaben, die sich mitnichten an Qualität,"

Kannst du mir erklären was die IHK dabei für eine Rolle spielt????

"Schwimm´ mal rüber, swald, geh´ dir anschauen, was möglich ist. ... Und dann weine; denn dann wird dir die Arbeit der Kindergärtner/innen hierzulande nur noch wie absurd-hilfloses Gestocher im übelriechenden Morast vorkommen."

Klar, wie immer: Du weist wie immer alles besser, hier ist alles schrott... Die Skandinavier machen ihre sache gut (besser), die haben aber auch ganz andere gesellschaftliche Rahmenbedingungen.
Kommentar ansehen
23.04.2006 23:18 Uhr von moddey
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@azero: Sorry azero, aber deine Einstellung unserem Erziehungssystem gegenüber ist leider absolut nicht objektiv, viel zu DDR mäßig geprägt und ausserdem auf nicht vorhandenes Wissen gestützt.

Ausserdem ist das (nicht nur von Dir immer wieder praktizierte) hochleben lassen des skandinavischen Bildungssystems mittlerweile nur noch lächerlich und absolut fehl am Platze.

Du kannst noch so viele Geld in Kinderbetreuung und Ausbildung stecken, es wird in D keinen Deut besser werden. Bei uns ist die ganze Bildungsmisere nicht im Bildungssystem sondern in der der allgemeinen Sozialen und Wirtschaftlichen Lage begründet. Was Du willst ist ein bißchen Kosmetik, das aber die Probleme nicht ändert. Einem Kind das arbeitslose Eltern hat und sieht wie schlecht es den Eltern geht, welche perspektivlosigkeit in der Familie herscht, dem wirst Du auch mit dem skand. System keinen Mut und Motivation für die Zukunft geben können.

Auch deine, auf nichts ausser Ahnungslosigkeit begründete Meinung zur Erzieher -innen Ausbildung in D, ist hier leider völlig fehl am Platze.

Aber das hatten wir alles schon mal diskutiert. :-)

Nichts für ungut, aber ich konnte deine Meinung nicht unkommentiert stehen lassen.
Kommentar ansehen
23.04.2006 23:52 Uhr von Aries.Quitex
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Wieder mal ein Grund: Keine Kinder in die Welt zu setzen... Wenn mir meine
Kinder nun schon Zwangsweise im Kindesalter
weggenommen werden um sie minderqualifizierten
und schlecht Bezahlten in die Hände gedrückt zu
werden...

Nein Danke. Allmählich reicht es mir - DDR und
Drittes Reich waren wohl noch nicht genug, oder wie?
Kommentar ansehen
24.04.2006 00:20 Uhr von swald
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Aries.Quitex: " Keine Kinder in die Welt zu setzen... Wenn mir meine
Kinder nun schon Zwangsweise im Kindesalter
weggenommen werden um sie minderqualifizierten
und schlecht Bezahlten in die Hände gedrückt zu
werden... "

Wenn du bereit bist kohle abzudrücken wirst du bestimmt einen, für deinen Nachwuchs, standesgemäßen Kiga-Platz finden.

Was spricht dafür Kinder von anderen isoliert Zuhause zu behalten? Ach ja sie könnten Gruppenverhalten lernen und evtl. auf die Anforderungen der Schule vorbereitet werden.
Kommentar ansehen
24.04.2006 01:10 Uhr von «azero»
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Hmmmm, na dann wollen wir mal > Kindergärtner/in

Das Berufsbild "Erzieher/in" (neudeutsch für "Kindergärtner/in") wird lt. BA so definiert:

http://infobub.arbeitsagentur.de/...

Jenes der "Kindergartenhelfer/innen" wird so definiert:
http://infobub.arbeitsagentur.de/...

(Ich hoffe, die Links funktioneren. Es ist ein bisschen heikel, Seiten von arbeitsagentur.de zu verlinken.)

Die Ausbildung betreffend: Man stolpert allenthalben über die schönen, hochtrabend klindenden Begriffe, wie "Fachakademien" und "Berufsakademien" und wähnt sich in einem qualifizierten Ausbildungsumfeld. Tatsächlich versammeln sich unter diesen Begriffen exakt die Anforderungen, die ursprünglich an einfache Lehrberufe gestellt wurden, heute jedoch zu komplex für durchschnittliche Real- und Hauptschulabgänger sind.
Die Ursachen dafür finden sich vornehmlich im sogenannten Dualen System, dem auch die o.g. "Akademien" lustig frönen. Das Duale System seinerseits wird wiederum - übrigens ebenso wie die "Lehrinhalte" der meisten Akademien - von den jeweiligen Kammern kontrolliert und "gewartet". Et voila: Da sind die Zusammenhänge, die keiner vermutet. ;)

Und das Schmankerl zum Schluss: In unserem "föderal dezentralisierten Bildungssystem ist es überaus lustig zu beobachten, dass es angeblich 24 (oder waren es 25?) verschiedene unterschiedliche Gesellschaften in Deutschland zu geben scheint; jedenfalls dann, wenn man einfach den "sozial orientierten" Ausbildungsplänen folgt.

> Du weist wie immer alles besser, hier ist alles schrott...

Hui, mit dieser Meinung stehe ich nicht (mehr) allein, lieber swald. Vor PISA hätte man mich dafür gelyncht. Seit PISA wachen immer mehr Menschen auf. Seit PISA/E werden sogar einige munter. Immerhin hört man allenthalben stetig lauter werdendes, gröhlendes Gelächter aus dem Ausland...

Wart´s nur ab: Langsame Hirne brauchen ihre Zeit. Schon in wenigen Jahren wird man "dringenden Handlungsbedarf" sehen. ;)
Einzige Voraussetzung: Der Wille zur Verbesserung. Da dieser aber auch mit dem Willen zur Veränderung verbunden ist, erwarte ich nicht, dass ich ausgerechnet bei jenen, die davon am stärksten betroffen wären, Zustimmung ernte. ;)
(Und da du hier mit den autokraten Kammern auf einer Wellenlänge schwimmst, wird es wohl noch ein weiter - aber, und das hat man schon vor 2 Jahren erkannt: erforderlicher - Weg von der Zielformulierung bis zur Umsetzung werden.

Übrigens, kürzlich habe ich erfahren, dass die IHKn (in Kooperation mit der Industrie, die dies forderte) für die Formulierung des neuen Berufsbildes "Fachinformatiker" in der - wie du sicher selbst weißt - äußerst schnellebigen IT-Branche "nur" 8 Jahre brauchten. Das gibt richtig Anlass zur Hoffnung. ;) Okay, das Berufsbild ist - hoflich ausgedrückt - etwas weltfremd und völlig untauglich für die Realität; aber hey, immerhin ist es eines.)

> ... die haben aber auch ganz andere
> gesellschaftliche Rahmenbedingungen.

So? Überrasche mich. Welche Bedingungen sind so grundverschieden, dass man nicht einmal adaptieren kann?!
Die Finnen haben ihrerseits überaus eindrucksvoll bewiesen, dass man ein komplettes Bildungssystem sogar aus einem DIAMETRALEN GESELLSCHAFTSSYSTEM adaptieren kann. Was also macht die Schweden so exotisch?

@moddey

;)

> ... aber deine Einstellung unserem Erziehungssystem
> gegenüber ist leider absolut nicht objektiv, viel
> zu DDR mäßig geprägt und ausserdem auf nicht
> vorhandenes Wissen gestützt.

... sprach der westlich geprägte Erzieher kraft seines objektiven, allumfassenden Wissens. ;)

Es wird dich vielleicht überraschen, aber ich werfe dir angesichts von PISA, PISA/E und diversen anderen (Vergleichs-)studien - im Sinne der höflichsten Formulierung - Betriebsblindheit vor.

Es liegt mir nicht, faule Äpfel schön zu reden, und darin lediglich "vorbereitende externe Vergärung" zu sehen, nur damit ich weiterhin ruhig schlafen kann. Für mich ist vergammeltes Obst nichts weiter als vergammeltes Obst: ungenießbar.

Im Grunde ist mir - salopp gesagt - scheißegal, welchen Herstellerstempel etwas trägt: Ich bin - berufsbedingt - lösungsorientiert. Angesichts dessen ist die Situation sehr leicht umrissen:

1. Erkenntnis:
Effektive und langfristig wirksame Veränderung kann nur bei den Ursachen erfolgen.

2. historische Voraussetzungen:
Deutschland, einst DAS ZENTRALE Land, wenn es um Bildung ging (man beachte allein die heute noch existierende, weltweit einmalige Hochschuldichte), hat sich viel zu lange auf seinen Lorbeeren ausgeruht. Die Rechnung kam postwendend.

3. Aktuelle Situation:
Heute ist es mehr als jemals zuvor notwendig, LEBENSLANG zu lernen. Der frühere Weg "ein bisschen Schule + Lehre = reicht fürs Leben" ist Historie und wird sich mittelfristig nicht einmal mehr in einfachen Facharbeiterberufen halten können; von schnelllebigen Branchen ganz zu schweigen.
Kommentar ansehen
24.04.2006 01:10 Uhr von Alfadhir
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
das zieht die anderen kinder nur mit runter: und in der mitte treffen sie sich dann super
Kommentar ansehen
24.04.2006 01:11 Uhr von «azero»
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Teil II: 4. Grundvoraussetzungen:
Die Ausbildung dauert zu lange. Seit vielen Jahren kritisiert man - völlig zu Recht - den Missstand, dass einfache Facharbeiter erst nach rund 13-16 Jahren Schule/Ausbildung; unteres Management nach rund 17-20 Jahren Schule/Ausbildung in den Arbeitsmarkt einsteigen. Andere Länder benötigen dafür im Mittel etwa 3-6 Jahre weniger.

5. Ursachen:
Zeitverschwendung bis zum Lebensalter von 6 Jahren, die mit "Kind sein lassen" begründet wird. (Unlogisch und durch nichts begründet, denn weder das schwedische, noch das finnische "Vorschulmodell" sind tatsächlich "Schulen", sondern konzentrieren sich auf zwei wesentliche Punkte, die ich weiter unten ausführe.)
Zeitverschwendung in der Schule. Sie ist vor allem dem Versuch geschuldet, "irgendwie gefühlte Chancengleichheit" herstellen zu können, indem man das Maß am Letzten anlegt.
Zeitverschwendung durch sinnlose "Über"bildung". Sie entsteht durch die sinnlose, aber aus vorgenanntem Punkt entstehende Diskrepanz zwischen echter und gefühlter Schulausbildung. Mittlerweile ist es "normal" geworden, für die Berufsausbildung Abitur einzufordern. Nicht weil es schick ist, sondern weil es die einzige Option ist, fundamentale Fehler des versagenden Schulsystems zu kompensieren.
Das Resultat all dieser Zeitverschwendung sind Abiturabgänger, die kaum die Prozentrechnung beherrschen und Realschulabgänger, die allen Ernstes in der Matheabschlussprüfung 2004 gefragt werden: "Wieviel kg sind 270g?".

__Einzige__ Lösung: Massive Veränderungen des GESAMTEN Bildungssystems. Und zwar strukturell(!) und von Grund auf. Im Zweifel kann man nämlich auch unter einem löchrigen Dach noch lernen; aber selbst die beste High-Tech-Schule könnte kein Wissen vermitteln, wenn Sender und/oder Empfänger inkompatibel sind.

essenzielle Forderung:
zwei wichtige Punkte
1. Sozialisierung, Orientierung in Gruppen, Training der Sozialkompetenz
2. Vorbereitung und sanfter Einstieg in das lebenslange Lernen
2a gleitender Übergang vom "spielerischen" zum "systematischen" Lernen.

(Mehr muss "Vorschule" nicht leisten, und mehr leistet sie nicht. Beide Punkte kann man - und das zeigen sowohl das finnische als auch das schwedische Modell sehr deutlich - durchaus problemlos in der Kindheit unterbringen, ohne dass die Kinder um ihre Kindheit fürchten oder sonstige Neurosen pflegen müssen.)

Allein mit diesen Maßnahmen kann nicht nur de Qualität der Ausbildung (entsprechende permanente Lerngruppennivellierung ist nicht mehr notwendig, da frühzeitig erkenn- und behebbar.), sondern auch wahlweise die Quantität und/oder die benötigte Zeit positiv beeinflusst werden.

... Die Skandinavier wissen das schon längst. Wann lernen wir es?

> Bei uns ist die ganze Bildungsmisere nicht
> im Bildungssystem sondern in der der allgemeinen
> Sozialen und Wirtschaftlichen Lage begründet.

Nein, moddey, das ist Wirkung, nicht Ursache.
Tatsache ist, dass die Kinder/Schüler/Studenten mit einem miserablen Bildungssystem leben. Und das in der prägenden Zeit. Sie lernen es nicht anders: Schulbücher, von denen man - dramatisch ausgedrückt - kaum das Hakenkreuz abgekratzt und die politisch brisanten Seiten einfach herausgerissen hat, eignen sich nicht wirklich dazu, den Kindern glaubhaft zu vermitteln, dass permanentes Lernen essenzielle Bedingungen geworden sind.
Und ein praktisch nicht existierendes Netzwerk Eltern-Schule sorgt seinerseits dafür, faktisch unkontrollierte a- bis dis-soziale Entwicklung zu forcieren.

Das Resultat ist diese Gesellschaft - nicht anders herum.
Obwohl ich zweifelsfrei zugestehe, dass wir mittlerweile in der Phase der Selbstverstärkung angekommen sind, so dass die Wechselwirkungen nochmals drastisch verschärft werden.

> Was Du willst ist ein bißchen Kosmetik,...

Was ich will, sind essenzielle und fundamentale Veränderungen. Und die beginnen nun einmal im Bewusstsein.

Wenn du die Kinder nicht lehrst, dass es nicht gerade von hervorragender sozialer Reife zeugt, auf jemanden einzuprügeln, wissen sie es nicht besser. Da macht es keinen Sinn, die Blagen erst 6 Jahre lang zu Hause zu verstecken, immer in der Hoffnung, dass sie es so nie lernen müssen. Denn sie müssen es! Spätestens auf dem bis zu 20 Jahre langen Weg, auf dem sie größtenteils völlig allein gelassen werden.

> Einem Kind das arbeitslose Eltern hat
> und sieht wie schlecht es den Eltern geht, ...

... muss man klar machen, dass es über demokratische Mittel verfügt, die es bewusst nutzen kann. Geh! Schau dich um! Frag mal ein paar kiddies, wer gerade Bundeskanzler ist, zu welcher Partei er gehört und welche Pläne die Kultusministerkonferenz MIT IHNEN hat! Mach dir den Spaß!

> ... dem wirst Du auch mit dem skand. System
> keinen Mut und Motivation für die Zukunft geben können.

Doch! Denn das System ist perfekt geeignet, die Kids nicht nur mit einem Hering vor der Nase zur Schule zu locken, sondern sie dort das Angeln zu lehren!
Kommentar ansehen
24.04.2006 01:31 Uhr von jesse_james
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Blöde Frage, wo will der Staat eigentlich die ganzen Kindergartenplätze hernehmen ?

Oder sehen die Gruppen dann so aus wie auf den Schulen wo 40 Kinder in einen Raum gedrängt sind, die Bediensteten völlig verzweifeln und die Kinder dann verwahrlosen ?

Es gibt doch jetzt schon nicht genug Plätze für Kinder in Kindertagesstätten.
Kommentar ansehen
24.04.2006 01:41 Uhr von Jorka
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Das ist gar nicht umsetzbar: denn erstens gibt es nicht genug Kindergartenplätze und zweitens kosten sie Geld, was viele Eltern heute einfach nicht mehr haben.
Solange Kindergärten nicht kostenlos werden, kann man diesen Vorschlag vergessen.
Kommentar ansehen
24.04.2006 01:51 Uhr von SchlachtVati
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@azero: siehst du , das ist nicht finanzierbar ,........ "denn die kuh ist LILA" !!!
Kommentar ansehen
24.04.2006 09:07 Uhr von Aries.Quitex
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@swald: Es geht mir ja gerade darum das ich meine Kinder
NICHT irgendwo verklappen will - ich selbst will mich
drum kümmern, scheiss auf die Gesellschaft die das
Eltern-sein als Uncool und als "Nicht Erfolgreich sein"
tituliert.
Solange der Job "Kindererziehende(r) Mutter/Vater"
von Staat und Gesellschaft lediglich als "Arbeitslos"
bezeichnet wird, und arbeitslos sein als Makel, und
nicht als Ehre angesehen wird ( Also das
kindererziehende .... Arbeitlose Singles sind was
anderes ), werden weiterhin entweder gar keine oder
allenfalls verwahrloste Kinder die Regel bleiben - was
andererseits natürlich langfristig unsere
Arbeitslosenprobleme lösen dürfte.

Andererseits würden unsere Arbeitslosenprobleme
sich ja auch ad-hoc erledigen wenn bei allen
Familien, wo beide Eltern arbeiten, einer komplett
zuhause bleiben würde und sich um die Erziehung
der Kinder kümmern würde - Dafür müsste dann
allerdings das Kindergeld den Verdienstausfall
ersetzen. Und zwar vollständig, und nicht wie in von
der Leyens Vorschlag zu läppischen 67%.

Aber... EEEegaalll... Es geht um Politik, und Politik hat
schliesslich nichts mit Realität zu.
Kommentar ansehen
24.04.2006 11:26 Uhr von Borgir
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
was muss man eigentlich nehmen, um auf so abwegige ideen zu kommen? ganz ehrlich, bei der heutigen ausbildung der erzieher würde ich meine kinder nicht in einen kindergarten geben. was ich so aus meinem umkreis höre, was in kindergärten los ist, und welch absolut unfähiges personal dort arbeitet, kann man bei diesem vorschlag nur mit dem kopf schütteln
Kommentar ansehen
24.04.2006 16:39 Uhr von Enny
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Ein blindes Huhn: Na da fällt mir doch dieser treffende Spruch ein: ´Ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn´.
Da ist dieser Frau doch tatsächlich das erste mal was gutes eingefallen.
Kommentar ansehen
24.04.2006 20:10 Uhr von Phoebe5035
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@ alle, die hier über dt. kindergärten herziehen: meine mutter ist leiterin des kindergartens in meinem heimatort. und jeder, der hier pauschal behauptet, die arbeit von deutschen kindergärtnerinnen wäre schlecht und die erzieher wären nicht genügend ausgebildet, ist ein ignorantes überhebliches arschloch. sorry für meine wortwahl, aber so ist es nun mal.
keine ahnung, was ihr so für kindergärten kennt, aber ich bin sehr stolz auf das, was in dem kindergarten, den meine mutter leitet, geleistet wird.

die erzieher bringen den kindern die natur näher, indem sie mit ihnen waldspaziergänge unternehmen oder leute von naturschutz-vereinen kindgerechte vorträge über tiere halten lassen. erst vor ein paar tagen durften die kinder lernen, welche fähigkeiten ein specht hat und wie er sich sein loch pickt. in dieser hinsicht sind die kinder in diesem kindergarten jetzt sicher schlauer als viele von euch.
die räume des kindergartens haben verschiedene themen, so gibt es einen naturraum, ein märchenzimmer, einen sport-raum, etc.
die etwas älteren kinder im kindergarten haben sogar eine tanzgruppe gebildet, mit der sie für verschiedene veranstaltungen tänze einstudieren und dann auch auftreten.
es gibt einen computerraum, in dem die kinder erste erfahrungen mit dem computer sammeln können und regelmäßig nehmen die erzieher mit den kindern an malwettbewerben teil. es gibt sogar einen englisch-kurs in diesem kindergarten, in dem die kinder einfache worte wie z.b. die farben, tiere, jahreszeiten oder die zahlen bis 10 lernen. auch sonst lernen die kinder schon zählen und rechnen. wenn die kinder hier vom kindergarten in die schule kommen, können sie ganz sicher schon bis 10 zählen und addieren/subtrahieren. auch können die meisten der kinder bis dahin schon ihren namen schreiben.
sehr wichtig: der kindergarten steht auch für kinder unter 1 jahr zur verfügung. ja, hier muss man nicht warten bis das kind 3 jahre ist, bevor es lernen darf, soziale kontakte zu knüpfen und freundschaften zu schließen.
einmal in der woche gibt es für einige stunden eine krabbelgruppe für die ganz kleinen, zugelassen für kinder ab 8 wochen.

und ich kann euch versichern, dass es in den kindergärten in den umliegenden orten sehr ähnlich abläuft. in der grundschule hier beginnt der englisch-unterricht übrigens auch schon ab der ersten klasse.

und für alle die, die wissen wollen, wo HIER ist:
im westen des landkreises havelland im land brandenburg in den neuen bundesländern in der ehemaligen DDR.

hat nicht jemand geschrieben, die skandinavier hätten sich die DDR als vorbild genommen?
Kommentar ansehen
24.04.2006 20:25 Uhr von Phoebe5035
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
zusatz: im übrigen sind die kindergärtnerinnen hier auch bei den kindern sehr beliebt.
hab es schon oft erlebt, dass die kinder, wenn sie mit ihren eltern im urlaub sind, ihre eltern bitten, auch postkarten an die erzieher zu schreiben. hab schon etliche solche postkarten aus dem briefkasten gefischt.
und wenn die kinder dann den kindergarten verlassen, weil sie reif für die schule sind, bringen die meisten ihren erziehern zum abschied (selbsgemachte) geschenke mit.

ich habe zwar noch keine kinder, aber wenn ich welche hätte, würde ich sie ohne bedenken in diese kindertagesstätte geben.
ich hoffe sehr, dass ich für meine kinder später einen solchen kindergarten mit so super ausgebildeten erziehern finden werde.
Kommentar ansehen
24.04.2006 23:26 Uhr von swald
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Phoebe5035: Danke für den tollen Rundumschlag:-)

Die meisten hier blabbern halt nur wirres Zeug von Skandinavien.

Refresh |<-- <-   1-25/37   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2017 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Gefährlicher Trend: Mini-Armbrust als "Mordwaffe"
Duisburg: Massiver Widerstand bei Verkehrskontrolle
Bundesagentur für Arbeit: 500.000 Syrer erhalten Hartz IV


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?