21.04.06 16:10 Uhr
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Mehr Atomkraftwerke verbessern nicht das Klima auf der Erde

Das stellt die Umweltorganisation "Global 2000" fest. Die Uranreserven wären in 50 Jahren aufgebraucht, wenn man versuchen würde, den Energiebedarf der Welt mit Atomkraftwerken zu decken.

Außerdem fallen bei atomarer Energieerzeugung insgesamt mehr Treibhausgase an als bei der Energieproduktion mit erneuerbaren Energieformen. Wenn die Uranvorräte erschöpft wären, müsste man minderwertigere Lagerstätten abbauen.

Das würde den den CO2-Ausstoß noch weiter in die Höhe treiben. Besser wäre es, Geld in bessere Energieeffizienz zu investieren und erneuerbare Energien zu fördern, so Silva Herrmann von "Global 2000".


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WebReporter: Thothema
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Erde, Klima, Atomkraftwerk, Atomkraft
Quelle: www.oekonews.at

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21.04.2006 15:59 Uhr von Thothema
 
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Ausserdem weiss man ja immer noch nicht recht, wohin mit den Abfällen. Und was mit veralteten Reaktoren genau passiert? Der Rückbau ist doch enorm aufwändig und nix hält ja bekannterweise ewig. Aber es dauert sehr lange bis das Zeug nicht mehr strahlt.
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21.04.2006 16:31 Uhr von mort76
 
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Oligarchen: Daß unsere Energie-Oligarchen die Meiler nur länger laufen lassen wollen, um die 300 Mio Euro pro Jahr einzukassieren, die ihnen die von uns bezahlten Kraftwerke jährlich einbringen, ist ja längst bewiesen.

Und daß deren Argumente nur vorgeschoben sind ("Energiesicherheit etc."), ebenfalls.
Und daß diese Konzerne nicht an Betriebssicherheit interessiert sind, sah man ja bei den Strommasten- Wartung nur noch vom Hubschrauber aus etc.

Deren Preispolitik (66% des Wirtschaftswachstums des letzten Jahrs gingen für die Energiekosten wieder drauf- nur weil diese Monopolisten so viel Geld wie möglich aus uns herauspressen?

Natürlich ist jedem klar, daß auch Stromkonzerne Strom nicht verschenken können, aber daß der Staat es zuläßt, daß wir von einem Kartell erpreßt werden und gar keine andere Möglichkeit mehr haben, ist nicht hinnehmbar!

Durch die Öffnung des Strommarkts sollten die Kosten für uns SINKEN, nicht steigen!

Und genau DIESE Leute entscheiden über potentiell gefährliche Anlagen wie AKWs, die Deutschland komplett verstrahlen könnten?
Schön!
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21.04.2006 16:49 Uhr von wewuma
 
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Kann mir das mal jemand erklären?: Wieso fallen bei der atomaren Energieerzeugung insgesamt mehr Treibhausgase an?????
Der Vergleich mit erneuerbarer Energie ist m.E. so, wie wenn Heidi Klum erklärt, dass die Süssigkeiten, für die wirbt, fettfrei sind.
Das ist zwar inhaltlich nicht zu widerlegen - aber sachlich gesehen ist das Unfug!
Bisher hat die Wissenschaft zumindest den Co2-Ausstoss nicht durch AKW befürchtet.
Mir scheint, dies ist wieder einmal so eine zweckbezogenen Umweltorganisationsmeldung.
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21.04.2006 16:51 Uhr von Buster_
 
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@mort76: Da spar ich mir mal einen Kommentar und stimme dir zu.
Aber in der Diskussion sind die Fronten zwischen Befürwortern und Gegner der Atomkraft verhärtet, da kommt man mit Argumenten nicht mehr weiter.



http://www.umweltschutz-news.de/...
http://www.wdr.de/...
http://www.netzeitung.de/...
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21.04.2006 17:04 Uhr von Thothema
 
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@wewuma: ganz wars mir auch nicht klar:
hier das (nötige) Zutat aus der Quelle:

"Es ist ein Irrtum zu glauben, Atomkraft wäre klimaneutral. Während der gesamten nuklearen Brennstoffkette wird mehr Treibhausgas ausgestoßen als bei der Nutzung erneuerbarer Energieformen."

Hat nicht mehr reingepasst :-0
Das Knackwort ist wohl "Brennstoffkette"
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21.04.2006 17:13 Uhr von dragoneye
 
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sehr seriöse Quelle: Die Uranerze müssen ja noch abgebaut, verarbeitet und zum AKW transportiert werde, der dabei verbrauchte Treibstoff fällt dann natürlich negativ in der Energiebilanz auf im Gegensatz zu einem Solarkollektor, der auf einem Feld an Bäumen wächst.

Was regen sich dann eigentlich alle über die Laufzeiten der AKWs auf. Nach der so unparteiischen Quelle von Global2000 sind die Vorräte sowieso in 50 Jahren aufgebraucht. Da der Iran und Brasillien jetzt auch noch einsteigen, sogar noch schneller.Da ist es doch egal ob morgen der Ausstieg erfolgt oder wenn kein Vorrat mehr vorhanden ist.

@mort Was ist so schlimm daran einen Strommast vom Hubschrauber aus zu warten?

Aber hey, wer braucht schon Atomstrom, bei mir kommt der Strom aus der Steckdose.
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21.04.2006 17:48 Uhr von xposer
 
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hmm: Also die Quelle ist nicht wirklich neutral zu dem Thema. Ich kann mich weder mit Atomenergie noch mit z.B. Windenergie anfreunden.

Atomenergie ist zwar "sauberer" als Kohlekraftwerke, aber die Endlagerung ist sehr heikel. Die Windernergie ist mindestens genauso unökonomisch wie die Atomkraft.

Die Windräder müssen auch hergestellt werden, wobei viel Stahl gebraucht wird welcher ja bekanntlich sehr viel Energie schluckt. Dann sollen die Dinger ja nur 15 Jahre stehen. Ich glaube kaum das das energetisch Sinn macht.

Ist mal kein Wind müssen im Hintergrund die Stinker der Nation (Kohlekraftwerke) das "Energieloch" abfangen. Diese würden viel effizienter laufen wenn diese einfach durchlaufen würden.

Achso und hässlich und laut sind die Teile noch dazu (man denke nur an unser Weltkulturerbe Wartburg, mal sehen wie lange sie sich noch so nennen darf). Alles zusammen ist wohl beides eine schlechte Wahl. Nur jetzt aus der Forschung auszusteigen, Deutschland war/ist(?) da mal führend, ist auch keine Lösung. Wer macht dann die ganzen geplanten Neubauten sicher?

Nur solche news, von solchen Quellen ist nix anders als billige Propaganda und nicht objektiv.
Lasse mich aber gern auch belehren.

Grüße
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21.04.2006 18:27 Uhr von uzev
 
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Muahhaaa, geile Quelle! Ich lann jedem nur empfehlen bei Langeweile mal ein bisschen in der Quelle dieser News zu lesen. Wirklich amüsant!

greetz uzi <- Dauernörgler!
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21.04.2006 18:58 Uhr von Chimaira911
 
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Pro AKW: Solange man die AKW nicht durch wirtschaftlich vernünftige regenerative Energien ersetzen kann, sollte man sie meiner Ansicht nach ruhig weiterlaufen lassen oder gegebenenfalls auch weiter in die Atomkraft investieren..

Zur Quelle: Das dümmste aller Argumente ist ja nun wirklich, dass der CO2-Ausstoss bei AKWs insgesamt höher sei als bei REGENERATIVEN Energieträgern..
Ist das nich Sinn und Zweck regenerativer Energien, möglichst CO2 - neutral zu sein... also ich musste mir bei diesem Satz erstmal an den Kopf fassen...
Auch das Argument das die weltweiten Uranvorkommen nur noch 50 Jahre halten werden, sollte die ganze Welt ihren Energiebedarf nur noch aus der Atomkraft decken, ist Polemik auf billigstem Niveau.. kaum ein Land der Welt strebt dies an, ein grossteil aller Länder verfügen noch nicht einmal über AKWs, aber Hauptsache mal die 50 Jahre in die Meldung gepackt..

Nunja, dank der ideologischen Veblendung der alten Bundesregierung werden wir unseren Strom dann wohl mittelfristig wohl wieder aus der guten, alten Steinkohle, oder, ökologisch und ökonomisch noch hirnrissiger, aus milliardensubventionierter Braunkohle gewinnen müssen... über die Vertretbarkeit bezüglich des CO2-Ausstosses dieses Energieträgers muss man ja nicht diskuieren..

Hauptsache die Grünen können sich den Atomausstieg auf die Fahne schreiben.. das es extrem schwer werden wird die Löcher in der Energieversorgung sinnvoll zu stopfen war ja nicht absehbar, das man die in Energiespitzen auch mit ausländischem (franz.) (Atom)strom deckt (im europäischen Netzverbund bereits heute Gang und Gebe) wenig aufsehenerregend...

Absehbar war aber wohl ,dass ein, zwei neue Kohlekreaftwerke Keinen auf die Strasse bringen, auch wenn sie noch so unvernünftig sind, Castortransport aber landesweite Proteste und eine "Pro Grün" Stimmung erzeigen werden... Tja..
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21.04.2006 21:34 Uhr von nightstore2001
 
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Link zu Atomkraft Zu Atomkraft habe ich gestern diesen Link bekommen:
http://www.saar-echo.de/...

Wie glaubwürdig diese Quelle ist, weiss ich nicht, denoch wenn nur die hälft stimmt ...

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21.04.2006 21:47 Uhr von Der Erleuchter
 
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Bin wohl einer der wenigen, der für beide Lager was übrig hat. Natürlich wär es schön wenn wir von regenerativen Energien (Solarenergie is bei uns Quatsch - lassen wir mal außen vor) unseren Energiebedarf decken könnten. Liebe Leut ihr müßt mal bedenken, was ihr daheim an Strom braucht interessiert gar nicht. Schaut mal was die Industrie braucht und deren großer Bedarf ist nun mal nicht mit nem Biokraftwerk zu decken, wenn alternativ dann mit Kohle oder Gas. Natürlich holt sich die Stromindustrie sich dort den Strom wo er am billigsten ist und das ist immer noch Atom und das trotzdem die Atomindustrie v i e l e Milliarden an Rücklagen aufgebaut hat um den Rückbau und die Entsorgung zu bezahlen. Übrigens weiß kein Mensch wieviel Energie im Wind steckt und wie sich das auf Dauer auf das Klima auswirkt wenn die Winde durch die Windräder gebremst werden - ist kein Witz - hab ich von nem Prof von mir.(vergleichbar wie der Golfstrom gebremst wird, wenn sich die Nordmeere aufheizen.) Wollt ihr wirklich Strom aus rumänischen oder tschechischen Atomkraftwerken (Tschernobyl ist ja auch noch am Netz!!!)- da vertrau ich den strengen Bestimmungen hier doch mehr. Wenn sich Atomkraft nicht vermeiden lässt, dann doch lieber sichere. Da wird jetzt gleich die Ökoseele manches Zeitgenossen krampfen, alternativ machen wir aus dem Wattenmeer ein Gezeitenkraftwerk ...
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21.04.2006 23:27 Uhr von chartus
 
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LOL: der saar-echo Link ist aus der Titanic oder?
ich hab selten so gelacht *G*
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21.04.2006 23:50 Uhr von «azero»
 
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Beschwere dich nicht, mort76. Die von dir beschriebenen Auswirkungen sind Bestandteil der "freien Marktwirtschaft". Und man muss kein Prophet sein, wenn man noch weitaus interessantere Phänomene für die Zukunft prognostiziert. Letztlich sind die Politiker aktuell gerade dabei, dem Volk das sprichwörtliche letzte Hemd unter dem Hintern weg zu verticken, um so wenigstens morgen noch ein bisschen Geld in der Tasche zu haben.

Anderes nettes Beispiel: Die Telekom. Erhält überaus teure Aufträge aus der öffentlichen Hand. Wird mit Steuergeldern saniert. Und die Gewinne fließen - wie sollte es anders sein - auf private Konten.

Kosten solidarisieren - Gewinne privatisieren. DAS ist das Credo unserer Politik. Aber auch das ist kein Wunder. Schließlich wollen sie alle in 4, 8, 12 oder 16 Jahren einen netten Aufsichtsratsposten in einer gutsituierten Firma haben. Wen interessiert da, ob ein mort76 sein Stimmchen erhebt und jammert?!

@wok!

> Aber selbst wenn wir ganz Deutschland mit
> Solarzellen und Windrädern zupflastern kann
> trotzdem kein einziges herkömmliches Kraftwerk
> abgeschaltet werden, denn es gibt nun mal auch
> schattige und windstille Tage (und Nächte!).

Das ist ein ungültiges Argument. Ad eins gibt es nur wenige bewölkte UND windstille Tage. Ad zwei arbeiten "Solarzellen" auch bei "indirektem" Sonnenlicht. Ad drei ... Ich könnte eine Weile fortfahren, dieses Argument zu widerlegen, aber die wichtigsten sind genannt, denke ich.

__________________________
Mich fasziniert nur, dass man sich so engstirnig festbeißt: "Entweder - Oder". Nahezu nie spricht jemand von "Kombienergie". Und das, obwohl man schon mal den Sprung zum "Kombilohn" geschafft hat.

Außerdem ist "Atomenergie" immer nur als "Übergangsenergie" bezeichnet und beabsichtigt gewesen. Was hat sich in den letzten 8 Jahren daran geändert? Was ist so gravierend "anders" geworden, dass ausgerechnet die "alternativ angehauchte rot-grüne Regierung" die Forschung an NEUEN Energieformen, wie der Fusionsenergie, nahezu völlig einstellte und gleichzeitig in einem konfusen und typisch-kopflosen blinden Aktionismus sowohl die Solar- als auch die Windenergie ins Absurde zerrte? Wo wollen die hin, mit ihrer ebenso undurchsichtigen wie kopf- und planlosen Energiepolitik? Steckt Herr Schröder mit seinem Gasprom dahinter? War es schon vor 8 Jahren geplant, uns "erdgassüchtig" zu machen? ;)

Dass in diesem Kontext wieder mal eine Ökoorganisation auftaucht, die zwar GEGEN alles, aber ansonsten auch nicht sicher ist, wundert da wenig. Lustig ist allerdings, wie sie argumentieren: http://www.global2000.at/...

Wie schwachsinnig muss man sein, um solchen Stuss zu erzählen - und vor allem: zu glauben? Dabei scheuen sie sich ebenso wenig, Binsenweisheiten, wie "Uran ist begrenzt!", als der Weisheit letzter Schluss zu verkaufen, wie sie es scheuen, der Atomenergie erst ultimative (Weltklima-)Rettungsfunktion zu unterstellen, um diese dann genüsslich zu zerlegen.

Hier ist übrigens der Artikel, auf dem diese News fußt: http://www.global2000.at/... ,pdf-Dokument

"Atomstrom erzeugt in der Brennstoffkette mehr CO2 als Erneuerbare Energien." --- Soweit klar; auch wenn man "Erneuerbare Energie" (bewusst?) nicht genauer definiert.

Lustig wird´s hingegen im Resumee: "Eine Verdreifachung der
derzeitigen Energieproduktion aus Atomkraft bis 2050 würde nur zwischen 12,5%
und 20% der notwendigen Reduktionen an Treibhausgasen bringen, aber auch einen
Neubau pro Woche erfordern." --- Da widerlegt man sich vorbeugend gleich selbst und beweist - quasi nebenbei -, dass die Fossilkraftwerke, die eben noch wegen ihrer Kraft-Wärme-Kopplung über den grünen Klee gelobt wurden, vor allem eines sind: umweltschädlich!

Und nicht zuletzt lässt man - Huch! Völlig übersehen! - außer Acht, dass der weltweite Energiebedarf in den nächsten Jahren und Jahrzehnten DRASTISCH ansteigen wird, und man das mitnichten mit ein paar Millionen Windrädern oder Solarzellen gedeckelt bekommt.

... Wer gute Argumente sucht, sollte anscheinend nicht "Global2000" fragen.

Quellen:
http://www.global2000.at/... , pdf-Dokument, Grundlage dieser news
http://www.global2000.at/... , (fortzusetzende) Artikelserie zum Atomstrom
http://www.global2000.at/ , Homepage Global2000
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22.04.2006 17:22 Uhr von megatrend
 
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das eine Problem: beim Atomstrom ist die Urangewinnung, welche alles andere als CO2-neutral ist.

Das andere ist der radioaktive Abfall, der jahrtausende lang strahlt.
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22.04.2006 23:46 Uhr von «azero»
 
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Und das dritte - und größte - Problem, megatrend, sind Leute, die glauben, Atomstrom wäre das Ende der Fahnenstange. ;)

Derzeit ist Atomstrom - auch ökopolitisch - eine gültige Alternative. Er wird weder besser noch schlechter, wenn man seine Vor- oder Nachteile aufzählt. Aber man sollte ihn - genau wie das Feuer - vorsichtig behandeln. Und, wichtiger noch, man sollte schleunigst zusehen, dass man die (schlechten und guten) Erfahrungen nutzt, um NEUE, BESSERE und WENIGER GEFÄHRLICHE Möglichkeiten schafft, den gigantischen Energiebedarf zu decken.

Es ist schlechtes Voodoo, einfach ein paar Nadeln in ein Stoff-AKW zu pieken und zu glauben, Solarzellen, mit einer max. Ausbeute von 28% oder Windmühlen könnten ganz allein alle Energieprobleme lösen. Und selbst wenn du jede x-beliebige Menge Biomasse aufbringst (die im Übrigen wirklich ü-b-e-l-s-t stinkt), jeden verdammten Fluss mit einem Wasserkraftwerk aufstaust (und dabei hektarweise Natur vernichtest), überall Geothermiekraftwerke hinstellst (die auch nicht gerade winzig und/oder preiswert sind) und jeden beschissenen Küstenstreifen mit Gezeitenkraftwerken verschönerst, wirst du nicht hinkommen, den stetig steigenden Energiebedarf zu decken.

Ablehnen ist einfach --- aber die wichtigere - und weitaus schwierigere - Frage lautet: "Was stattdessen?" ... Und hier hörst du nur brüllendes Schweigen...

Denn die Alternative ist einfach: Tschernobyl liegt kaum 2.500 km östlich. Und auch Polen, Tschechien oder Frankreich beabsichtigen mitnichten, auf Atomstrom zu verzichten. Wir können also - dank der weitsichtigen Ökofreaks - nur noch mit hängenden Schultern dastehen und zuschauen, wie man NICHT-TÜV-geprüfte und garantiert mit WENIGER RESTRIKTIVEN Auflagen versehene AKW fast in Sichtweite der Grenzen aufbaut. ... Und dabei vergessen die Ochsenfrösche (jedenfalls sind sie ihnen sehr ähnlich: anscheinend vergleichbar großes Hirn, verhältnismäßig gleiche Lautstärke und - vor allem - vergleichbar schwer nachzuvollziehendes Herumgehopse) wieder einmal gänzlich, dass sich ein Super-GAU keineswegs um Landesgrenzen kümmert...
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23.04.2006 10:34 Uhr von Buster_
 
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Ja AZERO: Atomkraft ist gut und Biomasse stinkt :-)


Wie ich schon sagte, jeder sucht sich seine eigenen Quellen zum Thema. Es ist ein Kampf gegen Windmühlen, die z.b. in der Nysted Offshore Anlage 165,6 Megawatt liefern und eine Touristenattraktion sind.

http://www.fr-aktuell.de/...
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23.04.2006 10:56 Uhr von chartus
 
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uiuiui fast 166MW - ich bin sowas von begeistert
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23.04.2006 23:08 Uhr von md2003
 
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Also: Atomenergie ist der falsche Weg! Denn Radioaktivität ist wirklich brandgefährlich!!!!

Gute Beispiele sind ja wohl Japan (z.B. Hiroshima) oder auch Tschernobyl u.s.w.

Es dauert ingesamt 30-50 Jahre bis man die Gebiete wieder sorgenfrei ohne Strahlenschutz und Geigerzähler betreten kann....
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24.04.2006 15:25 Uhr von ArrowTiger
 
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@Chimaira911: -- "Solange man die AKW nicht durch wirtschaftlich vernünftige regenerative Energien ersetzen kann, sollte man sie meiner Ansicht nach ruhig weiterlaufen lassen oder gegebenenfalls auch weiter in die Atomkraft investieren.."


Zumindest sollte man nicht "AKW" und "Wirtschaftlich" in einen Zusammenhang stellen. Bis vor kurzem wurde bzgl. der Kosten Atomstrom nur von der Photovoltaik getoppt - billig ist diese Energiegewinnung nur, wenn man alle direkten und indirekten Subventionen rausrechnet, was für die Öffentlichkeit natürlich getan wird. Es geht also kaum teuerer - und das ohne die (unversicherten) Gefahren durch Strahlenbelastung und Urangewinnung zu berücksichtigen.

Moderne Gas-Blockkraftwerke, insb. mit Wärmekopplung haben eine weitaus bessere Umwelt- und Kostenbilanz.
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24.04.2006 15:27 Uhr von ArrowTiger
 
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@chartus: -- "der saar-echo Link ist aus der Titanic oder?
ich hab selten so gelacht *G*"

Wenn Dir die Quelle nicht gefällt, findest Du durchaus auch andere, die diesen Skandal ausführlich behandeln. Google ist dein Freund...
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24.04.2006 15:44 Uhr von «azero»
 
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@ArrowTiger, Buster_: @ArrowTiger

Können wir uns auf "schlechtere Umwelt- aber bessere Kostenbilanz" einigen. Und das auch nur im Rahmen der fossilen Brennstoffvorräte?! ;)

@Buster_

> Ja AZERO
> Atomkraft ist gut und Biomasse stinkt :-)

Lies bitte noch einmal genau hin, Buster_. Wo genau sagte ich "Atomkraft sei ´gut´"? Es wäre sicher sinnvoll, wenn du weniger emotional urteilen würdest, denkst du nicht?
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24.04.2006 16:04 Uhr von ArrowTiger
 
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@«azero»: -- "Können wir uns auf "schlechtere Umwelt- aber bessere Kostenbilanz" einigen. Und das auch nur im Rahmen der fossilen Brennstoffvorräte?! ;)"

Mit Dir kann ich mich eigentlich immer einigen. ;-)

Allerdings mag ich die bessere Kostenbilanz nur für bereits abgeschriebene A-Kraftwerke gelten lassen - und auch nur widerwillig (wg. indirekter Belastungen). Oder habe ich Dich jetzt falsch verstanden?
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24.04.2006 17:12 Uhr von «azero»
 
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Bah, my fault Ich bezog meine Aussage auf dein statement "Moderne Gas-Blockkraftwerke, insb. mit Wärmekopplung haben eine weitaus bessere Umwelt- und Kostenbilanz.".

Damit meinte ich also die fossilen Blockkraftwerke, nicht die AKW, wie man fälschlicherweise vermuten könnte --- und du ja auch promt hast. *sry...
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25.04.2006 12:19 Uhr von eros007
 
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azero: >>> > Aber selbst wenn wir ganz Deutschland mit
>>> > Solarzellen und Windrädern zupflastern kann
>>> > trotzdem kein einziges herkömmliches Kraftwerk
>>> > abgeschaltet werden, denn es gibt nun mal auch
>>> > schattige und windstille Tage (und Nächte!).

>>> Das ist ein ungültiges Argument. Ad eins gibt es
>>> nur wenige bewölkte UND windstille Tage. Ad zwei
>>> arbeiten "Solarzellen" auch bei "indirektem"
>>> Sonnenlicht. Ad drei ... Ich könnte eine Weile
>>> fortfahren, dieses Argument zu widerlegen, aber die
>>> wichtigsten sind genannt, denke ich.

Ich finde, es gibt doch noch ein wichtiges Argument. Für erneuerbare Energien können auch temporäre Energiespeicher (die überschüssige Energie etwa bei guten Windverhältnissen aufnehmen und bei Windstille wieder abgeben) eine wichtige Rolle einnehmen. Befürworter von konventionellen Techniken (sei es Öl, Gas, Kohle oder Kernspaltung) lassen Ergebnisse aus Forschungen auf dem Bereich immer außen vor und argumentieren, dass ja immer noch zur Sicherung ein herkömmliches Kraftwerk mitlaufen muss. Dabei kann mit entsprechender Forschung ein sehr hoher Wirkungsgrad bei kurzzeitiger Energiespeicherung (bis 48 Stunden) erreicht werden - ich schätze, dass durchaus 70-80% Wirkungsgrad erreichbar wären. Da die "verschwendeten" 20-30% Energie ja über regenerative Quellen gewonnen werden, wäre es klimatechnisch ja auch kein Verlust in herkömmlichen Sinne.

Ich bin ein großer Freund alternativer Energien. Aber Atomausstieg nach dem jetztigen Szenario (erst Ausstieg beschließen, dann schauen, ob es wirtschaftlichen Ersatz gibt) finde ich riskant. Ich hoffe, dass es dennoch aufgeht.

Wie auch immer, Energiesparen wird neben dem Aufbau von erneuerbaren Energiequellen der wichtigste Beitrag zu einer Einschränkung der Ressourcenverschwendung. Auch der Import von Öl und Gas sollte in den nächsten 20 Jahren mindestens halbiert werden - das wünsche ich mir. Ich sehe das sogar als wichtiger an als den Ausstieg von Kernspaltung als Energiequelle... Wobei - falls möglich - auch diese wünschenswert ist.

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