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Niedrigwasser am Bodensee brachte neue jungsteinzeitliche Siedlungen ans Licht

Das Rekordniedrigwasser am Bodensee hatte für die Archäologen vom Landesdenkmalamt Baden-Württemberg Vor- und Nachteile. Einerseits konnten sie zu Fuß an Pfostenfelder herankommen, die sonst nur in aufwändigen Tauchgängen untersucht werden könnten.

Andererseits hat der Frost viele dieser wertvollen Hinweise auf frühere Siedlungsaktivitäten sofort zerstört. Trotzdem konnten Proben untersucht werden. Dr. Helmut Schlichterle ist aber froh, dass der Seespiegel wieder steigt und die Hölzer schützt.

An manchen Plätzen am Seeufer baute von 3900 bis 2400 v. Chr. die jungsteinzeitliche Bevölkerung mehrere Dörfer mit bis zu 100 Häusern. Somit wird klar, dass der Bodensee eine große Anziehungskraft auf diese frühen Bauernkulturen hatte.


WebReporter: Thothema
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Licht, Boden, Bodensee, Siedlung
Quelle: www.suedwest-aktiv.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.04.2006 14:49 Uhr von Thothema
 
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Sicher viel Arbeit diesen Winter. Und sicher waren auch einige Galgenvögel unterwegs, die sich ein Andenken aus der Jungsteinzeit sichern wollten. Aber jetzt haben die Reste der Menschen von damals wieder ihre Ruhe und die Archäologen haben Arbeit mit der Auswertung :-).
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21.04.2006 23:21 Uhr von ciaoextra
 
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Archäologen: wirst Du da nicht finden. Für neue Ausgrabungen gibt es schon seit Jahren kein Geld mehr. Was höchstens (wenn überhaupt) erfolgt, ist eine Notgrabung, damit man sich einen Überblick verschaffen kann und dann wird wieder alles ruhen gelassen, für die nächsten 15-20 Jahre. Archäologie in Deutschland ist ein Stiefkind ohne Gleichen.
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21.04.2006 23:21 Uhr von md2003
 
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Echt: interessant! Das würd ich mir gern mal anschauen, wie die Menschen damals gelebt haben:-) Cool
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22.04.2006 20:08 Uhr von Bibi66
 
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@md2003: Da musst mal nach Unteruhldingen (hoffe habs richtig geschrieben) am Bodensee. Da haben sie eine Pfahlbautensiedlung nachgebaut. Nicht schlecht, war ich vor... o Gott, ich weis nicht mehr wieviel Jahren gewesen.

Aber was anderes zu dem Thema:
Interessant ist, das die Reste nur bei diesem extremen Niedrigwasser zu sehen sind. Das heisst, das in der Vergangenheit entweder das Bodenniveau höher war bzw. irgendwann mal abgesackt ist oder aber (und das halte ich für wahrscheinlicher) weniger Wasser im Bodensee war. Das würde heissen, das die klimatischen Verhältnisse ggf. denen ähneln, auf welche wir jetzt ganz langsam wieder zusteuern. Und damals gabs nicht die Menge von Menschen geschweige denn Industrie etc. etc. etc. die da einen Klimawandel durch was weiss ich gefördert/produziert o.ä. hätten.

Und das früher, also vor einigen 1000 bis 10000 Jahren der Wasserstand global etwas bis sehr viel niedriger war als heute sieht man an Resten diverser Zivilisationen welche sich mittlerweile unter Wasser befinden.

Hasta Luego

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