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Betrunkener Polizist fuhr 14-Jährigen zu Tode – Bewährungsstrafe

Es geschah bereits im September des Jahres 1999. Kriminaloberkommissar Klaus-Henning O. aus Uelzen hat wieder Ärger auf Arbeit und zu Hause und betrinkt sich in der Dienststelle mit einer Flasche Whisky und setzt sich danach in sein Auto.

Zur gleichen Zeit fährt der 14-jährige Patrick mit seinem Mountainbike nach Hause. Das Rad hat keine Beleuchtung und so sieht der stark alkoholisierte Polizist den Jungen nicht, rammt ihn mit ca. 90 km/h und schleudert ihn 33 Meter weit weg.

Der Junge stirbt am Unfallort, der Polizist begeht Fahrerflucht. In einem Berufungsprozess wird der Unfallfahrer zu einer elfmonatigen Bewährungsstrafe und Geldstrafe verurteilt. Nach dem Urteil geht er mit 48 Jahren in Frühpension.


WebReporter: Tira2
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Polizist, 14, Trunkenheit, Bewährung
Quelle: www.spiegel.de

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28 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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21.04.2006 11:09 Uhr von Tira2
 
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Bitte unbedingt die sehr ausführliche Quelle lesen, ich konnte mal wieder bei weitem nicht alles in die News packen. Da werden auch vergleiche mit anderen betrunkenen Unfallfahren angestellt.
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21.04.2006 11:33 Uhr von sluebbers
 
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habe die quelle vorhin auch gelesen. ein interessanter fall, da der täter offensichtlich unter seiner tat leidet. die strafe empfinde ich allerdings auch als unangemessen - siehe den hoyzer-vergleich in der quelle.
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21.04.2006 11:41 Uhr von hathkul
 
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schöne quelle. ein guter artikel in der quelle, der eindringlich moralische zwispältigkeiten verdeutlicht und mir den satz aufnötigt : im gefängnis weiss man wenigstens woran man ist. der alk-killer hätte eingesperrt werden sollen (3 jahre) aber eine garantie zur resozialisierung benötigt.
nach 3 jahren im bau würde er sich beiweiten weniger vorwürfe machen und die meisten hätten das gefühl daß er gesühnt hat. die dauernde sühne der er sich jetzt aussetzt wird ihm ja nicht angerechnet. frei zu bleiben war ein schlechtes geschäft für ihn ... ist schon komisch.
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21.04.2006 11:45 Uhr von toffa
 
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Unglaublich Zwar ist es natürlich richtig, dass durch ein Gerichtsverfahren nicht primär die Rachegelüste von Angehörigen eines Getöteten befreidigt werden sollen (über die altgermanische Blutrache sollten wir ja mittlerweile hinaus sein) aber Strafe sollte zumindest AUCH generalpräventiv wirken, also abschreckend sein. Und dieses Urteil ist ja wohl ein Witz...
Dass ein Menschenlebe so wenig wert ist, dass ein Gericht ZUERST daran denkt, nur eine Strafe zu erlassen, die dem Angeklagten einen Verbleib im POLIZEIDIENST ermöglicht, sowas ist schlicht ein Skandal.
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21.04.2006 12:29 Uhr von mk-fn
 
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naja: hi,
also ich finde der Polizist ist genug gestraft, wenn alles was in dem Artikel steht so stimmt.
Und ich mein, was kann seine Familie dafür, dass er so viel trinkt. Und ich denke man kann den Fall nicht mit anderen vergleichen, weil man zu den anderen viel zu wenig Aspekte hat: Wie verhält sich der "Täter" und solche Dinge.
mfg
Markus
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21.04.2006 12:30 Uhr von drops111
 
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einem was von Recht und Ordnung erzählen wollen, und selber nicht besser sein.
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21.04.2006 12:38 Uhr von Jepi123
 
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sauber durchrecheriert: Sauber geschriebene News.
Zum Hergang:
Die Justiz tut sich, den Bürgern und auch dem Täter keinen Gefallen so rumzueiern. Sauber durchurteilen wäre angebracht. Psychisch für alle Beteiligten besser. Auch für den Täter. Er kann dann sagen: Ich habe meine gerechte Strafe empfangen. Dieser Abschnitt in meinem Leben ist damit beendet. Die Strafe und Schuld ist abgegolten.
Zumindest eine hilfreiche Krücke........
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21.04.2006 12:38 Uhr von Reinsteckefuchs
 
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Man muss sich nur betrinken: um in vielen Fällen als "unzurechnungsfähig" zu gelten und
unbestraft davonzukommen!
Die Strafe wäre vermutlich sogar höhre ausgefallen, wenn er
niemanden zusammengefahren hätte!

Sauerei!
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21.04.2006 12:41 Uhr von atomameise76
 
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Nicht der Erste und nicht der Letzte: "Polizist" der Dreck am Stecken hat. Es gibt soviele "Staatsschützer" die gewaltig ihre Finger im Drogengeschäft haben, die gerne auch mal "ne Nase" ausgeben. Es soll auch welche geben, die aufgrund der Mitgliedschaft in einem Fussballverein den dortigen "Kaiser" mit über 70 blitzen und dann behaupten Sie wären es gewesen.

Pfui, Teufel wie hier Gesetz mit Füßen getreten wird.
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21.04.2006 12:44 Uhr von Reinsteckefuchs
 
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Immer schön einen auf Mitleid machen: Er könnte jetzt irgendwohin umziehen, dort unsere
Rentengelder kassieren, und Gras über die Sache wachsen
lassen.....
Ich hätte mich in so einem Fall vermutlich blind nicht von
Selbstjustiz abbringen lassen können
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21.04.2006 12:49 Uhr von Garviel
 
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@drops: Was willst du denn? Robocops, die nur nach ihrer Programmierung arbeiten? Unmenschliche Vollstrecker? Die weitaus meisten Polizisten machen ihren zumeist weit unterbezahlten Job nach bestem Wissen und Gewissen. Natürlich sind manche von ihnen ungeeignet für den Job, aber das kannste durch krankhaften Hass auch nicht geradebiegen.

Zu dem Fall: Die Quelle wirkt sehr ausgewogen, vermeidet allzu pauschale Verurteilungen. Ich glaube allerdings auch, dass dem Gedanken einer Resozialisierung des Täters durch Verbüßung einer Haftstrafe sogar eher gedient wäre als mit diesem Urteil. Selbst wenn er seine Pensionsansprüche verloren hätte: Sooo hoch waren die mit 48 Jahren noch nicht; zudem wäre er bei Entlassung aus dem Dienst bei der BfA zum geringstmöglichen Tarif nachversichert worden, Anspruch auf eine Rente hätte er also trotzdem, auch wenn die zugegebenermaßen merklich geringer ausfiele als seine Pension. Auch der Familie des Opfers (die nach der Quelle zu urteilen dringend professionelle Hilfe benötigt) wäre damit eher gedient gewesen.
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21.04.2006 12:49 Uhr von atomameise76
 
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Edit by zornworm: Mit einem Gehirn von nur 0,1 mg Gewicht bei einer Ameise lassen sich die Kommentare von atomameise76 doch wohl erklären.
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21.04.2006 12:54 Uhr von MG3
 
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schweinerei: oh mann, sowas kanns doch echt nicht sein!!
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21.04.2006 12:56 Uhr von Super-Ingo
 
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@alle hier --- bin pro Polizist. Das ist einfach eine arme Sau. Gestraft ist der genug. Dass das juristische Urteil mild ist, liegt an der Tatsache, dass er mit dem Verlust seiner Pension doppelt bestraft wäre, obwohl er einerseits sich vorher nie etwas hat zuschulden kommen lassen und er andererseits auf jeden Fall über 2 Promille hatte. Als Alkoholiker war der vor dem Whisky noch nicht nüchtern. Bei 2 Promille ist man unzurechnungsfähig. Da verliert man wegen zu hohem Alkohol seinen Führerschein auch nur für ein Jahr! Dann hat der Kleine auch noch nicht einmal Licht und das war auf einer Kreisstraße. Von erhöhter Geschwindigkeit ist da nichts zu lesen.

Als Opferfamilie kann ich die Wut verstehen.
Ich wünsche dem Polizisten, dass er nach dem Tod seiner Mutter die Gegend verlassen kann.

Warum ihr euch her aufregt und "Bullenschweine" und ähnliches ablasst, ist mir schleierhaft.
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21.04.2006 12:58 Uhr von The_Nothing
 
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Fahrlässige Tötung ist in den allermeisten Fällen nur mit Bewährungsstrafen bedacht, und an alle, die hier leichtfertig das Maul aufreißen, das kann jedem von euch passieren, selbst wenn ihr euch an Verkehrsregeln haltet! Mal kurz am Radio gespielt, ein Gespräch mit dem Beifahrer, und schon kann die entscheidende Sekunde zum Reagieren versäumt worden sein.

Der Mensch macht nunmal Fehler, das ist das Normalste der Welt. Ok, Alkohol ist so ne Sache, aber der Junge trägt Mitschuld, ohne Licht fahren, das ist genauso fahrlässig, so hart das klingt.

Und es geht hier nicht um (ungerechtfertigte) Rachegelüste der Angehörigen! Unfall bleibt Unfall, auch wenn einer Schuld haben muss, aber es ist mit einem Mord oder Totschlag nicht zu vergleichen, sondern bleibt halt einfach nur fahrlässig.
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21.04.2006 13:10 Uhr von Buster_
 
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Interessant: Ich weiß nicht ob die Strafe angemessen ist, aber selbst wenn es für so eine Straftat eine Mindeststrafe von 10 Jahren ohne Bewährung geben würde, hätte das den Unfall nicht verhindert.
Dem Schuldprinzip würde eine höhere Strafe zwar entsprechen aber nicht der Prävention dienen. Ich finde es gut das Richter im Deutschen Strafrecht viel Entscheidungsspielraum haben, auch wenn ich mich manches mal über zu niedrige Strafen ärgere.

Was mich an diesem Fall besonders ärgert ist das Verhalten seiner Kollegen und Vorgesetzten. Das dieser Mann Hilfe braucht, hätte erkannt werden müssen. Der Vorgesetzte müsste für seine inkompetenz in der Menschenführung disziplinar gewürdigt werden.
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21.04.2006 13:21 Uhr von Tommy69
 
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@reinsteckefuchs: Hirn einschalten, dann posten.

"Er könnte jetzt irgendwohin umziehen, dort unsere
Rentengelder kassieren, und Gras über die Sache wachsen
lassen....."

Lerne mal den Unterschied zwischen Renten und Pensionen, und dann wer jeweils der Träger ist.
Dann darfst Du wieder spielen kommen ...
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21.04.2006 14:33 Uhr von hady
 
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@ drops111: Genau! Drecksbullen!
Erst kassieren sie uns ab und nehmen uns die Führerscheine weg, und dann saufen sie sich zu und überfahren unsere Kinder...
Jeden Tag! Überall in Deutschland! Die machen das alle! Ausnahmslos!
Die sollte man alle einsperren!
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21.04.2006 15:04 Uhr von Garviel
 
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@atomameise: WEnn ich mir deine Comments so durchlese, gehen mir so einige Gedanken über deinen Nick durch den Kopf...

Ganz einfach: Der Typ ist so fertig, dass er keinen Dienst mehr schieben kann, deshalb ist er frühpensioniert worden. Geht mit Angestellten genauso, die heißen dann halt Frührentner. Mein Gott...
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21.04.2006 15:06 Uhr von Garviel
 
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@Buster: Du hast vollkommen Recht, was die Vorgesetzten angeht. Leider ist das allerdings die Regel, egal, ob im öffentlichen Dienst oder in der "freien" Wirtschaft. Wegschauen, hoffen, Deckel drauf, und beten, dass nix passiert.
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21.04.2006 15:46 Uhr von Mr.Gato
 
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In diesen Fall hat die deutsche Justiz OK gehandelt.

Gründe hat super -ingo schon gesagt und dazu muss man auch an die Familie des Bullen denken.

Bulle im Knast (keine Pension) = Familie geht den Bach runter. Und die haben nun wirklich nix damit zu tun.

Und wer vor allem UNBEABSICHTIGT jmd. tötet, sollte kein zu hartes Urteil bekommen. Denn das sind keine kriminellen, die man von der Gesellschaft aussliessen sollte, sondern Typen, die nen gewaltigen Fehler gemacht haben und dann auch entsprechend selbst darunter leiden.
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21.04.2006 16:09 Uhr von jesse_james
 
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@Mr.Gato: "Und wer vor allem UNBEABSICHTIGT jmd. tötet, sollte kein zu hartes Urteil bekommen."

Sich volllaufen zu lassen, wenn man weiß welche Wirkung Alkohol hat.
Wer zu dem auch noch Gesetzeshüter ist, sollte erst recht die Pfoten vom Alkohol lassen.
Und wenn solch ein Mensch genau das tut was er tat, dann hat er trotzallem größere Konsequenzen zu tragen als wie eine Bewährung.
Auch wenn das Opfer eine Teilschuld trägt.


@all
Jeder Mensch weiß welche Wirkung Alkohol auf den menschlichen Körper hat.
Jeder der Alkohol trinkt setzt somit willentlich und wissentlich einen Teil seiner Körperfunktionen herab und wer dann Mist baut hat auch die vollen Konsequenzen zu tragen.

Es kann und darf nicht sein, das man bei Alkoholgenuss als weniger zurechnungsfähig betrachtet wird als andere ohne Alkohol.

Wer in Kauf nimmt das sein Alkoholgenuss andere schädigt, hat auch die volle härte des Gesetzes zu spüren.
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21.04.2006 18:42 Uhr von Reinsteckefuchs
 
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@Tommy66: Eine Pension ist doch ganz einfach eine Altersvorsorge, die
an Beamte geleistet wird, oder täusch ich mich?
entspricht das ganze dann nicht einer Rente?


Und vor allem, inwiefern hat dass jetzt soviel mit meinem
Kommentar zu tun?
Wenn dus schon soviel besser weisst, wirst du ja wohl
meine jugendliche Unwissenheit ignorieren können

Schreib doch lieber was sinnvolles, bzw, deine Meinung zur
News, als hier andere Benutzer anzugreifen




.....Depp ^^
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21.04.2006 20:01 Uhr von sathopper69
 
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Eine Krähe hackt der anderen kein pflegte meine Oma immer zu sagen. Der Spruch fällt mir bei sowas immer ein.
Fakt ist jedenfalls, daß ein Normalbürger in solchen Fällen viel härter bestraft wird. Ich soll vorraussichtlich in den Knast, nur weil ich einen abgelaufenen PA nicht unverzüglich abgegeben hatte, da mein Reisepaß gerade erst neu war. Da ich mich weigere, dafür 75 Teuros Bußgeld zu zahlen, werde ich wohl in den Bau wandern (Erzwingungshaft)!
Wenn ich grün sehe, sehe ich nun rot. Die grünen Männchen u. Weibchen haben bei mir jenfalls alle Symphathie verscherzt.
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21.04.2006 20:04 Uhr von fischhäppchen
 
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un das: von nem polizist.... schon traurig diese welt...
un dann nur ne bewährungsstrafe???? für ein menscheleben? dat steht wohl in keinem verhälltnis.... tztztztztztz

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