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Atomstreit: Verhandeln die USA mit dem Iran?

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist nicht klar, wie weit der Iran wirklich mit der Entwicklung seines Atomprogramms ist. Dies hat zur Folge, dass sich in den USA die Stimmen mehren, die sich für Verhandlungen mit dem Iran aussprechen.

Die US-Regierung lehnt derweil direkte Gespräche zwischen Washington und Teheran ab. Dabei wird immer wieder auf die UNO als Kompromissfinder verwiesen.

Dennoch erklärte Richard Lugar: "Die Iraner sind Teil des gesamten Energie-Tableaus. Wir müssen mit ihnen reden." Weiterhin bezeichnete er direkte Gespräche als "nützlich".


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WebReporter: madpad
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, Iran, Atomstreit
Quelle: www.spiegel.de

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.04.2006 14:01 Uhr von madpad
 
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Nun, ist ein Verhandeln mit dem Iran überhaupt möglich? Sicherlich mögen direkte Gespräche erstrebenswert sein, aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt halte ich das nur für einen Tropfen auf den heißen Stein, da der Iran mit aller Wahrscheinlichkeit auf sein Recht auf Atomenergie o.ä. bestehen wird.
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17.04.2006 16:49 Uhr von Darkmorph
 
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@author: bist du der meinung das der iran kein recht auf nukleare Energie hat? und wenn ja, wer bestimmt, das deutschland atomwerke bauen darf und iran nicht? willst du jetzt argumentieren, aber die sind doch radikal und man weiss ja nit was sie damit anfangen werden usw... tja dazu fällt mir nur ein, das ein hochgerüstetes Amerika mir sehr viel mehr angst macht. Amerika prallt öffentlich damit atomare preemptive-strikes zu unternehmen usw. iran tut das wenigstens nicht.

mfg benjamin
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17.04.2006 16:59 Uhr von Parramatta
 
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Angst vor Erstschlag? Sollten die USA Iran militärisch angreifen - an eine UN-Intervention glaube ich nicht - käme es zu einem wirtschaftlichen Fiasko der westlichen Welt. Teheran würde wie einst Bagdad nicht zögern, seine Ölfelder zu vernichten. Die Folge wäre ein galoppierender Ölpreis, der Amerika u. Europa empfindlich treffen würde. Allein der vom jetzigen Konflikt entstandene Benzinpreis lässt das Szenario erahnen zu dem es kommen wird, wenn die Quellen des viertgrößten Erdöllieferanten der Welt aufhören würden zu sprudeln.

Was hat die Welt mehr zu befürchten? Einen Atomschlag der USA auf Teheran, oder einen Nuklearangriff der Iraner auf Tel Aviv? Ein US-Präsident hatte es im August 1945 demonstriert, wie locker den amarikanern der Finger am Abzug sitzt. Heute können wir froh darüber sein, dass die ehemalige UDSSR frühzeitig Atomwaffen besaß. Ost-West-Konflikte wie in Budapest und Prag wären sonst anders abgelaufen. Vielleicht mit einer nuklearen Ausmerzung sowjetischer Großstädte.
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17.04.2006 17:32 Uhr von Koyan
 
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Da Iran sich wohl niemals bedingungslos aufgeben: wird, sind wohl alle Verhandlungsversuche nur Hinhalte Politiik.

Kein Land lässt sich wohl verbieten wirtschaftlich unabhängig zu werden, das kann man wohl nur Staaten diktieren die eh klein und schwach sind oder die einen Krieg 100% verloren haben.

Ausser USA selber befreit sich von ihren Führern, denn ich glaube schon das eine Freundschaft mit Iran im Interesse der USA wäre, aber wir wissen ja, das US-Aussenpolitik nicht der USA dient.
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17.04.2006 17:36 Uhr von eros007
 
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Darkmorph: >> bist du der meinung das der iran kein recht auf nukleare Energie hat?

In diesem Punkt gilt es, etwas differenzierter zu beurteilen. Ich bin jedenfalls der Meinung, dass der Iran ein Recht auf nukleare Energie hat. Dazu wurde ihm auch angeboten, dass - zur Zerstreuung der Bedenken an der Ausrichtung des Atomprogrammes - Uran auf russischen Boden angereichert werden könne, welches Iran dann in seinen Reaktoren nutzen könnte. Iran hat das abgelehnt mit der Begründung, dass man unabhängig sein wolle vom Ausland. Eine genauere Betrachtung zeigt aber, dass die Befürchtungen des Westens durchaus nicht unberechtigt sind. Die natürlichen Uranvorkommen im Iran (für eine unabhängige Versorgung natürlich eine Grundvoraussetzung) wohl nur für wenige Jahre Reaktorbetrieb reichen würden. Von wegen Unabhängigkeit! Dies zeigt doch, dass es der iranischen Führung nicht vorrangig um Unabhängigkeit gehen kann.

Die Aufgabe des Westens wäre es meiner Meinung nach, dem iranischen Volk aufzuzeigen, dass es von der eigenen Regierung an der Nase herumgeführt wird. Da innenpolitisch kaum was passiert (der Bevölkerung geht es eher schlechter), versucht man, die Nation über das Recht zu Atomenergie hinter sich zu scharen. Hier muss den Iranern aufgezeigt werden, dass sie benutzt werden für die Machtspiele der Reichen im Land und dagegen aufbegehren.
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17.04.2006 17:43 Uhr von megatrend
 
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eros007: niemand will dem Iran verbieten, nukleare Energie für friedliche Zwecke zu benützen. Die Probleme sind nur mit der Anreicherung, welche zur Herstellung einer Atombombe benötigt wird. Für friedliche Zwecke benötigt man keine Anreicherung. Da der Iran auf Teufel komm´ raus anreichern will, sind dessen Absichten wohl klar. Iranische Verhandlungsangebote sind bloss Hinhaltetaktik.
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17.04.2006 18:01 Uhr von eros007
 
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megatrend: Jedenfalls bei den heutigen Reaktoren, die mit Uran betrieben werden, ist dennoch eine Anreicherung erforderlich. Man benötigt dafür Uran mit einem Anteil von 3-4% Uran 235. In natürlichem Uran ist dessen Anteil aber nur etwa 0,7%. Siehe http://de.wikipedia.org/...

Folglich ist Anreicherung also durchaus auch bei friedlicher Nutzung ein zwingend erforderlicher Schritt. Wie ich aber oben schon darlegte - ich glaube auch nicht, dass der Iran ein rein ziviles Programm verfolgt...
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17.04.2006 18:39 Uhr von Parramatta
 
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Hi Eros007 Iran wäre von natürlichen Uranvorkommen unabhängig, würden sie die Technologie des "Schnellen Brüters" anstreben, wobei in einem bestehenden Kernreaktor mehr spaltbares Material hergestellt werden könnte, als es zur Energiegewinnung notwendig wäre. Wer Kaskaden von Zentrifugen bzw. eine Gasdiffusionsanlage zur Trennung von Uranisotopen (235/238) herstellen kann, der wird früher oder später auch Plutonium "brüten" können.
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17.04.2006 19:00 Uhr von Parramatta
 
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Noch eines Eros007 wir können doch wohl davon ausgehen, dass das Gros der Westeuropäer die eine Ideologie der Demokratie von ihren Politikern proklamiert bekommen, davon auch überzeugt sind, oder? Denkst du, eine z.B. islamisch geprägte Ideologie könnte dich je davon überzeugen, dass unser System das Falsche sei? Na also!

Und dass ein westlich orientiertes System für das iranische Volk das Falsche war, indiziert dessen Revolution Ende der 1970er, als der letzte Schah von Persien - Speichellecker der USA - gestürzt wurde und ein Schiitenführer namens Chomeini das Volk vom westlichen Joch befreite. Dieser Prozess wird in nächster Zeit irreversibel sein, zumal Iran eine wohlhabende, westlich geprägte Mittel- und Oberschicht hat, denen es nicht danach gelüstet, ein Systemwechsel anzusteuern.
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17.04.2006 19:20 Uhr von gunny007
 
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@Parramatta: also ich denke unter dem schah ging es dem volk wenigstens noch gut.

außerdem denke ich immer noch daß man eine
a-bombe doch noch aus den restbeständen der sowjetunion kaufen könnte.
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18.04.2006 03:02 Uhr von Borgir
 
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@ autor: natürlich besteht er darauf. warum auch nicht? nur weil die verbrecher aus den usa ihn daran hindern wollen? lachhaft, dass amerika sich anmaßt, über den entwicklungsstand anderer länder bestimmen zu können.
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20.04.2006 02:00 Uhr von eros007
 
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Parramatta: Nur funktioniert der schnelle Brüter derzeit nirgends auf der Welt so richtig, dass es sich lohnen würde, ihn zu betreiben. Außerdem birgt er ein relativ hohes Sicherheitsrisiko.

Auch wenn es sich für einen isolierten Iran lohnen könnte, einen schnellen Brüter einzusetzen, so wäre damit ein sehr hohes Unfallrisiko verbunden. Der Iran ist technisch nicht so weit entwickelt wie Japan oder westliche Staaten, und selbst diese haben teils kräftige Probleme damit. Der Iran gefährdet sich somit selbst. Insofern wäre ein Verhindern des Programms wiederum ein Nutzen für das iranische Volk. Strebt man tatsächlich einen schnellen Brüter an, genügen jedenfalls wenige Zentrifugen (man kläre mich auf, wenn der schnelle Brüter doch deutlich stärker angereicherten Ausgangsbrennstoff braucht). Der Iran will aber 30.000 Zentrifugen bauen. Eine solche Größenordnung benötigt man (nur) für Atomwaffen. Leider.

Und zum Thema, dass das iranische Volk nicht auf uns hören würde. Das glaube ich weniger. Dem Großteil der Bevölkerung geht es schlecht, innenpolitische Erfolge der Regierung bleiben aus. Das scheint mir der Grund zu sein, warum man sich so sehr auf das Atomprogramm stürzt. Um das Volk hinter sich zu scharen, um es eben nicht dazu kommen zu lassen, dass das Volk versteht, dass es die eigene Regierung ist, die (offensichtlich) Lügen erzählt. Gerade wir Deutschen sollten in der Hinsicht wachsam sein, oder?

Nur um eines klarzustellen. Ich bin dagegen, dass ein deutscher Soldat den Iran betritt (und auch andere aus westlichen Ländern). Aber ich halte es dennoch für wichtig, die Stimme zu erheben, wenn ein Volk unter seiner Regierung zu Aktionen getrieben wird, die es später bereuen könnte.
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20.04.2006 02:15 Uhr von Ötschie
 
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Iran und USA: Ich glaube der Grund, warum so viel Anspannung zwischen den Menschen herrscht ist, dass wir einfach nicht mehr miteinander reden...

Das war im Kalten Krieg bei den USA und Sowjets dasselbe. Man hat vor lauter Angst immer weiter aufgerüstet und nur versucht nicht schwach zu erscheinen.
Man hätte sich vieles ersparen können, wenn man mehr miteinander reden würde.
Von daher kann man Gespräche zwischen dem Iran und den USA nur begrüßen.
Aber vielleicht sollten diese auf neutralem Boden stattfinden.

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