12.04.06 13:44 Uhr
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Wie mit SMS-Chats Geld verdient wird: Eine Flirt-Agentin berichtet

Die 20-jährige Maria arbeitet für eine SMS-Chatagentur als Chatmoderatorin. Dort spiegelt sie ihren Kunden, oft einsamen Jugendlichen, die über Fernsehwerbung angelockt wurden, dutzende von verschiedenen Identitäten vor.

Von den 1,99 Euro pro SMS bekommt sie 17 Cent, je mehr Kunden sie und ihre Kolleginnen von der Flirtagentur zum Simsen bringen, desto mehr verdienen sie. Deswegen ist ihr Ziel, "die Kerle bei der Stange zu halten" und dann spurlos zu verschwinden.

Denn es kommt niemals zu den anvisierten Treffen und die angeblichen Flirterinnen wohnen auch nicht in der Nähe, wie sie ihren Kunden vorgaukeln. 2004 wurden insgesamt 23 Milliarden SMS versandt, immer mehr Jugendliche haben Handy-Schulden.


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WebReporter: snickerman
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Geld, SMS, Agent, Flirt
Quelle: www.spiegel.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.04.2006 13:39 Uhr von snickerman
 
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Zwar wusste ich, dass da ordentlich gelogen wird, aber diese Dreistigkeit gibt mir doch zu denken. Die Jugendlichen tun mir leid, hoffentlich lesen das hier wenigstens ein paar von ihnen, damit sie nicht am Monatsende enttäuscht und pleite sind!
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12.04.2006 14:35 Uhr von Luthienne
 
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Eigentlich ein alter Hut: Das Arbeitsamt hat ständig Dutzende solcher Stellenangebote im SIS.
Es verdient eigentlich nur einer hier- und das ist der Anbieter. Die Moderatoren müssen rein rechnerisch 40 Stunden die Woche 100 SMS in der Stunde schreiben, um auf einen Nettoverdienst knapp oberhalb von ALGII zu kommen- völlig unrealistisch.
Wegen Geldmangel hatte ich das auch mal in Betracht gezogen, aber als ich dann den Vertrag durchgelesen hab, hab ich mir dann doch lieber was anderes überlegt.
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12.04.2006 16:58 Uhr von Idrisu
 
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schon wieder eine Geschäftsidee die ich verpasst hab...
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12.04.2006 18:49 Uhr von MannisstderBlond
 
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Wer: hat eigentlich etwas anderes erwartet?

Das Schlimme ist dabei aber nicht die Abzocke der Kunden; die wollen es ja so; sondern die Abzocke derjenigen die die Kunden erst bei der Stange halten.

Hier wird von allen möglichen und unmöglichen Organisationen gegen die Ausbeutung in sogenannten armen Ländern protestiert.
Wo ist der Aufstand gegen die Ausbeutung der dienstleistenden Mitmenschen in diesem unserem Land??

mfg
MidB
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13.04.2006 09:11 Uhr von megatrend
 
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Fake statt F**k: mir schon klar, dass da nicht alles mit sauberen Dingen zugeht... auch bei Kontaktanzeigen ist vieles Fake... es gab da schon etliche einschlägige Tests...

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