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Holocaust: Die Bahn verhindert Ausstellung

Die Bahn spielte während der organisierten Judenverfolgung und -ermordung während der faschistischen Diktatur in Deutschland eine gewichtige Rolle. Ohne ihre Technik hätte der Transport in die Vernichtungslager nicht stattfinden können.

Trotzdem sperrt sich die Deutsche Bahn AG bisher gegen Pläne, in den Bahnhöfen durch Ausstellungen die Beihilfe der damaligen Reichsbahn an den Massenmorden zu dokumentieren. Und die Politik erklärt sich für nicht zuständig.

Lediglich Verkehrsminister Tiefensee macht sich für die Ausstellungsvorhaben stark. Allerdings bleibt zu befürchten, dass die Rolle der Bahn in der Nazi-Zeit gerade zur WM nicht weiter an die Öffentlichkeit gelangen soll.


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WebReporter: lukiluke
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Ausstellung, Bahn, Holocaust
Quelle: www.nd-online.de

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21 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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11.04.2006 20:06 Uhr von riddick
 
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Was kommt als nächstes? Beschuldigung aller blonden und blauäugigen Menschen, weil die damals als Rechtfertigung gegolten haben? Oder aller Menschen mit Schnauzbart? Oder warum hängt man nicht Plakate auf: "Ohne Luft hätte Hitler nicht überlebt." Warum kann denn nicht endlich mal jemand Geschichte Geschichte sein lassen?
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11.04.2006 20:43 Uhr von -pete-
 
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@riddick: aus Fehlern lernt man!

Was passiert mit Fehlern die vergessen werden....
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11.04.2006 20:44 Uhr von carry-
 
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meine güte: was soll der aufstand? dass die juden nicht mit dem taxi ins kz gefahren wurden, sollte jedem klar sein. ausserdem, wenn jmd. so eine ausstellung will, kann er sie ja machen, nur eben nicht in einem bahnhof.
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11.04.2006 20:50 Uhr von maninmoon
 
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Die Bahn war zum Zeitpunkt des Dritten Reiches ein staatliches Unternehmen und stand somit unter dem Befehl der damaligen Regierung. Somit hat die aktuelle Bahn AG rein garnichts damit am Hut, sie ist lediglich das Nachfolgeunternehmen der Reichsbahn. Gleiches geht auch aus der Quelle hervor.
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11.04.2006 21:01 Uhr von riddick
 
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@pete: Klar soll das nicht in Vergessenheit geraten. Aber muss deswegen ständig und immer wieder durch irgendein Mahnmal (von Steuergeldern finanziert), irgendeine komische Ausstellung oder sonstwas jeder mit der Nase zwangsweise drauf gestubst werden? Zumal die aktuelle Generation ja wirklich rein gar nichts damit zu tun hatte, aber dennoch gern mal kriminalisiert wird. Dass Hitler eigentlich ein Österreicher war, ist ja leider auch irgendwo zwischen damals und heute untergegangen.
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11.04.2006 21:06 Uhr von ciaoextra
 
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maninmoon: Wir haben die Bahn (und somit auch die ganze Geschichte davon) nun mal "geerbt". Nur weil Dir, die Geschcihte der Bahn nicht gefällt, kann man die nicht einfach unterm Teppich fegen - genau das passiert ja tagtäglich und deshalb haben die Rechten leider auch wieder zuviel Fuß fassen können in der BRD.
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11.04.2006 21:17 Uhr von -pete-
 
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@riddick: natürlich ist es nervig ständig News zu lesen worin steht Mahnmal hier, Ausstellung da usw.

Es würde mich interessieren wieviele Mahnmale es denn gibt und wo die sind. Wenn man nun 2-3 News pro Monat wg. Mahnmalen hat dann bedeutet das ja das an 2-3 Orten (bestimmt nicht immer die gleichen) Mahnmale aufgestellt wurden. Wieviele Orte gibt es in Deutschland?

Naja, um das zu klären fordere ich von unserer Regierung eine Aufstellung aller Mahnmale im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Anhand dieser Liste sollten wir auswerten wo noch Mahnmale fehlen, zuviele stehen und eine dementsprechende Optimierung durchführen damit doch endlich mal Schluss mit diesem Thema und alle zufrieden sind.

@topic
Ich kann mir nicht vorstellen das es damals zu diesem Thema eine große Ausschreibung gab und die Bahn das geringste Angebot unterbreitete. Ging damals eher so wie: Jungs, ab morgen fahren nen paar Züge mehr!
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11.04.2006 22:08 Uhr von carry-
 
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@silence_sux: ein bahnhof ist eben kein museum! und warum sollte man in einem bahnhof leute vergasen?
mit dem anderen beitrag, habe ich lediglich zum ausdruck bringen wollen, dass ich für die todesstrafe bin und die gaskammer für ein angebrachtes mittel halte, um diese zu vollstrecken.
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11.04.2006 22:48 Uhr von maninmoon
 
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Mein lieber ciaoextra,

"Nur weil Dir, die Geschcihte der Bahn nicht gefällt", diesen Satz kann ich mir nicht gefallen lassen, weil ich die Geschichte der deutschen Reichsbahn und der deutschen Bundesbahn, bzw. nun Bahn AG nicht bewertet habe. Ich habe lediglich festgestellt, dass das Unternehmen, dass zur Zeit unter den Namen "Bahn" arbeitet rechtlich nichts mit der deutschen Reichsbahn im dritten Reich zu tun hat.

Ich möchte auch betonen, dass ich keine rechtsradikalen Gedanken oder dergleichen in mir führe. Es geht mir lediglich um eine korrekte historische Betrachtung, weil eben so oft Äpfel mit Birnen verwechselt werden.

Gruß

maninmoon
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12.04.2006 00:13 Uhr von Flatmaxl
 
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Richtig: Ich verstehe die DB, denn was hat die heutige DB mit der früheren RB (Reichsbahn) zutun? ich sach ma spontan "nichts".
Ich finde es reicht langsam, denn die aktuelle und die nächsten Generationen sind nicht schuld an Adolf Hitlers kranken und bescheuerten Plänen und deren Ausführung.

Man sollte dieses dunkle Kapitel langsam schließen, über Stalin und Mao wird auch nicht mehr gebrabbelt obwohl die beiden Herren, weit mehr Leute abschlachten ließen als Hitler...
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12.04.2006 00:37 Uhr von Mr. Egon
 
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Nicht vergessen, ja die Dinge zu übertreiben und überall die Wehmut vorspielen, nein.

Ich frage mich, was diese Leute sich dabei denken, wenn sie die Behauptung aufstellen, man vergesse allmählich, was die Deutschen getan hätten. Diese Themen sind nahezu durchgehend in allen Medienarten anzutreffen, es gibt tausende Filme, Bücher, Computerspiele, die sich damit beschäftigen und die diese Dinge immer wieder aufleuchten. Ich halte es schon fast eher für ein Problem, dass dieses Thema SO sehr durchgekaut wird, bis man es nicht mehr hören kann und alles übersieht und überhört, was damit zu tun hat.

Eröffnet man diese unzähligen Ausstellungen nicht wieder, um - vielleicht anlässlich der WM - zu zeigen, dass man kein Nazi mehr ist? Diese ewige Pein, die man krampfhaft angesichts dieser Vergangenheit zum Ausdruck bringt? Ich halte dies für überzogen. So überzogen, dass das Anliegen des Nichtvergessens schon ins Lächerliche gezogen wird. Was soll sich jemand denken, der in Deutschland Urlaub machen will, und er sieht an jeder Straßenecke den Vermerk, dass Deutschland 6 Millionen Juden vernichtet hat? Er wird sich denken, was Deutschland für Probleme mit der Vergangenheitsbewältigung hat und wird letztlich genau so verstört reagieren, als wenn sich niemand darum kümmere, was Deutschland früher einmal war, oder gar die Swastikas wieder aus den Fenstern baumeln würden!

Ja, haltet die Erinnerung aufrecht, damit das niemals mehr wieder passiert.

Nein, spielt eure Demut über diese Vergangenheit nicht auf, denn sie bewirkt nicht den gewünschten Effekt.

Und wenn man schon die Bahn durch derartiges belastet, dann bewegen wir uns schon in diese Richtung.
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12.04.2006 03:38 Uhr von Der Erleuchter
 
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letzer Satz = Meinung des Autors - steht nicht in der Quelle!
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12.04.2006 07:56 Uhr von Motzpuppe
 
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Apropro Mahnmal: ich bin dafür das Deutschland komplett zum Mahnmal deklariert wird, dann brauch man nicht jeden Tag neue zu errichten....
Und es wird dann auch jeder mit den Fingern auf uns zeigen und bestimmt von keinem vergessen...
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12.04.2006 08:14 Uhr von Jeska
 
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Also: Nich nur die Bahn hat damit zu kämpfen, es geht doch eher darum, dass man das "Nazi-Image" loswird und gerade bei der WM so eine Ausstellung zu machen wär sicher nen Fehler.
Das eigentlich nur ein Stück, wenn auch negative, Geschichte dargestellt wird sieht der ein oder andere Gast aus anderen Nationen vielleicht nicht so.
Aber seid doch mal realistisch... wenn es die Bahn nicht gegeben hätte damals, hätte Hitler doch sicher andere Wege für sein vorhaben gefunden.
Und da die heutige Deutsche Bahn AG nichts mehr mit der Reichsbahn gemein hat, sollten solche Vorwürfe gar nicht erst aufkommen. Allerdings gehören solche dargestellten Szenarien auch eher in ein Völkerkundemuseum, wo es sicher nicht mißverstanden werden kann.
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12.04.2006 09:21 Uhr von shadow#
 
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"zu befürchten"??? Gerade zur WM sollte jeder, der auf solche Ideen kommt, kopfüber an eine Schautafel getackert und in der nächsten S-Bahn-Station ausgestellt werden.

Was wollen wir denn zur WM haben?
"Die Welt zu Gast bei Freunden"
oder dann doch lieber
"Ein kurzer Besuch bei einem flüchtigen Bekannten, der zwar vor 10 Jahren seine Frau gehäutet und teilweise verspeist hat, aber eigentlich wieder ganz ok ist, seit er letzten Monat aus der geschlossenen Psychiatrie entlassen wurde, weshalb es nicht ganz so beunruhigend ist, dass Bilder von ihr am Backofen kleben"?
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12.04.2006 09:33 Uhr von Klaus Helfrich
 
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@ Der Erleuchter: Zitat Quelle:

"Die NS-Bahn sollte, zumal in der WM-Euphorie, ausgeblendet werden."

Hast du sonst noch was zu sagen?
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12.04.2006 09:50 Uhr von Cenor_de
 
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Ich finde gerade die Bilder: der Bahnhöfe, mit den sortierten Koffern und die Wagons mit den eingepferchten Menschen sind sehr eindrückliche
Motive, um aufzuzeigen, wie neben der menschenverachtenden Politik, eine unglaubliche präzision stand.

Bei den mahnmalen, geht es ja auch darum, künftige Generationen zu bilden, expressis verbis es ihnen bildlich zu machen.
Gerade die berühmte Pünktlichkeit der bahn, bringt ja stundenlange Überaschungs-Kontemplation mit sich, die man gut nutzen könnte um den Menschen ein wenig Bildung näherzubringen.

Und die Kommentare hier zeigen ja deutlich, daß da einiges immer noch im argen liegt, denn erst wenn der letzte Spinner sich nicht mehr über mahnmale aufregt, werden sie nicht mehr nötig sein.

Das Vermögen der Reichsbahn, ihre Imobilien, ihre Gleise, ihre Bahnhöfe und Stellwerke, sind in den Besitz der Bahn-AG übergegangen, wie kommt ihr auf den Ast, die hätten nix mit ihrer Vergangenehit zu tun?

Viele Gleisanlagen wurden sogar extra gebaut um die Logistik des Holocaust zu gewährleisten. Die Verfrachtung von Menschen in die KZs war mit einem gewaltigen Aufwand verbunden.
Mindestens 30% der Logistik (so schätzt man) des NS-Staates wurden ausschliesslich auf den Holocaust verwendet.
Ein nicht unerheblicher teil davon war der transport.
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12.04.2006 10:20 Uhr von Alfadhir
 
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jeder sollet selbst das recht haben zu entscheiden: ob er an erbschuld glaubt und was er mit seiner (na ja eigentlich mit der anderer) vergangenheit macht .
vergessen wird die vergangenheit in deutschland nie na ja zu mindest nicht die "nazi zeit" (alles andere ist ja anscheinend egal wenn ich da an meinen geschichtsunterricht denke) .
aber ich muss echt sagen das mich diese erbschuld die man uns einreden will verdammt an die eugenik (rassenlehre) erinnert so werden die leute selbst zu dem was sie verteufeln ohne es zu merken.
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12.04.2006 10:38 Uhr von PruegelJoschka
 
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Oje! Ich bin dafür, daß man diese Sinnlosen Mahnmale sein lösst und diese ganze Ausstellungen nicht mit Gewalt in die Öfffentlichkeit schiebt.

Statt dessen sollte Deutschland endlich gescheite Entschädigungen an die Opfer bezahlen und die Nazi- Arschlöcher veruterilen. Leider wurde dieses dank "wir haben schon Genug gezahlt, wieviel denn noch"- Sprüchen verhindert und Deutschland hat kaum gerechtvertigte Strafen für Nazi- Verbrecher verhängt. Danke schön! Zum Glück für Deutschland sind schon die meisten Opfer gestorben ohne Entschädigungen aus Deutschland erhalten zu haben, aber VOR ALLEM sind auch etliche Nazi- "Veteranen" tot, denen man ja ständig jahrelang Belohnungsgelder in den Arsch geschoben hatte. Zu Verurteilen gibt es daher auch kaum Leute und wenn ja, dann lohnt sich der Aufwand kaum.

Danke schön, für die konstante Unschuldspropaganda!

Auf KZ- Transport- Fotos an Bahnhöfen kann ich dankend verzichten ... die weren wohl eher Befürworter als Gegner anziehen ...
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12.04.2006 10:47 Uhr von Cenor_de
 
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@PruegelJoschka: Das eine schlösse das andere nicht aus, wären nicht die alten Nazis längst scheintot. Um was gewesen zu sen, sollte man höchstens Jahrgang 1915 sein (33-18 - 45-30)

Wir reden hier also über 91jährige. Der Zug ist abgefahren.

Trotzdem sollte auf dem Neckermann-Katalog stehen:
"Dieser Betreib wurde zwangsarisiert."
Die bösen Juden haben nämlich den Versandhaus-katalog erfunden, was immer noch viel arische Menschen mit einem IQ unter Zimmertemperatur ins Elend stürzt.
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12.04.2006 11:02 Uhr von Son_of_Doom
 
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Also: Es ist klar, das eine solche Ausstellung, geschäftsschädigend für die Bahn sein dürfte. Das die dann versuchen es zu verhindern, sollte auch klar sein. Und für die, die meine es wäre die Pflicht der Bahn, die Ausstellung zuzulassen, sollten sich überlegen, was die Konsequenz wäre. Es müsste jeder, dessen Vorfahren, oder Verwande im NS-System gedient haben, eine Ausstellung an der Wohnungstür anbringen. Thema "Mein Opa war in der SS..." (nur mal als Bsp....) Jede Firma die es damals schon gab, hat "Dreck am Stecken".

Es sollte nicht vergessen werden, aber meine Meinung ist, dass durch solche und ähnliche Geschichten erst wieder neuer Hass entsteht.

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